Forum: Kultur
Tellkamp-Debatte: Wie kann ein Mensch so unerbittlich sein?
DPA

SPIEGEL-Autor Stefan Berg stammt - wie Uwe Tellkamp - aus Ostdeutschland. Er wundert sich über die soziale Kälte in dessen jüngsten Aussagen zur Flüchtlingspolitik und wirbt dafür, sich an Erich Kästner zu halten.

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ambulans 16.03.2018, 16:00
1. wenn

ich dem autor, herrn berg, hier ein wenig weiter helfen darf: da gibts da ja auch noch herren (fellow companions) wie etwa viktor klemperer (LTI) oder vielleicht auch dolf sternberger (wörterbuch des ...) oder kästner ("fabian - das einzigste deutsche schriftwerk, das von - in worten: drei! - auf-einanderfolgenden politischen systemen zensiert/verboten wurde). ei forbisch, mit verlaub, wenns denn eben weiterhilfen sollte & cum grano salis, dr. ambulans (alle kassen)

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Stäffelesrutscher 16.03.2018, 16:03
2.

»Er trug Texte von Wolf Biermann bei sich.«

Wenn Tellkamp aus der Ecke kommt, dann wundert mich nix mehr.

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zeichenkette 16.03.2018, 16:05
3. Danke dafür

Man sollte vielleicht mal anerkennen, dass der "Heimatverlust" von dem manche immer wieder reden, vor allem dran liegt, dass sie selber ihren Wohnort nicht mehr zu Heimat machen wollen. Ihnen wird nichts weggenommen, sie lassen es ganz allein verkommen. Als Heimatersatz muss dann die Nation herhalten und aus praktizierter Heimatliebe (die ja auch sich kümmern um die Lebensumstände einschließen müsste) wird nur noch notwendigerweise hohler Nationalismus und Rassismus. Das ist bloßer Konsumerismus, der überall nur eine Bringschuld bei anderen sieht. Der Verlust von Heimat und Kultur ist selbstverschuldet, nämlich dann, wenn die eigene lokale Kultur nicht gepflegt und die durchaus vorhandene westliche Kultur mit Europahass und Antiamerikanismus verspottet wird. Was bleibt da denn übrig außer Deutschtümelei? Nichts. Aber wie immer ist dann die Gewalt die Macht der Ohnmächtigen. Wer nicht weiß, wofür er sein soll, der weiß umso besser, wo gegen er ist.

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Polemski 16.03.2018, 16:06
4. Nur ein Wort

Danke!

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demiurg666 16.03.2018, 16:07
5. Überschrift

Im Osten wird sich gerne beschwert. Zum Erfolg Deutschlands wird da aber wenig beigetragen. Natürlich gibt es Ausnahmen aber grundsätzlich wird gerne anderen Schuld an der eigenen Unzulänglichkeit zugeschrieben. Am liebsten den Schwachen und den Hilfsbedürftigen. Auf der anderen Seite bin ich gezwungen finanziell solidarisch die Unsolidarischen zu unterstützen.

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Kommentator123456 16.03.2018, 16:09
6. Wie kann ein Journalist immer das Gleiche wiederholen?

Sehr geehrter Herr Berg,
Ihre Ausführungen sind ja nun nicht vollkommen neue Gedanken, um es gelinde zu sagen. Etwas Neues wäre beispielsweise eine Antwort auf die offensichtliche Frage, warum die Geflohenen aus Syrien, Irak etc, den weiten Weg bis nach Deutschland auf sich nehmen und nicht lieber ine einem näher gelegenen Land mit ähnlicher kultureller Prägung ihre Reise beenden.
Wenn sie über diese Frage nachdenken, merken Sie, dass es gar keinen Widerspruch zwischen Flüchtling und Einwanderung in Sozialsysteme gibt. Das kann beides die gleiche Person sein. Den Widerspruch gibt es nur in Ihrem Kopf. Was ist daran so schwer, einmal diesen Gedanken aufzugreifen? Haben Sie keine Antwort darauf? Und ignorieren Sie deswegen die offensichtliche Frage? Mich würde eine belastbare und ehrliche Antwort von den Befürwortern der Flüchtlingspolitik sehr interessieren. Wenn es eine gute Antwort wäre, könnte man in der ewigen Diskussion vielleicht sogar weiter kommen.
Habe aber leider noch nichts Vernünftiges gelesen.

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Aibo 16.03.2018, 16:18
7. Danke...

...für diesen Text.

Ein (Ost-)Deutscher

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nesmo 16.03.2018, 16:25
8. "Unerbittlich"

wird jedenfalls die Ausgrenzung von Tellkamp betrieben. Von seinem Verlag, von vielen Journalisten, weil sie seine Meinung nicht als Meinung akzeptieren, sondern ihn als Person angreifen. Man braucht nur zwei jahre alte Artikel aus vielen Medien über die Pegidademonstranten nochmal nachzulesen. So würden ihre Kritiker heute nicht mehr schreiben, das klingt mittlerweile moderater. Tellkamps Verbitterung resultiert aber aus dieser Zeit. Und mittlerweile gaben sich viele Medie sehr selbstkritisch, allen voran die ZEIT, mit welcher Arroganz sie die Kritik an der Grenzöffnung und den Pegida-Demonstranten verunglimpft haben. Von dieser Selbstkritik spürt man fast nichts im Artikel, der offenbar Tellkamps Beweggründe nicht versteht.

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dieter-ploetze 16.03.2018, 16:30
9. syriens kriegsfluechtlinge waren nicht angesprochen

so wie der autor hier glauben machen will, indem er meint, "wie kann ein dresdner angesichts der dresdner bombengeschichte und nun der zerstoerung syriens durch bomben so etwas sagen". erstens hat Tellkamp
syrische kriegsfluechtlinge ueberhaupt nicht angesprochen oder ueberhaupt gemeint, und zweitens kann die
geschichte dresdens nicht mundtot machen. damit kommt der autor Berg hier auf die emotionsschiene, die
bei nuechternen betrachtungen keine rolle spielen darf.

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