Forum: Kultur
Studie : Jeder Vierte wirft Medien Manipulation vor
DPA

Besonders Menschen an den politischen Rändern verurteilen etablierte Medien pauschal, viele vertrauen ihnen aber auch - und hier besonders dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage.

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ernstmoritzarndt 06.03.2019, 18:57
40. Differenzierte Betrachtung ist gefordert

Es kann nichts schlimmeres geben, als ein undifferenziertes Herangehen an dieses Thema, damit fördert man nur weiteres Misstrauen. Beispiel vor wenigen Tagen: Es sollten durch die Polizeibehörden in Hamburg sog. Hassverbrechen in einer Statistik erfasst werden. In einer örtlichen Tageszeitung wurde im Ergebnis nur von rechten Hassverbrechen berichtet, die "linken" Verbrechen dieser Couleur wurden fast gar nicht, auf jeden Fall kaum identifiziertbar angesprochen, dabei gibt es gerade hier in Hamburg aus dem linken Untergrund, häufig von Indymedia angestachelt bzw. beklatscht eine ganze Reihe derartiger Verbrechen. Es ist an der Zeit, daß Journalisten den Wahrheitsgehalt dessen, was sie berichten wieder genauer unter die Lupe nehmen. Das fehlt im Augenblick ein wenig, insbesondere wenn man wieder einmal irgendeinem Hype folgt.

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frechwieoskar 06.03.2019, 19:06
41. medienkompetenz

das problem sind nicht die medien, sondern die nutzer der medien. denen ist eine fundierte medienkompetenz abhanden gekommen.

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ronald1952 06.03.2019, 19:10
42. Wenn ich den Jounalisten

nicht mehr trauen würde, (außer der Bild Zeitung) dann brauchte ich keine Zeitungen mehr zu lesen oder Kommentare im Forum zu schreiben. ich denke sogar das wir noch ein Land sind in dem Journalisten zu trauen ist. das mit der Lügenpresse ist für mich Rechtspopulismus pur. Also nichts worüber man eine Diskussion anstreben sollte.
schönen Tag noch,

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dasAndi 06.03.2019, 19:20
43. Ich vertrau dem Spiegel

Ich vertrau dem Spiegel. In all den Jahren hat er mich gut informiert. Eine weitere wichtige Informationsquelle ist für mich das ZDF. Die ARD hat in meinen Augen deutlich nachgelassen. Kein Vertrauen hab ich zu den Privatsendern, Focus, Wikipedia, und allen Publikationen vom Axel Springer Verlag.

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frank.huebner 06.03.2019, 19:22
44. Subjektiv nicht neutral

Gerade im letzten Quartal 2015 war die Berichterstattung nicht objektiv, sondern absolut subjektiv. Es durften keine Beiträge über Probleme und Gefahren der Zuwanderung berichtet werden. Ob das von "oben" vorgegeben war oder vielmehr individuell von den Verlagen und Journalisten ist eine andere Sache. Aus dieser Zeit rührt hauptsächlich das Misstraßen gegenüber den Medien her. Auch die sehr einseitige Berichterstattung über Feinstaub, Parteiprogramme etc, ohne beide Seiten genau zu beleuchten,tut der Sache kein Gefallen. Im SPiegel kann man die kritischen Berichte zur Feinstaubpanik an einer Hand abzählen, sonst hat man das Gefühl, dem Verbandsblatt der DUH zu lesen. Ich selbst lese die verschiedensten Nachrichtenseiten, vom Merkur, Welt, Spiegel, Focus etc. Da muss man sich manchmal wundern, wie manche Berichte rüberkommen, wenn man die Vrofälle mit ausländischen Medien vergleicht. Ist das übertriebene political Correctness? Freiwillige Selbstkontrolle?

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charlybird 06.03.2019, 19:29
45. Tja, liebe Journalisten,

was macht man da ?
Ich persönlich finde Journalist/in ist ein ehrenwerter und auch bewundernswerter Beruf. Dass aber speziell durch das Internet, sprich Smartphone, ein vollkommen neuer Aspekt in diese Tätigkeit hineingekommen ist, ist schon eine gewaltige Wand, die kaum ein anderer Berufszweig in der Form überwinden muss.
Und innovative und dann auch gefahrvolle Reportagen sind nicht durch KlickiTickis zu ersetzen, die Frage ist die jeweilig anschließende, mit Verlaub, gestattete Verwendung.
Und wir haben immer noch Massenmeinungsmedien, die recht skrupellos und teilweise in böswilliger und meinungstendenziöser Absicht eine Stimmung erzeugen ( erzeugt haben), die zB. eben auch ein AfD ermöglicht haben, aber auch schon fast systemisch dauerhafte wichtige Probleme und Entwicklungen nur sehr peripher behandeln, weil es vielleicht Quoten-oder Auflagenkiller sind ?
Also ein bisschen ist es auch ein Schuh, den man sich selbst anziehen muss.
Trotzdem glaube ich dem aufrichtigen Journalismus, aber er durchläuft eben auch eine gesellschaftliche Trennung, die wirklich nicht immer einfach zu verstehen ist.

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az150 06.03.2019, 20:55
46. Ernst nehmen

Ich kann den Medien nur raten, diese Studienergebnisse ernst zu nehmen und die eigene Berichterstattung und Informationsbeschaffung, -verarbeitung, -bewertung und -präsentation selbstkritisch unter die Lupe zu nehmen. Dass ein Großteil der Bevölkerung den Medien misstraut, hat seinen Grund. Und dieser Grund liegt in tendenziöser Berichterstattung und vorgefassten Meinungen, die darin zum Ausdruck kommen. Grund ist aber auch schlechte Recherche, mangelnde Fachkenntnis zu den Themen der Berichterstattung, die dann aber auch nicht durch kritisches Durchdenken und Hinterfragen mit gesundem Menschenverstand (man nennt das auch Plausibilitätsprüfung) von getätigten Aussagen kompensiert werden. Wer bspw. auf SPON Artikel über Themen seines eigenen beruflichen Fachgebiets liest, stellt immer wieder mit Erschrecken die populärjournalistsche Oberflächlichkeit der Berichterstattung fest. Journalisten mit fachlicher Zusatzqualifikation für einzelne Themenbereiche sind offensichtlich Mangelware. So schwierig es auch ist: Manchmal reicht es nicht, Themen nur mit journalistischen Methoden (bspw. Interviews und Dokumentenrecherche) zu ergründen, da muss man tiefer schürfen und in die Praxis eintauchen, Dinge selbst ausprobieren, sich mit der Fachthematik und den grundsätzlichen Diskussionen darüber vertraut machen. Manchmal braucht man, um qualifiziert über Fachthemen berichten zu können ein Studium und berufliche Erfahrung im entsprechenden Fach. Was könnte helfen: Mehr Journalisten, die sich auf Fachthemen nicht nur journalistisch, sondern auch vom akademischen oder beruflichen Werdegang her spezialisieren, und regelmäßig über diese Themen berichten, auch um am Ball zu bleiben, zum Beispiel. Mehr Skeptizismus, weniger Leichtgläubigkeit, weniger Berichterstattung im Hüftschussverfahren, mehr Ojektivität und mehr Beherzigung der Überzeugung, dass J E D E R, sowohl die Feministen, als auch die Islamisten, als auch die SPD und die AFD mit dem, was er oder sie kundtut, richtig liegen kann, sei es durch Sachkenntnis oder durch Zufall. Die Welt ist vielfältig und komplex, im Großen, wie im Kleinen, es gibt nicht D E N Wähler in Deutschland, sondern mindestens 40 Millionen verschiedene, es heißt nicht "wer das Jahr 2018 erinnert", sondern " wer S I C H A N das Jahr 2018 erinnert", und Angela Merkel ist weder eine fähige Kanzlerin mit konkretem politischem Konzept, auch wenn die Forbes-Liste immer wieder stolz zitiert wird, noch eine Feministin. Sie ist eine zähe Verhandlerin, das ja, vielleicht ihre einzige Stärke - nur warum schreibt das keiner?

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urbuerger 06.03.2019, 21:42
47. Wer sich wirklich im Mediendschungel informieren will, sollte ...

... sich nicht auf einen Artikel einer Zeitung verlassen, sondern versuchen, so viele Artikel zum Thema auch aus anderen Zeitungen und Medien zu lesen und sich dann eine eigene Meinung zusammenstellen!

Jedes Medium hat das Recht so zu schreiben, wie es die eigene Ausrichtung erlaubt, weshalb man sich nicht wundern darf, dass ein Thema positiv in dem einen Artikel und Negativ in einem anderen Artikel zum gleichen Thema dargestellt wird!
Wer sich aus den Darstellungen die Fakten herauszieht, sollte sehr wohl in der Lage sein sich mit seiner eigenen Meinung oder Sicht der Dinge wieder zu finden!
Auch Journalisten sind denkende Individuen, so dass nicht jedes Wort eines Artikels von jedem Journalisten gleich bewertet werden, selbst wenn die Fakten die gleichen bleiben!
Man muss eben selbst denken und nicht irgendeinem Vorprediger folgen, der einem sagt, was man als Fakt ansehen soll und was nicht, so wie es mit größter Vorliebe von den Vorbetern der AFD gemacht wird und jeden, der sich ihnen nicht anschließt als Feind, Journalisten sogar als Feind des Volkes, betiteln!!!

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wjb27 06.03.2019, 22:35
48. Schön gesagt

Zitat von urbuerger
... sich nicht auf einen Artikel einer Zeitung verlassen, sondern versuchen, so viele Artikel zum Thema auch aus anderen Zeitungen und Medien zu lesen und sich dann eine eigene Meinung zusammenstellen! Jedes Medium hat das Recht so zu schreiben, wie es die eigene Ausrichtung erlaubt, weshalb man sich nicht wundern darf, dass ein Thema positiv in dem einen Artikel und Negativ in einem anderen Artikel zum gleichen Thema dargestellt wird! Wer sich aus den Darstellungen die Fakten herauszieht, sollte sehr wohl in der Lage sein sich mit seiner eigenen Meinung oder Sicht der Dinge wieder zu finden! Auch Journalisten sind denkende Individuen, so dass nicht jedes Wort eines Artikels von jedem Journalisten gleich bewertet werden, selbst wenn die Fakten die gleichen bleiben! Man muss eben selbst denken und nicht irgendeinem Vorprediger folgen, der einem sagt, was man als Fakt ansehen soll und was nicht, so wie es mit größter Vorliebe von den Vorbetern der AFD gemacht wird und jeden, der sich ihnen nicht anschließt als Feind, Journalisten sogar als Feind des Volkes, betiteln!!!
Also soll der Maurer sich nach Feierabend hinsetzen und die Presse studieren. Oder darf er das wie die aus Steuermitteln bezahlte selbst ernannte Intelligenz während der Arbeitszeit?

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irrenderstreiter 07.03.2019, 00:33
49.

Zitat von muellerthomas
Aha, es gibt also viele Beispiele aber als einziges nennen Sie eine Meldung des Bundestages, also gerade nicht von einem privaten Medienunternehmen?
Stellen Sie sich nicht dümmer als Sie sind, in meinem Beispiel ging es darum, welche Medien diese im Kontext sehr wichtige Meldung gebracht haben und welche nicht.

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