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Stammtisch für feine Herren: Hier Genie, da Genitalien
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Mit den vielen feministischen Debatten wächst die Panik mancher Männer, die Kontrolle zu verlieren. Zu viel weibliche Sexualität, zu viele Vulven - das fürchten rechte wie auch linke Intellektuelle.

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Schattenriss 19.03.2019, 17:16
20.

Und wie schäbig, Zizek quasi jegliches Mitspracherecht abzusprechen, weil er 70 ist. Es gibt weiße alte Männer, die sind Mitte 20. Zizek ist keiner. Aber ach, die phantastische Lisa Eckhart kürzlich im Standard: "Was täten junge weiße Gören ohne alte weiße Männer?"

https://www.derstandard.de/story/2000099144051/lisa-eckhart-was-taeten-junge-weisse-goeren-ohne-alte-weisse

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james_lafleur 19.03.2019, 17:42
21. Hallo Frau Stokowski..

...ich bin heute zu depressiv von dem ganzen empörten Schimpfen und humorlosen Aufbäumen der Kerle um mich herum. Ich will Ihnen trotzdem sagen, daß Ihre Artikel mich trotz des betrübenden Inhaltes immer wieder aufheitern, weil ich Ihren Humor echt gut abkann. Angeblich verstehen ja Feministinnen oder Queers wie Sie oder Ich ja angeblich unter anderem keinen Spaß. Naja, wenn wir uns jedesmal so beleidigt aufführen würden wie die AfD oder die AltRighties, dann hätte man uns schon längst ins Sanatorium gesteckt wegen Hysterie, egal ob wir ne Hystera haben oder nicht. Hab' ich Ihnen schon gesagt wie gut mir Ihr Buch gefallen hat? Bitte machen Sie allen Anfeindungen zum Trotz weiter, ich versprech' auch mein Bestes zu geben. Was bleibt auch sonst?

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ayee 19.03.2019, 17:45
22. Wirklich selbstbewusste, emanizipierte Frauen

Wirklich selbstbewusste, emanizipierte Frauen interessiert es überhaupt nicht, ob Männer Angst haben oder nicht. Sie reden auch nicht dauernd darüber. Sie leben einfach so, wie sie es für richtig halten. Und niemand kann sie davon abhalten.

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stroemfeld 19.03.2019, 17:51
23.

. Eine gemeinsame Veranstaltung von Zizek und Peterson soll im April in Toronto stattfinden. "Happiness: Capitalism v. Marxism" ist der Titel, die günstigsten Tickets kosten aktuell um die 500 Euro.

Ist Frau stokowski eifersüchtig das ein Ticket so viel kostet wie sie im Monat verdient? Oder wie soll man das verstehen?

Abgesehen davon das Herr Peterson sich dagegen gewehrt hat das der kanadische Staat willkürliche Regeln zum Gebrauch von Sprache eingeführt hat, nicht etwa etwas gegen Transgendermenschen hat.
Prof Petersen hat seine Studenten stets mit den korrekten Genderpronomen angesprochen, da gab es nie eine Beschwerde.
Allgemein gesprochen scheint sich Frau stokowski nicht wirklich mit Prof Peterson auseinander gesetzt zu haben, sonst würde Sie diese Aussagen nicht aufrecht erhalten können...

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fletcherfahrer 19.03.2019, 17:52
24. Gute Frau,

Zitat von vera gehlkiel
Als ich noch promiskuitiv lebte, sagte ich gelegentlich, bevor es richtig losgehen sollte: "Süßer, wenn du es nicht bringst, schneide ich ihn dir hinterher sowieso ab! Und bastel mir einen Fleischdildo daraus." Und es gab wirklich Männer, die dann nicht mehr konnten! Vor invertiertem Peniskult, die Ärmsten.
...das hat nichts mit "Peniskult" zu tun. Männer sind da in der Regel sehr empfindlich. Und Frauen sind ja sooo einfühlsam. Ihr braucht nämlich keinen hoch zu kriegen. Und wenn der Orgasmus ausbleit ist ja sowieso der Mann schuld.

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spon_1193964 19.03.2019, 18:12
25. ich mach mir da keine Sorgen

Menschen werden sich immer gegenseitig scharf finden. Trieb bleibt Trieb. Alle Moral aller Zeiten hat das nicht verhindern können. Entsexualisierung der Gesellschaft ist genauso unmöglich wie seinerzeit die Prohibition in den USA. :-))

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McTitus 19.03.2019, 18:14
26. Einigen Wir Uns doch einfach darauf,

dass Frauen den Männern den Erfolg neiden und das bei Männern gegenüber Frauen genauso läuft. Wenn schon Gleichberechtigung, dann richtig. Ich lese gerade das Buch Die katholische Schule von Edoardo Albinato und bin begeistert. Weil es viel über meine Frustration gegenüber Frauen erklärbar macht und das vermutlich auch auf viele meiner Geschlechtsgenossen zutrifft. Das Leben zwischen Mann und Frau ist im Grunde genommen ein fortwährender Kampf um alles Mögliche: um die Geltungshoheit bei der Arbeit in der Beziehung und im Bett. Wer hat wen unter Kontrolle oder dem Pantoffel? Ist der Mann überhaupt das starke Geschlecht oder ist er durch seine Dauergeilheit eher im Nachteil? Weil er die Frau nie bloß als Kollegin oder Mensch betrachtet, sondern auch immer als potentielle Eroberung? Frauen kämpfen um ihren Platz in der Gesellschaft. Das ist vollkommen berechtigt. Aber sie sollten nicht vergessen, dass es ohne die Männer nicht geht. Also besser nicht gegen sie. Außerdem sollte nicht immerzu der Eindruck erweckt werden, sie hätten noch gar nichts erreicht. Sonst ist die Angst der Männer am Ende noch begründet, dass es den Frauen um den ganzen Kuchen geht.

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Weltfinanzexperte 19.03.2019, 18:31
27. Hölle?

> "Hier ein Buch mit Vulva-Bildern, dort Workshops über weibliche Genitalien: Hölle."

Das mag daran liegen, dass sich kaum ein Mann für ein Buch mit Penis-Bildern interessiert und auch der Bedarf an Pimmel-Workshops gering sein dürfte. Es hat einfach nichts mit Gleichstellung zu tun, wenn man/frau diese Themen zwanghaft in die Öffentlichkeit zerrt und vom Gegenüber verlangt, sich dafür interessieren zu müssen oder das gar als gesellschaftliches Statement aufzufassen.

Oder anders ausgedrückt: lasst eure Vulva-Bilder doch bitte in der Hose, so wie ich das mit meinem primären Geschlechtsorganen auch mache.

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mucschwabe 19.03.2019, 18:31
28. @ ingo.schiege Nr. 17

Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Es sind zudem nicht nur die Männer in den Bars, die machtlos von Sex nur träumen können. Es gibt auch
sehr viele Ehemänner, die zumindest für gewisse Zeiträume (wenn die Kinder noch klein sind), bei denen die Proritäten der Frau in sexueller Hinsicht andere sind als die des Ehemanns. Da heißt es dann als Mann demütig und brav zurückstecken und irgendwie damit klar kommen. Zudem natürlich Verständis haben. Da ist nix mit Macht. Garnix.

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vera gehlkiel 19.03.2019, 18:53
29.

Zitat von Schattenriss
Nicht nur Erotik wird verlorengehen, da hat Zizek völlig recht, auch die gesamte Kunstgeschichte wird vor lauter Mißverstandenwerden durch den Feminismus unkenntlich. Wie Camille Paglia in ihren Büchern darlegt: es sind Männer, die stets um ihre Identät ringen mußten (müssen) angesichts der Macht der Frau; daß genau dies die Geschichte der Kunst stets befeuert hat, wird schon jetzt völlig ausgeblendet. Kunst *ist* Objektivierung, übrigens. Also ein unterdrückerischer Mechanismus. Also gleich weg mit der Kunst. Nein, nicht die Panik des Mannes wächst (die hatte er schon immer). Was wächst, ist die Langeweile.
Wieso müssen Sie, ein offenkundig kluger Kopf, eigentlich in Anbetracht des Themas gleich einmal quer mit der Dampfwalze übers Blumenbeet fahren? Kunst als Objektivierung? Verstehe ich nicht. Männlichkeit als notwendige Objektivierung? Verstehe ich noch weniger! Da Vinci, einer der Giganten, hat eine sehenswerte Palette ausgesprochen androgyner Wesenheiten erschaffen, und die Thematik der Derivanz von Selbstgefuehl und offenkundigem Geschlecht gleitet schon überall durch die Illias von Homer, trotz der dort auch abgefeierten kriegerischen Testosteronlust. Cosi van tutte könnte auch ein Gleichstellungsbeauftragter der Bundesregierung geschrieben haben. Kunst ist Auseinandersetzung mit dem, was ist, alte Kunst ist Auseinandersetzung mit dem, was einmal war... Wo liegt die Schwierigkeit? Klar, gab und gibt es Grenzfaelle und Ueberreaktionen, aber es ist grob unsportlich, irgend etwas nur anhand dessen zu beschreiben, was randstaendig mal eskaliert ist. Es geht nicht um eine Neuauflage der chinesischen Kulturevolution. Ich als Feministin fand den Stress wegen diesem Gomringer-Gedicht ebenso beknackt wie alle Männer, und vieles andere auch. Sie sehen, ich darf immer noch frei rumlaufen, und sogar hier rumbloggen.

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