Forum: Kultur
Spritpreis-Debatte bei Jauch: Abgewürgt im Gasometer
DPA

Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.

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dale_gribble 02.04.2012, 09:26
60.

Zitat von PRhodan
Nicht nur im Winter lassen die Taxifahrer am Taxistand oder in der langen Schlange am Bahnhof den Motor laufen, um beim Rauchen und geöffnetem Fenster nicht frieren zu müssen. Wenn man sie bittet, den Motor abzustellen, werden die meisten regelmäßig frech und aggressiv.
Ich werde auch aggressiv wenn mich jemand vollquatscht!
Ein Dieselmotor im Taxi verbraucht um die 0,2 Liter PRO STUNDE im Stand.

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hyho 02.04.2012, 09:27
61. ich bin sauer

und bitte Sie um eine mitteilung, warum Sie meinen beitrag nicht übernommen haben? ich kann mir nicht vorstellen, daß ich gegen eine regel verstoßen habe. falls Sie nicht glauben, daß mein deutsches auto, 5-sitzer, 5-türer sich 1992 mit 3,5l im durchschnitt fahren ließ, dann haben Sie keine ahnung vom autofahren, aber das ist das hauptproblem bei den meisten, da wären Sie nicht alleine. also bitte eine email und eine erklärung was zu meinem ausschluß geführt hat.

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weghorn1 02.04.2012, 09:28
62. Nicht das Gefühl der persönlichen Ohnmacht vertiefen!

Zitat von sysop
Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
Sie fragen, wer denn "die Schuld" an den explodierenden Spritpreisen trage, wer denn "die Verantwortlichen" dafür seien?!

Die Schuldfrage, das darf man wohl unwidersprochen behaupten, gehört zu den Lieblingsfragen der Menschheit - und warum sollte (gerade deshalb) die Plappernde Kaste darum einen Bogen machen, verdient sie sich doch ihre Alimentierung auch von seiten der "neuen Herrscher" (Jean Ziegler 2005) seit undenklichen Zeiten mit dem Auf- und Abwerfen "der Schuldfrage".
Wenn schon im Pater noster dem Gläubigen das schlechte Gewissen auch mit der Bitte "vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern" eingeimpft wird, dann ahnt man, welche Kraft im Vorwurf liegt, auf dem jede Schuld ja beruhen muss: eine riesige.

Dies erklärt die Führungsposition des Schuldvorwurfs in den zwischenmenschlichen Beziehungen, die ihren schärfsten Ausdruck in der bösartigen Unterstellung findet, gegen die der Laie sich in seiner ganzen erbärmlichen Ohnmacht und Hilflosigkeit vergeblich zu wehren sucht.

Nicht so allerdings der Profi, der den Umgang mit Vorwürfen gelernt hat, gibt es doch eine Reihe von Reaktionsalternativen zum normalen Muster der "beleidigten Leberwurst."

Die ganze Crux der auf Interviews basierenden Medienformate - und hier insbesondere die der sich politisch gebärdenden Talk-Shows - besteht für mich darin, dass nach "Schuldigen" einer Misere und nicht nach ihren "Verursachern" gesucht wird.

Statt sich also mit den "normalen" Interessen eines Wirtschaftszweigs und seines sich daran anhängenden und ihn instrumentalisierenden Schmarotzers - ich spreche von der Montanindustrie und dem raffenden Kapital - so auseinander zu setzen, dass die Normalität der Ausbeutung jedem Mitdenker einsichtig würde, wird die Sendezeit dazu missbraucht, mit dem Werfen von Nebelkerzen, der Flucht ins Vulgärpsychologische ("die Gier der Manager"), dem Provozieren von albernen (aber als Unterhaltung interpretierten) Streitereien etc. beim Zuschauer (w/m) das dominante Gefühl der persönlichen Ohnmacht zu vertiefen!

Statt die Resignation zu vertiefen - über 80% der Erwachsenen in Deutschland wissen oder ahnen immerhin, das die Ursache unseres auf Pump basierenden Wachstumsmodells mit eingebauter Enteignung die dominanten finanzkapitalistischen Strukturen sind - sollten sich die aus Steuergeldern alimentierten Parteien und Rundfunkanstalten des zielführenden Grundgesetzartikels 21 erinnern, und unter Mitwirkung "bei der Willensbildung des Volkes" nicht die Entmannung desselben, sondern im Gegenteil: seine Qualifizierung / Ausbildung zur Ausübung der Staatsgewalt verstehen und praktizieren!

Doch dazu bräuchte es allerdings "Männer und Frauen, die führen können" (Franz Müntefering) - und nicht länger mehr jene Männer und Frauen, die über die Ursachen der Krisen hinwegmoderieren, indem sie tagtäglich die uralte Masche des Priestertrugs reanimieren: die absolut vergebliche - und deshalb so profitable - "Suche nach dem Schuldigen"!

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bunterepublik 02.04.2012, 09:28
63. Unsinn

Zitat von Aquifex
Bei solchen Autos ist die Frage für Vielfahrer weniger die nach dem Spritverbrauch als die nach der Zeitersparnis. Ich bin ein Wochenendpendler und mir tut es einfach weh, wenn der Weg vom und zum Arbeitsplatz jedesmal eine Stunde länger dauern würde, weil mein Auto die Leistung nicht hat, schnell zu fahren. Dafür bezahle ich dann auch lieber etwas mehr, weil ich Zeit nicht kaufen kann. Genau das ist auch der Grund, warum ein Tempolimit auf Autobahnen so heftig diskutiert wird. Das hat wie die 3L Autos nämlich beileibe nicht nur Vorteile, sondern kostet Zeit...viel Zeit. ..
Diese These ist unsinnig. Selbst bei längeren Strecken ist der Zeitgewinn marginal. Ich weiß wovon ich spreche, habe selbst seit Jahren ein Fahrzeug, dessen 250 Pferdchen gefüttert werden wollen. Anfangs genoß ich die Motorisierung, jagte über Autobahnen....bis ich den Smart meiner Frau nutzen musste und feststellte, dass die Zeitersparnis bei Schnellfahren marginal ist, das Sicherheitsrisiko indes steigt und man erheblich gestresst ist.

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endbenutzer 02.04.2012, 09:28
64. Spitpreis Debatte

Zitat von Herr Hold
Wozu brauchen Sie ein Handy? Wieso benötigen Sie eine eigene/s Wohnung/Haus? Wohnungen sind viel zu billig, sonst würden die Leute Wohngemeinschaften bilden und den Raum sinnvoll nutzen...Sie können nunmal nicht allen vorschreiben, wofür sie ihr Geld ausgeben wollen. Und .....

Es protestieren immer nur diejenigen am lautesten, die die dicksten Karren fahren.

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polyphemos 02.04.2012, 09:28
65. Vor ungefähr zwanzig Jahren

Zitat von sysop
Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
rechneten kluge Köpfe einmal aus, dass ein Durchschnittsverdiener ein Sechstel seiner gesamten Lebensarbeitszeit NUR dafür arbeitete, dass er ein Auto besitzen und damit protzen bzw. seiner Bequemlichkeit frönen durfte.
Anhand eines glatten Beispiels: Ein Arbeiter, der 42 Jahre lang arbeitete, arbeitete 7 (sieben) Jahre lang - von morgens bis abends und von Montag bis Freitag - NUR für seine stinkende, krachmachende, landschafts- und städtezerstörende, menschenverstümmelnde Imponiermaschine.
Mit Sicherheit ist das heutige Verhältnis noch schlechter geworden.
Autofahren hat weder etwas zu tun mit Intelligenz noch mit psychischer Gesundheit.
Leider ist das Einzige, was die meisten Menschen vom Autofahren abbringen kann, finanzieller Druck.
Nur weiter so!

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Andreas-Schindler 02.04.2012, 09:29
66.

Zitat von Otto Reutter
Dann freuen Sie sich, dass sie sich den (noch) leisten können. Ich könnte es auch, tue es aber nicht. Solange solche Hausfrauen-Panzer obere Plätze der Zulassungsstatistik erreichen, IST der Sprit noch nicht teur genug !
Die Dinger Verbrauchen nur wenig mehr als Kleinwagen in der Stadt oder Autobahn. Nur wenn man das mehr an Leistung Abruft steigt auch der Verbrauch.

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irgendwer_bln 02.04.2012, 09:30
67. zweite Seite der Medaille

Zitat von sysop
Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
Liebe Mitforisten,
auch ich fahre gerne Auto, gerne auch schnelle Autos.
Und es ist ein leichtes, das Lied der gierigen Regierung und Mineralölkonzern zu singen.

Aber die Medaille hat auch eine zweite Seite.
Das Öl wird n paar Jahre nach 2050 alle sein. Ich meine weg, restlos erschöpft, aus der Erde gesaugt. Und dann???
Wir brauchen Technologien, welche unabhängig von fossilen Brennstoffen sind. Aber erst wenn die entsprechenden Machtträger kein Geld mehr mit Öl verdienen können (ich schätze so 2050), wird man Technologien fördern oder sogar freigeben, welche ohne Öl auskommen.
Und bis es soweit ist, herscht das Marktprinzip:

Je weniger Öl / Ölprodukte es gibt, desto teurer werden sie.

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Pool Position 02.04.2012, 09:30
68.

Zitat von seine_unermesslichkeit
Wenn die Frauen nicht sehen könnten, womit die Männer zur Arbeit fahren, dann führen sie mit Lupo oder Moped!
Bleibt aber immer noch die tägliche SUV-Parade der Frauen vor den Dorfschulen und Sportvereinen. Mit einem Kleinwagen kann man sich da nicht blicken lassen.

Wäre auch zu unsicher für die Kinder. Der SUV-Verkehr hat gerade zu diesen Zeiten dramatisch zugenommen. Die 500m sind für die Kinder nicht mehr gefahrlos zu bewältigen.;-)

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Direwolf 02.04.2012, 09:31
69. Mal zuende denken

Zitat von jj2005
Dann hört der Schwachsinn mit dem 50km-Pendeln endlich auf, denn welcher Arbeitgeber würde sich einen Irren aufhalsen, der anstatt zu arbeiten, sich auf der Autobahn austobt?
Dann muß der Arbeitgeber aber bei der Wohnortwahl mitreden dürfen. Will das jemand?

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