Forum: Kultur
Terror gegen Abtreibungskliniken: Doppelmoral hält schön warm
AP

Terror gibt es nur mit Bart und Koran, und dann ist er ein Angriff auf unsere Werte. Wenn aber Menschen in einer Abtreibungsklinik erschossen werden, dann war es immer ein Einzeltäter. Warum eigentlich?

Seite 14 von 16
florianmeyer-bonn 03.12.2015, 19:06
130. Werte Frau Stokowski...

niemand bestreitet, daß es im "bible-belt" der USA ein militantes christlich-fundamentalistisches Milieu gibt, das auch Attentäter hervorbringen kann. Sie fragen, warum deren Taten hierzulande nicht die gleiche mediale Aufmerksamkeit erhalten wie die Attentate radikaler Muslime? Ein paar Gegenfragen: Wieviele Abtreibungskliniken in Europa wurden bislang zum Ziel von Mordanschlägen christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegener? Wieviele Attentate christlicher Fundamentalisten hat es in den letzten Jahren in Europa gegeben? Haben wir hier in Europa ein Problem mit fundamentalistischen Christen? Oder nicht vielmehr mit abgeschlossenen fundamental-islamischen Einwanderermilieus? Wissen Sie überhaupt, wieviele Anschläge in Europa und weltweit in den letzten Jahren von radikalen Muslimen verübt wurden?

Beitrag melden
birgerhemkendreis 03.12.2015, 19:09
131. Ähnlich...

religiöse Fanatiker,die verglichen werden. Ob Mohamed oder Jesus es ihnen gesagt haben?ist doch egal.
Wieder einmal Leute,die für einen imaginären Onkel töten wollen,das ist der gemeinsame Nenner...trauriger und unsinniger gehts kaum..

Beitrag melden
skylarkin 03.12.2015, 19:22
132.

Natürlich gibt es auch weltanschaulich/religiös motivierten Terrorismus auf christlicher Seite. Er wird in den USA auch überwiegend so benannt. Aber bei den 257 Angriffen auf Abtreibungskliniken und ihren Angestellten ist auch jede noch so kleine Sachbeschädigung mitgezählt. Die Anzahl der täglichen/jährlichen Toten beider Terrorarten unterscheidet sich massiv und genauso ist es richtig ihnen unterschiedliche Aufmerksamkeit beizumessen.Sonst müsste man auch verlangen, bei jedem weltanschaulichem Angrif auf Andersdenkene, unabhängig von Häufigkeit und Schaden, sofort von Terrorismus zu sprechen und sie alle medial absolut gleich behandeln. Das ist Unsinn.

Beitrag melden
Moewi 03.12.2015, 19:34
133.

Zitat von HansMaiser
Während die islamische Welt nach Terroranschlägen auf den Straßen tanzt verfolgen westliche Strafverfolgungsbehörden Täter und Gerichte sprechen Urteile.
...oder beschuldigen und verdächtigen Opfer.
oder verdächtigen Angehörige.
oder gehen Hinweisen nicht nach.
oder schreddern Akten.

Der Umgang der Justiz- und Sicherheitsbehörden mit der "Terrorzelle NSU" ist -wohlwollend dargestellt- fragwürdig.

Beitrag melden
sonic29 03.12.2015, 19:45
134. auch wenn das wenig zu sein scheint

Zitat von freekmason
wussten Sie eigentlich, dass z.b. in den usa in den jahren 1980-2005 nur 6% der terroranschläge islamistisch war? wo vollzieht der vorposter eine täter-opfer-umkehrung? und welche der tatsachen ist nach Ihrer meinung eine meinung und warum?
in Anbetracht der Tatsache, dass der muslimische Anteil an der Gesamtbevölkerung geschätzt grade mal 0,6% beträgt (Stand: 2007) wahrlich nicht wenig. So sind Terroristen mit muslimischem Hintergrund, vorausgesetzt Ihre Zahlen sind korrekt, 10-fach überrepräsentiert.
Zum eigentlichen Thema: Wenn Frau Stokowski darauf hinweisen will, dass es Fanatismus jenseits des Islamismus gibt so ist das - insbesondere in Bezug auf die gegen Abtreibungsärzte verübten Anschläge gut und richtig. Wenn dieser Kommentar allerdings wieder einmal der Relativierung islamischen Terrors dienen soll ist er ziemlich daneben - und für Europa ohnehin am Thema vorbei

Beitrag melden
libertarian2012 03.12.2015, 19:48
135.

Als gebürtiger Deutscher, der in Amerika lebt finde ich die deutsche Debatte faszinierend. Ich verstehe und freue mich über die Erkenntnis, dass es hier um "unsere Werte" -also westliche Werte geht. Und die eine Frage ist leicht zu beantworten: Terror ist das in beiden Fällen. Religiös bedingt und damit irrational und hoch gefährlich. Welche der beiden Versionen, in diesen Fällen reaktionäre, nicht reformierte Christen, bzw. radikalisierte Muslime zahlreicher und langfristig bedrohlicher sind, kann jeder selbst versuchen zu entscheiden.

Dennoch sollte man auch berücksichtigen, dass es in Amerika in Sachen Abtreibung um eine andere Ausgangslage geht. Nichts, aber absolut nichts rechtfertigt diese Form des Terrorismus, die der Einzaeltaeter da begangen hat. Man sollte aber vorsichtig sein, jetzt bei der emotional geführten, anhaltenden Debatte um Abtreibungen in den USA sich auf ein hohes Ross zu setzen und die Abtreibungsskeptiker in Bezug auf die gängige Praxis in die Mithaftung nehmen zu wollen. Man muss naemlich kein Christ oder gar radikaler Spinner sein, um da ein paar Probleme zu erkennen: das was an späten Abtreibungen (auch ohne medizinische Indikation) in vielen Bundesstaaten möglich ist, ist auch für Atheisten wie mich durchaus fragwürdig - und wäre z.B. in Deutschland rechtlich vollkommen unmöglich. Es ist also eine sehr notwendige und legitime Debatte (die es in Deutschland vor ein paar Jahrzehnten auch gab), die leider durch viele Fanatiker und Spinner gestört wird.

Beitrag melden
agua 03.12.2015, 20:05
136.

Terror ist Terror,da stimme ich zu.
Was die Kolumne beschreibt,hat mich auch schon oft verwirrt.
Dazu gehört auch das,was Einige an Einsatz bringen um ihrer Missbilligung Ausdruck zu verleihen,was Flüchtlinge betrifft.
Extremismus ist nie gut,egal aus welchen Ambitionen.Führt es zur Tötung oder Verletzung von Menschen,dann ist es als Terror zu bezeichnen.

Beitrag melden
flexier 03.12.2015, 20:29
137. Alle Vergleiche hinken irgendwo...

Zitat von Hank Hill
Ihre Vergleiche hinken aber gewaltig. Wenn ich also mein Auto voll tanke bin ich ein christlicher Fanatiker ? Geht's noch ? Ich habe bisher auch weder Bomben auf die Bösen geworfen, noch Machthaber dort mit Waffen beliefert. Wenn Sie sich den Schuh anziehen, bitte, dann gehen Sie in Deckung. Ich bin weder an dem Bürgerkrieg in Syrien Schuld noch an der Koran Auslegung des IS.
Der Punkt den ich gemacht habe ist der, das die Bezeichnung Terrorist vs. Einzeltaeter/Krimineller eine Sache der Perspektive ist.

Menschen in Syrien, Afghanistan und Irak, die von den Bomben der westlichen Kriegsteilnehmer (im wesentlichen Christen) getroffen werden, bezeichnen uns voellig zu Recht auch als Terroristen.

Da wir unsere Regierungen demokratisch waehlen duerfen und tun, "legitimieren" wir diesen Christlichen Staatsterror.

Wir koennen uns da auch als Einzelpersonen nicht aus der moralischen Verantwortung stehlen.

In sofern ziehe ich mir den Schuh an. Ob Sie das tun oder nicht, liegt bei Ihnen.

Beitrag melden
donschmidto 03.12.2015, 20:46
138. Jede Religion ist Gift

Für diesen unbeschreiblichen Unsinn werden seit Jahrtausenden Menschen ermordet. Keiner scheint zu bemerken, dass es der wesentliche Kern ALLER Religionen ist, die Menschheit zu spalten - als gäbe es nicht dringlichere Probleme als wer an welches dieser Märchen glaubt.

DAS wäre der eigentliche Geniestreich eines nicht vorhandenen Teufels; nur dass wir gar keinen Teufel brauchen, wir Herren der Evolution, q.e.d. Es wäre zum Lachen wenn es nicht so tragisch wäre.

Beitrag melden
dolemite 03.12.2015, 20:47
139. ....

Wurde die New York Times hier als Beispiel genommen weil sie sich nicht wirklich mit den USA beschäftigen und eben die Big Players gerne heranziehen, weil die kennt jeder? Ist das nicht die gleiche art von Polemik und Vereinfachung bzw cherrypicking für den Effekt den sie als Vorwurf geltend machen?

Die USA sind sich durchaus ihres domestic terrorism bewusst, auch medial und es wird auch disskutiert. Oder muss ich Sie an Timothy McVeigh erinnern? Macht es da irgendwo im hinterstübchen Klick?

Beitrag melden
Seite 14 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!