Forum: Kultur
Streit um Karikaturen von Franziska Becker: Diskriminierung geschieht oft unabsichtli
Jens Büttner/ DPA

Die "Emma"-Karikaturistin Franziska Becker wird am Samstag für ihr Lebenswerk geehrt. Dabei arbeiten ihre Cartoons mit islamfeindlichen Klischees, kritisiert unser Gastautorin Sibel Schick. Ausreden will sie nicht gelten lassen.

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Sendungsverfolger 29.06.2019, 15:38
50. Doch darf sie

Zitat von mwroer
Nein Satire darf eben nicht praktisch alles. Das ist die Ausrede von Satirikern oder 'Künstlern' die alles machen wollen oder zu faul sind 5 Minuten über sich und die eigene Meinung nachzudenken. ...
Doch, darf sie, ob es Ihnen passt oder nicht. Solange sie sich in den Grenzen der gesetzlichen Vorschriften hält, ist sie nichts anderes als eine freie Meinungsäußerung und unterliegt auch nur den gleichen Schranken wie diese.

Ansonsten ist es vielleicht moralisch, ethisch oder geschmacklich grenzwertig oder überschritten, was aber völlig egal ist. Denn ob und wie irgendetwas überschritten ist, kann ja jeder nur für sich selbst höchst subjektiv feststellen. Dass andere Menschen diesbezüglich andere Grenzen haben, muss man in einer offenen Gesellschaft eben aushalten.

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peter.di 29.06.2019, 15:39
51. Cartoons mit islamfeindlichen Klischees,

Cartoons arbeiten immer typische Merkmal raus, das ist beim Islam nicht anders als beim Christentum und bei allen anderen gesellschaftliche Relevanten Dingen. Und warum soll man bei einer einer Religion, deren gesellschaftlicher Einfluss sich in Europa so schnell vergrößert nicht Dinge ansprechen, die allem widersprechen, was einer aufgeklärte westliche Gesellschaft im allgemeinen und einem emanzipiertes Frauenbild im besonderen diametral entgegensteht?

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docker 29.06.2019, 15:47
52. Nur auf die Hitze zurückzuführen....

...dass nach den doktrinären Äusserungen von Frau Schick kein echter shitstorm hier im Forum losbricht. Unglaublich, wie Frauen angegriffen werden, die sich eine klare Haltung zu islamischen "Gesetzmässigkeiten" erlauben ! Genau bei Frau Schick fängt das an, was man später als "neue Moral" (Tugend) verkaufen wird.
Danke , aber wir möchten nichts von ihnen kaufen.
Franziska Beckers Karrikaturen hingegen immer wieder gerne.

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thomas387 29.06.2019, 15:48
53. Rund um den Eibsee sieht man viele, viele

Burkaträgerinnen lustwandeln. Noch nie aber habe ich eine davon, und ich habe Hunderte von Alpengipfeln bestiegen, auf irgend einem Berg gesehen, den man selber, also ohne Seilbahn, ersteigen muss. Was heißt das? Na, ganz einfach: Burka ist unpraktisch. Damit kommt man nicht den Berg hoch. Der Blick bleibt eingeschränkt, das Erleben auch. Darf man das kritisieren, darf man sich darüber lustig machen?
Für mich steht hinter dem Für und Wider von Satire eigentlich eine entsetzliche Traurigkeit über das, was sich Menschen verweigern, um die Sicherheit sozialer Zuordnung zu gewinnen. Nie werden diese Frauen, ob mit Kopftuch oder nicht, ein Biwak am Berg erleben, die Kühle der Nacht und eine Stille, die selbst der heranrauschende Dauerschall automobiler Talmobilität nicht zerstören kann. Welche Frische des Lebens entgeht einem, welches Geheimnis der Weltwahrnehmung, wenn ich mich selbst an Gedanken binde, die ich dann glaube, als Identität vor mir hertragen zu müssen. Man vertut sein Leben und merkt es nicht einmal.

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Mitbuerger0815 29.06.2019, 15:52
54. Auszeichnung eben wegen der islamfeindlichen Karikaturen

Frau Becker ist nicht trotz , sondern gerade wegen ihrer pauschalen islamfeindlichen Karikaturen ausgezeichnet worden. Die Frau hat Mut, sich selber eben nicht zu verstellen und ihren Hass gegen Muslime in Kunstform sehr offen darzustellen und somit auch für die Schicht oberhalb der AfD Wähler diese Sicht zu transportieren.
Als eine Art Sarazzin in der Kunst Szene.

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testuser2 29.06.2019, 16:05
55. Mark Knight, Ralf König, Franziska Becker

Die Karikaturisten bekommen den Zorn der Feministinnen zu spüren. Ob nun Franziska Becker, der australische Karikaturist Mark Knight (Serena Williams Karikaturist) oder Ralf König. Die Revolution frisst die Gründungsmitglieder. Eine Bewegung, die vorgegeben hat, nach Gerechtigkeit zu streben, hat nur noch den Vorteil der Frauen im Sinn. Abweichler werden angegriffen, an den Pranger gestellt, ausgegrenzt und zur Gruppe der Feinde gezählt. Das ist auch bei den Versuchen, den Sozialismus zu verwirklichen so geschehen.
https://rp-online.de/sport/tennis/us-open/karikatur-ueber-serena-williams-rassismus-vorwuerfe-gegen-zeichner-mark-knight_aid-32878213

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brohltaler 29.06.2019, 16:06
56. "Religions-Freiheit"

Sehe ich völlig anders, ohne je in meinem Leben Sympathien für Rassisten, Xenophobe oder Islamophobe verspürt zu haben. Religionen sind im übrigen keine Rassen, und Religiöse sind auch nicht notwendigerweise Ausländer. Die beiden ersten fallen also schon mal durch. Islamophobie hingegen ist ist eine radikale Abwertung der muslimischen Religion und eine völlig unzulässige, ja widerliche Verallgemeinerung sämtlicher männlichen Angehörigen des Islam als reaktionäre Frauenverächter und potentielle Terroristen.
Mein Ansatz ist ein völlig anderer. In diesem Lande herrscht Religionsfreiheit. Allerdings in einem sehr einseitigem Sinne. Nämlich als Freiheit der Religiösen ihren Glauben so zu leben, wie immer sie das möchten, wenn es den Rahmen unserer Gesetze nicht sprengt. Keine Religionsfreiheit herrscht dagegen gegenüber jenen, die schlicht frei von sichtbaren Religionssymbolen sich in der Öffentlichkeit bewegen möchten. Und dieses betrifft sämtliche Religionen. Es ist für Nichtreligiöse eine Zumutung sich peinlichen Inszenierungen wie "Fronleichnahmsprozessionen" ausgesetzt zu sehen. Das mag auf Kirchengelände stattfinden, nicht aber auf öffentlichen Plätzen und Straßen. Und das Tragen von Ordenstrachten beiderlei Gechlechts sollte in der Öffentlichkeit unterlassen werden. Dafür gibt es Klöster und andere kirchliche Gegebenheiten. Und Kirchentage und ähnliche Veranstaltungen gehören entweder auf kirchliches Terrain oder in geschlossene Hallen.
Von solchen Befreiungen der Öffentlichkeit von Religion nun ausgerechnet die Muslime ausnehmen zu sollen, ist allerdings auch eine Zumutung. Was für Christen und andere recht ist, muss für Angehörige des Islam natürlich billig sein! Es gibt für Frauen genau zwei Gründe Kopftuch zu tragen. Kaltes Wetter und Erkrankungen! Wozu Burkas und ähnliches taugen, ist mir im wahrsten Sinne des Wortes "schleierhaft". Es trifft dafür das gleiche zu wie bei katholischen Kutten. Und wiederum, in Moscheen und auf islamischen Gelände kein Thema.
Ich bin wahrhaftig kein Fachmann für muslimische Bräuche. Wenn ich aber höre, dass es dann doch in dieser Religion Männer gibt, die ihre Frauen zwingen solche Kleidungsstücke zu tragen, dann fällt mir dazu nur der strafbewährte Begriff Nötigung ein. Entsprechend wäre zu handeln. Tut mir leid, Frau Schick, aber meinetwegen mögen Sie nun wieder einen neuen Shit-Storm initiieren, würde mich vergleichsweise kalt lassen.

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docker 29.06.2019, 16:10
57. Nonsense

Zitat von Mitbuerger0815
Frau Becker ist nicht trotz , sondern gerade wegen ihrer pauschalen islamfeindlichen Karikaturen ausgezeichnet worden. Die Frau hat Mut, sich selber eben nicht zu verstellen und ihren Hass gegen Muslime in Kunstform sehr offen darzustellen und somit auch für die Schicht oberhalb der AfD Wähler diese Sicht zu transportieren. Als eine Art Sarazzin in der Kunst Szene.
Entweder sie implizieren auf der einen Seite Niedertracht, oder auf der anderen noch mehr davon. Franziska Becker "Hass gegen Muslime " zu unterstellen und sie gar mit Sarrazin zu vergleichen wäre dann der dritte Weg : Niederträchtige Implikation von ihrer Seite her.

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hinifoto 29.06.2019, 16:11
58.

Franziska Becker war früher mal richtig gut. Wie sich die Zeiten ändern.

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tizona 29.06.2019, 16:15
59. Nobelpreis für Literatur

Zitat von skilliard
Wer wissen möchte, wie ernst es Frau Schick mit dem Thema Differenzierung ist, der suche mal nach ihrem Gedicht „Männer sind Arschlöcher". Darin heißt: Du sagst: „Nicht alle Männer sind gleich.“ Ich sage: „Ist das nicht irrelevant vielleicht?“ Denn es ist ein strukturelles Problem, Und ja, es ist kein individuelles Problem, Und nein, es geht nicht um Ausnahmen, Denn es ist ein weltweites Phänomen, Dass Männer Arschlöcher sind. Und nein, da ist nichts aus dem Zusammenhang gerissen. Das ganze Gedicht ist noch viel länger und strotzt nur so vor beleidigender Pauschalurteile. Manche Sachen sind so lustig, die kann man nicht erfinden weil es einem keiner glauben würde.
Was für eine begnadete Poetin! Welch geniale Endreime!
Der Nobelpreis für Literatur dürfte ihr sicher sein.

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