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Ströbele bei "Beckmann": Geliebter Whistleblower
REUTERS

Eigentlich sollte Hans-Christian Ströbele der Star bei Reinhold Beckmanns Talk über Edward Snowden sein. Doch ein "Bild"-Reporter stahl dem Grünen-Politiker die Show - mit wunderlichen Thesen über "Leute, die in Berlin Busse in die Luft sprengen wollen".

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südtirol11 08.11.2013, 12:16
10. optional

Wie froh sind wir doch, dass wir die Volksverdummer-Zeitung haben! Es ist nun mal ein Fakt: Diese Zeitung ist immer noch die auflagenstärkste Zeitung in D! Und hat damit eine entsprechende Macht in der Meinungsbildung! Das ist wahrscheinlich die Qualifikation, die dem Redakteur die Teilnahme an der benannten Sendung verschafft hat. Folgt man den Berichten über seine Argumentation hier im Spiegel (und in anderen Medien) kann sich sein Niveau durchaus mit üblichen und viel kritisierten Beiträgen im Revolverblatt messen. An die Redakteure der ARD und speziell dieser Zeitung darf man aber die Frage stellen, warum sie diesem Medium immer wieder eine Bühne bereitstellen. Sind diese Verantwortlichen Freunde, Abhängige oder Empfänger von ’Wohltaten’ dieses Blattes von Desinformation? Die Bühne Fernsehen bedeutet doch im Endeffekt Werbung für das Blatt. Eine Sache ist für mich sicher: Fast niemand in den öffentlich Rechtlichen hat ein so tiefes Niveau, dass er die Informationen im Blatt als ’relevant’ und korrekt betrachtet!

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kontinuität 08.11.2013, 12:20
11. Avatar

Zitat von sysop
Eigentlich sollte Hans-Christian Ströbele der Star bei Reinhold Beckmanns Talk über Edward Snowden sein. Doch ein "Bild"-Reporter stahl dem Grünen-Politiker die Show - mit wunderlichen Thesen über "Leute, die in Berlin Busse in die Luft sprengen wollen".
Empfand Julian Reichelt von Bild in seinen bizarren Verdrehtheiten und Hergeholtheiten wie einen Avatar, der sich aus den Studiokulissen heraus als notwendiger Opponent für die Sendung materialisiert hatte und fast echt aussah.

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Gerdd 08.11.2013, 12:21
12. Woher?

Zitat von marxfr
Und ja, Snowden hat einen Eid gebrochen.
Woher nehmen Sie eigentlich die Erkenntnis, dass Snowden ueberhaupt einen Eid geleistet hat?
Aus der Bild-Zeitung?
Nein, also dieser Mensch von der Bild war nicht nur in seiner Argumentation total bizarr, er war auch unertraeglich irritierend. Wenn solche Leute in einer Zeitung schreiben, dann kann ich die nicht mehr lesen - wenn ich die Zeit lese, dann denke ich an Schmidt, Doenhoff, di Lorenzo. Wenn ich Bild laese ... wie heisst der eigentlich? Nein, lassen Sie mal stecken - es ist wirklich egal.

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phboerker 08.11.2013, 12:25
13. informationelle Sammelleidenschaft

"Wir wissen nicht mal, was Herr Snowden isst, woher wissen wir dann, wer er ist?"

Diese Denkweise führt dann wohl auch zu der informationellen Sammelleidenschaft der Geheimdienste, bei der jedes Detail eines ausgeforschten Individuums zu der Gesamtpunktzahl in der Disziplin "Terrorismus" führt. Isst jemand Schweinefleisch, senkt das seine Terrorismuspunktzahl um 1000 Punkte, sie steigt aber für Kalb und besonders für Lammfleisch, oder wie?

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walter_e._kurtz 08.11.2013, 12:29
14.

Ich gehe lieber das Risiko ein, von irgendeinem Spinner in die Luft gesprengt zu werden, als in der Horrorvision eines Orwell´schen Staates leben zu müssen. Weder die eine Nummer wird perfekt, noch die Andere.
Nur habe ich ohne Überwachungsstaat 99,9% Freiheit, mit Überwachungsstaat habe ich null Freiheit und kann dennoch draufgehen - Boston, Madrid, London lassen grüßen. Da haben GCHQ, NSA und wie sie alle heißen auch nix genützt. Bzw. nur denen, die bei diesen Organisationen ihre Pension erschnorren.

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noalk 08.11.2013, 12:37
15. Bühne für Reichelt

Der ARD sei Dank, dass sie einem solch verqueren "Chefreporter" die Bühne geboten hat, seine ebenso verqueren Ansichten zum Besten zu geben, offenbart es doch auf ein Neues das intellektuelle Niveau des von ihm vertretenen Druckwerks. Was mich jedoch weit mehr beunruhigt: Einige seiner Äußerungen erwecken in mir den Eindruck einer verdächtigen Nähe zu politischen Kreisen, die in Deutschland nach 1945 eigentlich mehr als unerwünscht sein sollten. Zum Beispiel die Sache mit dem von Snowden geleisteten Eid, weswegen er in den USSA vor Gericht gehöre. Auf die Pflicht zur Einhaltung eines Eides haben sich nach 1945 auch andere berufen. Die Folgen solcher Eidestreue sind hinlänglich bekannt.

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ralfbraun 08.11.2013, 12:42
16. Reichelt hat Recht

Zitat von me-privat
...nur soviel: Es ist schon ein armseliges Bild, das das ÖR-Fernsehen da abgibt, wenn in einer Sendung diesem Herrn "Bild"-Chefreporter Julian Reichelt eine Plattform für seine absurden und verqueren Thesen gegeben wird. Das zeigt m.E. exemplarisch den ungebremsten Werteverfall beim Anspruch und Auftrag der ÖR Medien.
Reichelt hat zu Recht die Behauptung Snowdens hinterfragt, die NSA habe Verbrechen begangen. Gegen welches USRecht soll denn die NSA verstoßen haben? Die NSA bewegt sich genau in dem Rechtsrahmen, den der demokratisch legitimierte Kongress geschaffen hat und den dieser, die Regierung und eine unabhänigige Justiz (das geheime Gericht ist mit völlig unabhängigen US-Bundesrichtern besetzt) kontrolliert. Wie kann Snowden sich anmaßen, besser zu entscheiden, was richtig und was nicht richtig ist, als diejenigen, die dafür demokratisch legitimiert sind? Snowden hat keine Legitimiation dafür. Und seine Behauptung, Verbrechen wurden begangen, ist eine reine Schutzbehauptung, um seine eigenen anmaßenden Verratsverbrechen zu rechtfertigen.
An der Sendung ist vielmehr zu beanstanden, dass Ströbele von drei weiteren Gästen mit gleicher Meinung sekundiert wird.
Die Nachfragen Reichelts an Ströbele, sie wissen doch wie der BND mit der NSA zusammenarbeitet, beantwortet Ströbele konsequent nicht. Er weiß warum.

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glen13 08.11.2013, 12:44
17.

Zitat von sysop
Eigentlich sollte Hans-Christian Ströbele der Star bei Reinhold Beckmanns Talk über Edward Snowden sein. Doch ein "Bild"-Reporter stahl dem Grünen-Politiker die Show - mit wunderlichen Thesen über "Leute, die in Berlin Busse in die Luft sprengen wollen".
Im Grunde hat der "Bild - Mann" nur das gesagt, was unsere Kanzlerin, unsere Regierung, die meisten Oppositionsmitglieder und die amerikanische Regierung auch sagen. Eigentlich sind ja, wenn man Spon glaubt, alle schlecht, außer Ströbele.
Es ist auch von Spon ziemlich billig, eine komplette Talkshow auf Sprüche eines 33-jährigen "Bild - Mannes" zu reduzieren.

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ralfbraun 08.11.2013, 12:44
18. Denunziant

Zitat von P.Delalande
In der Tat konnte man sich bei "Bild"-Chefreporter Julian Reichelt des Eindrucks nicht erwehren, einem geistig verwirrten Menschen zuzuhören. Hat bei Springer nur noch niemand bemerkt, dass der junge Mann mit seiner Aufgabe wie es scheint vollkommen überfordert ist, oder legt man dort etwa Wert darauf sich lächerlich zu machen?
Was sie machen ist jemanden zu denunzieren, der eine andere Meinung sehr gut begründen kann. Ein schöner Demokrat sind sie.

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s.4mcro 08.11.2013, 12:47
19. Ablenkung

...einfach wieder (!) die Person in den Fokus rücken, nicht den Sachverhalt. Hat ja zu Beginn schon funktioniert... Ich für meinen Teil bin sehr auf zukünftige Enthüllungen gespannt, denn Ed weiß scho was er wann zu enthüllen hat, sonst wäre schon jeder dieser öffentlichen Diskussion überdrüssig.
Und der Eid-Vergleich ist wirklich der Hohn - ich erinnere an den Eid, den unsere Politiker so dreist einfach ignorieren.

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