Forum: Kultur
Stammtisch für feine Herren: Hier Genie, da Genitalien
Getty Images

Mit den vielen feministischen Debatten wächst die Panik mancher Männer, die Kontrolle zu verlieren. Zu viel weibliche Sexualität, zu viele Vulven - das fürchten rechte wie auch linke Intellektuelle.

Seite 7 von 10
kulmberg 20.03.2019, 09:59
60. Welche Debatten?

In der breiten Bevölkerung werden überhaupt keine feministische Debatten geführt. Im Gegenteil: Feminismus hat unter jungen Frauen einen extrem schlechten Ruf, gilt als eine männerfeindliche, humorlose und lebensferne Bewegung. Nicht sexy.
Die ganzen Debatten, die Frau Stokowski anspricht, finden in ein paar Feuilletons, ein paar gesellschaftlichen Randgruppen und elitären Berliner Kreisen statt, von 99,9 Prozent der weiblichen Bevölkerung unseres Landes weitgehend unbeachtet. Ganz ähnlich übrigens wie die damit verwandten unsäglichen Genderdebatten, Sprachdebatten etc. Loriot hätte daran übrigens seine Freude gehabt. Die meisten Frauen, die gerne Kinder möchten und über ihre eigene biologische Dispositionen und die entstehenden Lebenskonsequenzen dazu nicht jammern, sondern dankbar sind- interessieren sich nicht für das ganze hysterisch aufgeblähte theoretische Geschwurbel, das man heute progressiven Feminismus nennt.

Beitrag melden
Schartin Mulz 20.03.2019, 10:16
61. Also, ich weiß nicht,

Ich habe jetzt so viel von "Frauenhass" gelesen. Ich habe noch nie einen Mann kennengelernt, der Frauen hasst. Wo sind diese ganzen Frauenhasser denn im wahren Leben?
Ich kenne viele, und zähle mich da auch zu, die die ständigen Angriffe auf Männer seitens der Feministinnen ätzend finden. Aber ich hasse nicht mal diese nervenden Feministinnen.

Beitrag melden
La_Li_Lu 20.03.2019, 10:20
62. Zeichen und Wunder

Also erst mal Wow, es ist wirklich selten, dass ich mal mit großen Teilen Ihrer Texte einverstanden bin (zumindest wenn man über Dramatisierung hinweg sieht, aber das ist nun mal bei Kolumnen so). Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder. :^)
Allerdings sollte man zum Theman Jordan B. Peterson wissen, dass die Aussagen Mann ist Ordnung, Frau ist Chaos. Nicht unbedingt seine Meinung war sondern eine Erklärung, dass es früher so galt, z.B. in China (Ying und Yang).

Beitrag melden
pizzerino 20.03.2019, 10:23
63. es wird uniteressant

ich habe diese Kolumnenserie jetzt einige Zeit verfolgt. So langsam möchte ich an dieser Stelle etwas anderes Lesen. Gern zum Thema, aber aus einem anderen Blickwinkel. Mit den bisherigen drei Grundthesen bin ich mittlerweile vertraut, es kommt einfach nichts neues, nichts den Blick erweiterndes. Meine Frau und ich sind immer noch gleichberechtigt, ich hab keine Ahnung warum das anders sein sollte, bloß weil es mal anders war.
Eine Zeit lang war es noch interessant zu verfolgen welche Triebe der immer gleiche Dünger treiben lässt, aber auch das ist jetzt ausgelutscht.
Klar, es wird hier noch lange so weitergehen. Man sieht ja am Kommentarecho (mich eingeschlossen) dass hier immer noch Kommerz geht. Aber zur abendlichen Diskussion taugts nicht mehr. Ich möcht mich nicht blamieren.

Beitrag melden
felix.milla 20.03.2019, 10:31
64.

Zizek ist ein alter Mann und kriegt keinen mehr hoch?

Schwanke noch zwischen intellektueller Ermüdung und Empörung über dieses argumentum ad hominem (vulgo: Altersrassismus)

Das ist die Essens Ihrer Erwiderung auf folgende Passagen:

"Um ein altes Sprichwort zu verwenden: Jene, die dies tun, merken nicht, dass sie das Kind mit dem Bade ausschütten. Die Attacke der Feministinnen auf die Idee der Vagina als ein fetischisiertes Objekt der männlichen Begierde ist also auch eine Attacke auf die Grundstruktur der Sublimierung, ohne die es das Erotische gar nicht gäbe – was dann noch bleiben würde, wäre eine langweilige gewöhnliche Welt, in der keine erotische Spannung mehr zwischen Menschen existierte. Die «entfetischisierten» Organe würden die Feministinnen dann als das ausgeben, was sie sind: Körperorgane.

Der Moment, in dem wir die willkürliche Natur der Sublimierung erkennen (jedes einfache Objekt kann auf die Stufe des unmöglichen Dings gehoben werden), macht auch klar, dass sexuelle Sublimierung ganz einfach von der angeblich patriarchalen Mystifizierung befreit werden kann. Was wir anstelle dieser neuen Sphäre des Erotischen bekommen, ist jedoch eine Version von etwas, was Adorno und Horkheimer – die beiden Meister des Marxismus der Frankfurter Schule – «repressive Ent-Sublimierung» nannten: Das Ergebnis ist nicht eine neue Freiheit, sondern die graue Realität, in der Sex vollkommen unterdrückt wird. Ist es das, was wir wollen?"

https://www.nzz.ch/feuilleton/slavoj-zizek-feministinnen-rauben-dem-weiblichen-koerper-den-reiz-ld.1462142

Beitrag melden
phg2 20.03.2019, 11:31
65.

Zitat von mwroer
Ja, ich bin heilfroh über 50 und glücklich mit meiner Frau zu sein. Ich würde in keiner Bar mehr eine Frau ansprechen bevor diese nicht ein Plakat hochhält: "Ja, ich will von Dir angesprochen werden". Sex sowieso nicht ohne schriftliche Einverständniserklärung, gemacht unter Zeugen, was vermutlich den Lustfaktor erheblich nach unten schrauben wird. Und was die weibliche Vulva angeht - liebe Frauen, sehr geehrte Autorin: Sie gehört Euch, Ihr könnt damit tun was Ihr wollt. Meinetwegen auch Cupcakes. Sie können ihre Vulva auch gerne fotografieren und auf's T-Shirt drucken lassen - interessiert mich wirklich nicht. Wird aber alles nichts nutzen solange Frauen darauf warten dass ihnen die Gleichbehandlung, Gleichstellung oder ihre Rechte und ihre Sexualität vom Mann hinterhergetragen wird. Solange Frauen nicht lernen solche Idioten wie die zwei 'feinen Herren' einfach zu ignorieren sondern bei jeder Gelegenheit, eingebildet oder nicht, sofort in die Opferrolle springen ... solange werdet Ihr nie wirklich frei sein. Und das wiederum ist etwas was Ihr nur selbst tun könnt. Was Ihr selbst tun müsst. Vielleicht dauert es deshalb so lange? Opferrollen sind so herrlich bequem, gell?
Es wäre eine effektivere Taktik manches einfach als selbstverständlich anzusehen. Eine Opferrolle anzunehmen bringt eher wenig.

Beitrag melden
123Valentino 20.03.2019, 11:37
66. Kann man ..,,

seine Gedanken luzider ausführen als es Magarete hier getan hat.
Weiß sie eigentlich , was sie wem mitteilen wollte?

Beitrag melden
aliof 20.03.2019, 11:47
67. Um das, was Sie offenbar NOCH nicht wissen,

Zitat von Schartin Mulz
Ich habe jetzt so viel von "Frauenhass" gelesen. Ich habe noch nie einen Mann kennengelernt, der Frauen hasst. Wo sind diese ganzen Frauenhasser denn im wahren Leben? Ich kenne viele, und zähle mich da auch zu, die die ständigen Angriffe auf Männer seitens der Feministinnen ätzend finden. Aber ich hasse nicht mal diese nervenden Feministinnen.
.. geht es ja in den immer wiederkehrenden Artikeln der Autorin , aus journalistischen Gründen auf den Unterleib verdichteten , eigentlich skandalösen Auslassungen so vieler Männer ..

.. um die Förderung von spezifischem Problembewußtsein.
Ich z.B. sehe erheblichen Hass bei Herrn Zizek in seinen zitierten Äußerungen , mehr Wissen über weibliche Geschlechtsorgane zu fördern ..
.. damit zu vergleichen , auch ^Exkremente [zu] entmystifizieren und [zu] entfetischisieren.^
Wenn man seine Äußerungen gar einem Kenner der Psyche, z.B. Herrn Freud zu Analyse vorlegen würde , würde er das wahrscheinlich irgendwie höflicher ausdrücken. Vielleicht wäre dann Sprache von Angst, Unsicherheit, vielleicht käme ein Bezug auf eine frühkindliche Störung.

Aber die Zitate und Bewertungen der Autorin als Angriff auf Männer an sich aufzufassen , könnte zu kurz gedacht sein. Denn zumindest in meiner Lebenswirklichkeit teilen ebensoviele Frauen wie Männer die kritisierten Positionen.

Beitrag melden
phg2 20.03.2019, 12:17
68.

Ich habe ja bei dem was ich da von Herrn Zizek gelesen habe eher gelacht. Passiert mir bei Frau Stokowski auch schon mal.
Ich vermute, dass Frau Stokowski bewusst provozieren will, Herr Zizek vermutlich auch.

Beitrag melden
chrimirk 20.03.2019, 12:17
69. Ach so menschlich!

Zitat von Claudius32
Liebe Frau Stokowski, Sie haben Probleme! Wahrscheinlich 99% der Menschen in Deutschland und ein großer Teil der SPON-Leser erkennen nicht mehr, um was es Ihnen und Ihren Mitstreiterinnen eigentlich geht... Sie streiten um Probleme, die auch wenn man sie von dem akademischen Gequase entblättert, keiner nachvollziehen kann und die wahrscheinlich nur in einer sehr speziellen Blase bestehen. Dennoch gebe ich zu: Ich habe es nun auch gelesen und damit ist Ihr Honorar gerechtfertigt. Weiter so!
"Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein!" (Dawkins).
q.e.d.

Beitrag melden
Seite 7 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!