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Streit über Ukraine-Berichte: Programmbeirat wirft ARD "antirussische Tendenzen" vor
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Mitglieder des ARD-Programmbeirats greifen den Sender scharf an - wegen angeblich "antirussischer Tendenzen". Beim WDR wehrt man sich, die Vorwürfe gingen "an die journalistische Ehre".

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frommerstop 23.09.2014, 21:58
160. Es wird doch immer klarer

dass die Macher in den Fernsehanstalten aus Karrieregründen das propagieren lassen was die Mächtigen gerade wollen um das Volk in ihrem Sinne zu beeinflussen; das ging gegen die Linke so-da wurde aus allen Rohren auf laFontaine und Gysi geschossen, jetzt geht es der AfD so, bei der Berichterstattung über die Ukraine und der Afghanistan Einsatz und der Euro Rettungsschirm wurde auch immer im Sinne der Regierenden begleitet.

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Fackus 23.09.2014, 21:59
161. ohne Beispiel

"Kritik in dieser Form ohne Beispiel in der Geschichte der ARD". Aha.
Und was uns die ÖR in Sachen Ukraine da geboten haben und weiterhin bieten ist ebenfalls fast ohne Beispiel. Vielleicht in den härtesten kalte-Kriegszeiten wars mal so.
Es gilt dasselbe für die ARD, was Max Uthoff in der Anstalt mal über die Printmedien sagte: Im Prinzip die Pressestellen der Nato und der USA.

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CONTRAST 23.09.2014, 22:02
162. Hoffentlich fällt den getadelten ARD Zeitgenossen nicht...

gleich ein Zacken aus der Krone. Diese massive Kritik des Beirats ist absolut berechtigt. Es muss von diesen Damen und Herren eine neutrale Berichterstattung erwartet werden, oft geben sie allerdings verschleiert ihre eigene Meinung - die eben antirussische Tendenzen aufweist - preis. Und das ist unzumutbar! Ein Beispiel ist der Presseclub.

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WernerT 23.09.2014, 22:04
163. Panik bei den Obamatrollen

Zitat von sunhaq
Aha, eine Gruppe von neun Laien spricht eine Kritik aus, bei der diverse Punkte durch eine Recherche ua. im Senderarchiv des ARD widerlegt werden können. Sehr fragwürdig, dass der Heise-Verlag sowas veröffentlicht, ohne die Behauptungen zu prüfen. Besonders, wenn wahr ist, dass die vier Seite, die veröffentlich wurden, wirklich erheblich einseitiger sind als das Originaldokument mit 23 Seiten ist. Wie kann man bloss selbst das machen, was man anderen vorwirft?
Nach der Wahl wird abgerechnet, mal sehen wie dann die Medien berichten und wer alles pleite geht, wenn Onkel Sam die missbräuchlich ausgegebenen Gelder zurück haben will, ein guter Kandidat ist die FAZ und der Spiegel, natürlich kann es auch sein, dass die notleidende Presse an die Tröge der GEZ geführt werden und daher milde mit den ÖR umgehen

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Norden 23.09.2014, 22:05
164.

Zitat von kellerkaller
Noch größeres Kino war die von Miosga mit Augenaufschlag verkündete große Demonstration im Donezker Stadion - Schnitt war so gewählt, samt Kommentar, als ob da Tausende demonstrierten würden - im Internet gab es Aufnahmen, die zeigten, dass das ein paar hundert bezahlte Claqueure waren, die da demonstrierten.
Speiübel wurde mir beim Ansehen eines Beitrags in von Frau Miosga moderierten ARD-Tagesthemen: Frauen und Kinder in Lemberg packten Päckchen mit z.B. Blut-Ersatzmitteln und bunten selbst gemalten Bildchen für die 1000km entfernte Front im Osten und Männer hämmerten an Stahlgittern für den Schutz von Panzern. Das ist Verharmlosung eines Krieges und zugleich emotionale Manipulation. Schlimm!

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weltverkehrt 23.09.2014, 22:06
165.

Zitat von axth
Im Prinzip ist es so, dass der freie Journalismus sehr gelitten hat unter dem ökonomischen Druck - aber wissen wir das erst seit dem Ukraine-Konflikt?
Selbstverständlich ist das so, wie Sie schreiben. Es hat eben sehr oft zur Folge, dass die selben Agenturmeldungen überall zu lesen und zu sehen sind, selbst im kostenlosen Käsewerbeblatt. Hier aber systematische und absichtliche Manipulation zu unterstellen, trifft es überhaupt nicht. Auch die Journalisten der Agenturen stehen stark unter Druck. Dazu gab es mal vor einiger Zeit einen guten Radiobeitrag, ich meine bei DLF. Es liegt eben am Kostendruck. Dass man vom ÖRR mehr erwartet, ist zwar einerseits berechtigt, andererseits: Wenn niemand mehr sonst Journalisten vorort recherchieren lässt, werden die Netzwerke auch immer kleiner, Informationen kommen nicht mehr herum.

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H3nry 23.09.2014, 22:07
166. Sogenannt

Zitat von
In der ARD wird heftig über Berichterstattung in der Ukraine-Krise gestritten. In einem an die Öffentlichkeit gelangten Dokument wirft der ARD-Programmbeirat
An der Stelle habe ich - ungelogen - aufgehört, weiterzulesen. Wo lernt man diese Kalte-Kriegs-Rhethorik?
Auf einer katholischen Journalistenschule?

Gibt es denn wirklich keine besseren Korrespondenten für Moskau?

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WernerT 23.09.2014, 22:09
167. Da waren vorgestern mehr Leute auf dem Frankfurter Flughafen

Zitat von tinosaurus
sprechen eine klare Sprache. In Russland gehen nicht umsonst Zigtausende Bürger auf die Strasse, um gegen gegen Putins Intervention in der Ukraine zu protestieren. Dabei riskieren sie harte Reaktionen der Hardliner. Und hier regt man sich auf über angebliche antirussische Berichterstattung.
Und haben für das von der Landesregierung als Gegenleistung für die 3. Start- und Landebahn versprochen und vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Nachtflugverbot demonstriert, als in Moskau nach Angaben der US finanzierten Novaya Geseta. Nur darüber berichten die deutschen Medien nichts.

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rus13 23.09.2014, 22:13
168.

Zitat von willi_ac
die Tagesthemen oder ähnliches zu sehen, weil ich diesen miesen Journalismus kaum mehr ertragen konnte. Hier wurden Grundregeln missachtet, die meine Kinder schon in der Mittelstufe im Schulunterricht beigebracht bekommen: Trennung von Bericht und Kommentar, Wertungen aus den Schilderungen heraushalten, die Gegenseite zu Wort kommen lassen, keine Mutmaßungen als Meldung darstellen usw. Gut, dass das jetzt zumindest mal auf den Tisch gekommen ist; ich dachte schon, mit meiner Wahrnehmung stimmt etwas nicht. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass sich dadurch Wesentliches ändert. Kritische Themen gibt es genug: Euro-Rettung, TTIP, Energiewende, Riester-Rente, ... Nur selten gibt es ernsthafte Recherchen dazu, statt dessen sind tolle Politiker immer dabei, irgendwas zu retten, Krisen zu bewältigen, usw. Und unsere Fernsehsender lichten sie dabei ab und tun so, als wäre das die eigentliche Nachricht. Früher habe ich die Meldungen der ÖR durchaus ernst genommen, jetzt leider kaum noch. Der Schaden ist groß, denn damit wird eine wesentliche Legitimation unseres ÖR geschwächt.
Die von Ihnen genannten Themen sind ja auch alternativlos ;)
Ich finde es einfach nur schrecklich, dass es nicht möglich ist, Kritik an der Regierung und ihrem Vorgehen zu äußern. Sofort wird man als Putinversteher, AFD-Versteher, Gysiversteher, Assadversteher usw. abgestempelt. Auch wenn man eindeutig hinzufügt, dass man die andere Seite ebensowenig gutheißt und lediglich eine differenzierte Ansichtsweise fordert. Generell wird das Wort "Versteher" bzw "verstehen" ja schon fast als Beleidigung aufgefasst. Insbesondere die Außenpolitik lebt doch vom Verstehen der Gegenseite, vom Verstehen der Anliegen sowohl von USA, als auch Russland, als auch des Nahen Ostens. Ist es zu viel verlangt eine ausgeglichene und differenzierte Diskussion zu führen ohne Tabus und ohne Vorurteile?

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kumiori 23.09.2014, 22:16
169.

Zitat von axth
Im Prinzip ist es so, dass der freie Journalismus sehr gelitten hat unter dem ökonomischen Druck - aber wissen wir das erst seit dem Ukraine-Konflikt?
Knapp 8 Milliarden nehmen die Öffentlich-Rechtlichen an Rundfunksteuer ein ... ACHT Milliarden!!! Da kann mir niemand etwas von ökonomischem Druck erzählen.

ÖR könnten sich ein ganzes Heer an guten (und auch gut bezahlten) Journalisten und Journalistinnen leisten, mit bester Ausstattung, bestem Equipment ... und Elan.

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