Forum: Kultur
Terror: Nüchtern und besonnen? So ein Quatsch

Nach den Anschlägen in Brüssel sollen wir wachsam aber demokratisch offen bleiben, heißt es. Dabei sind die Menschen nicht selbst für so etwas wie Zuversicht verantwortlich.

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wachsame 26.03.2016, 12:43
1. Danke

es ist das erste Mal, dass mir ein Artikel von Ihnen aus der Seele spricht.

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WolfgangSauter 26.03.2016, 12:47
2.

Chapeau, Frau Berg.

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vox veritas 26.03.2016, 12:51
3. Augenblick mal

"Besonnenheit und Nüchternheit war noch nie eine Stärke des Volkes. ... Dabei sind die Menschen nicht selbst für so etwas wie Zuversicht verantwortlich."

Das bedeutet weitergedacht, der Souverän - also das Wahlvolk - hat nichts mehr zu melden? Entmachtung der Wähler und Übernahme der Macht durch die Parteienß

Das habe ich bestimmt falsch verstanden.

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info@buch-perl.de 26.03.2016, 13:08
4. Weg mit den Fronten,

her mit einer übergeordneten Gemeinsamkeit.
Sie haben so recht, Frau Sybille. Reden und Handeln über alle Fronten hinweg ist schnellstens geboten. Wer sich Erfolge dann an die Brust heften möchte, wer´s schon immer gesagt hat, wer schon immer recht gehabt hat, ist völlig egal.
Alle müssen zusammenhalten und die Fronten zwischen Menschen, Regierungen, den Parteien, in den Parteien, in der EU, in Europa, in der Welt gegen allen Einzelinteressen gedanklich aussetzen. Um überhaupt endlich reden und handeln zu können. Damit die Regierungen ihren Pflichten, wozu auch eine übergeordenete Gemeinsamkeit gehört, nachkommen können. Zu den Pflichten der Regierungen gehört auch, mit den Menschen zu reden und sich laufend zu erklären. Diese Pflicht ist nicht festgeschrieben, aber für den Erhalt einer gefährdeten Demokratie zwingend nötig.

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AZ1 26.03.2016, 13:13
5. nicht wegen Terrorismus

Terrorismus macht mir keine Angst. Als Todesursache ist er lächerlich erfolglos, im Vergleich zu Dingen wie Grippe, Strassenverkehr oder Klimawandel.

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vox veritas 26.03.2016, 13:21
6. Hallo?

Zitat von info@buch-perl.de
her mit einer übergeordneten Gemeinsamkeit. Sie haben so recht, Frau Sybille. Reden und Handeln über alle Fronten hinweg ist schnellstens geboten. Wer sich Erfolge dann an die Brust heften möchte, wer´s schon immer gesagt hat, wer schon immer recht gehabt hat, ist völlig egal. Alle müssen zusammenhalten und die Fronten zwischen Menschen, Regierungen, den Parteien, in den Parteien, in der EU, in Europa, in der Welt gegen allen Einzelinteressen gedanklich aussetzen. Um überhaupt endlich reden und handeln zu können. Damit die Regierungen ihren Pflichten, wozu auch eine übergeordenete Gemeinsamkeit gehört, nachkommen können. Zu den Pflichten der Regierungen gehört auch, mit den Menschen zu reden und sich laufend zu erklären. Diese Pflicht ist nicht festgeschrieben, aber für den Erhalt einer gefährdeten Demokratie zwingend nötig.
In einer Demokratie bestimmt der Wähler. Das ist so geschehen. Die etablierten Parteien haben immer noch 75 - 90 % der Wählermacht hinter sich.

Anstatt jetzt in Panik zu verfallen, sollte man lieber mal gut nachdenken, warum die Wahlen so ausgefallen sind.

Der Weg zu Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

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jakam 26.03.2016, 13:26
7.

Bingo. Und jetzt einen Schritt weiter - was bringt ein Volk zur Ruhe? Zufriedenheit. Was fehlt dazu? das Gefühl, für seine Arbeit auch eine gerechte Bezahlung zu bekommen. Das Gefühl, dass Politiker Volksvertreter sind und nicht Wirtschaftslobbysklaven. Das Gefühl, dass man noch als ehrlicher arbeitender Mensch wertgeschätzt wird und nicht nur der Kicksack der superreichen Schicht ist.
Man muss sich auch mal fragen: Woher kommt denn das Aufbäumen von vielen Menschen, die bisher ein eher ruhiges Leben geführt haben. Jeder halbwegs ansprechbare Mensch kann ihnen die Gründe in 5 Minuten aufzählen - nur unsere Politiker sind dazu anscheinend nicht in der Lage bzw mit ihren automatischen jährlichen Gehaltserhöhungen und ihrer sicheren Rente zu gesättigt, um sich noch darum zu scheren.
Nüchtern und besonnen, das wäre ich gerne - aber es fällt zugegebenermaßen immer schwerer, wenn man sich tagtäglich mit den Nachrichten befasst.
Trotz des Versuches, halbwegs neutral zu bleiben, baut sich auch bei mir immer mehr Wut auf.
Nicht gegen die armen Flüchtlinge, denen man ganz klar zur Seite stehen sollte, sondern gegen unsere Politiker, die vergessen haben, dass Menschen mit durchschnittlichen Einkommen es auch verdienen, davon etwas übrig zu haben, was man mal nicht sparen muss. Wenn man Vollzeit arbeitet, studiert hat, fleissig war und alles getan hat, was man soll, um im Alter nicht der arme Depp zu sein und dank der Politik mitsamt ihrer Abzockermentalität Richtung Altersarmut steuert...hat man dann kein Recht, denen aufs Maul hauen zu wollen? Ich meine schon.
Und trotzdem wähle ich keine AfD - aber mir fehlt eine echte Alternative zu diesem ganzen widerlichen Einheitsbrei. Es fehlt eine Partei, die sich nicht der Gleichmacherei annimmt, sondern einer Gerechtigkeit, die mehr Teilhabe für alle (Leistenden) an unserem Wohlstand sichert.
Ich rede nicht von einem Grundeinkommen ohne Gegenleistung, so etwas lehne ich auch ab - aber eine Verteilung, die wieder erträglich ist und nicht mehr an Sittenwidrigkeit grenzt, wie es heute der Fall ist. Nüchtern und besonnen.

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flaps25 26.03.2016, 13:26
8. Ein tolles Statement

Es ist absurd von einfachen Bürgern zu erwarten, dass sie auf die dramatische Veränderung der Welt, auch in direkter Nähe aufgrund von Terror und Flüchtlingskrise, besonnen reagieren wie vor düsen Ereignissen.

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emmaz 26.03.2016, 13:27
9. Gut gesagt!

Für eine Weile war ich etwas enttäuscht von Frau Berg, diese Kolumne drückt das Dilemma der Zeit wieder sehr gut aus!

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