Forum: Kultur
"Tatort"-Streit: Horror, hausgemacht
HR/ Benjamin Dernbecher

Mit dem Geisterhausspuk ist der "Tatort" mal wieder an Grenzen gegangen. Solche Experimente sollen nun nur noch ganz selten vorkommen. Ein Scheindebatte, die über das wahre Planungschaos in der ARD hinwegtäuscht.

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andregera 30.10.2017, 12:09
1. Immer noch besser als diese

Stümpertatorte mit Til Schweiger und Helene Fischer.

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spmc-125536125024537 30.10.2017, 12:20
2. Ich fühlte mich prima unterhalten

der Tatort war klasse, und so eine Homage ans Horror Genre ist mir allemal lieber als die ganzen pädagogisch wertvollen Erziehungskrimis

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olicrom 30.10.2017, 12:20
3. Schönborn als Fernsehspielkoordinator?

Also das allein ist ja wohl schon typisch ARD. Der Mann hat - wenn ich das richtig sehe - in seinem Leben noch nicht mal im Ansatz was mit der Fiction-Sparte zu tun gehabt und ist nun genau dafür in der ARD verantwortlich? Das ist in etwa so als würde man den Skiwachsexperten Langlauf des DSV zum Sportdirektor beim DFB machen. Sowas kann sich wohl wirklich nur die Autonome Selbstversorgungsorganisation wie die ARD leisten.

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Elementar 30.10.2017, 12:24
4. Mögen die Geister (die niemand rief) in Frieden ruhen

Was für ein ausgemachter Unsinn wurde dem Zuschauer da präsentiert. Als Horror-Schmonzette für die "Fright Night" vielleicht noch ausreichend, aber was hat das mit dem Tatort-Format noch gemeinsam? Naja gut, es ist Halloween, aber ein paar beleuchtete Kürbisse zum Gruseln hätten es auch getan. Die Autoren glauben wohl noch an böse Geister...

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klaus.mueller2.1 ü 30.10.2017, 12:26
5. Unterdurchschnittlich

in Ihrer Handlung und Regie sind meiner Meinung nach die meisten Tatortfolgen. Man könnte sich ja auch mal von diesem Konzept verabschieden und was neues durchdachtes wagen.

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TLB 30.10.2017, 12:27
6.

Egal ob der Tatort den breiten Geschmack trifft oder nicht, die Rundfunkanstalten haben viel Geld, dieses sinnvoll auszugeben scheint schwer zu sein. Einfacher ist, dem Rundfunkrat einen höheren Finanzbedarf vorzulegen. Wofür? Für die Einhaltung des gesetzlichen Sendeauftrags / Bildungsauftrags. Dass ich meine persönliche Bildung lieber aus anderen Quellen als aus Hirschhausens Wochenquiz, Florian Silbereisens atemlosen Schlagersendungen oder eben Liebes- oder Kriminalfilmen nehme, spielt keine Rolle. Dass der Staat deutlich mehr für Bildung tun könnte, wenn die Schulbücher generell kostenlos wären, Museums- oder Galeriebesuche keine Kosten für den Besucher verursachen würden und auch Konzerte gewisser Genres erheblich mehr gestützt würden, wird verfassungsrechtlich durch kein Gericht bewertet. Die Erhebung eines Rundfunkbeitrages selbst von Haushalten ohne Fernseher ist aber seltsamerweise verfassungskonform.
Es geht bei der Diskussion nicht um die Qualität des Tatortes, dessen Realitätsnähe oder -ferne oder um seinen Platz im Jahr – es geht einzig und allein darum, dass die ARD doch gar keinen Grund hat, besonders kluge oder länderübergreifende Sendekonzepte zu entwickeln. Die Einnahmen sind doch gesichert

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sturmimwasserglas 30.10.2017, 12:34
7. "Dringend notwendige Innovationsschuebe"

Was fuer "dringend notwendige Innovationsschuebe" braucht das Fernsehen denn? Da wird eine steile These inhaltsfrei aufgestellt. Und selbst wenn: mal angenommen, das Fernsehen braeuchte die - dann schafft dafuer einen Sendeplatz aber verhunzt nicht die eine Sendereihe, die wirklich viele Zuschauer hat. Das ist wie wenn der Baecker sein umsatzstaerkstes Brot spontan und experimentell mal mit Jalapenos oder Gummistiefelschnipseln versetzt (oder meinetwegen gebrauchte Kondome mit einbaeckt) - damit vergrault er nur die besten Kunden ...

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equigen 30.10.2017, 12:42
8. Das war seit Ewigkeiten der spannendste Tatort - Bravo

Passend zu Halloween ein Tatort der mal am Rande der Realität ist - andererseits, wie real sind denn die anderen, teilweise viel langweiligeren wirklich Tatorts gewesen? Die waren vielleicht nicht übersinnlich, aber trotzdem oft "unwahrscheinlich".

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dollenschmiere 30.10.2017, 12:42
9. Ich mag keine Horrorfilme...

weil der Horror selten logisch begründet wird.
Das war gestern im Tatort anders. Man hätte die Geschichte um Kindesmißbrauch, über die Schuld der Nachfahren mit ihren Versuchen der Vertuschung auch konventionell erzählen können. Aber das wäre sicher nicht so unterhaltsam gewesen.
Die ARD muss aufpassen, wenn sie alle Sendeformate stromlinienförmig glattbürstet und Experimente nur ins Nachtprogramm ansiedelt, das ihr die Zuschauern auf die privaten Streamingdienste abwandert.

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