Forum: Kultur
Trailer zur dritten "Babylon Berlin"-Staffel: "Und in der Seele brennt nichts als Sch
Frédéric Batier/ ARD/ SKY

Menschen im Sturm auf die Banken, Gesichter im Drogenrausch: Sehen Sie hier exklusiv den ersten Trailer zur dritten Staffel "Babylon Berlin", die nächstes Jahr bei Sky und ARD läuft.

Seite 1 von 2
.patou 07.10.2019, 11:51
1.

Dann kann man ja nur hoffen, dass diesmal mehr Sorgfalt in das Schreiben logischer Handlungsabläufe investiert wird und mehr Know-how in die Special Effects. Sonst bleibt wie am Ende der zunehmend langatmigen 2. Staffel nur wieder die ernüchternde Erkenntnis, dass Serien, die qualitativ über dem Rest der deutschen Produktionen stehen, im internationalen Vergleich dennoch über Mittelmaß nicht hinauskommen.
Und solange das so bleibt, greife ich lieber zu Peaky Blinders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Little_Nemo 07.10.2019, 13:01
2. Krumme Messlatten

Zitat von .patou
Dann kann man ja nur hoffen, dass diesmal mehr Sorgfalt in das Schreiben logischer Handlungsabläufe investiert wird und mehr Know-how in die Special Effects. Sonst bleibt wie am Ende der zunehmend langatmigen 2. Staffel nur wieder die ernüchternde Erkenntnis, dass Serien, die qualitativ über dem Rest der deutschen Produktionen stehen, im internationalen Vergleich dennoch über Mittelmaß nicht hinauskommen. Und solange das so bleibt, greife ich lieber zu Peaky Blinders.
Da ging es mir genau umgekehrt: ich habe bei "Babylon Berlin" bis zum Schluss mitgefiebert und fand "Peaky Blinders" ziemlich langatmig. Bin bei letzterem bislang auch noch nicht über die erste Staffel hinausgekommen, obwohl ich die Staffeln II-IV auf der Festplatte habe. Ehrlich gesagt liegt es bei mir auch ein wenig am Soundtrack von Nick Cave, den ich alles andere als stilgerecht finde und der das ganze, zusammen mit der allzu cleanen Hochglanz-Optik, oft ein bisschen wie einen sehr langen Musik-Clip erscheinen lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ancoats 07.10.2019, 13:19
3.

Zitat von .patou
Dann kann man ja nur hoffen, dass diesmal mehr Sorgfalt in das Schreiben logischer Handlungsabläufe investiert wird und mehr Know-how in die Special Effects. Sonst bleibt wie am Ende der zunehmend langatmigen 2. Staffel nur wieder die ernüchternde Erkenntnis, dass Serien, die qualitativ über dem Rest der deutschen Produktionen stehen, im internationalen Vergleich dennoch über Mittelmaß nicht hinauskommen. Und solange das so bleibt, greife ich lieber zu Peaky Blinders.
Ich sehe das ähnlich. Bei so viel Aufwand und Lorbeeren hatte ich seinerzeit auch etwas anderes erwartet als nur wieder die übliche Malaise der meisten deutschen Produktionen dieser Art: praktisch jeder Szene sieht man das Künstliche / Kulissenhafte an, vor allem die Sprache ist wenig alltagsnah und gemahnt eher ans Theater, und die Erzählweise bleibt stets vergleichsweise konventionell-bieder. Warum das immer noch alles eher die Regel als die Ausnahme ist, bleibt mir ein Rätsel. Vor allem, weil es ja parallel in den letzten Jahren durchaus auch sehr gute deutsche Fernsehfilmproduktionen gegeben hat, bei denen das alles stimmte. Mein Verdacht: sobald es ans vermeintlich"Große", zudem mit Blick auf den internationalen Markt, geht, werden hierzulande immer die gleichen, einschlägigen Produktionsgesellschaften und Regisseure bedacht, anstatt tatsächlich mal mit neuem, frischen Personal etwas zu wagen. Da kommt dann eben wieder nur der gängige Brei heraus, der schon diverse schöne Film-/Serienideen letztlich ruiniert hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bakero 07.10.2019, 13:20
4.

Zitat von Little_Nemo
Da ging es mir genau umgekehrt: ich habe bei "Babylon Berlin" bis zum Schluss mitgefiebert und fand "Peaky Blinders" ziemlich langatmig. Bin bei letzterem bislang auch noch nicht über die erste Staffel hinausgekommen, obwohl ich die Staffeln II-IV auf der Festplatte habe. Ehrlich gesagt liegt es bei mir auch ein wenig am Soundtrack von Nick Cave, den ich alles andere als stilgerecht finde und der das ganze, zusammen mit der allzu cleanen Hochglanz-Optik, oft ein bisschen wie einen sehr langen Musik-Clip erscheinen lässt.
Die unnötigen Actionszenen und besonders die Special Effects in der letzten Staffel (auf dem Zug) hätte man sich trotzdem sparen können. Besonders dann, wenn man offensichtlich nicht genug Etat hat, das anständig umzusetzen.

Trotzdem: Eine der besten deutschen Serien, die jemals produziert worden ist. Auch wenn ich mich frage, warum da zwei Jahre (!) dazwischenliegen, warte ich gerne auf die neue Staffel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
.patou 07.10.2019, 13:26
5.

Zitat von Little_Nemo
Da ging es mir genau umgekehrt: ich habe bei "Babylon Berlin" bis zum Schluss mitgefiebert und fand "Peaky Blinders" ziemlich langatmig. Bin bei letzterem bislang auch noch nicht über die erste Staffel hinausgekommen, obwohl ich die Staffeln II-IV auf der Festplatte habe. Ehrlich gesagt liegt es bei mir auch ein wenig am Soundtrack von Nick Cave, den ich alles andere als stilgerecht finde und der das ganze, zusammen mit der allzu cleanen Hochglanz-Optik, oft ein bisschen wie einen sehr langen Musik-Clip erscheinen lässt.
Kann ich so nicht nachvollziehen. Mal abgesehen davon, dass Nick Cave ja nur einen kleinen Teil des übrigens hervorragenden Soundtracks ausmacht, passt dieser meines Erachtens sehr gut zur Dynamik der Serie. Die Handlung ist spannend und stringent, die Schauspieler durchgehend überzeugend, allen voran Cillian Murphy.
Alles Dinge, die mir bei Babylon Berlin fehlen. Die Hauptfiguren fand ich vor allem langweilig. Mich hat zu keinem Zeitpunkt ernsthaft interessiert, wie es mit dem Kommissar weitergeht.
Das ganze "dekadente" Drumherum, ohne das sich eine 20er-Jahre-Serie wohl schlechter vermarkten lässt, wirkte zudem ziemlich aufgesetzt, da es sich auf stets ähnliche Tanzszenen vor der ewig gleichen Bühnendarbietung beschränkte. Es reicht halt nicht, wenn man Verruchtes versucht dadurch zu bebildern, dass ab und zu eine Diseuse mit rauchiger Stimme eingeblendet wird, die offenbar nur ein einziges Lied im Repertoire hat.
(Pluspunkte allerdings für Bryan Ferry.)
Außerdem war das Serienfinale der 2. Staffel hinsichtlich der Flugzeug- und Zug-Sequenzen auf dem Niveau 40 Jahre alter B-Movies.

Vielleicht sollten wir uns einfach auf ein "agree to disagree" verständigen. :-)
Ist wohl eine Geschmacksfrage. Aber geben Sie den weiteren Peaky-Blinders-Staffeln wenigstens eine Chance.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
benmartin70 07.10.2019, 13:50
6.

Zitat von .patou
Dann kann man ja nur hoffen, dass diesmal mehr Sorgfalt in das Schreiben logischer Handlungsabläufe investiert wird und mehr Know-how in die Special Effects. Sonst bleibt wie am Ende der zunehmend langatmigen 2. Staffel nur wieder die ernüchternde Erkenntnis, dass Serien, die qualitativ über dem Rest der deutschen Produktionen stehen, im internationalen Vergleich dennoch über Mittelmaß nicht hinauskommen. Und solange das so bleibt, greife ich lieber zu Peaky Blinders.
Dem kann man nur vollumfänglich zustimmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
benmartin70 07.10.2019, 13:52
7.

Zitat von Little_Nemo
Da ging es mir genau umgekehrt: ich habe bei "Babylon Berlin" bis zum Schluss mitgefiebert und fand "Peaky Blinders" ziemlich langatmig. Bin bei letzterem bislang auch noch nicht über die erste Staffel hinausgekommen, obwohl ich die Staffeln II-IV auf der Festplatte habe. Ehrlich gesagt liegt es bei mir auch ein wenig am Soundtrack von Nick Cave, den ich alles andere als stilgerecht finde und der das ganze, zusammen mit der allzu cleanen Hochglanz-Optik, oft ein bisschen wie einen sehr langen Musik-Clip erscheinen lässt.
Cleane Optik? Wohl eher bei Babylon Berlin.......
Bzw die übliche "Babelsberg-Optik"....
Und der Nick Cave Soundtrack - da sind auch zig andere beteiligt - ist mehr als genial.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Little_Nemo 07.10.2019, 14:06
8. Isch bin ein babylonischer Berliner (Sie peakiger Blinder)

Zitat von .patou
Kann ich so nicht nachvollziehen. Mal abgesehen davon, dass Nick Cave ja nur einen kleinen Teil des übrigens hervorragenden Soundtracks ausmacht, passt dieser meines Erachtens sehr gut zur Dynamik der Serie. Die Handlung ist spannend und stringent, die Schauspieler durchgehend überzeugend, allen voran Cillian Murphy. Alles Dinge, die mir bei Babylon Berlin fehlen. Die Hauptfiguren fand ich vor allem langweilig. Mich hat zu keinem Zeitpunkt ernsthaft interessiert, wie es mit dem Kommissar weitergeht. Das ganze "dekadente" Drumherum, ohne das sich eine 20er-Jahre-Serie wohl schlechter vermarkten lässt, wirkte zudem ziemlich aufgesetzt, da es sich auf stets ähnliche Tanzszenen vor der ewig gleichen Bühnendarbietung beschränkte. Es reicht halt nicht, wenn man Verruchtes versucht dadurch zu bebildern, dass ab und zu eine Diseuse mit rauchiger Stimme eingeblendet wird, die offenbar nur ein einziges Lied im Repertoire hat. (Pluspunkte allerdings für Bryan Ferry.) Außerdem war das Serienfinale der 2. Staffel hinsichtlich der Flugzeug- und Zug-Sequenzen auf dem Niveau 40 Jahre alter B-Movies. Vielleicht sollten wir uns einfach auf ein "agree to disagree" verständigen. :-) Ist wohl eine Geschmacksfrage. Aber geben Sie den weiteren Peaky-Blinders-Staffeln wenigstens eine Chance.
Defintiv, das denke ich auch. Für meinen Geschmack zog sich halt die erste Staffel von "Peaky Blinders" von Folge zu Folge ziemlich dahin, bediente zu sehr Erwartungen, gewohnte Rollenbilder, und kam mir zu künstlich und statisch rüber, wohingegen "Babylon..." ungewöhnlicher war und von komprimierter Historien- und stimmiger Millieu-Zeichnung. bis hin zu Indiana Jones und Vintage-"Tatort" ganz unverkrampft und locker so einiges zu bieten hatte und auf intelligente, aber eben auch unverkrampfte Weise hervorragend zu unterhalten und zu fesseln wusste. Ich kann verstehen, dass einige, die allzu sehr mit Genre-Schablonen an die Sache herangehen, Kritik an der Serie haben, denn sie erlaubte sich halt ein paar künstlerische Freiheiten und Verdichtungen. Objektiv betrachtet muss man aber, denke ich, zugeben, dass "Babylon..." weit über dem deutschen und auch über dem internationalen Durchschnitt liegt. Aber mögen muss man es trotzdem nicht, das ist klar. Kann ja auch sein, dass die "Blinders" später noch besser werden. Immerhin spielt da irgendwo auch Adrien Brody mit, den ich für einen der begnadedsten Schauspieler unserer Zeit halte. Und Cillian Murphy ist natürlich auch gut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
benmartin70 07.10.2019, 14:22
9.

Zitat von Little_Nemo
Defintiv, das denke ich auch. Für meinen Geschmack zog sich halt die erste Staffel von "Peaky Blinders" von Folge zu Folge ziemlich dahin, bediente zu sehr Erwartungen, gewohnte Rollenbilder, und kam mir zu künstlich und statisch rüber, wohingegen "Babylon..." ungewöhnlicher war und von komprimierter Historien- und stimmiger Millieu-Zeichnung. bis hin zu Indiana Jones und Vintage-"Tatort" ganz unverkrampft und locker so einiges zu bieten hatte und auf intelligente, aber eben auch unverkrampfte Weise hervorragend zu unterhalten und zu fesseln wusste. Ich kann verstehen, dass einige, die allzu sehr mit Genre-Schablonen an die Sache herangehen, Kritik an der Serie haben, denn sie erlaubte sich halt ein paar künstlerische Freiheiten und Verdichtungen. Objektiv betrachtet muss man aber, denke ich, zugeben, dass "Babylon..." weit über dem deutschen und auch über dem internationalen Durchschnitt liegt. Aber mögen muss man es trotzdem nicht, das ist klar. Kann ja auch sein, dass die "Blinders" später noch besser werden. Immerhin spielt da irgendwo auch Adrien Brody mit, den ich für einen der begnadedsten Schauspieler unserer Zeit halte. Und Cillian Murphy ist natürlich auch gut.
Tom Hardy nicht vergessen... genial besetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2