Forum: Kultur
Stars und Sucht: Tödliches Spiel mit dem Rausch

Ihr früher Tod schockiert die Musikwelt. Doch die britische Soulsängerin Amy Winehouse ist nicht die Erste, die der Sucht zum Opfer fällt - und wird kaum die Letzte sein: Musik, Kunst und Drogen sind seit langem unzertrennlich.

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raka 25.07.2011, 09:02
100. .

Zitat von trotzalledem
(...) Der frühe Tod von Amy Winehouse stimmt mich traurig. Jede Art des Menschseins hat ihre eigene Tragik. (...)
Mich machte es traurig zu sehen, wie sie immer tiefer und tiefer sank vor den Augen der Boulevard-Öffentlichkeit, die lüstern von Skandal zu Skandal mithechelte.
Ihr war wohl nicht zu helfen, jetzt hat sie ihre Ruhe.

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rabka_uhalla 25.07.2011, 09:21
101. no title, no rehab

Zitat von sysop
Ihr früher Tod schockiert die Musikwelt.
Schock, naja. Vom müden Grinsen bis zur leichten Betroffenheit, mehr wird sie bei Ihren "Kollegen" nicht hervorgerufen haben.

Mir persönlich kann diese "Künstlerin" von der Bildfläche (auch nach ihrem Tod) ganz verschwinden. Früher waren Musiker überspitzt gesagt Helden, Vorbilder und Leute die in einem etwas schönes hervorgerufen hatten.

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geroi.truda 25.07.2011, 09:26
102. *

Zitat von Gungan
Ich bin immer wieder baff wie viel Entsetzen und tiefes Bedauern in den Menschen schlummert. Als AW in Belgrad ausfiel hat niemand entsetzt und bedauernd nach einem Arzt im Publikum gefahndet sondern sie wurde schlicht ausgebuht.
Es ist ja durchaus nicht anormal, wenn jemand Eintritt bezahlt hat und dafür die versprochene Leistung sehen will, und nicht eine weitere Episode radikaler Selbstzerstörung - diese Publikumsreaktion hätte im Übrigens durchaus auch eine aufrüttelnde Wirkung haben und dadurch Gutes bewirken können, aber dafür war der Prozess wohl schon zu weit fortgeschritten... Absolut unanständig finde ich allerdings, wie nun so mancher Teilnehmer dieses Forums über Frau Winehouse und ihre Musik herzieht: Selbstverständlich darf man die Problematik selbstzerstörerischer Süchte durchaus auch an ihrem Beispiel diskutieren, jedoch sollte über einen Toten niemals Häme ausgegossen werden! Niedertracht und Häme scheint so manchem Forumsteilnehmer aber derart zur zweiten Natur geworden zu sein, dass er das auch im Angesicht des Todes nicht abzustellen vermag - äußerst schade!

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loeweneule 25.07.2011, 09:49
103. nee

Zitat von rabka_uhalla
Schock, naja. Vom müden Grinsen bis zur leichten Betroffenheit, mehr wird sie bei Ihren "Kollegen" nicht hervorgerufen haben. Mir persönlich kann diese "Künstlerin" von der Bildfläche (auch nach ihrem Tod) ganz verschwinden. Früher waren Musiker überspitzt gesagt Helden, Vorbilder und Leute die in einem etwas schönes hervorgerufen hatten.
Jaja, früher war alles besser, nicht wahr? Zum Glück habe ich mir mit meinen 60 Jahren so eine Attitüde bisher noch nicht angewöhnt.

Und woher wissen Sie das mit dem müden Grinsen der Musikerkollegen?

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loeweneule 25.07.2011, 09:51
104. nee

Zitat von geroi.truda
Es ist ja durchaus nicht anormal, wenn jemand Eintritt bezahlt hat und dafür die versprochene Leistung sehen will, und nicht eine weitere Episode radikaler Selbstzerstörung - diese Publikumsreaktion hätte im Übrigens durchaus auch eine aufrüttelnde Wirkung haben und dadurch Gutes bewirken können, aber dafür war der Prozess wohl schon zu weit fortgeschritten... Absolut unanständig finde ich allerdings, wie nun so mancher Teilnehmer dieses Forums über Frau Winehouse und ihre Musik herzieht: Selbstverständlich darf man die Problematik selbstzerstörerischer Süchte durchaus auch an ihrem Beispiel diskutieren, jedoch sollte über einen Toten niemals Häme ausgegossen werden! Niedertracht und Häme scheint so manchem Forumsteilnehmer aber derart zur zweiten Natur geworden zu sein, dass er das auch im Angesicht des Todes nicht abzustellen vermag - äußerst schade!
Sie sagen es. Muß Spaß machen, auf ein Grab zu pinkeln, wenn einer sonst zu nix fähig ist.

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Trendgenerator 25.07.2011, 09:57
105. Die anderen Mirglieder vom Club 27

Zitat von Coolhapp
Das ist nun immer eine Sache des Geschmacks und der persönlichen Wahrnehmung. Ich für meinen Teil finde der Vergleich passt perfekt...in meinen Augen haben alle 3 kein überragendes Format in ihrem Leben erreicht, auch wenn ich mir Winehouse von den Genannten noch am ehesten anhören möchte, aber wie gesagt...alles reine Geschmackssache.
Hendrix, Joplin + Morrison werden wahrscheinlich noch Jahrzehnte durch das öffentliche Bewusstsein geistern, das "One-Hit-Wonder" Amy Winehouse hingegen ist nächstes Jahr weitgehend vergessen. Natürlich ist das alles eine Frage des Geschmacks, bloss der "Geschmackstrend" hat bei den o.g. drei "Heroen" nachhaltigen millionenfachen Zuspruch....

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pfzt 25.07.2011, 10:36
106. ?

Zitat von Spinnosa
Es gibt große Künstler, die an Drogen zugrunde gingen (Mussorgsky, B. Holliday, Hendrix, Joplin, Winehouse) - und es gibt große Künstler, die es ohne geschafft haben, groß zu sein (Bach, Beethoven, Gershwin...). Ist nur eine spontane Auswahl, da gäbe es sicher noch mehr zu nennen...
Bach und Beethoven aber kein aktueller Künstler?

Hmm…

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F10.2 25.07.2011, 10:40
107. Abhängig..

Rauschmittel fräsen neue Bahnen in die Synapsen...
Endorphine Straßen und dopamine Wege, die vorher so - warum auch immer - nicht erlebbar waren und generieren Euphorie, "Gut drauf sein", intensives Erleben , aber auch Schmerz und Trauer auf einem anderem Level..
Das möchte "man " wiederholen, vervielfachen, intensivieren.

Nachvollziehbar!
So entstehen stoffgebundene Süchte und der Zug fährt irgendwann in die entgegengesetzte Richtung....

Die Crux ist nun, daß der Abhängige, Konsument meint OHNE die Rauschmittel dieses Erleben nicht mehr zu erfahren, diesen Zugang in die Gefühlswelt, einer gewisse Enthemmung, dieses emotionale Meer und Mehr.
Das Gegenteil ist der Fall! Ist dieses Erleben von Gefühlen erstmal "freigeschaltet", lebt es sich -nach Konsumende - intensiver, realer, konkreter, fühlbarer und man kann diese sogar mit anderen Leuten teilen, die nicht den gleichen Promille, Koks oder Dreiblatt-Level haben..

So hat die Abstinenz einen deutlichen Mehrwert für den EX-Süchtigen, verliert den Grauschleier der Langeweile, die (vielleicht?) abschreckende Gedanken an Konformität, das Fehlen von Kicks...

Und......

Zitat von cduck
Und Sucht ist auch heute nicht heilbar, sondern nur stoppbar. Suchtkrank bleibt man ein Leben lang. Das ist beim Suchtkranken nicht der Fall. Er wird ein Leben lang süchtig bleiben.
wird auch durch gebetsmühlenartige Wiederholung nicht richtiger..

Die "lebenslange Krankheit" nur ein schlecht gemachter A (nonyme)A (lkoholiker)-Fake, damit die Leute lebenslang in diese Gruppen rennen?
Was beim "Trockenem Alkoholiker" ja noch(?) teilweise funktioniert, dem Betroffenem Anerkennung bringt, ob der erreichten Abstinenz und das Mitgefühl einiger, sowie das Suhlen in einer Opferrolle ("Ich ging durch die Suchthölle"),
funktioniert aber nicht immer..

Schon mal vom nikotinabhängigen Ex- Raucher gehört?

Eben!

Dass ein Ex-abhängig konsumierender bei erneuten Konsum wieder süchtig/krank wird ist unbestritten, er ist es jedoch bei Abstinenz nicht!

Ich wollte -nach meiner Suchterkrankung - ein MEHR haben. Ein Mehr an Dingen über die die Suchterkrankung einen subjektiven Schleier gezogen hatte.
Mehr fühlen, mehr lachen, mehr powern, mehr leisten, mehr sexeln, mehr chillen..Da hindert eine Krankheit nur..

Und kommen Sie mir nicht mit der "Anerkannten Expertenmeinung". Ich bin auch Experte..ich bin anderer Meinung.

Vielleicht ist´s aber auch nur ein Streit um des Kaiser´s Bart.

U.K. Initiator und Leiter des Selbsthilfeprojektes CliC - Clean ist Cool

Ex-User, Ex Alkoholiker, Ex -Polytox, Ex- Betroffener, Ex - Abhängiger, Ex - Süchtiger

==> http://www.clic-luebeck.de/

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elmard 25.07.2011, 10:45
108. Amys Selbstmord

Das war zu erwarten: Selbstmord von Amy, nachdem sie Zeit genug hatte, es auszuprobieren. Solche Menschen kann ich nicht bedauern. SIE wollte es so. Punkt.

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al.dente 25.07.2011, 10:48
109. Ach Amy...

Zitat von satissa
Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Frau Hauswein fiel hauptsächlich durch ihre Beiträge zur Klatschpresse auf und weniger durch überbordende Kreativität. 2 Alben in 7 Jahren ist unterdurchschnittlich. Künstlerisch hätte sie eher zum Theaterstück "L'Arlesinne" von Alphonse Daudet gepasst. Das ganze Stück handelt von ihr, sie erscheint aber nie auf der Bühne. Das deutsche Sprichwort: "Wer saufen kann, kann auch arbeiten" galt für diese Dame definitiv nicht
Die englische Musikindustrie treibt alle paar Jahre eine Souldiva durchs Dorf, die angeblich singen kann, wie eine Schwarze. Joss Stone Amy Winehouse, Adele... Man höre Aretha Franklin, Thelma Houston oder Carla Thomas, und schon weiß man: es ist HYPE, HYPE, HYpe.
Und Amy war eine wenig beachtete "Nachfolgerin" von Joss Stone. - Bis sie halt durch ihre nichtmusikalischen Aktivitäten auffällig wurde. - Eine Yellow-Press-Ikone fürs intellektuelle Publikum.

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