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Trump, Le Pen und Co. : Erst die Arroganz der Linken macht Populisten möglich
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Natürlich kann man Wutbürger und Populistenwähler als Idioten bezeichnen. Bringt nur nichts.

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cdrb 19.11.2016, 09:56
1. Freundlich

Es ist freundlich von Ihnen, Frau Berg, diese Mahnung an Ihre Kollegen auch dem Publikum zugänglich zu machen.

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pratter 19.11.2016, 09:57
2. Das Beste zum Thema !

Frau Berg,
das war ehrlich, fundiert, bescheiden - unideologisch.
Kein Patentrezept nach der Analyse - wie auch?

Es gibt einige gute Analysten der Situation - aber die alle ziehen falsche Schlußfolgerungen - weil sie ideologisch vernagelt sind.

Die Freiheit der Andersdenkenden - das ist wahrer Liberalismus - oder anders ausgedrückt - die einzige Chance, die meisten Menschen inhaltlich zu erreichen. Allerdings setzt das bei Jedem ein gewisses Mass an Bereitschaft zur Eigenverantwortung voraus.

Dankle, danke, danke, Frau Berg.

Ich ernenne hiermit Ihren Artikel zur Pflichtlektüre für alle !!

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kaiserudo 19.11.2016, 09:59
3. Soso

Die linken sind jetzt also schuld am massiven Zuwachs der rechten.
Die weiße Rose und die Scholl Geschwister jetzt also Täter statt Opfer.
Leute wie pispers , Lafontaine oder Gysi sind schuld an pegida und afd und fremdenhass.
Steile These. Rosa Luxemburg rotiert schon im Grab.
Könnte es nicht so sein das die rechten Zuwenig oder zu schlechte Schulbildung genossen haben und
Deswegen meinen Mozart sei ein Konfekt oder eine sexpraktik ?

Der Grund warum allerorten rechte Zuwachs bekommen ist die abgehängte und verlorene, von SPD und Grünen verratene Unterschicht. Seid Helmut Schmidt noch unter Brandt Minister und später Kanzler wurde herrscht in der BRD der Neoliberalismus. Vielleicht sollten sie mal eruieren ob diese politische Strömung nicht schuld ist am erstarken der rechten. Weil die Parteien dieses prekariat verraten und verkauft haben.

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micca221 19.11.2016, 10:00
4. Die Freunde der Neofaschisten

Es sind Meinungen wie diese die mich in meiner Meinung bestärken, dass die heutigen Linken und Grünen die “besten Freunde” von Hitler gewesen wären. Wie komme ich zu solch einer kontroversen, aber sehr ernst gemeinten Aussage? Ich glaube, es liegt im Wesen der modernen Linken, die Demokratie immer genau dort zu verteidigen, von wo her ihr die geringste Gefahr droht. Bedroht ein Trump oder eine AfD wirklich die Demokratie bzw. die Freiheit? Ich glaube eher nicht. Das Schlimmste was wir von Herrn Trump auch in Zukunft erwarten können sind wohl stänkernde, peinliche Tweets. Die Grünen und Linken sehen sich gerne als Bollwerk gegen den Faschismus. Sie verteidigen die Demokratie aber auffälliger Weise immer genau dort, wo ihnen die geringste körperliche Gefahr droht. Wodurch zeichnet sich aber echter Faschismus aus? Er zeichnet sich dadurch aus, dass er politische Ziele unter Einsatz jeglicher Mittel durchzusetzen versucht, insbesondere unter Einsatz von Gewalt. Der Zweck heiligt quasi alle Mittel und der Kampf gegen den Faschismus ist deshalb nicht ungefährlich. Mordende Horden von Zottelbärtigen, die ganze Dörfer ausradieren, erbeutete Frauen als Sexsklavinen halten, Kinder und Alte ohne jegliche Gefühlsregung exekutieren bzw. enthaupten mit dem Endziel eines Welt umspannenden Kalifats sind in meinen Augen der Ausdruck einer Reinform von Faschismus. Jetzt frage ich Sie als Leser: Haben Sie jemals schon von einen Salonlinken wie Herrn Augstein einen Artikel gelesen, in dem er den IS als gefährlichen, intoleranten Verein bezeichnet oder eine Claudia Roth auf einer Salafisten Demo ein Banner hoch halten sehen, auf dem sie die Gleichberechtigung der Frau oder die Akzeptanz von Homoehen einfordert? Nein, das haben Sie nicht. Das werden Sie auch nie sehen. Sie wissen alle instinktiv, dass wäre viel zu gefährlich. Leute wie Claudia Roth gehen lieber auf AfD Demos, wo sie wissen, es wimmelt dort zwar nur so vor “Wutbürgern”, die Gefahr von Gewalt aber ist relativ überschaubar. Stattdessen schickt man junge Polizisten los, die dann zum Teil schwerste Verletzungen davon tragen, wenn sie von solchen Leuten ohne die geringsten Skrupel mit Messern, Säbeln und Äxten angegriffen werden. Wieso also sind nun die Grünen und Linken die besten Freuden dieser Neo-Faschisten? Weil sie scheinbar reflexhaft immer genau dann mit falsch verstandener Toleranz reagieren, wenn Toleranz eigentlich komplett fehl am Platze ist. Eine Renate Künast, die das Berliner SEK (ein Sonder Einsatz Kommando der Polizei!) auffordert, die Schuhe auszuziehen, vor dem Betreten einer Moschee, bzw. eine Aydan Özoğuz, eine türkisch stämmige SPD Politikerin und Integrationsbeauftrage der Bundesregierung mit islamistischen Brüdern in der eigenen Familie, die “ein sehr, sehr grosses Augenmass” einfordert beim Durchgreifen gegen radikale Salafisten sind geradezu absurd anmutende Beispiel hierfür.

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medienhoppel 19.11.2016, 10:01
5. IQ Raumtemperatur

Zitat von
Trump, Le Pen und Co. Erst die Arroganz der Linken macht Populisten möglich
Jaja, und in Frankreich wird behauptet, die Attentäter von Paris vor einem Jahr sind erst durch die 68er möglich geworden.
Es gibt absolut irre Thesen, die derzeit mal wieder alle "Linken" seit Karl Marx für aber auch wirklich jeden Scheiß auf der ganzen Welt verantwortlich machen wollen..

Weder der Raubtierkapitalismus der Globalisierung noch der übergierige Egoismus der neoliberalen Lehre sind an irgendetwas wie zB Armut, Arbeitslosigkeit oder Dumpinglöhnen, mangelnden Perspektiven und Wut der Menschen Schuld, sondern das ist alles nur ein Werk der Salonsozialisten, die Mozart hören und die Welt wütend machen.
Simplizius Simplizissimus ist ein komplizierter Denker im Vergleich zu diesen kühnen Behauptungen

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Emderfriese 19.11.2016, 10:01
6. Ablenkung

"...Mehr weiß ich nicht."

Schöner Schlusssatz. Er beschreibt das ganze Dilemma - nein! nicht der Linken! - einer Kaste von wohlsituierten "Intellektuellen", deren Horizont kaum weiter reicht, als ihr Weltbild zulässt. Ein Weltbild, das geprägt ist von liberaler Bürgerlichkeit, die nicht bereit ist, eindeutig für eine Seite Partei zu ergreifen. Links bedeutet eben mehr als nur Mozart oder der (zum Teil unmögliche) Dialog mit "Andersdenkenden. Es bedeutet, die Hintergründe der Politik und der Wirtschaft mit einem sozialistischen Basiswissen auszuleuchten und dieses den Unaufgeklärten der Gesellschaft zu vermitteln. Aber dazu muss man sich solch ein Wissen zunächst einmal aneignen und dann auch noch gegen die Widerstände der Medienbeherrscher veröffentlichen. So ist es wohl einfacher zu rufen "Haltet den Dieb!" um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.

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medianet_1 19.11.2016, 10:02
7. Fast verstanden Frau Berg

Sie haben es fast verstanden. Nicht mit den "Blödköpfen" reden wenn sie schon radikal sind, sondern, die ernst nehmen, die sich andere Gedanken als die "arrogante Linke". Mit ihnen reden bevor Sie z.B aus Protest und Frust AFD wählen. Das bedeutet aber aus dem Elfenbeinturm kommen und die Politik wieder auf realistische, bürgerliche Beine stellen und nicht auf einen "multikulti auf Teufel komm aus Kurs" trimmen und alles der Wirtschaft und den Unternehmen unter zu ordnen. Wir haben hier gewaltige Schieflage. Das sieht man nichts zuletzt daran, dass selbst" Die Grünen" nur von einer Vermögenssteuer für Superreiche reden.

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cerberus66 19.11.2016, 10:05
8.

Auch die Linke hat ihre Art von Hasstiraden und Unwahrheiten, die von entsprechenden Medien kritiklos publiziert werden. Hasstiraden gegen "Reiche", die immer als Forderung nach Steuererhöhungen daherkommen. Unwahrheiten durch zB die Behauptung, es gäbe Ausbeutung in Deutschland. Nun es gibt Menschen in diesem Land, din einerseits sagen Geld sei ihnen nicht wichtig und sich in Schule und Beruf entsprechend verhalten, dann aber nörgeln, wenn sie -oh Wunder- tatsächlich wenig bekommen. Dass die Linke sich dermassen immer noch mit Trump abmüht liegt mE eher daran, dass ihre Hasstiraden nicht gerichtet haben. Gebetsmühlenhafte Forderungen nach Steuererhöhungen wärmen halt den Kopf, aber nicht das Herz.

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held_der_arbeit! 19.11.2016, 10:08
9. Sie haben Recht

Sind aber, wenn ich an vergangene Kolumnen denke, selbst nicht ganz unschuldig ;) Aber schwamm drüber. Das Problem mit der Gegenrede ist, dass beide Lager mittlerweile dank den Algorithmen der Social Media in gefilterten Parralelwelten leben. Das macht Verständigung, wenn man sich denn überhaupt in derselben Kommentarspalte trifft, schwierig. Die Fakten des einen sind die Lügen des anderen. Und damit meine ich ausdrücklich beide Seiten. "Unsere" Reaktion wenn man uns die neueste Verschwörungstheorie zu "Killary" oder Obama auftischt? Genauso weltfremd/an den Haaren herbeigezogen erscheint den Rechten die Kritik an Trump. Ja, auch wenn es dafür Video- und Aktenbeweise gibt. Aber eben nur in "unserer" Filterblase. Was also tun? Ich denke die beste Chance hat man im engsten Bekanntenkreis. Wo nicht sofort die Schilde hochgefahren-, sondern Gegenargumente zumindest angehört werden. Ich habe zB einige amerikanische Freunde überzeugen können das ihre Frustration über die wirtschaftliche Ungleichheit nachvollziehbar, aber die Wahl eines selbstsüchtigen "1%ers" keine Lösung ist. Leider nicht genug ;)

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