Forum: Kultur
"Tatort" über Berliner Wohnungsmarkt: Entmietung per Genickschuss?
Marcus Glahn/ rbb

Alte Verbrechen aus der DDR-Zeit, neue Zumutungen auf dem Wohnungsmarkt: Der "Berlin"-Tatort verschränkt gekonnt das eine mit dem anderen - und berührt durch ungewohnt emotionale Dialoge.

cybernic 08.11.2019, 11:52
1. Baxmeyer - Becker - Waschke

Äußerst vielversprechend!

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troy_mcclure 08.11.2019, 12:06
2.

Klingt nach all den schlechten Tatorten der letzten Wochen (Schweiz, HR) äußerst vielversprechend.

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yoda56 08.11.2019, 12:14
3. Ich hoffe, dass Herr Buß diesmal...

...mit seiner positiven Bewertung auch endlich mal meine (natürlich unwichtige) Meinung trifft. Ich werde mir den Tatort jedenfalls anschauen, was ich bei solchen Bewertungen des Verfassers ansonsten grundsätzlich lasse.

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t.bickle 08.11.2019, 13:04
4. Waschke heißt Mark

Mark Waschke heißt Mark Waschke.

- - - - - -Danke für den Hinweis, wir haben es korrigiert. MfG Redaktion Forum

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Ekkehard Grube 10.11.2019, 22:14
5. Gut gemacht

Ich kann mich der Vorabkritik von Christian Buß voll anschließen.

Dieser Film bettete Themen, die in fast allen Krimis vorkommen (unverarbeitetes Leid, Schuld, Selbstjustiz, der Fluch der bösen Tat, die fortzeugend Böses gebären muss) auf geschickte Weise sowohl in die Gegenwart (Berliner Mietmarkt) als auch in die Vergangenheit (DDR-Justiz) ein. Das wirkte nicht an den Haaren herbeigezogen und konstruiert, sondern ergab ein organisches Ganzes.

Besonders hervorzuheben ist Otto Mellies. Wie oft kommt es vor, dass Schauspieler in diesem Alter noch so eindrücklich spielen können? Eine bewundernswerte Darstellung des pensionierten Richters Böhnke, der einerseits auch in hohem Alter geistig voll präsent ist und ohne Alterssentimentalität fast immer nüchtern, sachlich und selbstbeherrscht agiert und argumentiert, andererseits so von seinem Drang nach Bestrafung getrieben ist, dass er noch in diesem hohen Alter, selbst dem Grabe ganz nahe, zum Mörder wird. So konventionell das Thema "Selbstjustiz" in Krimis ist, eine Darstellung dieser Intensität hallt lange nach.

Schade nur, dass Berlin der nächste Tatort-Drehort ist, an dem uns eine hervorragende Ermittlerpersönlichkeit (Meret Becker) verloren geht.

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sponer59 10.11.2019, 22:25
6. Reingefallen

Kommentator ist m.E. reingefallen auf einen artifiziellen, mit vielen Längen behafteten, schlecht vertonten oder genuschelten, von der Story her völlig unglaubwürdigen Tatort. Das Berlin-modern-Gehabe nervt einfach nur! Die Produktion wirkt auf mich aufgesetzt und nicht authentisch. Oder einfach: laaaangweilig!

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rainer82 11.11.2019, 23:11
7. Wirr, konstruiert und gähnend langweilig.

So ein absurder Tatort! Kein normaler Mensch weit und breit. Selbst die Komissare sind Fälle für den Psychiater, ziemlich hoffnungslose Fälle allebeide. 90 Minuten Langeweile wollte ich nicht ertragen. Darum habe ich dem absurden, konstruier Spiel ein schnelles Ende bereitet.

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tomerl 11.11.2019, 23:51
8. Omfg

Ich freu mich auf die nächste Folge mit Till Schweiger. Leichen, Blut, Action und ein Spannungsbogen. Auf diesen verkopften Ossi-Trauma-Aufarbeitungs-Mist kann ich echt verzichten.

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iris b. Gestern, 00:03
9.

Sehr gut gemacht.
Jeder Täter, jede Täterin war nicht nur Täter, sondern auch Opfer - oder umgekehrt.
Wie heißt es in der Bibel (NT): "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."? Daran musste ich denken.
Und dass Selbstjustiz und Todesstrafe zu Recht in unserem Land "No gos" sind. Noch.
Nur ein Randthema, dennoch ebenfalls positiv zu bewerten - Stereotype im Zusammenhang mit Religion taugen nichts. Dann ist es auch möglich, dass eine Jüdin und ein Moslem gemeinsam im Berliner Nachtleben abtauchen.

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