Forum: Kultur
Superman-Action "Man of Steel": Triebstau im Strampler
Warner Bros.

Stripper auf Sinnsuche? Jesus nach dem Hanteltraining? An der US-Kasse sorgt die Superman-Neuverfilmung "Men of Steel" für spektakuläre Einspielergebnisse. Doch dem Film fehlt Herz - er ist eine kalte Demonstration von Stärke.

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kom5 17.06.2013, 21:45
30. Schlechter Kommentator vom Autor

Die Kritik die an Man of Steel ausgeübt wird , kann ich nicht ganz nachvollziehen. Warum sollte man in einem Supermanfilm sich auf die Werte und Gefühle fokussieren ?. Diese wurden doch ausgiebig im Comic und in den anderen Supermanfilmen langweilig und ausführlich behandelt. Es stimmt , das was Superman ausmacht ist sein Charakter und seine Eltern . Der Hauptgrund warum man ihn mag sind aber die Actionszenen , siehe alle Comic Zeichentrickverfilmungen ( Black Adam , World Finest , etc. ) Die Kampfszenen wie eine ganze Stadt auseinander genommen wird , dass ist wichtig für einen wahren Fan und nicht das man in jedem Film über die Gefühle und anderem langweiligen Zeug berichtet , wenn man in jedem Film auf solche Beziehungen eingeht dann soll man den Film bitte nicht mehr Superman nennen. Das ein Film die ganze Zeit darauf ausgerichtet ist auf die Frage warum Clark Kent zur Erde gehören will , ist langweilig das wurde im Comic schon behandelt. Leute wollen ihren Superhelden in der Leinwand Kämpfen sehen und seine ganzen Kräfte , deswegen bezahlen die Leute und nicht um 100 Min Gefühls dusel mit anzusehen. Wenn jemand so ein Genre mag soll er nicht Superman drehen sondern einen anderen Film. Das kann nicht sein das man 100 Min in einem Supermanfilm nur Gerede sieht und ihn nicht mal richtig kämpfen lässt. Solche Leute wie David Kleingers haben keine Ahnung warum Superman solchen Erfolg hat.

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peterbruells 17.06.2013, 21:46
31.

Zitat von Atheist_Crusader
Andere Helden hatten ihre Kräfte nicht geschenkt bekommen. Batman hat sein Vermögen ererbt, aber seinen Körper musste er trainieren. Spiderman kostet sein Heldendasein sein normales Leben. Hulks Kräfte haben einen schrecklichen Preis. Wolverine hat eine dunkle Vergangenheit und auch so noch Tonnen an persönlichen Problemen. Sogar eine patriotische Masturbationsvorlage wie Captain America hat Dinge, die ihn als Charakter halbwegs interessant machen. Aber Superman? Nichts. Ist super, war schon immer super und wird auch immer super sein. Und bis zum heutigen Tage müssen sie Autoren seine komplette Umgebung künstlich verblöden, damit niemand auf die Idee kommt, dass eine Brille allein eine beschissene Maskerade ist.
Also bitte, Sie können den Kuchen nicht gleichzeitig essen und behalten. Wenn Supermans Maskerade ein Problem ist, dann ist es auch die von Batman oder Spider-Man.

Und im Gegensatz zu Spider-Man hat er keinerlei normales Leben, nicht einmal eine Chance darauf. Die Probleme des täglichen Alltags, die Peter Parker zwar plagen mögen, aber ihn mit dem Rest der Menschheit verbinden, sind völlig bedeutungslos für ihn. Aber eben keine Petitessen wie für einen Bruce Wayne, der keinerlei materiellen Sorgen kennt, sondern unerreichbare Normalität.

Das macht ihn allerdings schwieriger zu schreiben, denn wem zu Superhelden nichts anderes als Prügelorgien einfällt - das Gros der Autoren - der wird sich mit Superman naturgemäß schwertun.

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BlakesWort 17.06.2013, 21:55
32.

Ich für meinen Teil möchte nicht schon wieder einen Superman sehen, der ach so gequält auf der Sinnsuche ist.

Superman Returns war ein absolut grottiger Film. Langweilig, technisch veraltet, mit dem Hampelmann Luthor als altbekanntem Gegner.

Vielleicht liegt es aber auch an Superman selbst, der der vielleicht langweiligste Comic-Held ist. Keiner kann ihm was, nur Kryptonit und seine bescheuerten Selbstzweifel und seine ghandihafte Art, immer möglichst gewaltfrei Gutes zu tun. Nein Danke.

Ich freue mich nicht sonderlich auf den Film, weil er einfach wie "The Avengers" aussieht. Auch der war jetzt nicht grad das, was ich mir unter Spitzenunterhaltung vorstelle. Vom völlig verhunzten dritten Nolan-"Batman" mal ganz zu schweigen.

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mathaeus 17.06.2013, 22:42
33. Sponkritiken

Zitat von averell
Wie immer wenn David Kleingers einen Film niederschreibt bin ich mir sicher, dass er absolut super wird. Freue mich auf Dienstag Abend wenn ich ihn mir anschauen werde.
Nach dieser Kritik von D.K. freue ich mich erst recht auf den Film!
Ps: Schon Dienstag? Ich sehe ihn erst Mittwochabend...

Zitat von sabaro4711
Mal wieder typisch deutsche Filmkritiker (im wahrsten Sinne) Hier muss jeder Film erstmal einen psychologischen Sinn haben, der Held darf natürlich nicht strahlen, sondern muss mindestens zwei bis drei Macken und natürlich eine verhunzte Kindheit vorzeigen.
Der Film "Shame" mit Michael Fassbender erhielt hier gute Kritiken... Und der war echt psycho! Nicht, dass Sie glauben, er hätte mir gefallen!

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mathaeus 17.06.2013, 22:49
34. Nix für ungut...

Zitat von Jonny_C
...waren bis auf ein paar Ausnahmen (Batman, Flash) schon immer wesentlich kühler und flacher als die der Helden von Marvel. Ich bin glücklicher Besitzer der deutschen Superman Ausgaben von 1963 dem Start der Reihe, bis 1978. Meine Marvel-Sammlung beginnt 1965 und endet 1980. Jetzt kaufe ich noch spöradisch einzelne in sich geschlossene Zyklen. Ich glaube also die Figuren und Stories beurteilen zu können. Auch diesen Superman werde ich mir anschauen und wenn er mir gefällt, ihn später meiner DVD/Blu-Ray Sammlung einverleiben. Um ehrlich zu sein, von allen Superman Verfilmungen gefiel mir bis jetzt die TV-Serie Smallville am besten.
...aber die ewige Dreieckskonstellation Lois-Lana-Clark gewürzt mitn bisserl Action war ganz und gar nicht mein Fall!

So sands, die G'schmäcker: Unterschiedlich!

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neogeorex 18.06.2013, 02:13
35. Mehr als gut

Selten so viele polarisierende Kritiken zum ein und den selben Film gelesen. SPON findet MoS mittelprächtig - schade.
Ich (37) bin Superman Fan seit ich denken kann. Für mich als eifrigen Comic Leser ist MoS eine Offenbarung, meine größte Angst war dass es daneben gehen könnte, so wie 2006. Selbstverständlich war es für ein Reboot höchste Zeit. Und selbstverständlich wird die Geschichte in 15-20 Jahren wieder von neu erzählt, darauf freue ich mich jetzt schon!
Wie schon bei "The Dark Knight" werde ich meine Frau (die nix am Hut hat mit Superhelden) ins Kino mitschleppen um zu schauen wie ihre Kritik ausfällt. Von o. g. Batman war sie begeistert.
Wer anhand schlechter Kritiken MoS nicht im Kino schaut, verpasst einen grandiosen Sci-Fi-Action Film. Herz und Seele (?) wird man eventuell in Fortsetzungen finden, denn am schon jetzt erreichten Erfolg kann man davon ausgehen, dass diese kommen.

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Restharn 18.06.2013, 03:00
36. wird leider noch ewig so weiter gehen

Zitat von mwinter
Jeder darf mal ran... und so müssen wir die (wievielte eigentlich?) Neuverfilmung des immer gleichen, verblödeten Superhero-Breis über uns ergehen lassen. Das betrifft natürlich längst nicht nur diese, sondern auch alle anderen Reinkarnationen des "Supermanns". Wann ist endlich Schluss mit dieser seichten Sauce?
Solange die Kiddies für derlei Schmarrn ihr Taschengeld opfern, hält Hollywood dankend die Hand auf.

Im Übrigen sind mir Nationen suspekt, die Helden brauchen. Dahinter steckt immer die Sublimation von Minderwertigkeitsgefühlen.

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spatenheimer 18.06.2013, 06:04
37.

Zitat von sysop
Und Bryan Singers unterbewerteter "Superman Returns" (2006) betrieb später nicht nur konsequente Denkmalpflege an Donners Film, sondern war eine Verbeugung vor einem Einwanderer aus dem All, der sich nichts so sehr wünscht, wie Teil dieser Welt zu sein.
Oh ja, der Film war super. Lex Luthor züchtet eine kahle Felseninsel in dem Glauben, dass jemand sie ihm abkauft. Eine grandiose Storyline!

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pigtime 18.06.2013, 07:59
38.

Zitat von sysop
Stripper auf Sinnsuche? Jesus nach dem Hanteltraining? An der US-Kasse sorgt die Superman-Neuverfilmung "Men of Steel" für spektakuläre Einspielergebnisse. Doch dem Film fehlt Herz - er ist eine kalte Demonstration von Stärke.
Sollte es so sein, dann zeigt es doch lediglich, dass man aus so einem langweiligen (weil kantenlosen) Charakter wie Kal El, Clark Kent, Superman keinen guten Film machen kann..selbst mit der Kombi Nolan/Snyder.

Ich warte daher immer noch sehnsüchtig auf eine Verfilmung des Comics "Hitman" und zwar bitte mit Dominic West in der Hauptrolle.
Hitman (Comic)

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Atheist_Crusader 18.06.2013, 08:13
39.

Zitat von peterbruells
Wenn Supermans Maskerade ein Problem ist, dann ist es auch die von Batman oder Spider-Man.
Ich rede noch nicht mal von Maskerade als Prozess, sondern von der simplen Fähigkeit, sein Gesicht so zu tarnen, dass nicht jeder gleich sieht: "Oh, hey, Clark Kent würde ohne Brille ja genauso aussehen wie Superman".
In der Hinsicht sind ihm selbst die Panzerknacker voraus, und die tragen nur dünne Papiermasken, die ganz knapp die Augen verdecken.


Zitat von peterbruells
Und im Gegensatz zu Spider-Man hat er keinerlei normales Leben, nicht einmal eine Chance darauf. Die Probleme des täglichen Alltags, die Peter Parker zwar plagen mögen, aber ihn mit dem Rest der Menschheit verbinden, sind völlig bedeutungslos für ihn.
Genau das macht ihn ja so langweilig. Normlaerweise ist es ja ein netter Charakterzug, wenn sich Jemand schlicht aus allem heraushalten könnte und sich trotzdem einmischt, eben um Anderen zu helfen.
Aber wenn sich die totale Konsequenzlosigkeit so weit erstreckt, dann wird selbst das fade. Bruce Wayne tut im Wesentlichen genau das selbe: er könnte in seiner Festung der Dekadenz hocken und einen Scheiß darauf geben, was in Gotham passiert. Tut er aber nicht.
Aber Bruce Wayne ist kein unbesiegbarer Alien, der den Pistolenkugeln nicht verwundet werden und im Weltraum atmen kann. Er ist ein Mensch. Er hat Grenzen, die trotz HighTech-Ausrüstung sehr eng gestrckt sind. Er riskiert mit jedem Einsatz sein eigenes Leben, seine Gesundheit, die Fähigkeit seinen märchenhaften Reichtum zu genießen, von dem 99,99% der Menschheit nur träumen können.
Superman dagegen kann sich auf eine Schiene legen, um einen Zug nicht entgleisen zu lassen. Er kann sich aber auch drauf legen, weil er plötzlich Lust auf ne Pause hat. Es macht keinen Unterschied. Er riskiert nicht sein Leben. Er opfert nur ein bisschen von seiner Zeit. Er kann tun und lassen was er will. Konsequenzen sind nur was für Menschen, aber nicht für die kryptonische Herrenrasse.


Zitat von peterbruells
Das macht ihn allerdings schwieriger zu schreiben, denn wem zu Superhelden nichts anderes als Prügelorgien einfällt - das Gros der Autoren - der wird sich mit Superman naturgemäß schwertun.
Dagegen halte ich, dass auch andere Superhelden Plots haben, die nicht mit direkter Konforntation, purer Gewalt oder bloßem Einsatz ihrer besonderen Kräfte zu lösen sind.
Wenn Supermann unglaublich geniale Schreiberlinge bräuchte, nur um nicht langweilig zu werden... dann muss man sich fragen, ob das ganze Konzept so eine tolle Idee war.

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