Forum: Kultur
"Tatort" über Transhumanisten: Wir löten uns einen Cyborg
Sabine Hackenberg/ SWR

Wird in einem Ludwigshafener Klinikum am neuen Menschen geschraubt? Die Kommissarinnen werden mit Fluch und Segen der Hirnforschung konfrontiert. Ein "Tatort" mit "Terminator"-Feeling.

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FrankDunkel 06.09.2019, 19:52
1.

Es tut mir leid, aber ich finde, diese Sendereihe hat sich totgelaufen. Die Drehbücher werden immer abgefahrener.
Nur noch eine Spielwiese für experimentell angehauchte Drehbuchautoren und Regisseure. Trimmel und Haferkamp würden sich im Grabe herumdrehen.

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Dramaturgen-Frau 06.09.2019, 20:27
2. Sehr geehrte ARD...

… in den letzten Jahren mussten wir Zuschauer einem Aderlass beiwohnen, der uns bis heute grämt: Viele Topschauspieler haben aus angeblich eigenen Stücken den Tatort und den Polizeiruf 110 verlassen. Andere wiederum wurden von Ihnen kurzerhand z.B. als „auserzählt“ deklariert und entlassen. Zu ersteren zählen Matthias Brandt (am Schmerzlichsten!), Nina Kunzendorf, und in der Folge dann auch Joachim Król, zuvor Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf, Sibel Kekilli, Mehmet Kurtuluş, Devid Striesow et al.
Zu zweiteren zählen z.B. Maximilian Brückner und Gregor Weber – eine Teamkombi, die alles andere als „auserzählt“ war.
Darüber hinaus gab es „Rücktritte“, die lange ersehnt und richtig waren: Sabine Postel, Jochen Senf, Simone Thomalla, Eva Matthes, Alwara Höfels.
Warum Sie, liebe ARD, seit nun 30 Jahren an einer Darstellerin festhalten, die man salopp als Edelkomparsin bezeichnen muss, da sie zu recht an ca. einem halben Dutzend Schauspielschulen durchgefallen ist (was man ihrem „Spiel“ ansieht, heißt, sie kann sichtbar nichts), die als Figur schon lange „auserzählt“ ist, wie Sie das nennen, bleibt weiterhin Ihr Geheimnis. Finden Sie nicht, liebe ARD, dass es für den SWR-Tatort nun wirklich an der Zeit ist, einen Neuanfang zu wagen? - Ich denke, schon. Bitte, ARD, beenden Sie den Tatort mit Ulrike Folkerts als Lena Odenthal! Vielen Dank und viele Grüße aus dem Wiener Caféhaus.

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Susi Sorglos 06.09.2019, 20:42
3. Sehr gute Vorab-Kritik !

Schaltet bloss nicht dieses wirre Zeug ein, diese wirre Fehldeutung, was bei KI und Co möglich ist - es wird hier fabuliert, dass sich die Balken biegen. 0 von 10 Punkten sind erwartbar.

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snickerman 06.09.2019, 21:34
4. Bezeichnend

"Odenthal spielt die Rolle der Wissenschaftsskeptikerin und prophezeit eine Diktatur der Automaten: "Alles, was sie nicht erklären können, das werden sie kaputt denken, kaputt reden und kaputt machen. Bis nur noch das in ihrer kranken Welt sichtbar ist, was sie kontrollieren können.""
In Wahrheit reden da die Autoren über ihre eigene Weltsicht.
Oder: Warum die besten Forscher eben lieber woanders forschen und entwickeln.

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hahtse 07.09.2019, 00:25
5.

Als Transhumanist finde ich es extrem witzig, dass das Thema jetzt sogar im Tatort angekommen ist.

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Ekkehard Grube 07.09.2019, 08:42
6. Zustimmung zur Experimentierwut, Widerspruch zu Ulrike Folkerts

Die Experimentierwut der Tatort-Macher behagt mit auch nicht sonderlich, und von dem Sujet des aktuellen Tatorts erwarte ich mir nicht viel Gutes. Aber das war schließlich auch beim Frankfurt-Tatort letzte Woche so, und ich wurde angenehm überrascht.

Entschiedener Widerspruch allerdings, was Ulrike Folkerts betrifft.

Sie ist in meinen Augen zu Recht eine der am längsten ermittelnden Tatort-Kommissarinnen. Erstaunlich und erfreulich: Die Qualität ging hier nie zu Lasten der Qualität. Die weitaus meisten LU-Tatort-Folgen zeichneten sich durch menschliche Tiefe und sehr gute Drehbücher aus. Einen kleinen Durchhänger gab es lediglich nach der Aufnahme von „Johanna Stern“ ins Team: In den ersten Folgen mit ihr hielten es die Drehbuchautoren offenbar für nötig, dass Odenthal und Stern sich fortwährend anbrüllten. Das hätte den LU-Tatort fast kaputt gemacht. Aber dann muss irgendwer bei den Tatort-Machern zur Besinnung gekommen sein, Odenthal und Stern fingen an, harmonisch zusammenzuarbeiten, und siehe da: Der LU-Tatort hatte wieder sein altes Niveau.

Lt. Wikipedia absolvierte Frau Folkerts nach dem Abitur 1980 von 1982 bis 1986 die Hochschule für Musik und Theater Hannover. Lt. Ihnen, Dramaturgenfrau, müsste Ulrike Folkerts also in den Jahren von 1980 bis 1982 „an einem halben Dutzend Schauspielschulen durchgefallen“ sein. Na, Sie müssen ja vielleicht über intime Kenntnisse über die Vita dieser Schauspielerin verfügen! Aus welcher Quelle haben Sie diese Informationen?

Aber Sie haben ja schon sämtliche Foristen hier verblüfft mit Ihrer penetranten Bezeichnung von Sabine Postel als „Bäckereifachverkäuferin“.

Woher haben Sie solche Informationen? *lronie an (sonst merken Sie’s ja nicht)* Sind oder waren Sie bei einem Nachrichtendienst tätig? *Ironie aus*. Oder verbreiten Sie einfach nur beliebigen Stuss über Leute, die Sie nicht leiden können?

Dass man bei Ihnen, Dramaturgenfrau, gegen Wände redet, ist mir klar. Ich möchte nur nicht, dass der Eindruck entsteht, Ihre Meinung über Frau Folkerts sei irgend etwas anderes als eben nur Ihre persönliche Meinung.

So – und nun allen Foristen außer Dramaturgenfrau gute Unterhaltung am Sonntag beim neuen LU-Tatort mit der großartigen Ulrike Folkerts.

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MetaMestik 07.09.2019, 08:46
7. Kling besser....

.....als der unsägliche Tatort vom letzten Sonntag. Der wurde - trotz magerer Story und belangloser Bildersprache - hochgelobt, aber nur von knapp über 6 Millionen Zuschauern verfolgt. Beim sehr guten Tatort aus Dresden war es umgekehrt - gute Story, noch bessere (Nachwuchs-) Schauspieler, die überzeugen konnten. Oder schlicht gesagt, die Thematik ging einem nahe. Das ist beim Tatort selten(er) geworden. Der aktuelle Fall klingt zumindest interessant, einfach mal reinschauen und sich selbst ein Bild machen.

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dernameistprogramm 07.09.2019, 12:05
8. Vollste Zustimmung!!

... was Dramaturgenfrau hier Woche zu Woche vom Stapel lässt, ist nur schwer zu ertragen. Ich weiß auch überhaupt nicht, warum der aktuelle Betrag von Dramaturgenfraues es überhaupt geschafft hat, online gesetzt zu werden, hat er doch einzig und allein zum Ziel, eine Schauspielerin zu diskreditieren (und weniger sich mit dem Tatort an sich oder mit dem spon-Kommentan über den Tatort auseinander zu setzen). Aber wie gesagt, das geht Woche für Woche so, immer wieder weder einzelne Akteure bis hin zur ARD insgesamt angegriffen, mal geht es um angeblich schlechte Leistungen, mal um die GEZ, mal gegen gender-pc-usw. Und jedes Mal dieser Frust, der so durch die Zeilen trieft. Was hat man/frau Ihnen eigentlich angetan? Dramaturgenfrau, bitte schonen Sie uns etwas, das Leben ist doch so schön! Und Folkerts ene klasse Schauspielerin sowie eine beeindruckende engagierte Persönlichkeit - aber das wissen Sie ja auch eigentlich bei Ihrem Wissen;) MfG

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odenkirchener 07.09.2019, 13:38
9. Na, da. . .

. . .ich aber noch ein schönes Projekt für Hirntuning. Die erste Schlafmütze ist ja nun weg, aus Ludwigshafen. Mal sehen wann die anderen in Rente gehen,

Da denk' ich mit Sehnsucht anderen Vorgänger.

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