Forum: Kultur
Stars und Sucht: Tödliches Spiel mit dem Rausch

Ihr früher Tod schockiert die Musikwelt. Doch die britische Soulsängerin Amy Winehouse ist nicht die Erste, die der Sucht zum Opfer fällt - und wird kaum die Letzte sein: Musik, Kunst und Drogen sind seit langem unzertrennlich.

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Gertrud Stamm-Holz 24.07.2011, 21:15
60. pf

Zitat von Merry
Das Sucht wie eine Krankheit ist, dürfte klar sein. Aber der Autor macht in ein zwei Sätzen, den Süchtigen zu einem Kranken, wie jemand der halt irgendeine Krankheit kriegt. Ein Schicksal das rein gar nichts mit Selbstverantwortung zu tun hat. Absoluter Schwachsinn.
Sie plappern eine Theorie, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Haben Sie einen Süchtigen schon leben, leiden und sterben gesehen? Über Jahrzehnte verfolgt und auch nur halbwegs begriffen was Sucht ist?
Ihrer Ausführung nach nicht. Leute wie Sie leben hinter dem Mond und wollen anderen erklären was die Sonne ist.

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nickelodeon 24.07.2011, 21:42
61. .

viellecht sollten sich Medieneinig sein, Suchtkranke Stars und Künstler kein öffentliches Forum mehr zu bieten, bevor diese sich nicht erfolgreich einer Therapie unterzogen haben.

Das würde erstens auf das Umfeld der Künstler gehörigen Druck ausüben, die Menschen Clean zu halten und zweitens wäre dieses fatale Signal, das Rauschgifte irgendwie cool sind, entzogen.

Drogensucht ist keine Berufsbedingte Notwendigkeit, sondern Schwäche und Krankheit, die allerdings bei multimillinären einfacher zu handhaben ist.

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Dylan1941 24.07.2011, 21:54
62. richtig

Zitat von MICHAEL WEISS
Ein lächerlicher Artikel ! Weil die beiden Genies Jimi Hendrix und Janis Joplin an Drogen starben, werden Leute vom Format einer Winehouse zu "Genies" hochgejubelt - wobei die einzige Parallele der Drogentod ist. Nach den Maßstäben des SPIEGEL fehlen in der Aufzähling der "Genies" noch Heintje und Roy Black. Deren Beitrag war nämlich genauso "wertvoll" wie der von Winehouse.
Wobei man nichtmal wüsste ob es bei Heintje und Roy Black sogar angebrachter wäre.Sie hat zwei Platten halb besoffen und zugekifft eingerülpst- was für ein Aufstand um die Crackbraut!

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sportloulou666 24.07.2011, 22:13
63. Sucht kommt von suchen....

... und jeder sucht sich die Sucht, die zu ihm passt. Anders dürfte wohl nicht zu erklären sein, warum es stoffgebundene Süchte (z.B. Alkohol, Drogen) und stoffungebundene Süchte (z.B. Spielsucht, Sexsucht) gibt. Manche Beiträge hier im Forum verraten einiges über die Geisteshaltung ihrer Verfasser. Amy Winehouse war eine grossartige Künstlerin, es schmerzte über die Medien Zeuge ihrer Selbstzerstörung werden zu müssen. Schlimmer noch sind nur die Foristen, die ihr ein "selber Schuld" nachrufen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es manchmal nicht nur den Willen, sondern auch Glück braucht, um nicht süchtig zu werden. Ich weiss, wovon ich spreche, denn ich habe mit ansehen müssen, wie sich Menschen aus meinem Bekanntenkreis mit Alkohol oder Drogen selber zerstört haben. Sie sind heute entweder tot oder pflegebedürftig. Ich selber bin dankbar dafür rechtzeitig aufgehört zu haben, bevor sich die Spirale weiter nach unten gedreht hat. Ich wünsche niemanden diese Erfahrung machen zu müssen gegen seine eigenen Dämonen anzukämpfen!

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atrumania 24.07.2011, 22:13
64. Hart?

Zitat von kael
Sie war - wie ihre toten Kollegen - einfach nicht stark genug für dieses Rock'n-Roll-Leben. Wen wundert es bei ihrem Alter? Tragisch!
Warum ist es denn so hart Musiker oder allgemein Künstler zu sein? Haben nur Künstler, im diesem Fall Musiker, das Privileg Probleme zu haben? Auf der Welt gibt es Millionen von Drogenabhängigen die durch ihre Sucht in der Gosse landen und auch dort verrecken, ohne dass die Öffentlichkeit davon Notiz nimmt. Und die Meisten sind bestimmt keine Musiker, sondern Arbeiter, Angestellte, Selbstständige, Studenten, Schüler... Ohnehin ist Amy Winehouse in letzter Zeit nicht mit musikalischen Glanzleistungen sondern mit ihren Drogeneskapaden aufgefallen.
Nein, hart ist als Kind in der dritten Welt auf einer Müllhalde zwischen Ratten und Ungeziefer ums überleben zu Kämpfen, nur als ein Beispiel von vielen.

Auch der Vergleich mit Hendrix oder Joplin hinkt, es war eben eine andere Zeit, es war die Zeit der Auflehnung gegen die amerikanische Gesellschaft, gegen den Vietnamkrieg, es war die Zeit der spirituellen Selbstfindung und dazu gehörten leider auch die Drogen. Vielen war bekannt, dass Drogen töten können, richtig bewusst war es den Leuten das nicht.

Amy Winehouse wurde 1983 geboren, in einer Zeit wo viel über Drogen aufgeklärt worden ist. Es dürfte ihr bekannt sein wozu Drogenkonsum führen kann und wie schwer man davon wegkommt.
Sie hat es ignoriert, ist mit offenen Augen auf den Abgrund zugerast und abgestürzt, das war's.

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ENDofIDEOLOGY 24.07.2011, 22:13
65. gefährliche Verallgemeinerung unter dem Begriff "Drogen"

ich finde es äußerst gefährlich, dass immer von "Drogen" gesprochen und die Substanz nicht beim Namen genannt wird.

Warum ist das so?

Alle Substanzen, die das Bewusstsein verändern werden verallgemeinert als Drogen bezeichnet, das ist m.E. ein großer Fehler.

Es müsste konkretisiert werden, anstatt ideologisch alles unter einen Hut zu stecken und somit eine Art Verschleierung stattfindet, die eine freie und sachliche Auseinandersetzung verhindert. Alles ideologische Verwirrung.

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pfzt 24.07.2011, 22:23
66. ?

Zitat von SpieldesLebens
Die verklärte Behauptung, man müsse alkohol- oder drogensüchtig sein, um "ein Genie" zu sein, ist vollkommener Unfug. Dem gegenüber stehen jede Menge Künstler, die emotional gesund und eben nicht suchtkrank, aber trotzdem kreativ sind.
Ja? Also da hätte ich aber gerne mal ein paar Beispiele.
Mir fällt da nämlich auch nach angestrengtem Nachdenken niemand ein…
zumindest niemand von Bedeutung.

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Brillalein 24.07.2011, 22:33
67. Also

Frau Whine-house ist mir im Radio nie speziell aufgefallen. Also kanns mit dem Genie, zumindest nach meinem persönlichen Geschmack nicht so weit sein. Ich kenn sie eigentlich nur von ihren Sauftouren aus der YP. Wäre schön gewesen, so als Mensch, wenn sie es hätte schaffen wollen, aber war wohl nix.

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Ronnie68 24.07.2011, 22:37
68. nie kann jemand etwas dafür

Zitat von elpepino
Ja, natürlich. Auch Verkehrstote sind natürlich selbst schuld. Hätten sie mal genug Verantwortungsbewußtsein gehabt, nicht auf die Straße zu gehen. Ebenso sind natürlich auch Krebstote selbst schuld, wären sie nur stärker im Glauben und in ihrer Psyche, dann wären sie gar nicht erkrankt oder hätten sich selbst wieder gesundet. Ich wünsche Ihnen allzeit genug Verantwortung in Ihrem Leben, dass Sie nie "krank" oder "süchtig" werden.

Sehr geehrter elepino,

vielleicht weiss ich sehr genau wovon ich spreche... und vielen Dank für Ihre Wünsche.

Wir sollten bei der Diskussion auch keine mittelbaren und unmittelbaren beeinflussbaren Faktoren miteinander vermischen.

Im Kern geht es mir um die Darstellung des Autors des Artikels, der das Thema Sucht - für meinem Empfinden - zu vorschnell in die Richtung der Krankheit oder Verkehrsunfall rückt.

Die direkte Einflussmöglichkeit des Betroffenen ist bei einer Sucht eine ganz andere als bei den beiden anderen von Ihnen zum Vergleich herangezogenen Faktoren.

Bei einer Sucht ist in der Regel der Betroffene auch der Handelnde und das ist bei einer Krankheit seltener der Fall und im Straßenverkehr - wie das Beispiel Essen wieder einmal gezeigt hat - nicht immer der Fall.

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kanadasirup 24.07.2011, 22:38
69. Quark

Totaaaal überraschend der Tod von Amy W.
Oder eher nicht, wer die Presse über sie in den letzten Monaten mitverfolgen musste, dem musste doch klar sein, dass es nur ein solches Ende nehmen konnte.
Frage mich schon, warum da niemand eingeschritten ist.
Ich dachte bisher immer Drogenkonsum sei strafbar.

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