Forum: Kultur
"Tatort"-Quote: 9,3 Millionen sahen Leichen- und Zitatrekord
ARD

Da sage noch einer, "Tatort"-Fans wären nicht experimentierfreudig: Fast zehn Millionen blieben bei dem ungewöhnlichen Tukur-Krimi dran - sein zweitbestes Ergebnis.

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dinkybash 13.10.2014, 12:05
10. Realitätsfern

Die erste halbe Stunde habe ich mich ehrlich gesagt ziemlich veräppelt gefühlt - definitiv kein Tatort. Dennoch hat der Film einigermaßen gefesselt und mich sehr sehr stark an Quentin Tarantino Filme erinnert.
Trotzdem: Bei Schweiger wird über die vielen Leichen gemeckert und hier wird's hoch gelobt - da wird doch mit zweierlei Maß gemessen.
Es war mal was anderes und auch nicht schlecht, aber immer möchte ich das nicht sehen. Die Münsteraner und andere Tatort-Teams sind mir lieber. Es soll wenigstens ansatzweise an die Realität erinnern - und das hat dieser Tatort definitiv verfehlt.

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gantern 13.10.2014, 12:08
11. Im Schmerz geboren - täuschen, verstecken, rächen

Christoper Marlowe versteckt sich in Shakespeare und beide bieten dem Volk wonach es lechzt: Spannende Unterhaltung, geistige Akrobatik.
Im Ausnahmekrimi am Wochenende boten Kommissar Marot und sein Widerpart Harloff eine gewagte aber gekonnt umgesetzte Synthese mit den Grundelementen der klassischen Literatur.
Schlag nach bei Shakespeare…

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PerciGang 13.10.2014, 12:23
12. Nackte Kanone 44 1/4

Hätte man das Ganze noch etwas mehr überdreht, dann wäre vielleicht ein ganz guter Plot zur nackten Kanone 44 1/4 herausgekommen. So aber stand man fassungslos vor einem szenischen Wirrwarr zwischen Shakespeare, Brecht und wer weiß noch was und wurde das Gefühl nicht los, dass da ein Drehbuchautor zu lange Theaterwissenschaften studiert hat.

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charlybird 13.10.2014, 12:25
13. Wenn man

auf die Zu-Bett-Bringer Tatorte wie z.B. München oder Köln steht, dann hat man natürlich ein Problem. Aber von diesen Pseudorealityformaten hat man doch wirklich genug, das hier war ein gelungenes Pendant, mehr davon. Einzige Kritik, die Musik, das kann man wirklich besser machen.

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wi_hartmann@t-online.de 13.10.2014, 12:36
14. Tatort vom Sonntag

Völlig realitätsfern und auch nicht spannend, wenn
schon Klamauk, dann wie früher lieber mit Haudrauf
Horst Schimanski.

Harry

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j.vantast 13.10.2014, 12:56
15. Es bewahrheitet sich mal wieder

Wird ein Tatort bei SPON verrissen ist er gut, wird er gelobt taugt er nicht viel.
Der gestrige Tatort war sicher nicht der allerschlechteste, aber man sollte sich doch überlegen ob man nun ein Theaterstück oder einen Krimi bringen will. Etwas abstrus und wirr. Die Story dahinter war doch etwas dünn und die Szene mit den Cocktail trinkenden SEK-Beamten etwas irrwitzig.
Für einen Krimi war mir da viel zu viel experimentelles Theater drin.

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spon-facebook-10000315790 13.10.2014, 13:10
16. Verwirrend

Leider war die Story nicht stringent, auch ein Gebräu aus verschiedenen Stilen. Trotz der hohen Quote kommt der Tatort nicht an Breaking Bad ran, insgesamt war es ein angerührter Brei. Die Story wirkte bemüht und konstruiert, als wolle man es besonders gut machen. Matthes kommt nicht an großes Ami Film Schauspieler wie Woody Harrelson heran. Er ist ein guter Theaterschauspieler. Die Tatort leute sollten sich Auge um Auge, Zahn um Zahn von Scott Cooper anschauen. In diesem Film wird die Story Zug um Zug unterkühlt erzählt.

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Frank Zappa 13.10.2014, 13:18
17.

Chaotisch, unrealistisch, aber gut gemacht.

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christian simons 13.10.2014, 13:36
18.

Das war ein ganz mieser "Tatort" - für all diejenigen, für die Originalität und Experimentierfreude ein Schimpfwort ist und die dieses Forum allwöchentlich mit der phantasielosen Platitüde "Ist die SPON-Kritik gut, muss der "Tatort" schlecht sein" überfluten.

Alle anderen, die mal was anderes als die schon seit Jahren verwelkte Münsteraner Lustischkeit, bräsige Kriminostalgie der 70er und 80er oder die übliche Volkserziehungsmoritat sehen wollen, war dieser Sonntagabend mehr als nur ein Hoffnungsschimmer, das sich in unserer drögen TV-Landschaft mal was ändern könnte.

Und das bei diesem Experiment ausnahmsweise auch mal die Quote stimmt, ist das eigentliche Wunder.

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mgandalf2 13.10.2014, 13:37
19.

Wer Quentin Tarantino und seine unsägliche Blutspritzerei liebt, ist sicher besser beim Original aufgehoben, als hier beim Prime-Time-tauglich weichgewaschenen Comic-Strip. Wer Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" liebt, für den ist die Tatort-Eingangsszene irgendwo an einer stinknormalen S-Bahn-Station einfach nur lächerlich (schon weil sie nicht im Ansatz die Spannung aufbauen kann wie das Vorbild). Wer gerne Zitate von Shakespeare oder anderen Klassikern hört, der wird sich am Original wohl viel mehr erfreuen.

Ich schau mir dann wirklich lieber das Orignial an, sei es Sergio Leone etc. oder eben einen Original-Tatort mit Typen wie Thiel/Boerne, Batic/Leitmayr oder Ballauf/Schenk. Der von gestern war wahrscheinlich künstlerisch wertvoll, aber gerade dehalb als Tatort meiner Meinung nach völlig daneben.

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