Forum: Kultur
Trump, Le Pen und Co. : Erst die Arroganz der Linken macht Populisten möglich
Getty Images

Natürlich kann man Wutbürger und Populistenwähler als Idioten bezeichnen. Bringt nur nichts.

Seite 2 von 67
jschm 19.11.2016, 10:08
10. Vollkommen einverstanden

Liebe Frau Sibylle! Die beste Kolumne von Ihnen! Man kann nicht langfristig grosse Bevölkerungsgruppen and den politischen Extremen, sei es links oder rechts, ausgrenzen und zu Parias erklären. Das muß schief gehen. Im besten Fall blockiert diese Gruppe in den Parlamenten eine Regierungsbildung, im schlimmsten Fall regieren sie. F.J. Strauß hatte schon Recht als er sagte, daß es rechts von der CSU niemanden geben darf. Leider haben Leute mit seiner volkstümlichen Art bei unserer Presse heute keine Chance mehr.

Beitrag melden
mittekwilli 19.11.2016, 10:08
11. Wieder mal lustig dieser Artikel

Hätte da eine andere These. Der Mensch ist ein Rudeltier. Als Solches sind ihm Weltanschauungen egal, weil sie sich dem "Starken" anschließen werden. So ist unsere heutige politische Welt die Reaktion auf eine Politik mit Politikern die kein Vorbild sein können.
Alles das gab es schon mehrfach in der Geschichte, der letzte vermeintlich starke hat den zweiten Weltkrieg angefangen.

Beitrag melden
janowitsch 19.11.2016, 10:08
12. Wie wahr

Das Problem der linken Politiker ist, dass sie beim Glas Rotwein perfekt über den Zustand der Welt parlieren können, aber nicht mehr den Fuß auf die Straße in die Problemviertel bringen. Sie haben praktisch Angst vor der Kälte des Lebens auf den Straßen, vor der Rauheit der Menschen, die eigentlich ihre Klientel sein sollten. Die rechten Populisten werfen sich hingegen in den Sumpf, sie haben keine Angst, sich schmutzig zu machen. Sie lieben es sogar und wiegeln die Enttäuschten und Verängstigten auf. Schon lang keinen begeisternden linken Politiker mehr erlebt.

Beitrag melden
Aurora vor dem Schilf 19.11.2016, 10:09
13. Treffer, versenkt

Seit Trump gewählt wurde, lässt es sich nicht mehr ignorieren: die Linke wie die Rechte, Du und ich, wir machen alle den Denkfehler, dass wir eine Weltsicht verteidigen, weil sie uns selbst nützt. Und wir halten Menschen für minderbemittelt, die nicht von sich aus erkennen, wie wichtig es ist, das alles immer so läuft, dass es für uns selbstgut läuft. Möglichst noch ein kleines Bisschen besser als für die anderen. Wir verpacken das alle gern unter moralisierenden Argumenten. Dabei geht es immer um das selbe: das eigene Wohlbefinden.

Beitrag melden
fusselsieb 19.11.2016, 10:10
14. Menschen wollen Geborgenheit

Menschen wollen eine Aufgabe haben. Sie wollen mitgenommen werden, an einem Projekt teilhaben.

Aber das ist heute gar nicht mehr möglich. Viele Menschen wurden vom Arbeitsleben ausgeschlossen. Sie bekommen Ihr Geld und schauen Dschungelcamp oder lassen sich anders Tag für Tag berieseln. Leben in Stumpfsinn bis zum Tod. Werden einfach nur noch abgefüttert.

Und einige wenige Arbeiten und bezahlen diese Menschen. Und viele andere Menschen arbeiten, um ein Minieinkommen zu bekommen und können sich doch nicht mehr leisten, als die "abgefütterten". Selbst für eine Rente über Grundsicherung reicht es nicht.

Und dann kommen massenhaft Menschen, die angeblich die Rente sichern sollen. Die aber in der Masse auch nur schlecht bezahlte Jobs ausführen können, wenn überhaupt.
Und es hält die Unsicherheit Einzug. Ganze Viertel in Großstädten sind abends nicht mehr sicher. Beschimpfungen, Drohungen und Gewalt sind an der Tagesordnung. Auf Aktion erfolgt Reaktion oder Resignation.

Mit Weltoffenheit hat das alles gar nichts zu tun. Wo hört es auf Gast zu sein? Ab wann wird eine Gesellschaft zerstört und unterlaufen?
Wenn 30 oder 40% der Einwohner gar nicht mehr Mitglied der Gesellschaft sind, sondern ihre eigenen Regeln machen? Wenn Eliten sich von der Gemeinschaft verabschieden und nur noch sehen, möglichst die Gesellschaft auszubeuten, weil sie sich keiner Gemeinschaft mehr zugehörig fühlen, dann kämpft jeder nur noch für sich selbst.

Beitrag melden
Leser00815 19.11.2016, 10:11
15. Die Geschichte hat es uns gelehrt

Populisten begreifen den Unsinn, den sie permanent um sich verteilen, erst dann, wenn sie vor den Trümmern ihrer Regentschaft stehen.
Sie vorher zu beschimpfen oder gar mit sachlichen Argumenten überzeugen zu wollen, das bringt rein garnichts.
Schlechte Aussichten für diese Welt und diejenigen, welche sich - auch wenn es bisweilen arrogant wirken sollte - um eine gute und vor allem friedliche Zukunft der Völker abmühen.

Beitrag melden
ethelberth 19.11.2016, 10:12
16. Vergessen

Eines hat Frau Berg vergessen: Nicht nur freundliche Fragen an den Andersdenkenden stellen, sondern sich selbst von diesem hinterfragen lassen. Um Aufeinander zuzugehen müssen sich beide bewegen.

Beitrag melden
EaronnEaronn 19.11.2016, 10:12
17. Puh, gut dass wir den Schuldigen gefunden haben!

Uns selbst.
Nationalismus, Rassismus und Sexismus wurden und werden nicht befeuert von Menschen, die solche "Prinzipien" ins tägliche Leben zurückholen. Nein, es waren die "Linken". Sie waren zu arrogant mit ihrer Mozarthörerei. Wo kommen wir da auch hin, wenn jemand schöne Dinge mag. Und sie sprechen ja nie mit Rassisten!

Was für eine Beleidigung all der Linken, die selber am Existenzminimum leben, aber dennoch solidarisch bleiben. Welche Ignoranz gegenüber all jenen, die lang und breit Diskussionen fühhren, Argumente aufzeigten, Statistiken verlinkten. Und dann bestenfalls ignoriert, schlechtigenfalls beschimpft, schlimmstenfalls bedroht oder angegrifen wurden. "Schlampe", "totficken", "vergasen" - ach, das wurde alles nur gesagt, weil niemand mit den armen Kindern gesprochen hat?

Könnten wir mit dem Flagellantentum aufhören? Es gibt bestimmt "Luxuslinke", aber noch mehr gibt es, was ich schlichtweg normale Menschen nenne, die entsetzt sind, wenn ein Präsidentschaftsanwärter sich mit sexuellem Missbrauch brüstet oder noch ein Heim für Asylsuchende angezündet wird. Und die wirklich genug diskutiert haben, auch auf den hiesigen Kommentarseiten.

Umgekehrt: die neuen Nationalisten und Trump-Fans wollen meine Unterstützung? Gut, was habt ihr zu bieten? Zeigt mir mal die schöne neue Welt, die ihr euch so vorstellt, und vielleicht könnt ihr mich gewinnen. Nur: mit

Beitrag melden
Oscar Madison 19.11.2016, 10:14
18. Danke, Frau Berg!

Es wurde Zeit für diese wahrhaft humanistischen Worte. Wenn es ein 'Links' als ein auf das Wohl der Menschen ausgerichtetes Denken gibt, dann ist das 'Links'. Es ist das Problem der "Kreise", das es zu durchbrechen gilt. Da es den "Anderen" offensichtlich schwerer fällt, müssen wir das tun. Unsere progressive Meinung unter den Menschen zu teilen, deren Meinung wir sowieso teilen, ist nicht viel mehr als Selbstbestätigung. Man riskiert gar nichts, man kann viel behaupten. Ändern tut das nichts.

Beitrag melden
HolgerS 19.11.2016, 10:15
19. guter Ansatz aber ein Denkfehler

Sehr schön, dass einige wenige tatsächlich anfangen über das eigene Verhalten nachdenken. Wenn jemand wie Trump eine Wahl gewinnt, dann muss auch die Gute Seite irgendwas falsch gemacht haben.

Das Problem ist präzise beschrieben: Eine andere Meinung, ein falsches Wort lösen einen Shitstorm aus, statt eine Debatte.
Aber dann: "Einfach mal nett mit Fundamentalisten plaudern.."

Eben viele die sich selber Linke nennen scheinen nicht auf den Gedanken zu kommen (oder er ist für sie unerträglich), das eine andere Meinung legitim sein kann ohne, dass der Andrer gelich ein Extremist ist. In dieser Falle steckt leider auch die Kolumnistin fest (wie auch viele ihrer Kolumnen beweisen)

In Deutschland plakatieren Parteien teilweise "Rechts verhindern - [Lieblingsfarbe einsetzen] wählem!". Ach ja?!? Und dann machen sie Politik die gegen meine Werte und Interessen geht und prahlen dann: "Dafür wurden wir gewählt!".

Ich fühle mich zwischen den extremen der Populisten (immer die Rechten) und den Besitzenden (an Macht) in Medien und Politik zerrieben.

Beitrag melden
Seite 2 von 67
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!