Forum: Kultur
Sprachverwirrung: "Hamse jedient im Genderkrieg?"

Eine Schlacht tobt zwischen den Geschlechtern. Meinen zumindest einige Medien. Geht es auch ein paar Nummern kleiner? Es muss dringend verbal abgerüstet werden.

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KaroXXL 07.06.2016, 13:15
1. Na klar

Die zunehmend aggressive Diskussionskultur, die festgefahrenen Fronten, die eingebildete Deutungshoheit , die fehlende Selbstreflexion und -kritik, das Belehrenwollen (trifft auch und vor allem alles für Journalisten bzw. Meinungsmacher zu) - das alles hat Tendenzen wo man natürlich irgendwie an Krieg denkt bzw. denken könnte.
Und wenn es so weiter geht kann man nur Angst bekommen.

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rennflosse 07.06.2016, 13:16
2. Volle Zustimmung

Leider ist die Medienlandschaft ganz vorne dabei wenn es darum geht, mit Superlativen Aufmerksamkeit zu schinden. Das die Sprache dabei entwertet wird, so what? Wenn die eigenen Kampfwörter aufgebraucht sind, flüchtet man eben in Anglizismen und erfindet notfalls neue.

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jujo 07.06.2016, 13:19
3. ...

Ich bin ein Mann und emanzipiert, mache diesen Dummfug nicht mit, genau wie alle Frauen welche ich kenne, die emanzipiert, wie sie es nun mal sind, ebenfalls nicht mitmachen. Das ist doch nur was für Leute die irgendetwas, meist ihr Leben, nicht auf die Reihe bekommen, und so einem Kram zum Ausgleich brauchen damit sie sich besser fühlen. Schön für sie wenn es so ist.

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lillykatze 07.06.2016, 13:22
4. Gefällt mir

Der Artikel sagt so ziemlich, was ich denke. Danke!
Wobei die ganze Genderdebatte völlig überzogen ist in Deutschland. :) Aber wir könnten es auf die Spitze treiben und die Artikel "die" und "der" aus unserer Sprache negieren. Mit "das" wäre die Diskussion vielleicht endlich beendet. :)

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Velociped 07.06.2016, 13:26
5. Debattieren statt Krieg

Es ist richtig, wir sollten debattieren statt zu polemisieren. Teilweise werden jedoch alle Regeln des persönlichen Umgangs vergessen, wenn über Männer hergezogen wird. Männer sind auch Menschen und wollen auch so behandelt werden.
Natürlich ist es menschlich, das selbst empfundene Unrecht aufzubauschen und das anderen zugefügte Unrecht zu bagatellisieren. Das ist Teil sowohl der Rhetorik derjenigen, die sich über den Genderwahn beklagen aber eben genauso Teil der Rhetorik mancher Feminist_innen, die bei jeder statistischen Auffälligkeit "Diskriminierung" rufen aber selbst Männer pauschal verunglimpfen.

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Mvk 07.06.2016, 13:27
6.

Ja natürlich ist es immer leicht bei Mobbing (und die Ideologie des westlichen Feminismus ist mehrheitlich genau das) über die Opfer noch mal mit "stell dich nicht so an" drüberzubügeln.
Das eigentliche Problem bleibt aber bestehen, während frau wie hier im Artikel die Menschen direkt - nicht nur ihre Meinungen - lächerlich machen will.

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wotsehell 07.06.2016, 13:27
7. Genderwahn

Ich glaube, Frau Stokowski, Sie verwechseln das mit Genderwahn, und der ist in der Tat allgegenwärtig.

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totalwitzigerbenutzername 07.06.2016, 13:32
8.

Was haltense von der folgenden Einordnung, Soldatin?

1. die Menschen sind zu sehr gechillt (Brot und Spiele), was insofern negativ ist, als dass unser evolutionäres Erbe - zumindest in jungen Jahren - nach Action lechzt. Was dem Einen z.B. der Extremsport, ist dem Anderen das Hypen von Nichtigkeiten und entsprechende Wortgefechte um des Aufregens willen.

2. Internet als Fluch: Die breite Masse der Anwender haut lediglich ihre Slogans raus, ohne damit jemals eine echte, persönliche und direkte Reaktion zu erfahren, keine echte soziale Interaktion.

3. Die Medien spielen dieses Spiel gerne mit, denn sie interessieren sich nur für Auflagen und Quoten und nicht dafür, mit was für Themen sie sich prostituieren, um diese Auflagen und Quoten zu erreichen (Stichworte z.B. eigene Recherchen und - vielleicht sogar investigativer - Qualitätsjournalismus vs. Ticker, Twitter und Boulevard)

Die martialischen Kriegsmetaphern sind m.E. nur Boulevard, ehemalige Generalinnen sind nur noch BILD-Kolumnistinnen.

Ein rein deutsches Problem ist m.E., dass La Schwarzer das Verhältnis zwischen den Geschlechtern in Deutschland nachhaltig beschädigt hat, was sich in der Totalablehnung von Rollenklischees und z.B. im Nicht-Akzeptieren von geschlechtertypischen Schwächen äußert.
Klingt komplizierter, als es gemeint ist: Mehr Männer und Frauen sollten in der Lage sein, typische Macken von Frauen und Männern lächelnd zu erdulden statt sie zu seelischer Grausamkeit zu hypen. Und mehr Männer und Frauen sollten tolerieren, dass es auch Frauen und Männer gibt, die es rollentypisch mögen - auch ein Recht.

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ohnefilter 07.06.2016, 13:38
9. Danke!

Danke für diesen Artikel, Margret. Es iost doch wirklich nicht so schwer zu verstehn wofür wir kämpfen. Dennoch glaube ich, daß so mancher Macho-Mann jetzt gleich wieder mit dem Hammer kommt.

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