Forum: Kultur
Ströbele bei "Beckmann": Geliebter Whistleblower
REUTERS

Eigentlich sollte Hans-Christian Ströbele der Star bei Reinhold Beckmanns Talk über Edward Snowden sein. Doch ein "Bild"-Reporter stahl dem Grünen-Politiker die Show - mit wunderlichen Thesen über "Leute, die in Berlin Busse in die Luft sprengen wollen".

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ralfbraun 08.11.2013, 12:50
20. Reichelt hat Recht

Zitat von kontinuität
Empfand Julian Reichelt von Bild in seinen bizarren Verdrehtheiten und Hergeholtheiten wie einen Avatar, der sich aus den Studiokulissen heraus als notwendiger Opponent für die Sendung materialisiert hatte und fast echt aussah.
Reichelt hat mit seinen Hinweisen - die NSA hat kein US-Recht gebrochen, wie Snowden kühn behauptet, die NSA hat auch Terroranschläge gegen Deutschland verhindert, Ströbele weiß davon als Mitglied im PKGr, die ganze Offenlegung nutzt den Terroristen, der BND kooperiert sehr eng mit der NSA, der BND macht im Ausland im Grundsatz genau das Gleiche wie die NSA und die CIA, und Ströbele weiß auch das seit langem - völlig Recht. Diejenigen, die die vorgenannten Fakten bestreiten, verweigern sich der Realität.

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Currie Wurst 08.11.2013, 12:57
21. ...

Zitat von rewerb
und angeblich schon seit Jahren in Büchern steht, warum regt sich der Bild-Redakteur dann so auf? Dann brauchen Terroristen Hernn Snowden ja gar nicht, um in Erfahrung zu bringen, wie sie überwacht werden? Und wieso hat Herr Snowden dann in Hernn Reichels Augen überhaupt Geheimnisverrat begangen???
Ich finde es auch immer toll, wenn einer Argumente vorträgt, die sich viel besser gegen ihn selbst wenden lassen als alles andere.
Und immerhin wissen wir jetzt alle, was Herr Reichelt isst, da man anders als bei Snowden bei ihm vom Gesagten Rückschlüsse auf die Mahlzeiten ziehen kann: ein ordentlicher Happen BSE-Fleisch wird dabei gewesen sein.

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P.Delalande 08.11.2013, 13:03
22.

Was sie machen ist jemanden zu denunzieren, der eine andere Meinung sehr gut begründen kann. Ein schöner Demokrat sind sie. Wie sollte das wohl gehen, jemanden zu denunzieren, der seinen geistigen Durchfall in aller Öffentlichkeit zum Besten gibt?

Btw.: weder konnte Reichelt seine Meinung "sehr gut begründen", ganz im Gegenteil, er ist jegliche schlüssige Begründung schuldig geblieben, was insgesamt wiederum die Frage in den Raum stellt, ob Herr Reichelt nur auswendig gelernte Argumente aufsagen konnte deren Sinn er in Wirklichkeit gar nicht verstand; noch ist es undemokratisch auf den verwirrten Eindruck zu verweisen, den Herr Reichelt, ebenfalls in aller Öffentlichkeit, hinterlassen hat.

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4711_please 08.11.2013, 13:03
23. Es handelt sich um Rechtsbrüche in Deutschland

Reichelt hat bloß den teuflischen Anwalt der USA gespielt, und dabei die enormen Brüche in seiner Argumentation camoufliert. Man kann die deutsche Rechtsrealität ja nicht einfach ausblenden und sagen, wenn es sie in den USA nicht bzw. nur auf die eigene Regierung bezogen gibt dann gibt es sie hier halt auch nicht. Dabei ist jedem eh klar, dass die Regierung der USA in Snowden einen Verräter sehen, der bestraft werden sollte wie Mannings.

Snowden ist ein Spion, der zu uns übergelaufen ist, nicht zu Putin. So sehen es viele, und wenn die USA Snowden bestrafen, dann wird das in Deutschland - übrigens ebenso wie in den USA selbst - als eine Art Martyrium der Aufrechten gesehen.

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westin 08.11.2013, 13:04
24. Zusätzliche Erkenntnis dieser Sendung

Die ganze Ausspähung beruht auf dem "Patriot Act",
der in den USA von einigen Richtern sogar als verfassungswidrig eingestüft wird.
Das war meine zusätzliche Erkenntnis dieser Sendung

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m a x l i 08.11.2013, 13:04
25. Handy weggeworfen

Zitat von BILD
"Snowden ist dafür verantwortlich, dass jeder Terrorist der Welt in den letzten Tagen sein Handy weggeworfen, seine E-Mail-Adresse abgeschaltet hat."
Aha, soll wohl heißen, die Geheimdienste können dank Snowden Ihren Job nicht mehr ausüben und sind überflüssig geworden. Um die Bürger nicht mit Geldverschwendung zu belasten, sollten sie jetzt einpacken, dicht machen und nach Hause gehen. Hat sich der besorgte BILD-Reporter auch in dieser Richtung geäußert? Wenn nein - warum nicht?

Zitat von
"Bild"-Mann Reichelt: Weil Snowden einen Eid geleistet habe, "dass er keine geheimen Infos weitergibt", müsse er nun mal jetzt in den USA vor Gericht.[...]dass das, was Snowden enthüllt habe, schon seit Jahren in US-amerikanischen Büchern stünde,
Oh? Warum haben die Terroristen ihre Handys nicht schon vor Jahren weggeworfen? Gehören die Autoren/Herausgeber der Bücher auch vor Gericht? Wie kann etwas geheim sein, was jeder seit Jahren in Büchern nachlesen kann? Fragen über Fragen... Und noch eine Frage: Haben die Schnüffelexperten wirklich geglaubt, dass unsere Bundesmutti sich eines Tages mit einer Sprengstoffweste ins Weiße Haus einschmuggelt? Ist sie es etwa, die da irgendwas plant - mit Bussen in Berlin und so?

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stefan7777 08.11.2013, 13:07
26. destruktiv/zerstörerisch gegen vertrauensvoll/optmistisch

Zitat von peter.stein
das der journalistische Konflikt zwischen Bild und Spiegel nun auch auf andere Medien greift. Unabhängig von dieser Zwischenepisode, ist das Thema extrem komplex und der üblichen Schwarz-Weiß-Malerei nicht zugänglich. Tatsache ist, sollte es in.....
Pendel hin oder her, das ist doch keine Tagesfrage die Morgen wieder durch krumme Gurken in den Nachrichten verdrängt wird! Eher ist es doch eine Frage ob eine eher Humanistische Sichtweise und Entscheidungen unsere langfristige Zukunft prägt -> Also eine optimistische Einschätzung der Fähigkeit der Menschheit, um zu einer besseren Existenzform zu finden, Einsicht und Vertrauen. Oder eben die amerikanische Sichtweise -> Jeder gegen jeden und wir nur für uns, Ichbezogen, Misstrauen, Rache, dauernder Kampf, schwarz-weiß, Macht mit Angst als Werkzeug. Extrem deutlich macht diesen Gegensatz seit Jahrzehnten die israelische Politik.

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Trollfrühstücker 08.11.2013, 13:09
27. ich hab's gesehen

Nach langer Zeit habe ich zum ersten Mal wieder Beckmann gesehen.

Der sogenannte "Bild"-"Chefreporter" ist wirklich eine Schande - selbst für "BILD". Dieser Verschwörungstheoretiker wäre sogar Axel Springer persönlich peinlich gewesen. Die Anhäufung von journalistischer Inkompetenz, Bösartigkeit und Dummheit setzt wahrlich neue Maßstäbe.

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Scriptmaster 08.11.2013, 13:10
28. Julian Reichelt...

...kann nicht dafür. Er selbst ist ein gewissenloser Hetzer, der mangels Zeitungen wie "Der Stürmer" in Deutschland zum immerhin naheliegendsten Hetzblatt gegangen ist. Dort macht er dann das, was Springer ihm vorgibt. Und das ist, der Regierung nach dem Mund zu reden, damit wieder schöne neue Springergesetze geschaffen werden (Stichwort Leistungsschutzrecht). So weit, so banal. Viel interessanter wäre nun, zu erfahren, warum unsere Regierung das Thema unbedingt klein halten will. Denn außer dem persönlichen Furor wegen ihres abgehörten Parteihandys sehe ich keine Reaktion der Regierung.

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ralfbraun 08.11.2013, 13:11
29. Reichelts Thesen sind nicht wunderlich, sondern richtig.

Das ist wieder ganz typisch für den Spiegel, jemanden mit einer abweichenden Meinung, wie Herrn Reichelt, mit haltlosen Chrakterisierungen - "wunderliche Thesen" - zu denunzieren. Die These, dass die Offenlegung der NSA-Aktivitäten gerade jenen nutzt, die Anschläge auf Busse verüben wollen, ist nicht "wunderlich" sondern hat doch einen ganz realen Hintergrund! Die Sauerlandgruppe, die in Deutschland Anschläge verüben wollte, wurde von den USA aufgeklärt. Und der geplante Anschlag auf Regionalzüge mit Gasflachen ist nur durch einen technischen Fehler nicht gelungen. Und haben alle schon vergessen, welche Terrorwarnungen es noch vor zwei Jahren gab. Diese Gefahr ist doch real und nachrichtendienstliche Aufklärung ist unsere wichtigste Verteidigungslinie, diesen Gefahren zu begegnen. Wer im Bus oder in der Bahn explodiert - wie in Madrid und London - hat von seiner Privatsphäre und seinen Daten gar nichts mehr.

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