Forum: Kultur
Trendrechnung: Schweizer stimmen offenbar gegen Abschaffung der Rundfunkgebühr
DPA

In der Schweiz bleibt es aller Wahrscheinlichkeit nach bei der Zahlpflicht für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Bürger stimmten einer ersten Trendrechnung zufolge gegen eine Initiative zur Abschaffung der Gebühren.

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syracusa 04.03.2018, 14:02
50.

Zitat von chlorid
Endlich wieder ein Funke der Vernunft. Ich verstehe aber auch nicht, wieso eine solches Thema zur Abstimmung gestellt wird. Demokratie? Kann nicht sein. Es wird ja auch nicht über Einkommens- oder Mehrwertsteuer abgestimmt. Und das ist auch besser. Jeder kann sich vorstellen, was dabei rauskäme. Demokratie braucht auch Grenzen.
Eben! Demokratie ist nicht die Diktatur der Mehrheit. Die Schweizer haben sich heute dafür entschieden, vorerst nicht in einem Erdoganistan zu leben, in dem die Demokratie auf pseudodemokratischem Wege abgeschafft werden konnte.

Es gilt das alte Böckenförde-Diktum, demzufolge die Demokratie die Voraussetzungen ihrer Existenz weder selbst schaffen noch dauerhaft garantieren kann. Ich bin hier ganz Verfassungsdemokrat, der froh ist, dass Deutschland eine Verfassung hat, die - anders als die schweizerische! - die wesentlichen Voraussetzungen für Demokratie auch nicht in den Ermessensspielraum einer noch so großen Wählermehrheit stellt.

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langenscheidt 04.03.2018, 14:02
51. Endlich mal eine gute Info

im aufoktroyieren Katastrophenalltag einiger Bürger und Medien. Das Hochschaukeln der Diskussion um No-Billag nahm groteske Züge an.

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ekel-alfred 04.03.2018, 14:07
52. Bezahlfernsehen

Zitat von tkedm
Mehr Werbung und Versplitterung auf immer mehr Bezahldienste ist innovativ? Das kann man doch bei uns bei der Bundesliga schon sehen, wie das dann läuft. Auf drei Bezahldienste verteilt sich mittlerweile der Sport. Die Champions Leauge kommt als nächstes.
Ja genau. Und bei den öffentlich rechtlichen Sendern sehen Sie gar nix davon, müssen aber dennoch 18€ im Monat dafür bezahlen. Tolles Beispiel.
Das Pay per View wird immer mehr kommen und so sollten wir es auch bei den Staatsmedien tun. Wer es sehen will, bezahlt, die anderen eben nicht. Es könnte so einfach sein.

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Hans ohne Wurst 04.03.2018, 14:07
53.

Egal wie das Ergebnis ist, immerhin durften die Schweizer abstimmen, für D.Land undenkbar. Dafür dürfen wir alle 4 Jahre ein Kreuzchen machen und Merkel wählen, egal welche Partei man wählt, es kommt immer Merkel am Ende raus. Nennt sich gelebte (GEZ) Demokratie mit Demokratieabgabe incl. - Jetzt fehlt nur noch eine Zwangsabgabe für gedruckte regierungsnahe Zeitungen und Magazine, sie tragen ja auch zur Grundversorgung der Meinungsbildung bei. Klingt noch absurd, würde mich aber nicht wundern wenn findige Köpfe diese Idee hätten und durchsetzten.

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bananenrep 04.03.2018, 14:07
54. Der Champagner fließt....

Bei den Intendanten und Beschäftigen der ÖR. Jetzt hoffen Sie darauf Ihre Pfründe zu behalten und dem dämlichen Bürger politisch abgesegnete Meinungen aufzudoktrinieren. Kein Wunder das die Wut und der Hass steigt. Mehr darf ich nicht sagen. Sonst kommt das Superüberwachungministerium und sperrt mich vorsorglich weg.

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syracusa 04.03.2018, 14:08
55.

Zitat von mattoregiert
Öffentlich rechtlich bedeutet nicht unbedingt einen höheren Wahrheitsgehalt
Stimmt. Es bedeutet auch nicht zwingend höhere Qualität. Es bedeutet - in engeren Sinne des deutschen öffentlich-rechtlichen-Modells - einfach nur, dass der Programminhalt von den Bürgern selbst auf politische und kulturelle Vielfalt, und auf Kompatibilität zu den Werten von Demokratie, Menschen- und Bürgerrechten geprüft wurde. Diese notwendige (!) Kontrollwut der vielen "Gremlinge" kann durchaus manche künstlerische Freiheiten beschneiden.

Für einen freien Bürgerfunk benötigt man aber keineswegs notwendigerweise ein öffentlich-rechtlkiches Konstrukt. Die SRG wurde erst vor wenigen Jahren von einer öffentlich-rechtlichen Form in einen mit einem Verfassungsauftrfag beliehenen Verein umgewandelt. Umgekehrt ist auch die Deutsche Welle öffentlich-rechtlich organisiert, ist aber als reiner Staatssender nicht bürgerrechtlich kontrolliert, und wird auch vom Staat aus Steuern finanziert.

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DerBlicker 04.03.2018, 14:08
56. genau darum geht es eben nicht

Zitat von Freidenker10
Ist auch hierzulande ein netter Trick die Diskussion auf abschaffen oder behalten zu reduzieren! Die meisten wollen glaube ich einen ÖR, aber eben deutlich schlanker und billiger, also müsste man eine Umfrage auch diesbezüglich durchführen! Wenn die Schweizer nun für den Erhalt ihres ÖR stimmen werden unsere ÖR dies als Auftrag sehen so weiterzumachen und das stimmt nicht! 8 Milliarden mit über 20 Sendern ist monströs und muss zwingend reformiert werden. Und natürlich machen die ÖR jetzt Stimmung gegen die Abschaffung oder auch gegen eine Reduzierung, aber das sollte die Entscheider nicht beeindrucken!
Den Gegnern des ÖR sei es die AfD in Deutschland, die SVP in der Schweiz oder die FPÖ in Österreich geht es eben nicht um einen schlankeren oder besseren ÖR Rundfunk.

Nein, denen passen die politischen Inhalte der Sender und die Meinungen der Moderatoren und Fernsehmacher nicht. Nur darum geht es den Rechtspopulisten. Würde der ÖR berichten, wie die Rechtspopulisten das wollten, würden diese niemals den ÖR abschaffen.

Die Schweizer haben das durchschaut. Gut so!

Ich bin übrigens nun wahrlich kein Linker, aber den Mist und Hass, den die Rechtspopulisten europaweit von sich geben, den will ich nicht im Fernsehen und Rundfunk haben, es reicht, wenn es das leider im Internet gibt.

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Korken 04.03.2018, 14:09
57. Gratulation zur Vernunft

Es war zwar absehbar aber diese deutliche Mehrheit ist doch ein Zeichen, wie wichtig der ÖR Rundfunk für die Bevölkerung ist. Wahrscheinlich kommen jetzt hier Gegenstimmen auf aber ebenso wahrscheinlich von genau den Leuten, die die direkte Demokratie preissten und nun das Ergebnis nicht akzeptieren wollen. Egal, eine wichtige und gute Entscheidung unserer Nachbarn.

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vonschnitzler 04.03.2018, 14:10
58. Grundsätzlich gut

auch in D finde ich es gut, dass es staatlich finanziertzen Rundfung gibt. Ich verstehe nur nicht, warum diese 'Grundversorgung' so extrem umfangreich und teuer sein muss...

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inspirol 04.03.2018, 14:10
59. Guter Journalismus kostet und sollte es uns auch wert sein.

Ein öffentlich rechtliche Sendeanstalten sind für eine Demokratie unerlässlich. Was berechtigte Kritik an manchen Auswüchsen durchaus zukässt. Wenn ich aber sehe, was sich sonst noch so tummelt und auf welch seichtem Niveau, wird mir Angst und Bange. Mir reicht ein Dschungelkamp allemal. Noch den Krieg im Kopf haben unsere Altvorderen schon richtig entschieden. Und man muss ja schliesslich nicht alles mögen.

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