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Spritpreis-Debatte bei Jauch: Abgewürgt im Gasometer
DPA

Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.

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mcmercy 02.04.2012, 10:01
100.

Zitat von endbenutzer
Wäre der Benzinpreis wirklich zu hoch, würden nur noch Kleinwagen mit wenig Benzinverbrauch verkauft werden.
So einen Blödsinn hört man ja immer wieder, was bitte soll ich mit 2 Kindern mit nem Lupo, so ein Lupo eignet sich allenfalls als 2. Wagen, einen 2. Wagen kann ich mir aber nicht leisten.

Die Familie braucht ein Allround Fahrzeug, das muss eben groß genug sein um auch mal damit in Urlaub zu fahren oder den Großeinkauf zu machen. Hinzu kommt, dass ein Lupo auch noch mehr kostet als der gebrauchte Kombi, die Mehrkosten holt man durch Spritersparnis nicht rein.

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labudaw 02.04.2012, 10:02
101. sehr richtig !

Zitat von Andreas-Schindler
Die Dinger Verbrauchen nur wenig mehr als Kleinwagen in der Stadt oder Autobahn. Nur wenn man das mehr an Leistung Abruft steigt auch der Verbrauch.
auch die sparsamste Kleinwanze verbraucht im Stadtverkehr - und der hat den Löwenanteil am Verkehrsaufkommen - 8 bis 10 Liter.

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endbenutzer 02.04.2012, 10:03
102. Spritpreis und Sicherheit

Zitat von mr.andersson
Diese Aussage aus dem Text ist mal wieder Blödsinn Deluxe, aber schön populistisch. Ich habe kleine Kinder, wohne abseits und bin somit auf ein Auto angewiesen und finanziell in der Lage ein "grosses böses schweres" Auto zu bezahlen. Wenn ich meine Kinder zum Wohle der Umwelt in einen Lupo setze und da knallt ein SUV bei einem Unfall rein, dann sind meine Kinder eher hin, als wenn ein Lupo gegen meinen SUV knallt. Also fahre ich den SUV. Mal davon abgesehen, dass ich in einem Lupo einfach nicht 4 Personen inklusive gerummel reinbekomme, wenns mal ne längere Strecke ist und der Kofferraum zugepackt wird.
Ach hören Sie doch auf mit diesem blödsinnigen Argument. Sie rechtfertigen Ihre große Karre mit der Sicherheit Ihrer Kinder. Wie armselig ist das denn? Es gab Zeiten, da fuhren fünfköpfige Familien mit dem Käfer nach Italien – ohne „Urlaubs-Autoinspektion“, ohne Auslandskrankenschein und ohne Entertainment-Center im Fond für die lieben Kleinen.
Die Frauen, die ich morgens auf dem Weg in den Kindergarten beobachte (und dabei mit 60 durch die 30er-Zone rasen), sollten lieber mal aufs Telefonieren während der Fahrt verzichten und sich nicht bei jedem kleinen Geräusch zum quengelnden Balg auf dem Rücksitz herumdrehen. Dann klappts auch mit der Sicherheit.

Noch ein Sicherheitstipp von mir: Setzen Sie Ihren Kindern, bevor Sie sie im Kindergarten abgeben, am besten einen Helm auf. Ihre Kleinen könnten in der KITA eventuell vom Stuhl fallen...

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onewayjan-005@yahoo.de 02.04.2012, 10:04
103.

Zitat von sysop
Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
Sie schreiben:
Man hätte sich gewünscht, dass Jauch kundig eingreift, anhand von eigenen Daten, eigener Recherche, eigenem Wissen......
GENAU da liegt das Problem von Jauch. Keine Substanz, kein Tiefgang, nur ein verwundertes Klodeckelgesicht.

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Andreas-Schindler 02.04.2012, 10:04
104. E-Autos

Zitat von sysop
Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
Ich würde ja selber gerne mein 8 Jahre altes Auto Umrüsten auf E-Antrieb, aber leider gibt es dafür kaum richtige Fachbetriebe, dazu gibt es noch vom TÜV dumme Vorschriften über Gutachten die ein Umbau Finanziell noch weniger Lohnen lässt. Ein Neuwagen mit E-Antrieb ist mir zu teuer und mein Altes Auto (Roadster) gefällt mir optisch besser.

Einerseits will man E-Autos, andererseits Verhindert man sie...

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höfats gratwanderung 02.04.2012, 10:05
105. Das haben Sie schön treffend gesagt!

Zitat von endbenutzer
Zitat: „...und wettet, dass die Bundesbürger ihre Autos öfter reinigen als ihren Kühlschrank. Das mag sein, nur was, bitte schön, hat das noch mit dem Benzinpreis zu tun?...“ Sehr viel sogar. Des Deutschen liebstes Kind ist nun mal das Auto. Da werden Unsummen für Fahrzeuge ausgegeben, die vielfach zu groß und zu übermotorisiert für den persönlichen.....
Wenn man in einer Touristen - Destination lebt, hört man immer wieder, dass die Leute aus 800 km Entfernung anreisen wollen für nur 3 Tage und beim Bettenpreis anfangen, zu feilschen.

Ein Bekannter von mir sagt dann immer: Rabat(t) ist eine Stadt in Marokko...

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jj2005 02.04.2012, 10:05
106. Spasspendler

Dann muß der Arbeitgeber aber bei der Wohnortwahl mitreden dürfen. Will das jemand? Ja, da wird's interessant. Beim Vorstellungsgespräch: "Soso, Sie haben sich also ein Häuschen gekauft. Wo denn, bitteschön?"

Das Problem ist die Wahrnehmung. Der 50-km Pendler ist nicht etwa der Bekloppte, der in A wohnt und in B arbeitet, Strassen verstopft und Ressourcen vergeudet, weil er auf halbem Wege einen anderen Bekloppten grüssen will, der den gleichen Beruf ausübt, aber in B wohnt und in A arbeiten "muss", weil... und da finden sich viele gute Gründe...
Nö, der Spasspendler ist ein Schlaumeier, der rechnen kann: "mein Benzin kostet 10cts pro km, aber die Pendlerpauschale bringt mir 30". Was gibt es Schöneres, als den Staat zu schröpfen. Und die FDP natürlich vorneweg, die armen Vertreter sind ja schliesslich eine bedrohte Spezies...

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Crom 02.04.2012, 10:05
107.

Zitat von The Captain
Bei einem Arbeitsweg von 50km am Tag verfährt Hans M. ca 4l Sprit. Das Arbeitsjahr hat ca 230 Arbeitstage (21 x 12 - 22), d.h. Hand muss mit einem Spritverbrauch von 920l allein für die Fahrerei rechnen.
Wenn Hans M. so viel verfährt, warum hat er dann keinen Diesel oder rüstet auf Autogas um?

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The Captain 02.04.2012, 10:06
108. Nix Beq

Zitat von drserotonin
Es gibt eben kein Grundrecht auf Bequemlichkeit ... wenn Hans M. (würde ich gerne 'mal kennenlernen) es wert ist, für seine (!) Bequemlichkeit vier Netto-Monatsgekälter p.a. 'rauszublasen, ist das seine (!) freie Entscheidung ...
Das Beispiel ist durchaus real. Die vier Netto-Monatsgehälter "Ausgabe" entstehen zu 3/4 durch Wertverlust des KFZ, wenn es sich um einen Neuwagen (Kleinwagen) handelt. Normalerweise sind die Fahrzeuge doch etwas älter - aber selbst im günstigsten Fall sind es ca 2 Monatsgehälter, die allein für Sprit & Unterhalt anfallen.

Finde ich persönlich zu teuer.

"Bequemlichkeit" ist es nicht: Hans M. -muss- auf Arbeit fahren. Die Fahrten per Rad von 2x25km sind unzumutbar. Mit Bus und Bahn fahren ist nur dann zumutbar, wenn die Strecke ohne größere Umwege und dadurch längere Zeiten abfahrbar ist UND nur eine Monatskarte im Verbundgebiet erworben werden muss. Das ist aber eher selten der Fall - hier im Raum Ulm entspricht das grob der Strecke Laupheim - Ulm - und das sind mehrere Zonen mit entsprechenden Kosten.
Dann sind aber die Ausgaben u.U. auf vergleichbarem Level wie die reinen Spritkosten für den PKW.
Wenn ein Auto in der Garage steht, hat Hans M. also überhaupt keinen Vorteil herausgezogen.

Ich bin mir sicher, Hans M. würde kein Auto haben, wenn a) die Fahrt per Bus und Bahn nicht wesentlich länger dauern würde und b) die Kosten erheblich niedriger wären. Oder wenn c) Hans M. Arbeit in der Nähe finden würde bzw d) die Gesellschaft Hans M.'s Umzug bezahlt.

Wir müssen WEG von der Maxime von der "maximalen Mobilität": Arbeitswege verkürzen, Zumutbarkeiten entsprechend ausrichten. Arbeitswege von 10 km sind zumutbar, auch per Fahrrad und Bus & Bahn. Aber alles drüber ist "PKW-Strecke" (mit einem gewissen, persönlich zu bewertenden Übergangsbereich).

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hjm 02.04.2012, 10:07
109.

Zitat von labudaw
Ich glaube, dass eigentlich NUR der kleine PRIVATFAHRER die gesamte Steuerlast trägt - und das ist der allergrößte BEschiss.
Das praktische am „kleinen Mann“ (hier in der Version als Autofahrer) ist, dass er tatsächlich glaubt, er sei der Hauptprofiteur von jeglicher Art von Steuersenkung (hier: die Mineralölsteuer oder alles, was sonst noch am Auto hängt). Wenn es irgendetwas gibt, was die Arm-Reich-Schere und die Ausdünnung der sogenannten Mittelschicht in diesem Land weiter vorantreibt, und wenn es irgendetwas gibt, was eines Tages von der FDP bleiben wird, dann ist es diese Überzeugung des „kleinen Mannes“. Selten hat eine Gehirnwäsche einer Lobbygruppe (der Maschmeiers und Ackermänner) so gut funktioniert.

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