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Studien zur Empfänglichkeit für rechte Politik: Wo bleibt das Antivirus-Programm?
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Der Rechtsextremismus infiziert die Mitte der Gesellschaft. Leider haben unsere Politiker offenbar wenig Lust darauf, sich mit diesem Problem zu beschäftigen.

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bestrosi 04.05.2019, 15:40
20. Widerspruch

Wer Rechtsextreme bekämpfen will, muss zunächst Rechte akzeptieren (oder wenigstens tolerieren) wollen. "Härtere Flüchtlingspolitik" und Abschiebungen sind nicht radikal, sondern legitim. Und die Demokratie in Dtl ist weit entfernt davon, ernsthaft bedroht zu sein.

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user124816 04.05.2019, 15:41
21.

Die Frage die sich jeder stellen muss ist, "Warum bin ICH kein Rechter?".
Was hätte ICH durchmachen müssen um "rechtes Gedankengut" gut zu finden?
Wenn man verhindert das Menschen bestimmte Dinge nicht durchleben müssen, werden sie keine Nationalisten - Das ist zumindest meine Meinung.

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mwroer 04.05.2019, 15:42
22.

Ich habe mir die Studie zu Gemüte geführt. In weiten Teilen ist diese Studie keine Studie sondern schlicht und ergreifend Mist. Okay - kann man mit leben, es gibt zig Studien zu dem Thema. Mal besser, mal schlechter.

Diese Studie ist keine Studie sondern wurde ziemlich offen dafür konzipiert ein gewünschtes Ergebnis zu liefern. Das ist bedauernswert weil ... warum nicht einfach irgendwas behaupten? Spart Geld, spart Zeit.

Ich denke Ihr Deutschen habt 2 grundlegende Probleme:

a) Die 'Nazi-Keule' wurde bis zum erbrechen benutzt und die Hälfte der Zeit völlig ungerechtfertigt.

b) Der 'Kampf gegen den Rechtsextremismus' ist bei Euch - auch unter den Linken - kein Kampf gegen die Ursachen des Rechtsextremismus sondern viel mehr ein Kampf um die Deutungshoheit 'Was ist Rechtsextremismus, wer ist Nazi'.

Das muss sich ändern. Denn das ewige Gezeter um die Deutungshoheit von Begriffen, ohne sich je auf die Ursachen zu konzentrieren, ist so typisch 'Politik' und/oder 'Journalismus' dass es bei vielen Menschen mittlerweile nur noch eins auslöst:

Totales Desinteresse. Was verständlich ist, mich langweilt der Hang von Euch Deutschen zur Selbstkasteiung mittlerweile auch nur noch.

schöne Grüße aus den Niederlanden

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pink15 04.05.2019, 15:47
23. Wir brauchen

rechte Theorien und Ideologien als wichtigen Gegenpart zu linken Theorien. So wie man momentan Kühnerts Forderungen nach Enteignung diskutiert, sollten auch rechte Theorien ernsthaft diskutiert werden. Eine Tabuisierung in diesem Bereich ist ein Denkverbot, das einer stabilen Demokratie unwürdig ist. Und wenn dann Linke und Rechte gleichermaßen ihre Programme zur Abstimmung gestellt haben, entscheidet der Wähler. Wer im Vorwege schon verhindern will, dass politische und gesellschaftliche Programme und Entwürfe zur Debatte gestellt werden, stellt sich außerhalb des demokratischen Spektrums.

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gatsue 04.05.2019, 15:49
24. Falsch!

Die Mitte driftet nicht nach rechts, ihr driftet nach links. Plötzlich wird eine Ideologie wieder hoffähig, die 80 Millionen Menschen auf dem Gewissen hat! Kühnert kann sich gerne als Marxist outen, dann müssen wir ihn auch als Apologeten des Massenmodes outen, den seine ideologie zu verantworten hat. Jeden Münze hat zwei Seiten. Grausamkeit ist die zweite Seite des Marxismus.

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lars-s. 04.05.2019, 15:51
25. Fleischhauer

hat’s vor einigen Tagen erst beschrieben. Lustigerweise genau so, wie hier jetzt erneut geschehen. Ein Dauerempörter/Berufsopfer empört sich, beleidigt en Passant pauschal die Hälfte unserer Mitbürger und viele Angesprochene reagieren mit Trotz. Das ich den Titel Dauerempörter/Berufsopfer benutze, zeigt auch schön auf welcher Seite ich stehe. Ihr bewegt nichts Sinnvolles, spaltet, von Dialog keine Spur. Ihr seid einfach nur noch nervig.

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Actionscript 04.05.2019, 15:57
26. Die Studie bekommt Rückhalt, wenn...

..man sich Umfragen ansieht. In der ZDF Sendung "Wir Deutschen und die Demokratie" zum 100. Jahrestag von Weimar und 70. Jahrestag der BRD wurden Umfragen gezeigt. 50% der Deutschen sind mit der Demokratie wie zur Zeit nicht zufrieden, 8% wollen eine Diktatur, 11% einen Führer und 20% eine einzige starke Partei als Verkörperung der Volksgemeinschaft. Das ist nicht Rand sondern betrifft auch die Mitte, die wenn man sich zB die Mitte Parteien wie CDU/CSU ansieht, die gerade, was Asyl und Migranten Politik angeht, einen Rechtsrutsch machen. Denn das wird ja hier unter "rechts" verstanden.

Noch schlimmer ist es offensichtlich in anderen Ländern wie Österreich, Italien und den USA, um nur einige zu nennen, wo weite Teile der Bevölkerung Rechtsextreme gewählt haben.

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rob33 04.05.2019, 16:00
27. Vollkommen ideologisch und falsch

Wenn man eine geordnete Migrationspolitik und bewachte Grenzen fordert ist man schon rechts, geht's eigentlich noch ? Wer die hohe Anzahl von Nichtasylberechtigten kritisiert, ist noch lange kein Ausländerfeind.

Vorurteile oder Vorbehalte sind normal und nicht gleichbedeutend mit Rassismus oder Unmenschlichkeit.
Da werden Menschen von einer SPD nahen Stiftung diskreditiert.
In der schweizerischen NZZ findet sich zu diesem Irrsinn ein Kommentar der die Farce sehr gut beschreibt
https://www.nzz.ch/international/deutschland/der-andere-blick-sind-die-deutschen-menschenfeinde-ld.1479201

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Sachalin 04.05.2019, 16:01
28. Gouverner

Extremismus, egal welcher couleur, entsteht immer in einem bestimmten polititschen Umfeld. Dieses Umfeld wurde immer in den Jahrzehnten vor dem Entstehen des sog. "Extremismus" durch die Macht habenden Parteien und Personen gestaltet. Wenn nun "Extremismus" entstanden ist, haben die Parteien und Personen zuvor über mehrere Legislaturen hinweg etwas grundsätzlich falsch gemacht. Andernfalls wäre kein Boden für sog. "Extremismus" entstanden. Das sog. "Fehlgeleitete", die "falschen Gedanken", Ziele und alles was sog. "Extremismus" ausmacht und nach sich zieht, ist immer die Folge einer Politik. Und zwar die Folge einer Politik, welche ihre eigenen Auswirkungen auf Gesellschaftsschichten, Personen, Minderheiten, Mehrheiten, Interessen (auch partikulare)...was auch immer, nicht vorausgesehen, nicht ernst genommen hat. Extremismus ist immer die Folge vorherigen krassen Versagens der Politik. Denn: "Gouverner c'est prévoir." Unter wirklichen Staatsleuten entsteht kein Extremismus. Der Erfolg der AfD und des ungelernten Studienabbrechers mit Penälerfantasien ist der Spiegel, welcher den Politikern der letzten 20-30 Jahre vorgehalten wird. Sie haben nicht vorausgesehen, sie haben versagt. Aber natürlich in die andern Schuld, das sind sie in der Politik immer.

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seeberger.h 04.05.2019, 16:02
29. Hase im Pfeffer

"Dabei vernachlässigen wir das eigentliche Thema der Stunde: die Bedrohung unserer Demokratie. Das anzuerkennen, wäre ein erster, hilfreicher Schritt."

Seit der inoffiziellen Einführung der "marktkonformen Demokratie" à la Merkel, seit der Umgestaltung des Landes 2015 f.f. empfinden ein paar mehr Menschen als vorher "unsere Demokratie" (wessen eigentlich?) leider eher als Bedrohung. Der Kampf gegen Rechts ist die Bekämpfung der Symptome bei gleichzeitigem Beibehalten der Ursachen. In aller Regel führt solche Politik nicht zu Verbesserungen.
Dazu passt dann natürlich eine Studie, die zwar etwas feststellt, aber sich mit unangenehmen Themen wie Ursachen nicht abgibt.

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