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"Trallari trallahey tralla hoppsasa": Rechtsstreit um Pippi Langstrumpfs Lied
Scanpix Sweden/ EPA/ DPA

"Ich mach' mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt": Hat das auch der Autor der deutschen Version von Pippi Langstrumpfs Lied gedacht? Und damit die Urheberrechte Astrid Lindgrens verletzt? Darüber berät nun ein Gericht.

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arr68 26.06.2019, 15:57
1. so langsam entdecken auch deutsche Firmen

dass das Urheberrecht inklusive Art.13 und die Verjährung nach viel zu langer Zeit ganz schön gegen die"Kunstverwerter" zurückschlagen kann.

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Ryker 26.06.2019, 16:09
2. !

Ich bin mir ganz sicher, dass es ganz total im Sinne von Astrid Lindgren gewesen wäre, dieses Verfahren zu führen. Halt! Warte! Hatte sie nicht 33 Jahre Zeit sich darum zu kümmern? Hat sie nicht getan? Komisch. Dabei hat sie doch hervorragend Deutsch gesprochen und die deutsche Version sicher gekannt. Wirklich, sehr, sehr komisch... *nachdenksmiley*

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scream queen 26.06.2019, 16:22
3. Wow ...

... der deutsche Text gibt nicht 1:1 das wieder, was im Original steht resp. gesungen wird? Wer hätte das gedacht? Das berührt keine "sehr komplexe(n) urheberrechtliche(n) Fragen", sondern liegt im Wesen jeder Übersetzung/Nachdichtung. Keine zwei Sprachen dieser Welt sind deckungsgleich. Insofern dürfte dieser völlig absurden Klage wenig Erfolg beschieden sein.

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dieben 26.06.2019, 18:31
4. ...dreht sich eher im Grabe um!

Astrid Lindgren hat die deutsche Übersetzung jahrzehntelang nicht gestört. Aber kaum sind Rechteverwerter dran und wittern Geld, werden die Anwälte von der Kette gelassen. Ekelhaft!

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Cutup 26.06.2019, 18:55
5. Es ist zum Schreien...

... wie die Justiz durch Abmahnanwälte sinnlos aufgehalten wird, bloß um die Pfründe von diesen Winkeladvokaten zu sichern. Im Zweifel auch mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten, Hauptsache der Streitwert ist hoch, dementsprechend klingelt bei den Jura Kaspern die Kasse. Der Urheber / Autor bzw. dessen Erben / Verwandte profitiert idR jedoch nicht.

Ich plädiere deshalb für eine echte Reform des Urheberrechts, passend für , nach folgendem Muster:

1. Jedes Werk kann nach 30 Jahren ab Erscheinungsdatum gemeinfrei gemacht werden. Verlage und Urheber dürfen eine Verlängerung um maximal 2x 20 Jahre vornehmen lassen, wenn ein berechtigtes Interesse (Einnahmen durch Verlegung) vorhanden ist.
2. Der Urheber / Autor / Interpret muss eindeutig die Bedingungen der Verbreitung festlegen (also Copyright, CC-Lizenz, Copyleft, o.Ä.). Das bedeutet zwar Papierkram, verhindert aber, dass irgendwelchen weltfremden Bubis nachträglich (Siehe den Fall oben) Änderungen an Texten, die garantiert nicht im Sinne des Autors sind, vornehmen.

Dies ist zwar Mühsam, da einer Parallelgesellschaft das Wasser abgegraben wird, aber notwendig, um Rechtssicherheit herzustellen und die Justiz von unnötigen Privatverfahren zu entlasten.

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fahrgast07 26.06.2019, 18:56
6. Urheberrecht begrenzen!

Gierige Erben streiten, bis die Anwälte alles haben. Dabei gäbs ne ganz simple Lösung: Urheberrecht erlischt mit dem Tod. Die Erben hätten weniger Stress, die Künstler mehr Freiheit, und die Anwälte - werden nicht U-Bahn-Fahrer gesucht?

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martin.kleckers 26.06.2019, 19:11
7. Pippi hilf uns bitte

Das kann doch wohl nicht wahr sein. Pippi hilf uns bitte, die durchgeknallten Juristen zur Einsicht zu bringen. Es geht um Freiheit, und Träume und Kreativität. Es geht um Unangepasstheit. Es geht gegen blindes Befolgen von Regeln.

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burlei 26.06.2019, 19:35
8. Hütchenspieler, Rechteverwerter ...

... Abmahnanwälte, Spielhallenbesucher, Investmentbanker.... Die Liste von Zockern ist endlos lang. Hier sind mal die Krankenkassen gefordert, Therapien zu bezahlen, um diese Menschen wieder zu einem wertvollem Teil der Gesellschaft zu kurieren.

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wahl2017 26.06.2019, 19:43
9. Nahles ist schuld

Hätte sie der falschen Textvariante durch ihre Gesangseinlage im Bundestag nicht zu solcher Publizität verholfen, wären die Erben von AL nicht draufgekommen. Jetzt haben wir den Salat.

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