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Trump, AfD und andere Rechte: Stärke und Ordnung, egal wie
REUTERS

Sicherheit statt Freiheit, Ordnung statt Offenheit: Der Erfolg von Donald Trump in den USA oder der AfD in Deutschland ist das Symptom einer tief verwurzelten Sehnsucht nach Autorität.

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bruno_67 21.03.2016, 09:42
320.

Zitat von lövgren
Na dann belegen Sie dieses Zitat. Und dann erklären Sie, was daran ein Skandal wäre, dass sich dieses Land ändert. Das will die AfD/Pegida/NPD auch, dass sich dieses Land ändert. Und jetzt bin ich neugierig auf Ihre Quelle, die Sie ja im obigen Post bewusst nicht genannt haben.
Aber gerne (ich helfe hier mal kurz aus):

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruener-parteitag-delegierte-bekennen-sich-zu-notwendigkeit-von-abschiebungen-a-1063923.html

Und Sie sollten einfach mal in Erwägung ziehen, dass ein Großteil der Bevölkerung der von KGE befürworteten Änderung Deutschland sehr skeptisch gegenübersteht.
Dies erklärt auch die Wahlergebnisse der AfD und der Grünen. Dort, wo Grüne Kandidaten vom Schlage KGE's zur Wahl standen, haben die Grünen krachend verloren.
Und der konservative Kretschmann ist ja nun gerade der Gegenentwurf zu KGE. Der macht seinen Wählern deutlich, dass er zwar grüne Politik umsetzen will, aber ansonsten mit Deutschland wie es gerade ist durchaus zufrieden ist.


PS.: Ihre Unterstellungen gegenüber ihrem Gesprächspartner sind nicht gerade anständig. Vielleicht hat er nur vorausgesetzt, das Sie als Forist im Internet bei Bedarf mit Suchmaschinen umgehen können.

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willi2004 21.03.2016, 09:48
321. Alle die hier die AFD verteidigen, sagen aber immer wieder ...

sie wollen keine Masseneinwanderung, Islamisierung. Genau das ist aber schon nicht die Wahrheit und bestätigt den Kommentator.
Sie gehen alle davon aus das moslemische Flüchtlinge anders sind, Untermenschen. Sie wollen nicht arbeiten , sich nicht anpassen, den Christen vertreiben, das Land von innen erobern, halt der aggressive Einwanderer.
Ansonsten wären diese Äußerungen und politischen Forderungen von Ihnen und der AFD nicht zu verstehen. Diese Meinung kann man nicht vertreten wen man ein nicht von rassenunterschieden geprägtes Menschenbild hat. Jeder Mensch aus jedem Land mit jeder Religion und jeder Lieblingsfußballmanschaft kann ein Arschloch sein oder ein netter Mensch. Alles andere sind Vorurteile, die Sie bei sich aber nicht haben wollen (alle Deutschen sind Nazis - Oh das stimmt nicht), (Deutsche verstehen kein Spaß - oh das stimmt nicht), (alle Deutschen trinken Bier und fahren mit 200 über die Autobahn mit BMW und Mercedes - Oh nein).
Diese allg. Angst bringt Menschen dazu Ihre eigenen Wertvorstellungen über den Haufen zu schmeißen und sich dem Pöbel anzuschließen.
Und kommen Sie mir nicht die böse Politik hat Sie alleine gelassen und Ihre Region vernachlässigt. Ich komme aus einer ostdeutschen Kleinstadt und von meinen 100 Verwandten und Bekannten, die ich besser kenne, hat jeder Arbeit und eine Wohnung. Und falls Sie mit der Politik nicht einverstanden waren, dann gab es schon immer viele andere Parteien die eine andere Politik vorgeschlagen hatten ohne Fremdenangst zu schüren.

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info@buch-perl.de 21.03.2016, 09:49
322. Mißverständnis?

Zitat von candidesgarten
Wer über eine Steuerung von Einwanderung nachdenkt, muss also auch über Krieg nachdenken. Warum eigentlich? Weil nur so die eigene Weltsicht progressiv kontra reaktionär stimmig ist? Gegen wen soll man denn Krieg führen müssen? Nun, das wissen Sie nicht, und beantworten können Sie es nicht. Kanada, Australien, GB und Frankreich sind nicht im Krieg, aber das ist Ihnen wurscht. Hört sich einfach gut an, also heraus damit. Eine unbegrenzte Einwanderung lässt den Sozialstaat zusammenbrechen, das muss nicht spekuliert werden, dafür reicht Kopfrechnen. 20 - 50 Mrd Euro im Jahr für eine Million Einwanderer, 40- 100 Mrd für zwei Millionen, 60- 150 Mrd für drei Millionen usw. Weitgehend ohne Integration, Wohnung + Unterbringung+ Unterhalt, das kommt noch dazu. Insofern der Arbeitsmarkt keine drei Millionen Weitgehend Ungelernte brauchen sollte, sind die Kosten dauerhaft. Wie soll das finanziert werden? Wissen Sie das? Nein. Aber die Verhinderung eines solchen Zuzugs bringt den Krieg. Ich glaube das nicht. Ich glaube, dass Leute wie Sie den Bürgerkrieg bringen.
Wer nur Deutschland denken kann, wer Erdogan, Putin und andere deutsche Überlegenheit spüren lassen möchte, wer sich für den Rest der Welt nicht verantwortlich fühlt, macht sich an möglichen Kriegen in Staaten mit labilem Frieden, z.B. in den Balkanstaaten, der Türkeit u.a. mitverantwortlich. Ob das Deutschland dann nicht betrifft, überlasse ich Ihrer Fantasie.
An Grenzen um Nationalstaaten hab ich in meinem Kommentar nicht gedacht. Abschotten geht auch anders.

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rennflosse 21.03.2016, 09:53
323. Versuch einer Erwiderung

Autoritarismus zeichnet sich aus durch Furcht vor Minderheiten, Hass auf das Fremde, Fixierung auf eine starke Führerpersönlichkeit und die Angst um die eigenen Lebensumstände - was zum Beispiel auf die weiße Arbeiterschicht in den USA zutrifft.

Falsch ist, dies unter dem Sammelbegriff Autoritarismus in einen Topf zu werfen. Es gibt keinen Automatismus, der die Furcht um die eigenen Lebensumstände mit dem Hass auf das Fremde verknüpft. Die Ursachen liegen ganz woanders. Dazu unten mehr.

Sie spürt immer noch den Druck der Finanzkrise, als die Banken gerettet wurden, aber nicht ihre Jobs. Sie fühlt sich kulturell und demografisch unterlegen, weil die Welt bunter wird. Sie will Grenzen, sie will die alte Ordnung wieder, sie will einen Nationalismus, der sie wirtschaftlich und militärisch beschützt. Sie will Stärke, egal wie.

Eine Gesellschaft braucht Regeln. Das ist allgemein akzeptiert. In einer solidarischen Gesellschaft werden die Regeln eingehalten, die Grenzen werden deshalb weit gezogen und die Gesellschaft ist im allgemeinen tolerant. Wird die Gesellschaft entsolidarisiert, dann sucht jeder den eigenen Vorteil zu Lasten des Nächsten; auch unter Brechung oder weitgehender Dehnung der Regeln. Die Folge ist eine Wandlung von der Toleranz zur Intoleranz. Es entstehen immer neue und strengere Regeln. Gleichzeitig erlebt der Bürger, dass die Regeln nicht für alle zu gelten scheinen. Es bilden sich Gruppen und Schichten, mit denen sich eine schwindende Staatsmacht nicht anlegt, während die Mittelschicht die ganze Last von Verboten und Sanktionen tragen muss.
Das Fremde erlebt der Bürger als Parallelgesellschaften, von denen zum Teil eine massive organisierte Kriminalität ausgeht. Die Fremden tragen auch einen guten Teil Hass auf ihre Gastgeber ins Land. Oder geben ihrer Verachtung gegen ihre ungläubigen Gastgeber deutlich zum Ausdruck. Ordnugskräfte, deren Aufgabe Einhaltung von Regeln ist, werden massiv eingeschränkt und abgebaut. Sie konzentrieren sich auf die leichte Beute der verhältnismäßig "braven" Bürger, die sie dann umso härter überwachen und drangsalieren.

Es ist auch falsch zu denken, dass sich nur etwas verschoben hat, dass die CDU sozialdemokratisch geworden ist und dass deshalb am rechten Rand, was immer das ist, jetzt eben eine neue Partei entstanden ist.

So falsch ist das nicht. Der Linksruck der CDU hat die konservativen Kräfte freigesetzt und sie suchen nach einer geistigen Heimat. Hinzu kommt, dass der Staat sich aus seinen Kernaufgaben zurückzieht und das Land damit ruiniert. Statt dessen werden unsinnige bürgerfeindliche Entscheidungen durchgesetzt, Korruption und Lobbyismus bestimmen das Handeln der Regierung, eine wirksame Opposition gibt es nicht mehr. Übergreifende Koalitionen liegen wie Mehltau über dem Land. Die Berichterstattung folgt Interessen und persönlichen Beziehungen zwischen Mächtigen und Medien (vgl. Friede Springen & Angela Merkel). Die in den letzten Jahren getroffenen Zickzack-Entscheidungen der Kanzlerin werden der CDU angerechnet. Die Partei hat außer Claqueuren keine denkenden Persönlichkeiten mehr außer einigen Methusalems der Politik, die aber nichts mehr bewirken können und wollen.

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TomRohwer 21.03.2016, 10:07
324.

Zitat von
Sicherheit statt Freiheit, Ordnung statt Offenheit: Der Erfolg von Donald Trump in den USA oder der AfD in Deutschland ist das Symptom einer tief verwurzelten Sehnsucht nach Autorität.
Nein. Er ist der Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach dem Ende der linken Vorherrschaft im politischen Diskurs.

Es gibt nun mal nicht nur Linke, Halb-Linke, Ganz-Doll-Linke und Ein-Bißchen-Linke. Es gibt auch noch eine Menge Konservativer und Rechter in der Bevölkerung.

Und die möchten nun langsam auch mal wieder ein bißchen ihre Vorstellungen verwirklicht sehen.

Ein völlig normaler politischer Prozess.

Mir kommt es so vor, als starrte das politische Establishment im Moment genauso fassungslos auf die politische Entwicklung wie 1989. Wo ja viele Politiker im Western empörter über die Umwälzungen waren als die im zusammenbrechenden sozialistischen Lager.

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heart&mind 21.03.2016, 10:08
325. keine Sehnsucht nach Autorität sondern nach Selbstbestimmung als Bürger!

mit dem linken linksrotschwarzgrünen Einheitsbrei -
man könnte es auch als "deutsches Merkel- Europa Utopia" bezeichnen, in den kollektiven Europ. Untergang, sowie der persönlichen Freiheit. In Zukunft sind wir dank Merkel&Co. gemeinsam dümmer!

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/schwarmintelligenz-gemeinsam-sind-wir-duemmer-a-762837.html

Wenn es nach dem Spon geht sitzt dann statt AFD und Trump Merkel&cO. weiterhin beim nächsten Gipfel am Tisch mitsamt ihrer politischen Macht-Clique und polieren in ihrem "Alternativlos" Stil egomanisch, rechthaberisch Ihren Heiligenschein. Koste es was es wolle. Gute Nacht Europa, Stärke und Ordnung,Einheit, Solidarität, Volkes Meinung ist dies auch nicht, sondern das Gegenteil, linkselitärer Untergang!

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timtonic 21.03.2016, 10:13
326. Sehnsucht nach Autorität

"Sehnsucht nach Autorität" -> DAS ist der Punkt. Ein Phänomen, das weiter verbreitet ist als man denkt, und das darüber hinaus schleichend zum neuen Standard der Politik zu werden droht. Russland, Türkei, Ungarn, Polen, Trump, AfD, ...

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bach-herbert 21.03.2016, 10:21
327. Kurz und knapp

Wenn die Freiheit die Ordnung zerstört,
zerstört die Ordnung die Freiheit.

Und wieder von vorne...

Das ist die Geschichte der Menschheit seit der Geschichte aus der Bibel über die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies.

Beispiele gefällig?

Ind den Geschichtsbüchern einfach nachblättern.

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igelei 21.03.2016, 10:22
328. Nein ist es nicht!

Zitat von proratio
Genau so ist es. Und jeder, der die AfD wählt, sollte sich fragen, ob es ihm wirklich besser ginge, wenn es in diesem Land wieder mehr Autorität und Intoleranz gäbe, wenn Minderheiten ausgegrenzt werden, wenn nicht mehr alle selbstbestimmt leben können. Wenn eine staatliche Norm formuliert würde, nach der alle leben sollen, statt weltoffen, frei und tolerant zu sein. Aber genau damit gibt es offenbar eine große Überforderung. Dietz' Ansatz erklärt auch, warum gerade im Osten und bei Männern eine solche Partei Zustimmung findet. Es schaudert einen.
Tut mir Leid wiedersprechen zu müssen, der Text ist ganz nett geschrieben von Herrn Diez trifft aber nur in dem Punkt zu, dass es diese AfD-Wählergruppe schon immer gab. Die kommt ganz stark aus der Nichtwählergruppe aber auch typ. SPD, CDU, Grünen-Wähler. Herr Diez hat zwar recht damit das diese Menschen sich nach Sicherheit sehnen, aber einer anderen als Autortarismus. Sie wollen Schutz vor Spionage, vor Jobverlust, vor Altersarmut, vor Krankheit eben vor der totalen Entmachtung des Souveräns. Der Neoliberalismus ist die negative Seite der Globalisierung und trifft eben die sozial Schwächsten, aber auch im immer größeren Maße die Mittelschicht. Die Flüchtlingskrise ist dabei nur ein Mittel zur Kanalisierung des Jahrelangen Frusts, von der Politik allein gelassen zu werden. Das heißt nicht, dass die ganzen Protestwähler tatsächlich mit der Meinung der AfD übereinstimmen. Im Besonderen nicht wenn demnächst sich das Parteiprogramm herumspricht. Da steht zum Beispiel drin, die staatlichen Stützen zu senken und Versicherungen von privaten Versorgern übernehmen zu lassen, z.B. Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung soll jeder selbst übenehmen etc. und es soll der private Waffenbesitz genbehmigt werden (also Modell USA).

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lövgren 21.03.2016, 10:31
329.

Zitat von candidesgarten
Für Sie ist der Wahlerfolg der AfD irgendwie böse, 15 % Rassisten. Sie werden nichtmal dann aufwachen, wenn es 30% sind, und dann 40. Es gibt Rassisten in der AfD und sie wird auch von solchen gewählt. Aber eben auch von denen, die die jetzige Politik für irrsinnig und fast schon religiös betrachten, und das werden täglich mehr. Es gibt gute Gründe jenseits eines rechten Weltbildes die AfD zu wählen. Natürlich können Sie jeden AfD- Wähler zum Rassisten erklären. Aber das ist nur kostenlose Wahlwerbung für die.
Nun, dann belehren Sie mich doch. Dass Höcke ein Rassist ist, hat die AfD/Pegida/Npd selbst feststellen lassen. Dass Poggenburg, Junge, Meuthen, Petry Rassisten sind, kann man in jeder Rede und in jedem Fersehauftritt selbst feststellen. Wer diese Menschen in politische Positionen wählt, ist in Kenntnis des Rassismus dieser Menschen zwangsläufig selber ein Rassist. Was soll die Drückebergerei vor diesem Begriff. Mir ist auch klar, dass nicht jeder AfD/Pegida/Npd-Wähler ein Nazi ist. Aber Rassist muss man sein, wenn man Rassisten wählt.

Und mit Ihree vorgeschobenen Angst, mit Kritik würde man noch mehr AfD/Pegida/Npd-Wähler produzieren.
Das heißt also übersetzt, keine Kritik an den Rechtsextremen, weil sie sonst Zualuf bekommen. Wo sind wir denn? Wenn einer aus diesem Beweggrund die Rechten wählt, weil die kritisiert werden, dann ist das so. Wenn eines nicht in Frage kommt, dann ist es Kuschen vor den Rechtsextremen. Die Kritik muss noch viel, viel lauter werden. Man muss aufzeigen, dass diese Konzept-, Ideen- und Lösungslosen keine Kompetenz zu gar nichts haben. Das machen die ja schon in den Parlamenten, in denen sie vertreten sind, ganz alleine, das entbindet aber keinen Demokraten von der Pflicht, dies auch zu tun.

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