Forum: Kultur
Stammtisch für feine Herren: Hier Genie, da Genitalien
Getty Images

Mit den vielen feministischen Debatten wächst die Panik mancher Männer, die Kontrolle zu verlieren. Zu viel weibliche Sexualität, zu viele Vulven - das fürchten rechte wie auch linke Intellektuelle.

Seite 1 von 10
zeichenkette 19.03.2019, 16:04
1. Hmm

Man könnte natürlich zu dem Schluss kommen, dass eine Enterotisierung der Geschlechtsorgane und dafür eine Erotisierung des Lebens gar nicht schlecht, sondern vielmehr gut wäre. Aber dann müsste man sich ja freuen anstatt zu wüten, und wer will das heute schon!

Beitrag melden
Claudius32 19.03.2019, 16:11
2. Parallelwelten

Liebe Frau Stokowski, Sie haben Probleme! Wahrscheinlich 99% der Menschen in Deutschland und ein großer Teil der SPON-Leser erkennen nicht mehr, um was es Ihnen und Ihren Mitstreiterinnen eigentlich geht... Sie streiten um Probleme, die auch wenn man sie von dem akademischen Gequase entblättert, keiner nachvollziehen kann und die wahrscheinlich nur in einer sehr speziellen Blase bestehen. Dennoch gebe ich zu: Ich habe es nun auch gelesen und damit ist Ihr Honorar gerechtfertigt. Weiter so!

Beitrag melden
Nachtjacke 19.03.2019, 16:14
3. Lesen bildet

Vielleicht sollte die Autorin mal das Buch Jordan Peterson lesen, aber bitte nicht die deutsche Übersetzung, die ist eine Zumutung. Dann dürfte evt. sogar ihr klar werden, wofür Peterson steht.

Beitrag melden
joern0801 19.03.2019, 16:20
4. Margarete Stokowski

wird dereinst verantwortlich dafür sein, dass ich als (schwuler) alter weisser Mann beim Lesen ihrer Elaborate ein Schleudertrauma vom
Kopfschütteln bekomme.

Beitrag melden
Freier.Buerger 19.03.2019, 16:27
5. von hinten durch die Brust ins Auge

Ok, wir wissen jetzt, wenn niemand mehr Frauen hasst, so bleibt ein gesellschaftlicher Frauenhass diffus bestehen und wenn niemand mehr diskriminiert wird, bleibt eine strukturelle Diskriminierung übrig. Die anerkannte Maßeinheit für beide Phänomene ist der GPG.
Bewiesen wird das durch MS anhand von Rede und Gegenrede zweier wenig bedeutsamen Personen.
Aber was bleibt noch übrig Frau Stokowski wenn Sie es sich jetzt auch noch mit den Linken verscherzen?

Beitrag melden
KSA 19.03.2019, 16:39
6. Ich bin jetzt nicht gerade der größte Stokowskifan...

aber da muss ich ihr mal richtig Recht geben - sagt ein Mann (60)
Man könnte ja böse sein: Wenn der Knoten in der Unterhose sich ausgerechnet da befindet, wo Mann, wie viele Frauen vermuten, sein bestes Stück trägt (ich meine das Hirn!), wen wundert's dann...

Beitrag melden
dasfred 19.03.2019, 16:40
7. Ach ja, die Vulva

Stilisiert als Blüte oder wie im Foto als Törtchen ist sie ja recht appart. In Natur ist die für mich das, was für Margarete Stokowski die Dick Pics sind. Ich muss sie nicht sehen. Was Männer angeht, also Hetero Männer, so reden sie viel über Sex, aber das eigene Gemächt wird dabei doch tunlichst ausgespart. Beim kritischen Vergleich kann es nur einen Sieger geben und keiner will den kürzeren ziehen. Der Penis ist das einzige Männerspielzeug, über dessen perfekte Handhabung sich Männer nur im allerintimsten Rahmem unter reichlich Alkoholkonsum austauschen. Da haben die FeministInnen den Männern sehr viel voraus und die Männer wissen das. Es macht Angst, dass die Frauen die Vergleiche anstellen, die sich Männer nicht trauen. Nicht zu wissen, welchen Rang sie untenrum einnehmen, ob sie es aufs Podest schaffen oder die hinteren Plätze belegen, dass kann die Männlichkeit nur ganz schwer ertragen.

Beitrag melden
hauro2005 19.03.2019, 16:41
8. Machen ist wie wollen, nur krasser!

Frau Stokowski, man spricht ja heutzutage gerne von Blasen, in denen wir leben. Blasen, die wir uns selbst geschaffen haben und aus denen wir gar nicht hinaus wollen.
Würden Sie mal ihre Blase verlassen, würde sie merken, dass dem Großteil der Männer Themen wie Emanzipation oder Feminismus schlicht vollkommen egal sind. Und das wirklich nicht negativ in Sinne von "Frau müssen nicht gleichberechtigt sein", sind es ist für die meisten Männer ohne Bedeutung. Ja, es gibt sie, die Herren, die sich immer noch auf die Schenkel klopfen, wenn sie in deren Anwesenheit eine Zote über die junge Auszubildende gerissen haben. Es gibt die Chefs, die den einzigen Sinn des Püppies in der Abteilung darin sehen, dass sie bei der nächsten Betriebsfeier für dekorative "Unterhaltung" am Rande sorgt. Pikanterweise ist so ein Verhalten dann stärker anzutreffen, je höher man in einem Unternehmen nach oben geht. Doch genau hier stoßen Feminismus und Gleichberechtigung sogar bei den Frauen auf taube Ohren. Denn die nutzen die Machtverhältnisse gerne, um auch ohne Fachkompetenz und vorbei am Machtkampf der Herren das eigene Leben ordentlich abzusichern. Wozu sich denn weiter den Firmenstress antun, wenn man sich doch von einem Herren in leitender Position angeln lassen kann. Da ist die Karriere in der Wirtschaft trotz Studiums gar nicht mehr so erstrebenswert. Mit dem Firmen SUV des Gatten zum Shoppen zu fahren ist eben weitaus reizvoller, als sich in elendig langen Sitzungen zu duellieren. Nach dem Motto "Den Stress tu ich mir nicht mehr an".
Und so können sich die Herren in entsprechenden Positionen auch ein von ihnen ja wohl immer Kopf umher schwirrendes Neandertalerverhalten leisten. Wenn die eine nicht spurt, findet sich bald die nächste, die willig ist. Und das mit großer Freude und Begeisterung. Hier kann Feminismus niemals funktionieren.
Und der Rest der Männerwelt? Dem ist, wie schon geschrieben, das Thema vollkommen egal. Wenn er Heizungen montiert und sie an der Fleischtheke arbeitet, tun das beide nicht zur Selbstverwirklichung. Man hält als Team auch in schweren Zeiten zusammen, man begegnet sich auf Augenhöhe. Er sitzt im Büro der Versicherung, sie verkauft Bausparverträge. Beide haben ganz andere Sorgen, als über Feminismus nachzudenken. Beide leben, um sich und ggf dem Nachwuchs Wünsche zu erfüllen, welche meist sehr materialistisch sind. Keiner von beiden will die sozialen Gefüge unserer Welt aus den Angeln haben. Wozu auch?
Gleichberechtigung muss gelebt werden, man muss nicht immer wieder darüber reden. Machen ist wie wollen, nur krasser!

Beitrag melden
Bwert 19.03.2019, 16:46
9.

https://www.nzz.ch/feuilleton/slavoj-zizek-feministinnen-rauben-dem-weiblichen-koerper-den-reiz-ld.1462142

Beitrag melden
Seite 1 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!