Forum: Kultur
Stammtisch für feine Herren: Hier Genie, da Genitalien
Getty Images

Mit den vielen feministischen Debatten wächst die Panik mancher Männer, die Kontrolle zu verlieren. Zu viel weibliche Sexualität, zu viele Vulven - das fürchten rechte wie auch linke Intellektuelle.

Seite 5 von 10
Gila15 19.03.2019, 22:20
40. Klasse!

Margarete, Du bist super. Präzise Analysen, witzig, schlau - weiter so!

Beitrag melden
daniela_p 19.03.2019, 23:00
41. Kleine Anmerkung

Lieber Spiegel-Schreiber, wenn Sie Jordan Peterson als Teil der "rechtsextremistischen Alt-Right-Bewegung" bezeichnen, disqualifizieren Sie sich selbst, weil es zeigt, dass Sie sich weder mit ihm noch mit der Bewegung beschäftigt haben, aber stattdessen ungeprüft wiedergeben, was Mainstream Medien und linksgerichtete Teilnehmer (für die aufgrund ihrer Position wohl überdurchschnittlich viel als rechts erscheinen dürfte) verbreiten. Jordan Peterson hat Überschneidungen mit links UND rechts und erntet daher Sympathie und Antipathie auf beiden Seiten. Und die "Alt-Right-Bewegung" ist ein Sammelbegriff für ein sehr weitgefächertes Spektrum an Akteuren rechts der politischen Mitte und daher wohl schwierig als "rechtsextrem" zu pauschalisieren. Ich werde bei Ihnen vielleicht keinerlei Eindruck hinterlassen, aber vielleicht schaffen Sie es ja, sich doch etwas mit Jordan Peterson zu befassen, bevor Sie ihn erneut in Ihre Arbeit als Element mit einfließen lassen. Das wäre sehr nett,

Beitrag melden
Ein Stein! 20.03.2019, 00:21
42. Ich liebe Lisa-Eckhart,

Zitat von Schattenriss
Und wie schäbig, Zizek quasi jegliches Mitspracherecht abzusprechen, weil er 70 ist. Es gibt weiße alte Männer, die sind Mitte 20. Zizek ist keiner. Aber ach, die phantastische Lisa Eckhart kürzlich im Standard: "Was täten junge weiße Gören ohne alte weiße Männer?" https://www.derstandard.de/story/2000099144051/lisa-eckhart-was-taeten-junge-weisse-goeren-ohne-alte-weisse
die Frau mit einem Sprachgefühl, welches als herausragend bezeichnet werden kann.
Und genau diese Kompetenz lässt sie Sätze kreieren, die hart an der Grenze des Erträglichen sind, wenn man dieses Sprachgefühl nicht hat (ähnlich wie bei Olaf Schubert).
Beide sind in meinen Augen genial!
Und deshalb danke ich Ihnen für diesen Link, der Text dieser Frau ist wirklich lesenswert (schade für Frau Stokowski, der Einthemenfrau des Feminuismus).
Kleine Leseprobe gefällig?
Zitat LE:
(...)
"Als ich in Passmanns Alter war, galt den alten weißen Männern unser amouröses, nicht animoses Interesse. Sie hatten uns nichts angetan. Sie hatten es uns angetan. Demnach bin ich wohl zu befangen, um irrational auf sie einschlagen zu können. Zugleich möchte ich alte weiße Männer sowie deren Verfehlungen nicht verteidigen. Hätte ich den Eindruck, dies tun zu müssen, wären sie mir wohl auf ewig vergällt. Doch was genau ist die Schuld dieser alten weißen Männer? Dass sie nicht springen, wenn der Feminismus pfeift. Viele können nicht mehr springen. Und ein Pfeifen nicht mehr hören, weil sie es unentwegt im Ohr haben. Doch man werde es sie lehren: Alter schützt vor Torheit nicht. Besonders nicht vor der Torheit der anderen."
(...)
[/Zitat]

Nochmals danke für diesen Link, diesen Text hätte ich ohne diesen niemals lesen können!

Beitrag melden
conrath 20.03.2019, 00:55
43. Verstehen muss man oder frau das nicht.

Es geht ja um viiiiel mehr. Die Eroberung des eigenen Körpers. Und - Frau S. sei Dank: Das ist natürlich die Vulva. Eine Revolution! Ok. Bisschen wenig finde ich. Ist der Körper nicht mehr als das? Traurig, wenn so reduziert wird, was so viel mrhr ist. Ich lese querbeet und zurück und wundere mich nur. Das Thema haben wir ernsthaft schon in den frühen 70ern diskutiert, mit den Frauen und Männern und mit unheimlich viel Ernsthaftigkeit. Mehr geht eigentlich nicht . Das Thema ist wohl wieder sehr virulent. Woran das wohl liegt... Gähn...

Beitrag melden
kleinsteminderheit 20.03.2019, 01:10
44. Ratlos

Ich habe die Kolumne mehrfach gelesen und nun beschlossen, dass mir die Problemstellung zu abgedreht ist.
Was ist nun mit dem primären weiblichen Geschlechtsorgan? Es ist ja ok, wenn es aktuell von Feministinnen gehypt wird. Aber was ist das Problem? Was ist das Ziel? Was machen Mann und Frau angeblich falsch? Welches Verhaltensideal propagiert man?

Beitrag melden
spon_4_me 20.03.2019, 02:37
45. @ vera gehlkiel (# 30):

Werte Co-Foristin: Wenn man (wie ich) Ihren Beiträgen fast schon fanhaft folgt, die vielen privaten Details (wo mit wem wie oft) interessant findet und ein wenig prickelnd; wenn Sie durch Ihre diversen Darstellungen bei mir erfolgreich die Assoziation geweckt haben, ein irgendwie flotter Feger zu sein (gutaussehend, emanzipiert, Musil oder Satre unter Arm - wer schmölze nicht dahin) und dadurch eine Aufmerksamkeit bei mir auslösen, die komplett der Evolution geschuldet und insofern ungerecht ist. Dann frage ich mich, weshalb eine kluge Frau wie Sie Ihre privaten Erlebnisse - ob grandios, ob bedrückend, ob in der horizontalen oder vertikal im Fahrstuhl - für einen relevanten Beitrag zur feministischen Diskussion hält. Unterhaltsam, ok, wirklich gut geschrieben, gewiss. Aber doch auch ein wenig wie die routinemäßig in Frauenmagazinen erscheinenden persönlichen Geschichten, wo Gabi oder Desiree oder Sybille über ihren Ansatz für die Vereinbarkeit von Familie und Karriere, ihr Kampf gegen Mobbing und Übergewicht, ihre Erlebnisse beim Fremdgehen oder ihren innovativen Einsatz weiblicher Intelligenz im Job berichten. Wo kluge, selbstbewusste Frauen (wie Sie) sich abfeiern oder mitfühlend sind, jedenfalls ihre moderne Weiblichkeit stolz nach vorne stellen, um sich zehn Seiten später im gleichen Magazin mit Models in Kleidergröße 34 zu vergleichen oder die dann natürlich dringend notwendigen Tipps zu xten, garantiert locker-leichten und super-einfachen Diät zu studieren. Mit anderen Worten: Sind Ihre Beiträge solidarisierend und mobilisierend for ladies only gemeint oder wollen sie mir auch etwas Wichtiges sagen?

Beitrag melden
schneesieber 20.03.2019, 04:08
46. Leerstück

Liebe Frau Stokowski, ich habe bei aufmerksamem Lesen Ihrer Kolumne gelernt, dass Waldschrate wettern und obendrein noch Charme versprühen können. Danke!

Beitrag melden
Flauschie 20.03.2019, 04:24
47. Ich finde diese Artikel toll

Da erfahre ich immer wieder von Neuem wie geil es ist ein frei-von-solchen-Selbstzweifeln lebender Mann zu sein. In diesem Sinne - frohen Penisneid.

Beitrag melden
s.l.bln 20.03.2019, 06:01
48. Krawehl...

...taubtrüber Ginst...(knarrende Lederjacke bitte selbst imaginieren).
Meine Güte, wenn juckt denn, ob sich alternde Philosophen mit rechten Dreibeinen zusammentun? Das ist einfach nur die Stelle, an welcher sich der gesellschaftliche Kreis schließt traditionell schließt.
Das ist vom von Erlebnishorizont der breiten Masse so weit weg, wie der imaginäre Ort in der Unendlichkeit, an welchem sich , nach Meinung meines ehemaligen Mathelehrers, die Parallelen schneiden.

Ein halbwegs souveränes Verhältnis zur Sexualität vorausgesetzt, wird kein Mann nach dem Anblick karikierter Vulven an regelmäßigem Materialschwund leiden.
Das Fremdeln des älteren Herren mit der ans Licht gezerrten Spalte seines Grauens geht wohl eher auf ein persönliches, respektive Geneationenproblem zurück.
Auf der anderen Seite ist es ziemlich naiv, anzunehmen, man könne mit der versuchten Bagatellisierung des weiblichen Intimbereiches der Frauenbewegung zum großen Durchbruch verhelfen.
Dafür sind Männer zu einfach gestrickt: die ärgern sich bei den Aktionen der Femen lediglich darüber, daß die mehrheitlich eher knabenhafte Figuren haben("da stand eine Botschaft?").

Beitrag melden
squire0815 20.03.2019, 06:50
49. Befreiung der Marketingmasche?

Wenn das ganze wenigstens wirklich zu einer sexuellen Befreiung führ, bei der Frau und Mann ein natürliches Verhältnis zu ihrer jeweiligen eigenen Sexualität und Körper bekommen, dann wäre Frau S. stereotypisches Geschreibsel ein kleiner Baustein. Leider haben die "Aufklärungswellen " , besonders in den 90zigern, nicht wirklich zu dem Ideal einer selbstbewussten und freiheitlichen Umgang mit Sexualität geführt, eher zu einer Pornografisierung. Vielleicht auch deswegen, weil es mehr um das zu vermarkteten Produkt nach dem Prinzip "Sex sails every thing" ging. Was Frau S. verkaufen will wissen wir ja.

Beitrag melden
Seite 5 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!