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Studien zur Empfänglichkeit für rechte Politik: Wo bleibt das Antivirus-Programm?
TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der Rechtsextremismus infiziert die Mitte der Gesellschaft. Leider haben unsere Politiker offenbar wenig Lust darauf, sich mit diesem Problem zu beschäftigen.

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fcl1k 04.05.2019, 14:49
1.

Tut mir Leid, aber die Studie war einfach nur Abfall.
Es wurde nicht mit dem Ziel herangegangen, wissenschaftlich eine Fragestellung zu lösen, sondern Möglichst Ideologiegefällige Schlagzeilen abliefern zu können. Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass wer die vollen 300 Seiten gelesen hat und in der Realität lebt, diese "Studie" und die darauf aufbauende Berichterstattung ernst nehmen kann.

Anstatt die Mitte als rechtsextrem zu bezeichnen und sich zu fragen, warum denn die Deutschen so böse Rechte werde, sollte man viel eher mal etwas introspektive selbstkritik üben und nachdenken, ob man nicht vielleicht selbst so weit links gerutscht ist, dass die breite Masse auf einmal rechts wirkt.

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ratloserleser 04.05.2019, 15:01
2. Ach, Frau Atamann...

"Ich kann nicht beurteilen, ob die Studie methodische Schwächen hat. Empirische Forschung ist komplex und kritische Nachfragen sind immer berechtigt."

Sollte es nicht Ihre Aufgabe sein, als Journalistin der "Neuen deutschen Medienmacher", gerade dies zu hinterfragen (Stichwort: Recherche) und sollte es nicht zu der Mindestanforderung eines Journalisten gehören Suggestivfragen von offenen Fragen zu unterscheiden? Auch sollte Ihnen bekannt sein, dass die Formulierung der Fragestellung durchaus zu einem "gewünschten" Ergebnis führen kann, aber das scheint Sie ja nicht zu interessieren, denn Ihr Artikel ist als "Meinung" deklariert, also nur als Ausdruck Ihrer Befindlichkeit, ohne journalistischen Grundansprüchen genügen zu müssen. Meinungen gibt es verschiedene, aber ohne fundierte Kenntnisse und Argumentation, ist eine wie die andere nur Bullshit! Ich empfehle Ihnen, mit journalistischen Grüssen, noch einmal das Grundstudium zu wiederholen, oder sich zumindest auf die Aufgaben des Journalismus zu besinnen.

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cato. 04.05.2019, 15:01
3.

//Im Vorwort steht, "dass rechtsextreme, -populistische und demokratiefeindliche Einstellungen und Tendenzen in der Mitte tief verwurzelt sind".//

Das Vorwort und die Studie selbst sagt alles über die Autoren und leider so gut wie nichts über ihr Untersuchungsobjekt aus. Was diese Leute für extrem rechts halten, war der Konsens der alten Bundesrepublik bis in die 00er Jahre hinein.

Die Studie ist nicht nur ideologisch massiv aufgeladen, sondern auch handwerklich eine absolute Katastrophe. Oder anders formuliert, die Autoren sind keine Experten, sondern vertauen ihren Gefühlen so sehr, dass sie ihre Datenbasis manipulieren, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen.

//Ich kann nicht beurteilen, ob die Studie methodische Schwächen hat. Empirische Forschung ist komplex //

Nun so komplex ist es jetzt auch nicht und ein einfaches Telefonat mit einem Professor für Sozialwissenschaften oder sonstigen allgemein anerkannten Experten für das Handwerkliche (und zwar egal welchen in der gesamten westlichen Welt - der bereit wäre sich die Studie mal kurz anzusehen) hätte diese Frage beantworten können und dem Artikel die notwendige Expertise geben können.

PS: Der Antivirus ist ganz einfach gefunden, löst das Problem, dann verschwinden die Leute, die ihre politische Existenz auf der Benennung eben dieses Problems aufbauen. Nur fehlt dazu eben der politische Wille.

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Lykanthrop_ 04.05.2019, 15:04
4.

Analyse so mittel OK.
Antiviren Programm - Fehlanzeige.
Frau Ataman hat auch kein Plan.

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Hukowski 04.05.2019, 15:07
5. Einfache Antwort:

Die Deutschen vertragen eine gewisse "Größe" nicht.
Nach den Verbrechen der Nazizeit wurde D.land geteilt. Die zivilisierte Welt wusste schon warum. Und die Gründe existieren immer noch.
Kaum hat man die Teilung zurückgenommen, ging es wieder los.

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mueller1 04.05.2019, 15:07
6. Typisch SpOn

Rechte werden als Viren diffamiert, welche die Mitte der Gesellschaft infizieren - geschmackloser geht's es kaum. Dieses Rechte-Bashing unterscheidet sich kaum von der Hexenjagd gegen Linke in den 90ern und Nullerjahren (erinnert sich noch jemand an die Rote Socken- und StaSi-Kampagnen?).
Damals hatte ich PDS gewählt, aus ähnlichen Gründen wähle ich heute AfD.

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sozialismusfürreiche 04.05.2019, 15:18
7. danke! Seit 3 Jahren hatte ich genau dieses Gefühl

Danke! Seit 3 Jahren hatte ich genau dieses Gefühl und habe das auch zu Bekannten artikuliert. Die Konsequenz? Diejenigen, die sich angesprochen fühlten haben sich anschliessend von mir distanziert. Anschließend haben sie sich weiter radikalisiert. Sie wollen es einfach nicht wahrhaben.

Und die Kommentare, die hier gleich kommen, werden ganz genau das gleiche Problem haben.

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velbart 04.05.2019, 15:19
8. Die

Autorin verwechselt Ursache und Wirkung auf eine bedenkliche Weise. Aber natürlich darf man die Politik und die Regierung nicht kritisieren, nur die Folgen; und selbst die nur, wenn sie die Wahrheit zutage treten lassen könnte.

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klardenkendermensch 04.05.2019, 15:19
9. Jeder Einzelne/Wähler ist entscheidend

Es muss endlich viel deutlicher angesprochen werden, dass die rechten Hetzer und Populisten von AfD, Pegida etc. eben keine Lösungen für unsere aktuellen Probleme, wie Klimaschutz, alternde Gesellschaft, gerechtere Vermögensverteilung, europäische Integration, etc. haben, sondern ganz im Gegenteil mit Lügen, Hetze, Manipulationen und Leugnen von wissenschaftlichen Erkenntnissen unsere Zukunft, unsere Demokratie, unsere freiheitliche Rechtsordnung und damit uns alle langfristig gefährden und ins Verderben führen würden. Unsere globalisierte Welt ist so komplex geworden, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Die Flüchtlinge sind eben nicht an allem Schuld, ganz im Gegenteil sie eine Herausforderung und können bei guter Integration sogar eine Chance sein, genauso wie das Leugnen des bereits vorhandenen Klimawandels in eine Katastrophe für uns, unsere Kinder und Kindeskinder münden wird und für die europäische Integration gibt es für uns Europäer eben keine Alternative, wenn wir in absehbarer Zeit nicht von der politischen Weltbühne verschwinden wollen und den Vorgaben der verbleibenden Weltmächte mehr oder weniger schutzlos, insbesondere von Russland und China ausgesetzt sein wollen.
Dies alles müssen die etablierten, demokratischen Parteien wirklich deutlicher und ohne Rücksicht auf vermeindliche Befindlichkeiten von möglichen fehlgeleiteten Wählern am rechten Rand ansprechen und nicht diesen rechten Parolen hinterherlaufen. Es liegt dann aber an jedem Einzelnen, jedem Wähler zu erkennen, was für eine Sünde er gegenüber den kommenden Generationen begehen würde diesen Rechtspopulisten der AfD und Konsorten seine Stimme zu geben und wie er/sie sich dann vor ihren Kindern dafür rechtfertigen will, nach der Geschichte des 20. Jahrhunderts wieder auf solche Menschverächter und politischen Rattenfängern hereingefallen zu sein.

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