Forum: Kultur
Super-Produzent Don Was: Was tun, wenn Keith Richards ausflippt?
Gabi Porter

Als Produzent betreute Don Was die Rolling Stones und Bob Dylan, jetzt führt er das legendäre, gerade 80 gewordene Jazz-Label Blue Note in die Zukunft. Ein Gespräch über Herausforderungen im Pop und im Studio.

cucaracho_enojado 22.05.2019, 19:15
1. Das Problem ist halt ...

Blues-Musiker 'wachsen' zum Jazz (gesprochen: jats), weil sie hoffen das 'erweiterte Tonspektrum' gäbe 'mehr' 'Ausdrucks-Spektrum'. Die wirklich Guten kehren - dank Altersweißheit? - zurück (5 Noten plus 'ne halbe sind MEHR ALS genug), die anderen unterliegen bis zum Ende der 'Gehirnpolizei' = Mathe+Physik('Tonerzeugung') = istgleichirgendwie... , ... ja, WAS!?

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bluesouldiver 22.05.2019, 23:20
2. @ cucaracho_enojado

Interessanter Anriss! Aber so ganz schlau werde ich nicht aus Ihren Zeilen.
Mein 5 cents dazu:
Der Blues ist in seinen musikalischen Formen technisch stark limitiert. Hier zählt fast allein die emotionale Darbietung.
Der Jazz unterliegt per se gar keinen Limits in jedweder Form, außer dem hörbaren Frequenzspektrum vielleicht. Hier geht (bzw. ging) es um die Überwindung von musikalischen Grenzen. Und ja, es ist richtig, dabei ist die 'Gehirnpolizei' der Gegner, wenn es um das Mitfühlmoment des Gespielten beim Zuhörer geht.

Letzten Endes ist das aber komplett "Wurst". (Bzw. "Käse" für Vegetarier, oder "Tofu" für Veganer ;o)
Sport am Instrument und wirre Skalenabarbeitungen sind vielleicht im ersten Moment beeindruckend.
Aber am Ende zählt vor allem der individuelle Ton der Protagonisten, deren Fähigkeit dem Zuhörer ein tief empfundenes Gefühl herüber zu bringen. Etwas, das auf der Rezipientenseite unwillkürlich Erinnerung und Zustimmung zugleich erzeugt. Wofür manchmal schon eine einzige Note reicht ...
Haben Sie das gemeint?
In dem Fall hätte ich Sie verstanden :o)!

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sekundo 25.05.2019, 18:23
3. Können Sie diese

Zitat von bluesouldiver
...außer dem hörbaren Frequenzspektrum vielleicht.
kühne These präzisieren und konkretisieren?!?

Bin gespannt wie ein Flitzebogen, was Sie
zum „hörbaren Frequenzspektrum“ sagen.
Aus meiner langen Erfahrung als
Studiomusiker haben sich darum in erster
Linie nur die Tonmeister gekümmert!

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sekundo 25.05.2019, 18:27
4. Mit diesem Kommentar

Zitat von cucaracho_enojado
Blues-Musiker 'wachsen' zum Jazz (gesprochen: jats), weil sie hoffen das 'erweiterte Tonspektrum' gäbe 'mehr' 'Ausdrucks-Spektrum'. Die wirklich Guten kehren - dank Altersweißheit? - zurück (5 Noten plus 'ne halbe sind MEHR ALS genug), die anderen unterliegen bis zum Ende der 'Gehirnpolizei' = Mathe+Physik('Tonerzeugung') = istgleichirgendwie... , ... ja, WAS!?
haben Sie sich selbst eine schlecht
getarnte Fälle gestellt, in die Sie prompt
hineingestolpert sind!
Schwurbelei at it´s best!

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P.Delalande 25.05.2019, 21:30
5.

Zitat von sekundo
kühne These präzisieren und konkretisieren?!? Bin gespannt wie ein Flitzebogen, was Sie zum „hörbaren Frequenzspektrum“ sagen. Aus meiner langen Erfahrung als Studiomusiker haben sich darum in erster Linie nur die Tonmeister gekümmert!
Um das hörbare Frequenzspektrum "kümmert" sich das menschliche Gehör, die Toningenieure kümmern sich vor allem um die technische Machbarkeit des Frequenzspektrum und natürlich um den Klang der Aufnahmen.

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P.Delalande 25.05.2019, 22:45
6.

Zitat von sekundo
ist der menschliche Gehörsinn unterschiedlich begabt. Nicht alle Musiker verfügen über das absolute Gehör. Insofern ist Ihr Einwand nur wieder ein vergeblicher Ausdruck eines interessierten Laien, ohne Relevanz.
Wer hier der Laie ist, haben Sie doch schon in Ihrem vorausgehenden Beitrag deutlich gemacht. Denn im Tonstudio wird auch mit Frequenzen gearbeitet die nicht mehr im hörbaren Spektrum liegen, also ist Ihre Aussage unsinnig.

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