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"The Passenger": Freiluft-Kunstwerk in Mons eingestürzt
DPA

Schreck in Europas künftiger Kulturhauptstadt: Die Lattenholzkonstruktion der Freiluft-Installation "The Passenger" in Mons ist eingestürzt - nur vier Wochen vor Beginn des Festivals.

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oldhenry49 25.12.2014, 16:08
10. In Deutschland

kann man kaum ein Gartenhäuschen bauen,ohne eine Statik nachzuweisen.Da fragt man sich,ob " Künstler " davon ausgenommmen sind ?
Was wäre,hätte es Tote gegeben ?
Dann hätten sich die Verantwortlichen wieder gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben und die Angehörigen der Opfer wären in 10 Jahren noch vor Gerichten unterwegs,um die Schuldigen feststellen zu lassen.

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noalk 25.12.2014, 16:33
11. Na und?

2007 ... Documenta in Kassel ... Ai Weiwei ... Installation aus Fenstern und Türen ... Einsturz vor Beginn der Veranstaltung ... danach doppelt soviel wert wie vorher ... DAS ist Kunst!

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ftester 25.12.2014, 16:35
12. Und...

jetzt schnell die Schrauben raus damit der Festbrenner nicht verdreckt, so hat das ganze eine wirklich gute Bestimmung....:-))

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mit66jahren 25.12.2014, 17:04
13. Hatte die Konstruktion dynamische Eigenschaften?

Zitat von oldhenry49
kann man kaum ein Gartenhäuschen bauen,ohne eine Statik nachzuweisen.Da fragt man sich,ob " Künstler " davon ausgenommmen sind ? Was wäre,hätte es Tote gegeben ? Dann hätten sich die Verantwortlichen wieder gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben und die Angehörigen der Opfer wären in 10 Jahren noch vor Gerichten unterwegs,um die Schuldigen feststellen zu lassen.
Die Statik mag vielleicht gestimmt haben. Möglicherweise hatte Arne Quinzes Kunstwerk auch dynamische Eigenschaften mit einer Resonanzfrequenz, die der Wind anregen konnte. Wie so eine Anregung verlaufen kann, zeigen die Bilder vom Einsturz der Tacoma Narrows Bridge im Jahre 1940: https://www.youtube.com/watch?v=j-zczJXSxnw

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falo 25.12.2014, 17:56
14. An alle Kunstkenner

Die Installation hat Jahrelang in Bruessel gestanden und jeder den ich hingefuehrt habe war begeistert. Es war ein tolles Ding, wirklich. Und Statik und Wi8rbrationen waren auch kein Problem - immerhin fuehrten drei Stadtbuslinien drunter durch - und zwar in der vollen Laenge. Dass es abgebaut wurde ist Scg
hade und dass man es nicht in Mons wieder hingekriegt hat auch. Nunhoert auf zu laestern. Wenn Kunst von koennen kommt dann mach das doch kmal nach dass so ein Ding jaherelang steht...und dann bitte ueber Koennen laestern...wenn Kunst allerdings mehr ist als das dann mal drueber nachdenken was anderen an solch einer Installation gefallen koennte. Guten Rutsch.

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headcracker 25.12.2014, 22:46
15. Das kommt davon, ...

... wenn sich sogenannte "Künstler" plötzlich für Architekten halten und dabei keinen blassen Schimmer von Statik haben. Ich finde die meiste "Kunst" eh sinnlos. Da geht es doch nur um Namen. Wenn sich jemand erstmal einen Namen gemacht hat, weil er irgendwann mal ein wirklich gutes Kunstwerk geschaffen hat, was diese Bezeichnung auch verdient, dann kann er später den größten Schrott zusammenschweißen und es wird als "kunst" angesehen. Wenn ich sowas zusammengebastelt hätte, könnte ich froh sein wenn mir jemand das als Brennholz abkauft.

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colephelps 26.12.2014, 08:03
16. Aufgebaut

sah es schon gut aus dieses Kunstwerk. Aber auch sehr fragil. Ich komme aus dem Gerüstbau und muss sagen, dass mich das eingestürzte Gebilde sehr an Gerüste erinnert die dem Wind zum Opfer gefallen sind. Da wir in Belgien in den letzten Tagen starken Wind hatten, könnten die Gründe da zu finden sein. Die Windlast ist die hinterhältige Geliebte des Gerüstmonteurs ebenso wie für Herrn Quinnze.

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t-jey 26.12.2014, 13:15
17. Die Statik...

... von solchen m. E. potentiell sehr ansprechenden Strukturen wird mit "evolutionären Algorithmen" berechnet, die noch nicht allzu lange in Gebrauch sind. Dabei werden auch alle Verbindungspunkte nachgewiesen und rechnerisch bemessen. Das Problem sind kleine Abweichungen zwischen digitalem und realem Modell, die zu lokal unerwartet großen Kräften und Verformungen führen können. Eine weiche Holzkonstruktion ist dafür besonders anfällig. Natürlich berechnet man dafür Sicherheiten ein, aber ob diese ausreichen, kann niemand sicher sagen. Bedeutung hat der Vorfall deshalb, weil weltweit schon einige gewagte Brücken, Gebäude, etc. mit diesen hoch-innovativen Konstruktionsmethoden errichtet worden sind.

Bei der letzten Dokumenta ist ja auch eine Holzskulptur vorzeitig zusammengebrochen. Man hat sie liegen lassen und konnte sie auch so mit Gewinn bestaunen. Dies würde ich auch in Mons empfehlen. Der ursprüngliche Entwurf war stark, das jetzige Bild noch stärker.

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