Forum: Kultur
Spritpreis-Debatte bei Jauch: Abgewürgt im Gasometer
DPA

Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.

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olban 02.04.2012, 09:54
90. Gibt es keine Experten?

Zitat von sysop
Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
Gestern Abend habe ich mich mal wieder über diese Showveranstaltung geärgert. Wenn schon über ein solches Thema diskutiert wird, dann erwarte ich, dass der Moderator sich mit den Fakten im Vorhinein auseinandersetzt und dass fachkundige Gäste eingeladen werden. Da sitzt also der Lobbyist der Mineralölindustrie dessen 24 Stunden Job es ist die arme Industrie als die eigentlichen Verlierer darzustellen und keiner kann mit Fakten dagegenhalten, Jauch ist sowieso völlig desinteressiert an allen Themen solange die Unterhaltung stimmt. Warum bereitet sich keiner der Gäste mit Fakten vor, oder gibt es gar keine anderen Zahlen als die von der Mineralölwirtschaft propagierten? Ich würde gern die Wahrheit erfahren auch wenn dies bedeutet, dass die Mineralölfirmen keine Schuld an den Preisen haben und eigentlich aus altruistiuschen Motiven Benzin anbieten (Gewinne 2010, Shell 20Mrd Dollar, Exxon 30 Mrd, Total 14 Mrd; BP 2011 7,6 Mrd Dollar)

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anbue 02.04.2012, 09:55
91. Unsere ?

Zitat von endbenutzer
Und der Witz ist: Es wird nicht nur Benzin aus Erdöl hergestellt. Insofern berauben wir uns zur Zeit nicht nur unserer künftigen Mobilität
Ich bin knapp über 50, für meine wird´s noch reichen!

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max__1985 02.04.2012, 09:56
92. Klein gegen Groß

"Doch genau das ist der Punkt. Denn so lange Spritspar-Modelle wie zum Beispiel der Lupo 3 L, der mit drei Litern Benzin auf hundert Kilometern auskommt, Ladenhüter bleiben (auch darüber wird in der Runde gesprochen), stattdessen aber große SUV mit durstigen Motoren der Renner sind, ist der Sprit noch nicht teuer genug. Das aber traute sich bei Jauch niemand zu sagen."

Mich wundert ja das bei SPON der Lupo 3 L, 3 Liter Benzin verbrauchen soll, obwohl doch ein Dieselmotor in dem Wagen verbaut ist. Desweiteren sollte man sich mal die Zulassungsstatistiken anschauen und so wird man feststellen das jede Menge Kleinwagen unter den TOP 50 sind und die ach so schlimmem SUV auch nur höher gelegte Kompaktwagen meist mit Frontantrieb sind (VW Tiguan, Nissan Qashqai, Skoda Yeti). Für dieses Autos hatte man sich vor 10 Jahren halt noch eine ähnlich motorisierte Mittelklasse geholt, welche auch nicht weniger verbraucht hat. Außerdem ist der SUV für viele ältere Leute, wegen der hohen Sitzposition, viel bequemer zu fahren als die "Nicht-SUV", was auch der allgemeinen Fahrsicherheit im Straßenverkehr zugutekommt.

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WolfHai 02.04.2012, 09:56
93. Überforderte Talkshows und Talkmasters

Zitat von sysop
Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen?
(a) Die Spritpreise sind seit mindestens 40 Jahren umstritten, und bei der Frage des "richtigen Preises" (was immer das ist) kommen die besten Ökonomen aus Zeitungsredaktionen, Kartellamt, Wissenschaft usw. entweder zu keinen oder zu gegensätzlichen Ergebnissen.

(b) Talkshows haben ein anekdotisches und kein systematisches Vorgehen, solche Fragen, die ein systematischen Vorgehen erfordern, lassen sich mit Anekdoten und einem Einerseits-Andererseits eben nicht klären.

(c) Und dann werden sie von Moderatoren geleitet, die die tieferen Problem auch nicht verstanden haben, so dass sie nicht einmal die richtigen Fragen stellen können.

Fazit: Am Ende geht jeder mit der Meinung raus, mit der er reingegangen ist. Und wer Orientierung suchte, ist nur noch verwirrter. - Es liegt in der Natur der Sache.

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albrecht21 02.04.2012, 09:58
94. Angebot / Nachfrage

Zitat von ginfizz53
... der lernt nämlich zu anfang des 1. semesters, dass sich der preis einer ware aus nichts anderem als dem wechselspiel von angebot und nachfrage bestimmt. Nein, bevor dieses argument gebracht wird: Nicht durch die kosten! ...
Dieses ist die verbreitete oberflächliche Betrachtung dieses Marktmechanismus.

Bei Waren, welche hergestellt werden müssen, bestimmt der erzielbare Preis die Menge des Angebotes. Damit haben die Herstellungskosten den entscheidenden Anteil am Preis.

Anders ist es nur bei Objekten oder Waren, die nicht hergestellt werden, wie z.B. Grundstücken. Dort bestimmt dann die Nachfrage (bei der natürlich begrenzten Menge) den Preis.

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papayu 02.04.2012, 09:59
95. Schwere Mittelklasse ???

Zitat von schwarzerrabe
Was interessiert mich der Benzinpreis, wichtig ist was die Fahrt kostet und die ist nicht teuer. Meinen Führerschein ist von 1968. Damals konnte man gelegentlich für unter 0.50 DM / 0,25 Euro tanken. Ein guter Lohn war 5.00 DM / 2,5 Euro brutto. Der Käfer, damals ein schwerer Mittelklasse PKW den sich nicht jeder leisten konnte, verbrauchte 10 Liter und mehr. Mit einem brutto Stundenlohn kam man somit 100 km weit. Bald wird der Liter 2,00 Euro kosten und der Lohn liegt bei 20 Euro. Mit den 10 Liter kann ich in einem vergleichbaren PKW (vier unbequeme Sitze kein richtiger Kofferraum, 122,5 km/h schnell) fast 300 km weit fahren. Was noch billiger wurde ist das Fliegen. Fliegen wandelte sich vom Luxus zum Ramsch. Zu Schlechten hat sich das Verhältnis brutto / netto verschoben und damals musste man noch mit richtigem Geld zahlen.
Damals hatte der VW 1200 ccm und war ein Leichtgewicht.
Und wo zahlt man 20 Euro ??
Mein Fuehrerschein habe ich seit 1959.
So ein Bloedsinn lassen die Admins durchgehen.
Ach ist ja noch frueher Morgen.

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flavio1 02.04.2012, 09:59
96.

Zitat von mr.andersson
Wenn ich meine Kinder zum Wohle der Umwelt in einen Lupo setze und da knallt ein SUV bei einem Unfall rein, dann sind meine Kinder eher hin, als wenn ein Lupo gegen meinen SUV knallt. Also fahre ich den SUV.
Mit dieser Argumentation wäre es für Sie besser, sich einen Panzer zu kaufen, darin sind Ihre Kinder noch sicherer.

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outsider-realist 02.04.2012, 09:59
97.

Zitat von The Captain
Kurzum: Hans M. hat 92 Euro weniger Geld in der Tasche, seine Kaufkraft sinkt um jenen Betrag.
Wenn jemand für 92€ Sprit kauft, sinkt doch nicht seine Kaufkraft. Er hat ja schließlich etwas gekauft bzw. konsumiert.

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labudaw 02.04.2012, 10:00
98. oder mit eienm sehr schnellen Wagen alle Staus umfahren,

Zitat von endbenutzer
Um auf der Autobahn eine Stunde Zeit einzusparen, müssen Sie schon eine verdammt hohe Durchschnittgeschwindigkeit fahren. Ein praktisches Beispiel Ihrerseits wäre da schon hilfreich. Ansonsten glaube ich Ihre Rechnung nicht so ganz.
die sind nämlcih diejenigen, die die Fahrzeiten und damit ERST recht die DURCHSCHNITTSGESCHWINDIGKEITEN massiv beeinflußen.

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Crom 02.04.2012, 10:00
99.

Zitat von steelbruch
Um dagen zu steuern, sollte man einmal im Monat einen Autofreien Sonntag einführen. Es ist nähmlich auch sehr erholsam und schön für alle.
Vor allem für die, welche wöchentlich von ihren Heimatort zu ihren Arbeitsort pendeln. Die sollen dann alle verschlafen am Montagmorgen fahren oder wie? Noch mehr kranke Ideen?

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