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Stars und Sucht: Tödliches Spiel mit dem Rausch

Ihr früher Tod schockiert die Musikwelt. Doch die britische Soulsängerin Amy Winehouse ist nicht die Erste, die der Sucht zum Opfer fällt - und wird kaum die Letzte sein: Musik, Kunst und Drogen sind seit langem unzertrennlich.

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cduck 26.07.2011, 23:04
130. unterschiedliche Definitionen

Zitat von F10.2
Die "lebenslange Krankheit" nur ein schlecht gemachter A (nonyme)A (lkoholiker)-Fake, damit die Leute lebenslang in diese Gruppen rennen?
Der Sinn der lebenslangen Abstinenz ist nicht, dass die Leute in irgendwelche Gruppen rennen, sondern der, dass die Sucht nicht wieder die Oberhand gewinnt.

Sie selbst werben ja auf Ihrer Webseite für Abstinenz und nicht etwa für kontrolliertes Trinken. Der Grund ist einfach: Die Sucht bleibt ein leben lang. Kontrolliertes Trinken (mal ein Glas) ist für einen Alkoholiker nicht möglich. Nie mehr - denn das Suchtgedächtnis läßt sich nicht löschen.

Zitat von F10.2
Schon mal vom nikotinabhängigen Ex- Raucher gehört?
Natürlich! Ich kenne niemanden, der mehr als 1 Schachtel pro Tag geraucht hat, und jetzt in der Lage wäre mal nur eine Zigarette am Tag zu rauchen. Alle, die das probiert haben, waren nach kürzester Zeit wieder bei ihrem alten Konsum angelangt. Auch hier gilt: Das Suchtgedächtnis bleibt erhalten.

Zitat von F10.2
Dass ein Ex-abhängig konsumierender bei erneuten Konsum wieder süchtig/krank wird ist unbestritten, er ist es jedoch bei Abstinenz nicht!
Abstinenz ist der Weg die Sucht zu stoppen. Heilen kann man die Sucht dadurch nicht. Sonst wäre die Abstinenz nicht notwendig. Einen Weg zurück, zu der Zeit als man noch nicht süchtig war existiert nicht. Das einzige was hilft ist die völlige Abstinenz vom Suchtmittel. Nochmal: Die Sucht bleibt ein Leben lang. Diese Erkenntnis ist lebenswichtig.

cduck

(der keine Selbsthilfe-Gruppe betreibt, noch nie bei den AA war, und hier auch keine Werbung für die eine oder andere Gruppe betreibt. Schon gar nicht, indem man andere Gruppen schlecht zu machen versucht)

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Spinnosa 26.07.2011, 01:18
131. Also gut...

Zitat von pfzt
Bach und Beethoven aber kein aktueller Künstler? Hmm…
Fügen wir der spontanen Auswahl noch ein paar Namen zu:
Paul Simon, Leonard Cohen, Inga Humpe, Bob Dylan, Sven Regener, aktueller habe ich es leider nicht, seit meinem 50. Geburtstag gestatte ich mir zuweilen, nicht so ganz auf dem Laufenden zu sein.

Was ich nur ausdrücken wollte: Selbstgerechtigkeit gegenüber Amy Winehouse und anderen Abgestürzten ist genau so neben der Spur wie Verkärung von Drogen als Treibstoff für Kreativität.
Es mag eine gewisse Schnittmenge zwischen Drogen und Kreativität geben, aber das eine hat mit dem andern nicht wirklich etwas zu tun.

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F10.2 26.07.2011, 12:41
132. Terminus

Zitat von cduck
- denn das Suchtgedächtnis läßt sich nicht löschen.
Es lässt sich aber überschreiben...


Zitat von cduck
Natürlich! Ich kenne niemanden, der mehr als 1 Schachtel pro Tag geraucht hat, und jetzt in der Lage wäre mal nur eine Zigarette am Tag zu rauchen. Alle, die das probiert haben, waren nach kürzester Zeit wieder bei ihrem alten Konsum angelangt.
Es geht um den Terminus. Bieten Sie jemand ein Gläschen an und er antwortet: " Nein danke, ich bin trockener Alkohoilker" ist der Zusammenhang abstinent, aber noch abhängig, akzeptiert.

Dasselbe bei Nikotin: "Nein danke, ich bin nichtrauchender Niktotinabhängiger!" würde nur verständnisloses Kopfschütteln hervorrufen...




Zitat von cduck
Nochmal: Die Sucht bleibt ein Leben lang. Diese Erkenntnis ist lebenswichtig.
Und ich sage, während einer Abstinenz is´ nix mit Sucht..
Sie könne ja gerne krank bleiben und dabei gut leben..für mein Verständnis von Abstinenz ist der "ewige Krankheit" s Gedanke eher kontraproduktiv. Und ich lebe abstinent, weil ich nicht krank werden will!

Zitat von cduck
(der keine Selbsthilfe-Gruppe betreibt, noch nie bei den AA war, und hier auch keine Werbung für die eine oder andere Gruppe betreibt. Schon gar nicht, indem man andere Gruppen schlecht zu machen versucht)
Machen wir auch nicht, wir verweisen auch an andere die konzeptionell anders ausgerichtet sind oder an andere Träger die leisten, was wir weder können noch wollen.

Gestatten Sie mir aber bei den AAs leichte(manchmal bei Hardcore AA auch schwere) Polemik und milden Spott aus vielerlei Gründen. Gesteh´ ich denen für unser Konzept auch zu...

Im Gegensatz zu denen sehe ich das dann aber...ACHTUNG...

voller Gelassenheit ;-)

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swabawath 30.07.2011, 04:15
133. no no no

Zitat von ratxi
Ja, die hat sie nun. Nichts fehlt mehr. Das Leid ist jetzt derer, die nicht wahr haben wollen, das auch das eigene Leben endet.
wenn sie so schlau sind hätten sie dieses armes luder rechtzeitig retten können.
Ich möchte ihnen nicht auf der liste der zu gesteinigt werdende mitmenschen obenanstellen aber hinterher sind wir ja alle schlauer.
ich meine sie sollten ein bisschen leiser sein.
wenn sie verstehen wen ich meine?

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swabawath 30.07.2011, 04:37
134. willkommen im club

Zitat von midnightrambler
Das was Amy Winehouse berühmt gemacht hat hat gleichzeitig Ihren Tod herbeigerufen. Mit dem Rausch zu experimentieren ist eine Kunst! Es ist eine Gratwanderung deren Grenze zur wenige erkennen. Jim Morrison, Brian Jones, Janis Joplin, Kurt Cobain und Jimi Hendrix und ...Amy haben Sie überschritten. Aber vielleicht muß das in diesem Genre so sein. Nur die besten sterben jung. Mit Drogen und ALkohol berühmtsein und altwerden-nur wenige schaffen das siehe Keith Richards oder Art Garfunkel. Amy Winehouse hat es nicht geschafft was bleibt ist ihre unverwechselbare Stimme.
mit drogen und alkohol experimentieren ist eine Kunst & überleben eine Glücksache. Allerdings gillt dies nicht nur für Künstler. Und die besten leben immer noch, ausser die von Ihnen erwähnten und vielleicht noch ein paar nicht erwähnten. Übrigens hasse ich die Bezeichnung: 27 club.

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Durius 30.07.2011, 12:22
135. Tragisch

Zitat von nickelodeon
... Drogensucht ist keine berufsbedingte Notwendigkeit, sondern Schwäche und Krankheit, die allerdings bei Multimillionären einfacher zu handhaben ist.
Allerdings ist es auffällig, dass sich die Verbindung Drogen-/Alkoholabusus und Kunstausübung doch eher auf eine begrenzte Zahl der Künste beschränkt. Wer in irgend einer Form mit Kunstausübung zu tun hat, weiss, dass eine solche Tätigkeit nichts mit Gammel und Haltlosigkeit zu tun hat, sondern mit dem Gegenteil: harter Arbeit und Disziplin. Dazu gehört ganz banale, langweilige Nüchternheit. Oder wäre es vorstellbar, dass Anne-Sophie Mutter angedudelt das Beethovenkonzert spielt?

In manchen Genres der Pop-Kultur scheint es dazu zu gehören, ja geradezu ein Teil der Darbietung zu sein, sich dem bürgerlichen, wohlig schauderndem Publikum so "cool" zugedröhnt oder angesoffen zu präsentieren. Insofern ist hier die Bezeichnung Kunst und Künstler wohl doch nicht ganz gerechtfertigt. Bei wahrer Kunst wäre so ein Auftritt grobe Missachtung des zahlenden Publikums, was sich ein Künstler niemals erlauben würde. Ich kenne mich in der Pop-Kultur nur wenig aus. Amy Winehouse hat mich durch ihr grosses Talent und ihre Authentizität sehr beeindruckt. Dass sie trotzdem und trotz aller Erfolge ein unglücklicher Mensch war, war offensichtlich und tragisch.

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Medien-Kritiker 30.07.2011, 22:52
136. what a voice!

Amys gesangliche Qualitäten kommen mir in den vielen Threads zu ihrem Tod viel zu kurz.Gerade läuft auf arte eine Aufzeichnung eines ihrer Konzerte.Ich hab´sie leider nie live gesehen.Ich wünschte ich hätte es getan.

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