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Studien zur Empfänglichkeit für rechte Politik: Wo bleibt das Antivirus-Programm?
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Der Rechtsextremismus infiziert die Mitte der Gesellschaft. Leider haben unsere Politiker offenbar wenig Lust darauf, sich mit diesem Problem zu beschäftigen.

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decathlone 04.05.2019, 16:47
40. Der Frust mit den Sozialwissenschaften...

Sie kommen uns mit ein paar Tagen Verspätung mit dieser Studie und versuchen sich dann an einer Definition der Mitte, um dann gleich zur Pathologie der AfD überzuschwenken. Da ist nichts messbar oder erklärbar. Leute wie Frau Storch sind nur braun und wirr. Ich kenne nicht so viele Nazis und weiss auch nicht, ob mein Bekanntenkreis zur Mitte gehört. Ich habe subjektiv nicht den Eindruck, dass die Deutschen sehr 'Nazi' oder 'Adolf' sind. (Ich war in Ländern, wo ich den Eindruck hatte, man ist mehr 'Nazi'... ) Alles nicht wissenschaftlich. Aber soziologische Studien sind das auch oft nicht. (Eine Bekannte, die statistische Methodik unterrichtet, hat immer wieder darüber geklagt, wie schlecht viele ihrer Kollegen ihr Handwerkszeug beherrschen. Und da reden wir nur davon, dass die reinen Ergebnisse statistisch nicht valide sind etc. Wir haben uns noch nicht darüber unterhalten, ob die Fragen vielleicht suggestiv sind und ob man aus der Antwort A den Rückschluss B ziehen darf, also ein (Vor)Urteil zulässig ist...

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bretone 04.05.2019, 16:47
41. @batcat25: ebendies ...

... ist mit „fremdenfeindlichen Parolen“ gemeint, was Sie da gerade abgesondert haben. Widerlich, je gar ekelhaft und zum Kotzen! Frau Ataman hat das gleiche Anrecht auf ihren Platz in der Gesellschaft wie Sie in haben - sie jedoch spricht ihn niemandem ab, und damit haben Sie sich soeben als grundrechtsfeindlich geoutet. Und die Gesinnung hinter Ihren Worten ist gelinde gesagt zutiefst ... braun!

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De facto 04.05.2019, 16:54
42. Politik hat Konsequenzen

Manchmal hat man das Gefühl dass die Politiker vergessen warum ein AfD heute da ist: ohne Eurokrise kein AfD-Lücke, ohne Flüchtlingskrise kein AfD-Petry - klingt vielleicht ein wenig plakativ aber es ist so.

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Das Pferd 04.05.2019, 17:07
43.

Zitat von danubius
Ist jeder, der konservative Wertvorstellungen hat, grundsätzlich politisch rechts? .........................
im Prinzip ja. Der Begriff kommt ja von der frz. Nationalversammlung. Und da saßen halt rechts die königstreuen, also die, die an der vorherigen Ordnung fest halten wollen.
Üblicherweise bezeichnet man eine Politik, die eher am bestehenden festhalten will, als rechts. Dummerweise zuweilen auch Strömungen, die die Gesellschaft völlig verändern wollen.

Der Begriff ist also extrem kontextabhängig, und meiner Meinung nach überhaupt nicht für eine sachliche politische Diskussion geeignet.

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k70-ingo 04.05.2019, 17:08
44.

Zitat von bestrosi
Wer Rechtsextreme bekämpfen will, muss zunächst Rechte akzeptieren (oder wenigstens tolerieren) wollen. "Härtere Flüchtlingspolitik" und Abschiebungen sind nicht radikal, sondern legitim. Und die Demokratie in Dtl ist weit entfernt davon, ernsthaft bedroht zu sein.
Nö, das muß man nicht.

Von Franz-Josef Strauß kann man halten, was man will, aber sein Umgang mit DVU und REPsen war clever: striktes Ausgrenzen, Verachten und Verächtlichmachen.
Und irgendwann waren sie weg.

So halte ich es heute in meinem beginnenden politischen Engagement auch - und kann bestätigen, daß dieses Vorgehen wirklich sinnvoll ist.
Und bekömmlich für das eigene Wohlbefinden obendrein.

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kh.groenewald 04.05.2019, 17:13
45. mueller1

Für Höcke und dem braunen Nazitrupp sind Ausländer "ein Geschwür am Volkskörper", für normaldenkende Menschen ist die AfD eben ein Virus in unserer Gesellschaft.

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Jamesteakirk 04.05.2019, 17:18
46. Diese Studie ist ein linkes Propaganda-Machwerk

In der Mitte-Studie stehen Optionen für Ja-Nein-Antworten wie:
- Ich vertraue meinem Gefühl mehr als sogenannten Experten
- Politik und Medien stecken unter einer Decke
- Bei der Bearbeitung von Asylanträgen sollte man Großzügigkeit walten lassen

Und noch viele weitere absurde und harmlose Dinge. Die Interpretation dieser Daten ist regelrecht paranoid. Das PDF kann sich jeder herunterladen. Wer diese Studie ernst nimmt, muß links sein. Die Mitte-Studie ist eine von Linken in Auftrag gegebene Studie und ein Vehikel für selbige, um die schlimme Realität weiter in Verdrängung halten zu können: Die Sozialdemokratie und die restlichen Linken haben ihre Seele an eine plumpe Gesinnungsethik verkauft.

Der "Rechtsextremismus" hat die Mitte der Gesellschaft "infiziert"? Warum nur merke ich davon nichts im Alltag? Ich bin immer wieder fassungslos, wenn ich sehe, wieviele Menschen in Deutschland wie pawlowsche Hunde auf solche "Studien" reagieren und keinerlei kritische Reflexionsfähigkeit an den Tag legen. Das müßte uns wirklich Angst machen. Das ist tatsächlich nicht die beste Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie.

Wenn Ferda Ataman in ihrer Kolumne von einem "Antivirus-Programm" spricht, weckt das nicht die besten Assoziationen. Hier werden politische Auffassungen pathologisiert. Zuletzt hatte noch Margarete Stokowski sich über Pathologisierungen beklagt. Aber na ja, lassen wir das.

Es geht doch nichts über eine dekadente Doppelmoral, mit deren Hilfe sich die Linke immer weiter von der Realität entkoppelt - und sich selbst dem Untergang näher bringt.

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NauMax 04.05.2019, 17:21
47.

Zitat von bestrosi
Wer Rechtsextreme bekämpfen will, muss zunächst Rechte akzeptieren (oder wenigstens tolerieren) wollen. "Härtere Flüchtlingspolitik" und Abschiebungen sind nicht radikal, sondern legitim. Und die Demokratie in Dtl ist weit entfernt davon, ernsthaft bedroht zu sein.
Und diese "Rechten" sollen dann auch zum Hitlergruß ansetzen, Hakenkreuzfahnen schwenken und hier und da ein kleines Progrömchen abhalten dürfen, nur um "den Ausländer" daran zu erinnern, dass er hier "Gast" ist? Es gibt keine "gemäßigte" Rechte rechts der CSU - denn das ist schon die gemäßigte Rechte. Alles darüber hinaus gleitet in den Völkisch-Nationalistischen Morast ab, der am Ende den Rassenwahn der Nazis fütterte. Und wie schnell die Demokratie passé sein kann, wenn demokratiefeindliche Strömungen ignoriert werden hat auch die jüngere Geschichte bewiesen. Ungarn z.B. erfüllt kaum noch die modernen Kriterien an einen demokratischen Rechtsstaat, da mittlerweile in Medien, Politik und Gesellschaft annähernd alles von Fidesz-Kadern gesteuert wird.

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k70-ingo 04.05.2019, 17:21
48.

Zitat von De facto
Manchmal hat man das Gefühl dass die Politiker vergessen warum ein AfD heute da ist: ohne Eurokrise kein AfD-Lücke, ohne Flüchtlingskrise kein AfD-Petry - klingt vielleicht ein wenig plakativ aber es ist so.
Jetzt ist die Eurokrise vorbei und der Flüchtlingszustrom ebenso, also verliert die AfD ihre Existenzgrundlage, zumal Merkel mittelfristig auch weg sein wird.

Ich sehe entspannt die AfD bereits auf der Spur von DVU und REPsen ins politische Nirwana segeln.
Deswegen mache ich mir auch nicht die Mühe, mich mit AfD und deren Klientel auseinanderzusetzen. Es lohnt die Mühe nicht.

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NauMax 04.05.2019, 17:30
49.

Zitat von mueller1
Es gibt durchaus Punkte, die ich an der AfD nicht ausstehen kann. Höckes Äußerung z.B. zur „Wende um 180 Grad in der Erinnerungskultur" (sinngemäß). Ja, eine stärke Abgrenzung zu Neonazis würde ich mir in der AfD auch wünschen. Aber ich halte die aktuelle Dämonisierung der AfD in Politik und Medien für eine Hexenjagd. Die AfD wird weit stärker in die Nähe von Nazis gerückt - wenn nicht gar gleichgesetzt - als dies imo der Fall ist. Erinnert sich zum Beispiel noch jemand an den Vorwurf, dass Frauke Petry auf Flüchtlinge schießen lassen wollte? Wer das Interview gelesen oder gehört hatte, musste feststellen, dass ihr das in den Mund gelegt wurde. Inzwischen wird Petry gar als Opfer einer immer stärker nach rechts triftenden AfD stilisiert. Die AfD unterscheidet sich in einigen Punkten klar vom Nationalsozialismus: Es existiert kein Führerprinzip in der Partei, sie wollen keinen Siedlungsraum im Osten schaffen, sondern bessere Beziehungen zu Rußland, sie kritisieren den Antisemitismus von Isalmisten - glaubwürdiger wäre allerdings, wenn auch Gedeon endlich aus der AfD ausgeschlossen würde -, die Co-Vorsitzende lebt offen homosexuell, ein NoGo im Nationalsozialismus. Natürlich weiß ich, dass die AfD keine Politik für mich alten, weißen Mann und Kleinbürger macht, die AfD ist an der Spitze mit Meuthen und Weidel streng marktradikal orientiert. Ähnliches gilt aber ebenso für alle im Bundestag vertrenenen Parteien. Meiner Klientel - männlich, weiß, Baby Boomer - wurden die Lasten für die dt. Einheit, Atomausstieg, Massenarbeitslosigkeit, Banken- und Eurorettung, Flüchtlinge etc. aufgebürdet, jetzt sollen wir auch noch für die sogenannte Klimarettung und die Wohnungsnot in Städten bluten, gleichzeitg wird von uns mehr Eigenverantwortung (Riester und Hartz IV) gefordert, als Dank wird uns später dafür das Rentenniveau gesenkt - falls ich meine Rente aufgrund späterem Eintrittsalter je erleben sollte. Nein, verraten werde ich von Allen, deshalb ist es egal wen ich wähle, aber die Hexenjagd gegen die AfD ist Grund genug, sie zu wählen.
Sie unterstützen also willentlich eine Partei, die mittlerweile in vielen Punkten auf einer Linie mit Neonazis steht, von Neonazis durchsetzt ist und deren Mitglieder sich kaum noch anders äußern als Neonazis, gleichzeitig aber genau das praktizieren, was sie den "Altparteien" in ihrer Propaganda vorwerfen (namentlich Korruption und Betrug - gegen annähernd 10% aller Parteimitglieder läuft gegenwärtig ein Strafverfahren)? Dann sind Sie Teil des Problems! Dieses ganze Herumgeeiere von Ihrer Seite ist doch Humbug: SIE UNTERSTÜTZEN NAZIS - UND DAS WISSEN SIE!

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