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Suhrkamp: Umbau in eine Aktiengesellschaft steht
DPA

Wie der Verlag bekanntgab, steigt die Unternehmerfamilie Ströher als neuer Aktionär ein. Suhrkamp-Chefin Unseld-Berkéwicz gibt ihr Amt ab und wechselt in den Aufsichtsrat.

Kismett 21.01.2015, 14:54
1. Die Schäden werden erheblich sein

Ich bezweifele, dass dieses Gezerre aus persönlichen Eitelkeiten -verbunden mit gerichtsnotorischen Unterschleif der Geschäftsführerin (also Betrug)- dem Renommee des Unternehmens gut getan hat.

Als seriöser Autor kann man doch seine Werke dort nicht verlegen lassen, wo es darum geht mit miesen Tricks einen Gesellschafter aus dem Unternehmen zu drängen. Denn solche Tricks werden dann auch gegen Autoren angewandt.

Als Bestseller bei Suhrkamp gelten heute schon solche Bücher wie " Isabel Allende, Amandas Suche" mit einer Auflage von 10.000. Das sehr schnell aus der Spiegel-Bestsellerliste verschwand (trotz der guten Kontakte) und nun -04/2015- nicht mehr enthalten ist.

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Nachtheinigte 21.01.2015, 15:49
2. Suhrkamp

Man kann sich über das Karlsruher Urteil nur freuen, selten aber tatsächlich hat die Vernunft (die Richter wogen Vorteile und Nachteile ab) über das Gewinnstreben eines Erben eines großen deutschen Künstlers mittels Boulevard-Massenware, mit wahrscheinlich geringem Niveau. Auch da wäre der Markt nicht so einfach, denn dort gibt es schon genug Anbieter. Und es ist eben so mit guter Literatur, man kann dort keine Rekordgewinne machen.
Die Schäden werden wohl nicht erheblich sein, denn die Suhrkamp-Autoren werden wohl eher nicht abspringen, sondern im Gegenteil andere hinzugewinnen, und der Verlag wird nachdem nun Ruhe eingekehrt ist, durch aus Autoren mit Titeln gewinnen, die größere Auflagen ermöglichen.

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wauz 21.01.2015, 20:29
3. Barbarians at the Gate

Man darf bei der ganzen Sache die Vorgeschichte nicht vergessen: Barlach gehörte zu einer Gruppe von vier Leuten, die sich mit einem juristischen Trick die Mehrheit über den Verlag sichern wollten. Diese Finte ist von deutschen Gerichten als Prozessbetrug erkannt worden. Dazu noch hatte einer der "Investoren" kein Geld. Die anderen sind auch abgesprungen - Barlach blieb. Mit mehr Schulden, als der Verlagsanteil wert war. Unglücklicherweise gehörte und gehört dieser Anteil nicht ihm selbst, sondern einer AG, die ihm gehört. Die ihrerseits aber verschuldet ist, was bedeutet, dass bei einer Liquidation nicht soviel herausgekommen wäre, wie Barlach gebraucht hätte. Wer diese Zusammenhänge kennt, wundert sich nicht mehr, dass Barlach ein solches Geschrei angefangen hat. Ein Gauner, der in der selbst gestellten Falle sitzt. So sieht das aus.

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