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Streit über Identitätspolitik: Und wo stehst du?
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Diskussionen über Indianer-Faschingskostüme und Gendersternchen werden mittlerweile hochaggressiv geführt. Das Buch "Trigger Warnung" analysiert aktuelle Identitätspolitik - und will verhärtete Fronten wieder aufbrechen.

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wiispieler 27.05.2019, 13:55
30.

Was sollen unsere Lehrkräfte denn noch alles können/beachten. Erstmal die komplett Erziehung des Kindes (so kommt es einem manchmal vor) dann noch Inklusion und jetzt mögliche Trigger. Am Enden kanden wir dann bei 1-Kind-Klassen oder was?

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oldsiamsir 27.05.2019, 14:40
31. Entscheidender Unterschied

Zitat von Schartin Mulz
auch in manchen Kommentaren hier kommt das zum Ausdruck, dass Menschen, was ja legitim ist, der Meinung sind, z.B. Sprache verändern zu wollen, dann aber wie Mimosen reagieren, wenn jemand das nicht gutfindet. Diese Logik, entweder man ist für Gendersternchen etc oder man ist ein Reaktionär oder schlimmer, ist mir zu einfach. Die meisten Menschen, mt denen ich rede, finden künstliche Sprachveränderungen, Verbote von Indianerkostümen etc, lächerlich. Und ich habe in meinem Bekanntenkreis keine Rechten. Es ist nicht der Kampf für Gleichberechtigung, gegen Diskriminierung etc, der die Abwehrhaltung erzeugt. Es ist der missonarische Eifer, der manchmal an eine Religion erinnert. Da gibt es nur noch Gläubige und Ketzer. Und das Problem, dass sich Menschen da angegriffen fühlen und überhaupt nicht wissen, warum. Die meisten haben z.B. ein sehr positivs Bild von Indianern. Spätestens seit Winnetou. Warum sollen sie ihren Kindern kein Indianerkostüm kaufen? Das versteht keiner. Daselbe ist ja bei dem zuletzt noch unter der Fleischhauer-Kolumne heiß diskutierte Thema der Fragen nach Herkunft. Die ja auch aus wohlwollendem Interesse gestellt werden. Ich glaube kaum, dass diese Fragen in erster Linie von PEGIDA-Leuten kommen. Jetzt kann man ja nachvollziehen, dass die Fragen für die Betroffenen lästig sein können, aber daraus dem Frager einen Vorwurf zu machen, ist absurd. Man gewinnt eben den Eindruck, dass hier Eiferer am Werk sind, deren völlig übertriebene Reaktion vor ellem dem eigenen Ego nutzt. Auch das in de Geschichte der Religionen nichts neues.
Der entscheidende Unterschied ist, dass eine Gruppe eine Form von Toleranz erreichen möchte, die vielen hilft, aber keinem schadet, die andere Gruppe aber Toleranz für sich fordert, obwohl sie durch Intoleranz anderen schadet. Der * schadet keinem, warum also nicht ihn verwenden?

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