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Trump, Le Pen und Co. : Erst die Arroganz der Linken macht Populisten möglich
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Natürlich kann man Wutbürger und Populistenwähler als Idioten bezeichnen. Bringt nur nichts.

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Yoroshii 19.11.2016, 13:00
230. Der Schwabe sagt: Es geit sodde ond sodde!

Links!? Es will nicht aus den Köpfen! Das Schwarz-Weiß-Schema verfolgt uns seit dem Sturz Napoleons, als nämlich die Adligen RECHTS vom Präsi Platz nehmen durften - also die Ehre hatten. Den dritten Stand hat man links platziert. Links ist bäbä, sagt der Schwabe, denn richtig ist rechts und auch im Frankreich der Revolution gab es mehr Rechtshänder - also rechte Leute eben. Adlige eben, die de fakto aber weit in der Minderheit waren und zwar deutlich mehr als die Linkshänder im Vergleich zu den Rechtshändern.
Der dritte Stand solle und wolle etwas werden, postulierten die Drittständler, dabei waren sie ja schon was - die Mehrzahl! Heute müssen die Linkssitzer im Plenum nicht mehr links sitzen. Sie dürfen da sitzen, wo Plätze frei sind. Tun sie das? Sie fraktionszwängeln sich durch die Debatten und man kann erkennen, dass sie immer weniger werden! Linke unter den Grünen werden gar zu Unikaten und Soliären. Der grüne Normalo arbeitet jahrzehntelang daran unsere Sprache zur Correctnesskarikatur verkommen lassen. So sind wir schließlich multikulturabel geworden und eine SPD-Ikone hat Deutschland sich abschaffen lassen. Die alte Tante SPD ist stramm mittig ausgerichtet und nordet sich unter der Rautenkanzlerin ein. Wenige argumentativ begabte "Linke" könnten sitzen, wo sie wollen. Sie tun es nur nicht. Es hilft nix! Die Rechten und Richtigen, auch wenn sie gar nichts zu sagen haben, sind in der Mehrzahl und gute Diskutanten wie Wagenknecht oder Gysi oder uns Oskar dürfen sich in Talkshows abstrampeln - oft mit Beifall bedacht und ansonsten milde belächelt.

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mus53 19.11.2016, 13:05
231.

Werke der Wiener Klassik - und im Besonderen Mozart - haben eine grundsätzlich erbauende, deeskalierende Wirkung auf die Hörerschaft. Ich denke nicht, dass sich Menschen öfter oder heftiger über Andersmeinende aufregen, wenn sie Mozart hören. Darüberhinaus kenne ich weitaus mehr Konservative, die Gefallen an der Klassik finden. Linke bevorzugen Sex Pistols. (Schublade zu)

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interessierter Laie 19.11.2016, 13:06
232. Einverstanden

Aber mit Polemik zu Sachlichkeit aufzufordern ist Quatsch. Und der Graben verläuft nur ganz grob zwischen rechts und links. Viele der "Arroganten" hören weder Mozart, noch sind sie links. Sie stehen auf dem Boden des Grundgesetzes, der christlichen Nächstenliebe oder ganz simpel einer Lageeinschätzung die sagt: In einer Welt in der jede Idee, jeder Satz, jedes Bild, Musiktück oder Video in wenigen Sekunden überall sind haben Mauern keine Wirkung mehr. Viele der Abgehängten sind weder Bildleser noch wirklich rechts. Sie folgen einem Gefühl von Ungerechtigkeit, Einseitigkeit, der Angst um ihre Gewohnheiten und Besitztümer. Was wirklich schlimm ist: Beide Seiten sind zu keinen Kompromissen bereit. Damit gerät ein Grundpfeiler der Demokratie in Gefahr: Der Ausgleich von Interessen der dafür sorgt, dass die Mitte stark bleibt und die Ränder schwach.

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Der Viertelvorzwölfte 19.11.2016, 13:07
233. Natürlich

Zitat von germ
Meine Güte, wie krank. Von was für Linke reden Sie da eigentlich? Das Sagen in unserem Land hat aufgrund der Kanzlerrichtlinienkompetenz seit Jahrzehnten die CDU, mit Ausnahme Schröders. Und die CDU gilt nicht als Linke Partei. Und Schröder war ziemlich Rechts. Welche Linken also? Sind das schon die Anfänge einer großen Massenverblödung, in dem man Fakten einfach ausblendet, oder gar nicht erst zur Kenntnis nimmt?
Natürlich ist das Massenverblödung - allerdings nicht im Hinblick auf den Foristen, dem Sie das unterstellen - kehren Sie mal bei sich selber ein....

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wahrsager26 19.11.2016, 13:07
234. An kuac. Nr227

Gefällt die Ansicht nicht,wird eben etwas 'gebogen'!Stellen Sie sich vor,ich habe beide Bücher eines gewissen S. gelesen....aber ich habe beim Erscheinen des ersten Buches mit durchaus gebildeten Leuten in der damaligen Buchhandlung gesprochen...leider haben Sie das nicht hören können.Auch habe ich den post des Foristen gelesen,dem Sie antworteten.....Ihre Antwort erscheint mir rätselhaft .Wäre es nicht besser ,mal Ursachenforschung zu betreiben,warum vieles so gekommen ist,wie es gekommen ist?Stattdessen sehe ich Schubladendenken -aber wem ist damit genützt?Danke

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Randy Brecht 19.11.2016, 13:07
235. richtig so

gut überspitzt gesagt. Die heutigen Linken sind doch nur ein Verein von verwöhnten Wohlstandslinken auf Hipster gestylt deren einzige Sorge oft ewige Diskussionen um Genderwahnsinn oder die absolute Schlimmheit von Fleisch im moralischen Diktat vegan sich ernähren zu müssen. Oder Überlebende früherer glorreicher Jahre die ihren Frust im Saufen ertränken. Oder Mode-Linke, die noch nie irgendwelche linke Schrift gelesen haben aber sich für die bessere und einzig wahre Hälfte der Welt halten. Oder die braven, die ihrer Bürgerpflicht erledigen und mal paar Stunden mitlaufen auf einer Event-Demonstration mit Kindern, Bratwürsten und Luftballons und garantiert einem afrikanischen Trommler um zu zeigen das man sie auch mag.Oder halt die die die direkt einen festlegen. Pro-Israel vs Contra-Israel.. entweder links oder totale Scheiße alles ohne dabei Ideale oder einen Idealismus zu haben. Wie Anti-Fas die zwar Nazis auf die Fresse hauen wollen doch gegenüber realen Ausländern und Flüchtlinge fremdenfeindlich sind. Der Text ist echt gut.. und trifft es voll. Während die linke, und auch diese Esoteriker in ihrer behüteten Wohlstandsblase vor sich her leben.. kommt der Pöbel, kommt die Masse an Leuten die weltweit Populisten ihrer Macht gibt. Doch während früher die Linke eine Arbeiterbewegung war.. haben diese Leute mit linken Idealen inzwischen nichts mehr am Hut.. und sie kommen und rennen los.. und es werden weltweit vermutlich in den nächsten Jahren immer mehr.. und weltfremde selbstgerechte arrogante Sprüche, Slogans und Phrasen da auch nicht viel dran ändern können. Wie war das in der Schule wo keiner mit einem spielen wollte. und alle gelacht haben selbst die Lehrer da man ja vielleicht hässlich war, oder dumm, oder schlechte Eltern hatte. ich glaube so fühlen sie diese ganzen Menschen die so was wählen, fühlen, denken. In einer Zeit wo immer die eindeutige Identität sich auflöst verlieren solche immer mehr das wenig an Identität was sie noch hatten. Das würde auch die Wut erklären und die Sorge...

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kuac 19.11.2016, 13:09
236.

Zitat von Trumpist
Die Annahme der überwiegend linken und linksliberalen Presse, bei Trumpisten, FN-Wählern, Hofer-Fans oder Afd-lern handele es sich um geistesschwache Bildungsversager, ist eine große Selbsttäuschung. Natürlich wählen auch Frustrierte rechte Parteien und Präsidentschaftskandidaten. Aber auch gebildete und kultivierte Wähler erkennen zunehmend, dass die in den zurückliegenden Jahren gemachten großen Versprechen der etablierten Parteien hohl und unseriös waren.......
Soll man deshalb die AfD wählen? Sie macht auf gewisse Probleme aufmerksam, aber bietet keine vernünftige Lösungen an. Die AfD ist ja nicht populär geworden als eine Partei der sozialen Gerechtigkeit, sondern eine Partei, die gegen Minderheiten, gegen Euro und gegen EU ist. Das reicht nicht, die Lage der sozial benachteiligten, Arbeitslosen, Geringverdienern usw. Zu verbessern.

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wachsame 19.11.2016, 13:11
237.

Zitat von max-mustermann
seit Jahr und Tag wird hier alles Linke in den Medien niedergeschrieben und lächerlich gemacht, die Etablierten faseln etwas von Rote Socken und Linksfront, und jetzt wo die Rechten und Demokratiefeinde aus ihren Löchern gekrochen kommen soll ausgerechnet die viel gescholtene Linke daran Schuld sein. Einfach nur lächerlich !
Danke, sehe ich genauso

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belinea12345 19.11.2016, 13:11
238. Trump bekam nicht die Mehrheit der Stimmen

Es ist schon faszinierend, wie allenthalben so getan wird, als habe sich in den USA unglaubliches ereignet. Die Unterschiede zwischen den beiden Kandidaten lagen seit langem innerhalb der Fehlerspanne von Wahlprognosen (+/- 3 Prozent). Beide konnten gewinnen. Beide haben gewonnen: Clinton die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, Trump die der Wahlmänner. Letzteres entscheidet über die Wahl zum Präsidenten. Klingt blöd, ist es auch und dennoch wahr. Auch wahr ist, dass so ziemlich jeder gegen Trump gewonnen hätte, außer Hillary.

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niveau_ist_keine_handcrem 19.11.2016, 13:11
239. Ernst nehmen, Elitismus rechts aufdecken, Gegenrede führen

Sie schreiben über Arroganz der Demokraten und plädieren dafür, künftig andere Meinungen nicht mehr mit einem Shitstorm überziehen zu wollen. Haben Sie das jemals getan? Ich habe meine Zweifel! Es wäre paternalistisch und arrogant, eine Verantwortung für das Verhalten der Rechten auf der linken Seite und in deren Verhalten zu suchen. Ich plädiere dafür, die Rechten mit ihren Programmen ernst zu nehmen und sich mit den schwachen und falschen Argumenten auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch, sie beim Wort zu nehmen und nicht in eine Metadiskussion über vermeintlich soziale Ursachen abzugleiten, die historisch in der Regel längst widerlegt sind, sich gegen den Lügenpressevorwurf zu verteidigen oder Politiker demokratischer Parteien verantwortlich zu machen. Ihren Falschaussagen und Lügen, ihrem Rassimus und ihrer Frauenfeindlichkeit muss begegnet und ggf. entschieden, emotional und faktenbasiert widersprochen werden.
Entscheidend ist dabei nicht auf einen Trick der Rechten reinzufallen: Sobald jemand diesen politisch fundamentalistischen Gruppen widerspricht, folgt deren Aufschrei, in dem die Gegenrede als „Nazikeule“ oder „political correctness“ diffamiert wird. Es wird behauptet, die Gegenrede stehe im Gegensatz zur freien Meinungsäußerung und versuche eine „geheime Mehrheit“, den „kleinen Mann“ und seine Interessen zu unterdrücken. Gleichzeitig wird mit dem rechten Kampfbegriff "politische Korrektheit" vermieden, Roß und Reiter zu benennen. Wer genau verbietet hier eigentlich wem was? Stattdessen wird ein diffuses Bedrohungszenario kreiert. Nun ist es aber so: Mit wenigen Ausnahmen konnte man in den USA ebenso wie in Deutschland immer alles sagen. Der Aufstieg des Trumpismus und der AfD sind ein Beleg dafür und keine Gegenrevolution. Demokraten können eine Gegenrede und kontroverse Meinungen aushalten. Das bedeutet aber nicht, dass sie jede Meinungsäußerung unwidersprochen hinnehmen müssen. Gegenrede ist in der freien Meinungsäußerung und in der Demokratie immer auch zugelassen und sollte nicht als „moralisch“, „Nazikeule“ oder „politisch korrekt“ im Ansatz erstickt werden. Diese aggressive Strategie der Neuen Rechten zeigt, dass sie entgegen ihrer Lippenbekenntnisse nicht an einem kontroversen Meinungsaustausch interessiert sind. Sie sind es, die den Gegner mundtot machen wollen. Wenn sie freie Meinungsäußerung für sich einfordern, müssen sie aber auch andere Meinungen aushalten und nicht das Gespräch abbrechen! Demokraten wiederum sollten sich den Gesprächsabbruch nicht gefallen lassen und weiter die Auseinandersetzung suchen. Nur an dieser Stelle liegt ihre Verantwortung.
Arrogant und überheblich sind die rechten Eliten und Adelige, die sich in den Führungskreisen der AfD und Identitären sammeln, um eine Karikatur des „kleinen Mannes“ auf die Bühne zu bringen. Ihr Ziel ist es Menschen in ihrem Interesse zu manipulieren und nachweislich zu belügen. Mich wundert immer wieder, dass ihnen diese Attitüde medial abgekauft wird. Sie ist wie so vieles in den Programmen dieser Gruppen, die sich zur Bewegung stilisieren, schlicht nicht wahr!

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