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Streit um Testament: Gurlitt-Verwandte unterstützen Entscheidung für die Schweiz
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In der Auseinandersetzung um das Gurlitt-Testament haben sich fünf Verwandte zu Wort gemeldet. Sie begrüßen den Wunsch des Sammlers, sein Erbe in die Schweiz zu geben - und stellen sich damit gegen Großcousin Ekkehart Gurlitt.

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djcl67 23.05.2014, 15:18
1. Gratuliere!

Eine gute Entscheidung!
Es wäre eine Schande wenn die Kunstschätze dem Bundesland mit der am meisten praktizierten Willkür und Unrecht - Bayern zufallen würden.
Mit dort üblicher Justiz- und Beamtenwillkür wurde Herr Gurlitt dort vor seinem Tode zu Urecht kriminalisiert, entwürdigt und entrechtet ('Betreuung' - ein dort übliches Verfahren - siehe Mollat...)

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heinz.erath 23.05.2014, 16:29
2. heidiundheinz

genauso sehe ich das auch

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r.muck 23.05.2014, 16:29
3. Bayern

Bayern wäre der denkbar schlechteste Ort für Gurlitts Sammlung.

In Bayern wurde er von der Skandal-Staatsanwaltschaft Augsburg ohne jeden Grund kriminalisiert, sein Eigentum ohne Rechtsgrund beschlagnahmt und wie üblich bei der StA Augsburg, mit ihren mediengeilen Staatsanwälten, sickerte natürlich das Wichtigste an die Presse durch und Gurlitts Persönlichkeitsrechte wurden auf das Gröbste verletzt.

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horst hanson 23.05.2014, 16:39
4. Nicht nach Bayern !

Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte, würden die Bilder nach Bayern gehen. Zuerst zu Unrecht beschlagtnahmt, dann eine Vereinbarung druch den richterlich bestellten Betreuer und dann verscherbelet duch den Bayrischen Staat. Nein, das wäre wirklich skandalös ! Ich beglückwünsche Bern.

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horst hanson 23.05.2014, 16:40
5. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Danke !

Zitat von r.muck
Bayern wäre der denkbar schlechteste Ort für Gurlitts Sammlung. In Bayern wurde er von der Skandal-Staatsanwaltschaft Augsburg ohne jeden Grund kriminalisiert, sein Eigentum ohne Rechtsgrund beschlagnahmt und wie üblich bei der StA Augsburg, mit ihren mediengeilen Staatsanwälten, sickerte natürlich das Wichtigste an die Presse durch und Gurlitts Persönlichkeitsrechte wurden auf das Gröbste verletzt.

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cdrenk 23.05.2014, 16:44
6. Na sicher

Die Justiz in Bayern hat sich total zum Deppen gemacht. Jetzt die Bananenprovinz Deutschlands auch noch mit dieser Sammlung aufzuwerten ist kaum im Sinne von Herrn Gurlitt.

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derblaueplanet 23.05.2014, 18:23
7. Konsequenzen!

Nicht zum ersten Mal hat die Staatsanwaltschaft Augsburg dem Ansehen der bayerischen Justiz schweren Schaden zugefügt. Ihre Arroganz im Fall Gurlitt, im Fall des Betrugs um Laborabrechnungen und andere, sowie dem Auftreten ihrer Vertreter vor Abgeordneten des bayerischen Landttags ist inakzeptabel und unerträglich. Jetzt kommt in der Konsequenz ihres widerrechtlichen und amoralischen Handelns ein immenser (Opportunitäts-)Verlust im Umfang von mehreren hundert Millionen Euro und der entsprechenden kulturellen Werte hinzu. Es wird Zeit, daß die bayerische Regierung diese Seilschaft zerschlägt und damit auch institutionell für Rechtsfrieden sorgt.

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er_be 23.05.2014, 20:58
8. Die lieben Verwandten …

Die Erklärung von Gurlitts fünf Verwandten zugunsten des Abgangs des Erbes an einen Drittstaat klingt menschlich engagiert, kann aber auch (nur) im Verfahren der möglichst frühe Versuch sein, den Großcousin in ein ungünstiges Licht zu setzen. Sollten die fünf Nachfahren ein tatsächlich großes Interesse haben, dass Cornelius Gurlitt posthum „Gerechtigkeit“ erfährt, sollten sie gegen die oft kritisierte Staatsanwaltschaft vorgehen.
Aber auch eine solche Aktion hätte keinen Einfluss auf das Nachlassverfahren. Das Eigentum bzw. der Besitz des Österreichers Gurlitt (dessen Salzburger Festnetznummer samt Adresse bis heute im ehemals amtlichen Telefonbuch, etb.at, aufscheint) unterliegt, was den in Salzburg gelagerten Bilderschatz anlangt, dem österreichischen Denkmalschutzgesetz (DMSG), demgemäß nicht der Eigentümer (oder auch der Markt) darüber entscheidet , was „im öffentlichen Interesse“ erhaltenswert (und somit einbehaltenswert) ist, sondern Kunsthistoriker und Juristen des Bundesdenkmalamts (BDA), deren Urteile im Regelfalle nicht veröffentlicht werden.
Sollte die erbbegünstigte Institution das Legat annehmen, kann man nur in deren Sinne hoffen (Segenswünsche der „human“ orientierten Nachfahren mit eingeschlossen), dass von der Sammlung Gurlitt nicht nur Depot-Artefakte im Drittstaat ankommen.

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Grosskotz 24.05.2014, 02:07
9. Entscheidung ist eine Rechtsfrage und keine Geschmacksfrage

und im Übrigen: sich dafür auszusprechen, die Gurlitt-Sammlung nicht dem Bundesland Bayern zu überlassen, offenbart den kulturlosen Cretin, der bitte um bayerische Kulturstätten (von den bayerischen Königsschlössern bis zu den Gemäldesammlungen ider Alten und Neuen Pinakothek, oder dem Haus der Kunst, u.a.) einen großen Bogen herum machen sollte, damit er vor lauter Ressentiments nicht vergißt, daß es sich bei bayerischen Kunstschätzen auch um nationales - deutsches -Kulturgut - handelt.

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