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Trauerkultur: Verfluchtes 2016? Nicht wirklich
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Soviel Große gingen 2016. War es ein "verfluchtes Jahr"? Nein, für die gehäuft erscheinenden Todesfälle von Ausnahmekünstlern gibt es schlichte Gründe. Ein Erklärungsversuch.

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peeka(neu) 30.12.2016, 16:07
10. Die hier abgebildete

Zitat von weitWeg
Kleines Problem mit der Statistik: Wer definiert wer prominent ist? Sie, der Autor?
Säulengrafik, die die Aussage des Artikels untermauern sollte. Zumindest würde ich das aus dem Artikel herauslesen.

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macfan 30.12.2016, 16:21
11. Elp

Und 2/3 von Emerson, Lake und Palmer, auch leider wenig erwähnt.

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sa7ra9 30.12.2016, 16:33
12. x

Wenn das Kriterium für ein "verfluchtes" Jahr, die Anzahl der "Prominenten" Mitbewohner ist - na dann gute Nacht.
Wenn man sich überlegt was da noch so für Kaliber am Leben sind kann man sich ja gar nicht mehr retten vor "verfluchten" Jahren - man kann nur hoffen das Madonna, Al Pacino, Robert de Niro, Michael Douglas, die Stones (Mitglieder), Angela Merkel etc. noch alle sehr lange am Leben bleiben.
Diese ganze Welt besteht nur aus Mainstream ..., dieses ganze kollektive "Getrauere" ist so widerlich, aber jeder wie er es braucht.
Ich persönlich finde es VERFLUCHT wenn z.B. Kinder nicht das 2. 3. Lebensjahr erreichen - weil sie an Hunger & Krankheit verrecken ... (3. Welt), dass ist Schlimm.
Amen

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Child 30.12.2016, 17:12
13.

Zitat von weitWeg
Die Saetze "Auf den letzten Metern hat es noch Carrie "Prinzessin Leia" Fisher erwischt, einen Tag vor ihrer Mutter. Herrjeh." Menschen sind gestorben, was bei vielen eine grosse Trauer ausloesst. Ihnen fallen keinen passenderen Worte ein? [...]
Passender geht's doch kaum. Oder ist es die Aufgabe des Autors den Leser zu trösten?

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h.hass 30.12.2016, 18:23
14.

Zitat von cedebe
Mir geht die Dauertrauer langsam auf die Nerven. Ich denke auch, dass der Hauptgrund die in den 60ern explodierte Unterhaltungsindustrie ist.
Genau so ist es. Es gibt mittlerweile viele hundert prominente Schauspieler und Musiker, die alle jenseits der Rentengrenze und häufig schon weit über 70 sind. Das trifft beispielsweise auf alle Rock- und Popmusiker zu, die in den 60er Jahren berühmt wurden. Diese Musikergeneration tritt nun eben nach und nach ab, das ist der Lauf der Welt.

Dazu kommen die unzähligen nationalen und internationalen Film- und Fernsehschauspieler - 2017 beispielsweise erreichen mehr als ein halbes Dutzend altgedienter Top-Stars die 80er Grenze: Jack Nicholson, Dustin Hoffman, Anthony Hopkins, Morgan Freeman, Jane Fonda, Warren Beatty, Vanessa Redgrave. Die werden nicht ewig leben. Es gibt sogar noch zahlreiche legendäre Stars jenseits der 80, der 90, ja, sogar jenseits der 100: Mario Adorf, Harry Belafonte, Jean-Paul Belmondo, Sean Connery, Doris Day, Olivia de Havilland, Alain Delon, Kirk Douglas, Clint Eastwood, Gene Hackman, Hardy Krüger, Angela Lansbury, Jerry Lewis, Gina Lollobridgida, Roger Moore, Michel Piccoli, Sidney Poitier, Dick van Dyke. Alle noch putzmunter, soweit bekannt, aber wie lange noch?

Man kann nicht ständig in Trauer und Betroffenheit ausbrechen oder aus allen Wolken fallen, wenn bekannte Menschen, die sich weit jenseits der Rentengrenze befanden, abtreten. Götz George und Manfred Krug waren Ende 70, als sie dieses Jahr gestorben sind, Udo Jürgens war 80, als er vor zwei Jahren abgetreten ist - das ist nun Mal, um es unhöflich auszudrücken, ein Alter zum Sterben. Im Internet- und Informationszeitalter schlagen die entsprechenden Todesnachrichten hohe Wellen, viel höhere als früher.

Alles in allem ist, angesichts der Anzahl zunehmend hochbetagter Stars, damit zu rechnen, dass wir in Zukunft noch viel häufiger von Todesfällen hören werden, vermutlich in einem Abstand von ein, zwei Wochen.

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Tobi1181 30.12.2016, 18:26
15. Merkwürdiges Jahr

Dieses Jahr war schon merkwürdig in dieser Hinsicht. Nicht nur überproportional viele (junge) Promis sind gestorben. Auch in meinem privaten Bekanntenkreis hat es 4 Personen erwischt. Und alle haben ihren 60. Geburtstag nicht erleben dürfen.

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.patou 30.12.2016, 19:37
16.

Zitat von h.hass
Man kann nicht ständig in Trauer und Betroffenheit ausbrechen oder aus allen Wolken fallen, wenn bekannte Menschen, die sich weit jenseits der Rentengrenze befanden, abtreten.
Ist ja alles richtig, was Sie schreiben. Trotzdem finde ich den Gedanken traurig, dass Schauspielerinnen wie Judi Dench oder Maggie Smith schon die 80 überschritten haben. Ganz zu schweigen von dem wundervollen Michel Piccoli, der auf die 100 zugeht.

Als vorgestern Jean-Christophe Victor gestorben ist, der bei uns zwei Generationen seit fast 20 Jahren mit seiner Sendung begleitet hat, haben wir auch ziemlich geschluckt.

Es ist vielleicht auch ein Unterschied, ob Kunstschaffende sterben oder Politiker. Erstere richten in der Regel nicht ganz so viel Schaden an. Ich kann nicht behaupten, dass ich beim Tod von Thatcher oder Strauß eine Träne verdrückt oder mich (im privaten Kreis) besonders pietätvoll geäußert hätte.

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Nebhrid 30.12.2016, 19:55
17. Die Guten sterben immer

Zitat von paddyman
das werden sicher auch 4 Leute vermerkt haben.
unbeachtet.
Greg Lake, der einige der schönsten Balladen geschrieben hat kennt hier wohl kaum jemand.
Was soll man noch sagen..

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stern1961 30.12.2016, 22:16
18. wenn man die zahlen zusammen zählt,

Ergibt sich eine 9. Es ist die höchste Zahl, Ende, danach kommt die 1, neuer Anfang. So die Numerologie. Aber, das darf man hier nicht, oder?

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unglaeubig 31.12.2016, 09:15
19. Signifikant?

Bevor man im Zusammenhang mit Statistiken den Begriff 'signifikant' verwendet, sollte man zwei Semester Mathematik studiert haben. Ich gehe ganz stark davon aus, dass (statistisch-mathematisch) die Häufung zu Jahresbeginn und -ende keineswegs 'signifikant' ist... (Just my penny...)

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