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Teenies in sozialen Medien: Daumen hoch fürs Puppengesicht
Rankin Photography

Für ein Fotoprojekt sollten Jugendliche ihre Porträts "Social-Media-tauglich" retuschieren. Das Experiment zeigt: Der Einfluss von Instagram und Co. auf das Selbstbild von Teenies ist gewaltig.

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dasfred 02.03.2019, 14:57
1. Das sollte man nicht überbewerten

Schon in Natura haben sich junge Mädchen immer gerne "verschönert". Die einfachen technischen Möglichkeiten verführen natürlich dazu, das Original so perfekt wie möglich zu bearbeiten. Es bringt Clicks und Anerkennung, solange sich das ganze im Netz abspielt. Nach einer gewissen Zeit kommt dann aber wieder das echte Leben ins Spiel. Spätestens, wenn der erste Freund die junge Frau morgens ungeschminkt sieht, merkt sie, dass die Natürlichkeit einen anderen Stellenwert bekommt. Wenn ich es mir aussuchen könnte, gebe es von mir nur ein einziges Foto mit Ende zwanzig, auf dem ich nahezu schön aussehe. Trotzdem weiß ich und auch die Mädels, ein Spiegel lügt nicht.

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mlange8801 02.03.2019, 15:37
2. Journalisten sind doch auch nur scharf auf klicks und likes

Was hat das mit Instagram zutun? Seit es Fotos gibt, wollte man auf denen möglichst vorteilhaft aussehen. Das geht übrigens sehr viel einfacher mit entsprechendem Licht als nachträglich mit Bildbearbeitung.
Im übrigen finde ich die Portraits auch einfach sehr unvorteilhaft fotografiert.

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spon-facebook-10000403839 02.03.2019, 16:17
3. Aliens

Die sehen aus wie Aliens!

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hamburgerle 02.03.2019, 16:26
4. Man fragt sich, wo das endet...und muss das sein?

Scheinbar entwickelt sich die Gesellschaft in eine Richtung, wo alles möglich ist und es keine Grenzen mehr gibt. Ich finde das nicht gut.

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CobCom 02.03.2019, 17:39
5.

Zitat von mlange8801
Was hat das mit Instagram zutun? Seit es Fotos gibt, wollte man auf denen möglichst vorteilhaft aussehen. Das geht übrigens sehr viel einfacher mit entsprechendem Licht als nachträglich mit Bildbearbeitung. Im übrigen finde ich die Portraits auch einfach sehr unvorteilhaft fotografiert.
Sagen wir mal: hat man mit dem Licht gut gearbeitet, kommt man mit erheblich weniger Bearbeitung aus.
Im klassischen Sinne gibt es ein Bild ohne Bearbeitung (im Sinne von Entwicklung) nicht. Früher hatte das Labor noch Einfluß auf das Ergebnis, heute entweder der digitale Workflow aus RAW. Oder man spielt Roulette und läßt es die Automatik machen, dann passiert aber das gleiche, nur dass eben der Rechner Ratespiele veranstaltet (oder oft eben verunstaltet). Helligkeit, Gradation, Schärfe, Tonung etc. pp.

Davon trennen würde ich das Thema Retusche:
Die gab es zwar auch schon immer, aber das ist viel einfacher geworden. Billigste Machart wie bei den Beispielen im Artikel ist aber leicht zu erkennen. Das sind Malereien, keine Photos mehr. Eine perfekte Retusche darf nie ganz perfekt sein.

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poppi 02.03.2019, 18:00
6. Vielleicht...

Vielleicht ist das ja wieder ein Komplott der wütenden + alten + weißen Männer.

Scherz beiseite: Diese Photoshop-Unfälle haben mich vor 15 Jahren schon dazu gebracht, meine Fernsehzeitung zu kündigen. Das war einfach nicht mehr mit anzusehen.

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user124816 02.03.2019, 18:44
7. Fragwürdige Schlussfolgerungen

Frauen malen sich seit Generationen die Augen und Lippen größer, und betonen ihre Wangenknochen um schlanker auszusehen.
Das hat nichts mit dem Neuland zu tun, meiner Meinung nach eher mit dem Ideal das durch "die Mode" propagiert wird.

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rauschgiftengel 02.03.2019, 22:44
8. Viele Kommentatoren...

... hier scheinen die neue Qualität nicht zu begreifen, die durch Massen-Selbstdarstellungsmedien wie Instagram entsteht. Durch diese Medien, die einzig und alleine Fotos mit kurzer Text Einlage verbreiten, in Kombination mit der dauerhaften Verfüg- und kinderleichte Bedienbarkeit von Selbstaufnahmen und Amateur-Bildbearbeitung, sowie die "Inspiration" durch Kunst- und Vermarktungsprodukte wie die Kardashians oder irgendwelche "Influencer" tut sich eine grauenhafte Welt auf. Eine Welt, in der nicht nur Models in ihren professionellen Fotoserie oder der C-Promi auf dem Funk-Uhr-Zeitschriftencover völlig übertrieben unrealistisch, quasi überlebensgroß retuschiert ist. Sondern jede(r). Immer und ausschließlich. Im für jungeMenschen wichtigen Netz ist es für viele mittlerweile normal, dass man nur noch massiv retuschiert einem Schönheitsideal entspricht, das in der Realität nicht erreicht werden kann. Und während sich früher die Mädchencliquen murrend damit abfinden mussten, dass Normalsterbliche eben nicht wie eines der wenigen, rundum umsorgten und bearbeiteten Topmodels (oder diese eine blöde Kuh aus der Parallelklasse, bei ausgerechnet der die Natur offenbar einen ganzen Jahresvorrat Perfektion auf einmal ausgekippt hat - unfair!) aussehen und das Leben trotzdem seinen Gang geht, kann nun jede(r) online ein abstruse Schönheitsideal erfüllen, dem die Realität schlicht nicht gerecht werden kann. Kein Wunder, dass das junge Menschen in die Verzweiflung treibt. Das ist noch viel perfider als alle klassischen Topmodel-Schönheitsideale und Schmink-Wahn.

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Voland_Koar 03.03.2019, 00:58
9. Schlechte Bilder und GRAUENHAFTE bearbeitung

Zitat von mlange8801
Seit es Fotos gibt, wollte man auf denen möglichst vorteilhaft aussehen.
Bereits die Grundaufnahme ist nicht schön, da gibt es nichts mehr mit "Vorteilhaft aussehen" .. das hat in meinen Augen auch wenig mit Filter zu tun. Wer sowas schön findet, der kann nicht mehr alle Latten am Zaun haben -.- ... Einfach Grausam

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