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Studien zur Empfänglichkeit für rechte Politik: Wo bleibt das Antivirus-Programm?
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Der Rechtsextremismus infiziert die Mitte der Gesellschaft. Leider haben unsere Politiker offenbar wenig Lust darauf, sich mit diesem Problem zu beschäftigen.

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dieter-ploetze 04.05.2019, 19:13
60. ultrarechts salonfaehig?

sehe ich wirklich nicht so. im gegensatz dazu wird ultralinks toleriert und ist eher salonfaehig. wobei meiner meinung nach beide richtungen sich in nichts nachstehen, auch gewaltmaessig nicht. daher sollten beide richtungen fairererweise auch gleich behandelt werden. warum das nicht so ist, ist mir raetselhaft. man siehts auch hier in diesem kommentar von ataman, nur gegen ultrarechts wird argumentiert. ultralinks ist eben
salonfaehig.

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bestrosi 04.05.2019, 19:25
61.

Zitat von Hukowski
F..cken für die Keuschheit. Zu durchsichtig Ihr Versuch.
Sie haben es nicht kapiert. Nochmal: Wenn Rechtsextreme und "normal" Rechte in einen Topf geworfen werden, dann freuen sich darüber die RechtsEXTREMEN. Schauen Sie nach Links: Linkspartei und Gewaltautonome "f..cken" (Ihre Diktion) für das gleiche Ziel, aber es ist klar, dass die Partei demokratisch ist, die Autonomen nicht.

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bestrosi 04.05.2019, 19:27
62.

Zitat von NauMax
Es gibt keine "gemäßigte" Rechte rechts der CSU - denn das ist schon die gemäßigte Rechte.
CSU wie CDU halte sich für "Mitte".
Q.E.D.

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quark2@mailinator.com 04.05.2019, 19:36
63.

Um bei der Analogie aus der Rechentechnik zu bleiben: Eine Antivirus-Programm wird benötigt, wenn ein Betriebssystem nicht ordentlich programmiert ist. Wäre das System in Ordnung, wäre es nicht angreifbar. Der letzte Satz gilt auch für unsere Gesellschaft. Ich konnte in den 80ern die Dissonanz zwischen Theorie und Praxis wunderbar aus der Nähe sehen. Man hat uns gesagt, unsere Gesellschaft wäre ganz toll und die Zukunft etc. 10 Jahre später war das Land weg. Nun war ich nie 100% von dem überzeugt, was so in Zeitungen steht, weder damals noch heute. Aber das die Dissonanz zwischen der schönen Theorie unserer Sozialen Marktwirtschaft und der Realität so schnell wieder so groß werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Und um nun auf Frau Ferdas Frage zu antworten: Die Politiker können das Problem nicht lösen, ohne sich sachlich der Gesellschaftskritik der Rechten zu stellen. Denn neben dem ganzen völkischen Mist gibt es dort berechtigte Kritikpunkte. Aber auf diese will man nicht eingehen, denn dann müßte man Fehler und Versagen zugeben. Also greift man statt dessen die Boten persönlich an, macht sie öffentlich unmöglich (unter tatkräftiger Mithilfe selbiger) und macht einfach mit der eigenen Politik weiter. Was dazu führt, daß sich das Problem verstärkt. Dumm und schade, aber aus meiner Sicht unausweichlich.

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lsdeep2000@aol.com 04.05.2019, 19:37
64. und nun wundern wir uns alle wieder ganz heftig!

"Wetten, dass diesen Artikel nicht viele Leute lesen? Rechtsextremismus ist ein Abtörner. Davon wollen die Leute nichts hören. Deswegen gibt es wenig Talkshows, Dokus und Filme darüber - die Quoten sind nicht gut...."
nur einmal kurz vorweg, ich habe mit dem rechten rand der politik soviel am hut wie mit dem linken...
aber natuerlich wird das irgendwann langweilig, wenn unsere "spezialkraefte" der medien das thema immer mal wieder gleichartig aufkochen. schoen waere doch einmal die ganze geschichte im globalen rahmen zu analysieren. dann stellt man sehr schnell fest, das ist kein deutsches problem... auch kein europaeisches. wenn wir mal die nazikeule im keller lassen und das ganze umtiteln auf konservative ultra-nationalisten (was es am ende ist) kommen wir der sache schon viel naeher. und den trend zum extremen (ultra) nationalismus koennen wir dann auch sehr schnell in der gesamten "zivilisierten" ersten welt wiederfinden.in europa stehen wohl polen, ungarn, italien, der balkan, viele ehemalige sowjetrepubliken, frankreich, niederlande, tuerkei sehr dicht beieinander. die usa sind auch immer gern dabei, die meisten arabischen laender haben ihre eigene form und auch israel scheint hauptsaechlich die verkehrten lehren aus der geschichte gezogen zu haben. in afrika, suedamerika etc. sind es zwar "exotische formen" dieses trends, trotzdem am ende die gleiche suppe. das fing auch nicht mit dem 3. reich an. schon vorher waren die extremen raender des politischen spektrums nicht zimperlich sich ihre ansichten gegenseitig beibringen zu wollen. ob es nun in deutschland der rotfrontkaempferbund (die fruehe antifa) und reichskorps' und wehrverbaende waren, in afrika hell gegen dunkel und zurueck, juden gegen araber, reich gegen arm... egal. die wesentlichen ursachen sind fast immer religion, der glaube etwas besser zu sein, der anreiz sich zu bereichern. die von ihnen angefuehrte "mitte" macht immer mit (mit jedem extrem) sowie sich die angst etabliert einem sozialen oder oekonomischen abstieg ausgeliefert zu werden. nur deshalb konnte es ueberhaupt passieren das ein paar millionen deutsche europa und weite teile der welt unterjocht haben. natuerlich ist es immer klasse mal schnell einen suendenbock zu haben, wenn gerade mal wieder gar nichts geht. lange waren es die juden (egal wo in europa) - fix mal ein pogrom gegen eine minderheit (woanders waren es halt christen/ weisse/ schwarze/ reiche/ arme...). die geschichte wiederholt sich staendig. die mitte dreht die fahne nach dem wind und das prekariat folgt dem demagogen ihrer wahl (rechts oder links). das kapital schuettet das geld aus wo man sich am besten vertreten fuehlt. das war einmal die nsdap (arbeiten sie das doch mal wieder auf, wo die gelder herkamen deutsche industrie, amerikanische und britische kapitalisten). die boesen nazis haben sich ja nicht selbst finanziert. und im moment treiben halt mal wieder die rechten demagogen den rest vor sich her. weil man es halt einfach besser (nicht richtig - einfach nur besser) macht mit dem emotionalspielchen.
begreifen sie vielleicht auch irgendwann...

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österreichischeschule 04.05.2019, 19:42
65. Studie ist Propaganda der schlimmen Art

Auf NDR Info und anderen Medien wurde bereits ausführlich darüber berichtet, dass die Studie mit sehr zweifelhaften Methoden durchgeführt wurde, und das die Autoren durchaus mit zweifelhaften Fragetechniken die Probanten zu Aussagen bewegt haben, derer Sie sich vermutlich gar nicht bewusst warnen. Das nun Frau Ataman auf Basis dieser mehr als fragwürdigen Daten wieder einmal gegen Deutsche hetzen darf, ist bezeichnend für das Niveau das SPON mittlerweile erreicht hat. Als Mensch der Mitte kann man sich nur noch angewidert abwenden.

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Actionscript 04.05.2019, 19:45
66. Was sie hier schreiben, trifft zB auch für...

Zitat von Pascal Meister
Womöglich sind die Kategorien links und rechts schlicht überholt. Dass die SPD serbelt und die CDU in weniger hohem Masse ebenfalls, ist durchaus der Flüchtlingskrise von 2015 geschuldet. Denn es gibt auch viele Linke, die in Sachen Einwanderung Realisten sind: Wie soll man kulturfremde und religionsfremde Einwanderer hier integrieren, wenn sie ihre Herkunftsprägung als gegenüber der westeuropäischen als überlegen ansehen? Wie soll Integration gelingen, wenn fast nur Männer kommen, welche dann selbstverständlich Frauen aus ihrer Heimatkultur heiraten wollen? Wenn diese Paare dann ihren Kindern beibringen, dass dann nur ein Partner aus ihrer Kultur oder Religion in Frage kommt. So bleibt auch die dritte Generation völlig unintegriert, wenn man von der schlichten Teilnahme am Erwerbsleben absieht. Parallelkulturen zerstören jedoch jede Gesellschaft, wenn die Zahlen zu gross werden.
...Mitbewohner jüdischen Glaubens zu abgesehen davon, dass es in einer Kultur immer noch die Ausnahme ist, einen Partner einer anderen Kultur zu heiraten. Solange die Einwanderer/Asylanten die Sprache des Landes sprechen und sich an die Gesetze halten, wo ist das Problem? Integration hat nichts damit zu tun, mit wem man liiert ist. Wer verbreitet denn solch einen Unsinn?

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alfredo24 04.05.2019, 20:01
67. Es gibt eben zu viele Probleme in Deutschland.

Frau Ataman, Sie schreiben, dass leider unsere Politiker offenbar wenig Lust darauf haben, sich mit diesem Problem des Rechtsextremismus zu beschäftigen. Nun, offenbar geht es nun tatsächlich auch einmal den Politikern so, wie es der Bevölkerung geht. Deutschland und ihre Politik haben so viele Probleme die Armut und vor allem die Altersarmut kurz- bis mittelfristig in den Griff zu bekommen, so dass sie vollkommen ausgelastet sind und nicht einmal dies ansatzweise schaffen können. Ich denke hier nur an die rasch zunehmenden Armutsrentner und Flaschensammler, an die immer stärker wachsende Wohnungsnot, die stark steigenden Mieten, der sehr schlecht und immer teurer werdende Öffentliche Nahverkehr, die Überlastung des Straßenverkehrs mit den Folgen der zunehmenden Umweltverschmutzung, den gigantischen Reparaturstau im Straßenverkehr und Schulen, der immer größer werdende Anteil der notwendigen Staatsausgaben im Sozialbereich. Die Liste könnte fast beliebig verlängert werden. Und auch dies beschäftigt die Menschen und die Politik in Deutschland.

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Tacitus73 04.05.2019, 20:01
68. Entspricht nicht der Realität

"Der Rechtsextremismus infiziert die Mitte der Gesellschaft"- eine These Atamans, die sie versäumt zu beweisen, keine Tatsache! "Leider haben unsere Politiker offenbar wenig Lust darauf, sich mit dem Problem zu beschäftigen". Vielleicht deswegen, weil es keins ist? "Davon wollen die Leute nichts hören." Könnte es daran liegen, dass Rechtsextremismus in Deutschland generell zwar schon ein Problem, aber nicht das Hauptproblem ist? Die Überpräsenz des Themas in der öffentlichen Debatte bei gleichzeitiger Vermeidung einer ernsthaften und offenen Auseinandersetzung mit den Gefahren des Islamismus, insbesondere des Salafismus in Deutschland spiegelt eben nicht die realen Verhältnisse wider: das spüren die Leute, und deswegen sind sie genervt.

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olafgasprigi 04.05.2019, 20:18
69. ja - ist man !

Zitat von rob33
Wenn man eine geordnete Migrationspolitik und bewachte Grenzen fordert ist man schon rechts, geht's eigentlich noch ? Wer die hohe Anzahl von Nichtasylberechtigten kritisiert, ist noch lange kein Ausländerfeind. Vorurteile oder Vorbehalte sind normal und nicht gleichbedeutend mit Rassismus oder Unmenschlichkeit. Da werden Menschen von einer SPD nahen Stiftung diskreditiert. In der schweizerischen NZZ findet sich zu diesem Irrsinn ein Kommentar der die Farce sehr gut beschreibt https://www.nzz.ch/international/deutschland/der-andere-blick-sind-die-deutschen-menschenfeinde-ld.1479201
Wenn man eine geordnete Migrationspolitik fordert, ohne auch nur eine entfernte Idee davon zu haben, wie man das bei voller Wahrung der Menschenrechte der Flüchtlinge (nur zur Erinnerung: Das Grundgesetz spricht nicht von Deutschenwürde, sondern von Menschenwürde. Und jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit - nicht nur Biodeutsche) bewerkstelligen kann - ja, dann ist man rechts ! Und wenn man bewachte Grenzen will, ohne einen Plan dazu zu haben, wie man sie bewachen will, ohne in letzter Konsequenz auf unbewaffnete Frauen, Männer und Kinder schießen zu lassen - dann ist man rechts ! Vorurteile und Vorbehalte (das ist nicht dasselbe !) sind menschlich, Hass und Pädophilie sind es bspw. auch. Das macht sie aber nicht normal. Wenn man seinen Vorurteilen freien Lauf läßt, sie nicht hinterfragt und sein Denken und Handeln von ihnen bestimmen läßt - dann muss man es sich eben auch gefallen lassen, als Rassist, Unmensch oder eben auch als Nazi bezeichnet zu werden. Und wenn das nächste tausendjährige Reich in Blut, Trümmern und unendlichem Leid untergegangen sein wird, werden Leute wie Sie und manch andere, die sich hier äußern, den wenigen, die dann noch leben (wenn es noch welche gibt) wieder schluchzend vorjammern, dass sie das alles nicht gedacht/gewußt/gewollt oder was auch immer gehabt haben. Ich bitte um Nachsicht für die klaren Worte, das ist sonst nicht meine Art: Aber diese Haltung widert mich an !

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