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Stieg Larssons "Millennium"-Reihe: So viel Leid, so viel Zorn
ddp images/ NFP

Die "Millennium"-Trilogie des verstorbenen Stieg Larsson ist ein Millionen-Erfolg. Nun erscheint Teil vier - den ein anderer Autor geschrieben hat. Fans, Familie, Freunde streiten: Darf das sein? Eine sehr persönliche Reise zu Beteiligten.

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solna 27.08.2015, 13:58
20. Was finden alle so toll an Blomkvist?

Zitat von Khaled
Alles ... ist grotesk überzeichnet; sie ist superintelligent, ein Weltklasse-Hacker, hat die schlimmste aller denkbaren Kindheiten erlebt ... Wenn irgend jemand Kafkas Romanfragmente zu Ende schreiben würde oder die Fortsetzung des "Ulysses", würde das kein Mensch ernst nehmen. Aber ein Krimi... Gott, warum denn nicht.
Danke, Khaled, Sie bringen es perfekt auf den Punkt. Mikke Blomkvist ist übrigens nicht minder überzeichnet.

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stern4 27.08.2015, 14:09
21.

Die Trilogie war spannend und gut. Mal gucken wie es weitergeht. Interessant, dass hier wieder die ganz Schlauen unterwegs sind und uns erzählen was gut und nicht gut ist Das sind immer die, die aus Prinzip alles doof finden, nur weil es erfolgreich ist. Ist bei Popmusik genauso.

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kayakclc 27.08.2015, 14:14
22. Die Frage wird zu klären sein

ob Lagercrantz wirklich der Autor ist, oder nur der Stieg Larsson Ghostwriter für Larsson's Lebensgefährtin, die keinen Cent von dem drei Romanen bekommen hat, obwohl Larsson sie nur deshalb nicht während der 30 Jahre gemeinsamem Lebens geheiratet hat, um sie vor dem rechten Mob zu schützen, gegen den er als Journalist schrieb. Sie soll das Manuskript zu einem vierten Buch von Larrson versteckt haben. Wenn meine Theorie stimmt, dann wäre das erst Recht ein Grund das Buch zu kaufen!

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tgu 27.08.2015, 14:20
23. Die US-Version...

wäre als Film interesant gewesen, wenn der in den USA gespielt hätte, so ist es nur eine Neuverfilmung mit amerikanischen/englischen Schauspielern.

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g0r3 27.08.2015, 14:21
24.

Nicht zu ernst nehmen. Für ziemlich viele ist Kritik nur ein Mittel, um intellektuell selbst zu beweihräuchern oder das geschundene Ego etwas zu trösten, indem man die Arbeit anderer schlecht redet. Der Vollzeitempörte, der bei anderen zwar immer weiß, wie es besser geht, dieses Wissen für sich selbst aber nie einzusetzen weiß.

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florafauna 27.08.2015, 14:29
25. Werbung

Naja, dieser Artikel ist ja sehr werbewirksam...

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Amadís 27.08.2015, 14:33
26.

Zitat von Khaled
an der Figur dieser Lisbeth Salander? Alles an ihr ist grotesk überzeichnet; sie ist superintelligent, ein Weltklasse-Hacker, hat die schlimmste aller denkbaren Kindheiten erlebt und riecht überhaupt extrem nach Trivialliteratur.
Können Sie mir jetzt glauben oder auch nicht, aber ich kenne eine junge Frau, die Lisbeth Salander sehr ähnlich ist. Nicht ganz so superintelligent. Keine Hackerin, aber informationstechnisch sehr begabt. Und die traumatischen Erfahrungen stammen nicht aus einer Psychiatrie. Genauso rebellisch, genauso steinhart, genauso verletzlich, genauso verunsichert.
Wäre Larsson nicht so früh gestorben, ich hätte einen Verdacht, wo Larsson seine Inspiration bezog.

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louissipher 27.08.2015, 14:38
27. Ein Krimi halt,

der nur von seinen Figuren lebt. Natürlich keine "Hochkultur" aber eben unterhaltsam und darum Fortsetzungswürdig. Wer's nicht will, muß es nicht lesen und darf uns dann auch mit seinen Ergüssen verschonen.

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santoku03 27.08.2015, 14:39
28. Dazu

Zitat von solna
Die ersten drei Teile waren alberner Superhelden-Mumpitz aus der Feder eines hoffnungslosen Geeks, der in seinen Helden all das legte, was er selbst gerne gewesen wäre.
Dazu extrem sexualfeindlich, unterstellt allen außer dem Superhelden (der natürlich nach Herzenslust rumv***lt) eine verklemmte, gewalttätige Sexualität und feiert das unsägliche schwedische Prostitutionsverbot. Einfach peinlich, diese Schinken.

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Celestine 27.08.2015, 14:43
29. Ian Fleming

Zwischen 1981 und 2014 sind schon über 30 (!) "Post Fleming"/James Bond Bücher geschrieben worden. So etwas ist doch nichts ungewöhnliches. Es liegt nur an dem Groll der Witwe von Larsson, dass darüber negativ diskutiert wird.

Dabei ist also per se nichts außergewöhnliches. Verwerflich ist es offenbar nur, weil die Buchrechte von "falschen" Erben verwaltet werden.

Laut Wikipedia gab es ein Testament aus dem Jahr 2008, das aber laut schwedischem Recht ungültig war, weil es nicht von Zeugen unterzeichnet war. Larsson hatte sein gesamtes Vermögen einschl. der Verlagsrechte an den schwedischen Kommunistischen Arbeiterbund vermacht.

Ich habe die Bücher nicht gelesen, sondern kenne nur die eindrucksvollen schwedischen Filme zu den Büchern. Die wirkten auf mich authentischer als der US Film, den ich nicht besonders mochte. Liegt vor allem an der Besetzung der Hauptrolle. Noomi Rapace fand ich überzeugender.

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