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TV-Interview: Houellebecq verteidigt sich gegen Islamophobie-Vorwurf
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In einem TV-Interview hat sich Michel Houellebecq zu seinem umstrittenen Buch "Unterwerfung" geäußert. Den Vorwurf, er sei ein Feind des Islam, weist er ebenso zurück wie die Vereinnahmung durch die Rechte.

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mediator_ch 13.01.2015, 15:57
10. heute keine Überschrift

Nach "La carte et le territoire" mit seiner peinlichen Selbstbeweihräucherung hab ich mir geschworen keinen "Houellebecq" mehr zu lesen. Na ja, "Soumission" scheint einen letzen Versuch wert zu sein. Vielleicht ist Houellebecq ja von seinem grössenwahnsinnigen Egotrip abgekommen...

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pb-sonntag 13.01.2015, 16:09
11. Kann einer

... wenn er einen Stadtplan von Berlin hat?

Schlimmer und verwerflicher wäre es bestimmt, hätte er einen Stadtplan von Dresden.
Ich will nur aufzeigen, wie "sensiebel" die Journalie ist, wenn es um die Vermittlung eines Zerrbild geht.
Ich werde mir das Buch kaufen, auch wenn ich dadurch mit "islamophob" tituliert werde.

Die Freiheit nehme ich mir.

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malte.b 13.01.2015, 16:19
12. manche sind gleicher als andere

Als Agnostiker bin ich seit Jahren ein überzeugter Gegner des Christentums. Warum darf ich nicht auch ein Gegner des Islams sein ? Weil in diesem Land mit zweierlei Maß gemessen wird ?

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Blaumännchen 13.01.2015, 16:19
13. Mal ehrlich....

kommt einem das ganze nicht langsam schizo vor? Die Karikaturisten wurden wegen ihrer Islam- Karikaturen getötet und Houllebecq wirft man Islamophobie vor. Die Satire darf alles (richtig) aber die Literatur nicht? Übrigens: Wieviele Zeitungen haben in der Vergangenheit auf die Veröffentlichung von Islam Karikaturen verzichtet weil sie vor einem Anschlag wie diesem Angst hatten? Bei SPON übrigens auch nicht. Jetzt sind alle Charlie und ziehen über die Mahner her.

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Walther Kempinski 13.01.2015, 16:20
14. Klar

Zitat von IronSky
na und, dann ist man halt ein feind des islam. was ist so schlimm daran? kann ja wohl jeder selbst entscheiden. das buch ist gekauft.
Klar kann man ein Feind des Islam sein. Aber wenn man nicht auch ein Feind der restlichen Religionen ist, ist man nur ein kleiner Chauvinist.

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Tom Joad 13.01.2015, 16:23
15. Houellebecqs Bücher

Zitat von mediator_ch
Nach "La carte et le territoire" mit seiner peinlichen Selbstbeweihräucherung hab ich mir geschworen keinen "Houellebecq" mehr zu lesen. Na ja, "Soumission" scheint einen letzen Versuch wert zu sein. Vielleicht ist Houellebecq ja von seinem grössenwahnsinnigen Egotrip abgekommen...
Ich habe drei seiner Romane gelesen, allerdings "nur" auf Deutsch. "Elementarteilchen" fand ich gut und interessant, gerade wegen der schonungslos offenen und oft ein bisschen abstoßenden Szenen. Mit "Die Möglichkeit einer Insel" war bei mir aber, was Houellebecq angeht, der Ofen aus. Ich mag es nicht, verar***t zu werden, auch nicht durch eine Erzählung.

Größenwahn ist es bei ihm eigentlich nicht, eher eine zum Teil sehr unangenehme Art der Selbstfixierung (Houellebecqs Idee, die feinen Nervenzellen seiner Eichel gentechnisch auf den gesamten Körper zu übertragen, spricht schon Bände). Dazu sind die Protagonisten, die ich von ihm kenne, immer die gleichen Duckmäuser und ständig auf der Suche nach Sex. Houellebecq kann anscheinend nicht aus seiner Haut. Und ja, islamophobe (ist ja kein Schimpfwort, nur eine Zustandsbeschreibung) Tendenzen habe ich in jedem seiner Romane festgestellt.

Das wäre nicht weiter tragisch, denn ein intellektuelles Schwergewicht ist er nicht. Tragisch wird es, wenn sein neuer Roman aus der rechten Ecke als "Beleg" für die eigene Weltsicht herangezogen wird und die bei anderen Menschen vorhandenen, zum größten Teil unbegründeten Ängste weiter schürt.

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markinh 13.01.2015, 16:33
16. Nonsens

Zitat von Walther Kempinski
Klar kann man ein Feind des Islam sein. Aber wenn man nicht auch ein Feind der restlichen Religionen ist, ist man nur ein kleiner Chauvinist.
Ich darf differenzieren und entscheiden was meinen Werten entspricht und was nicht!

Führerkult und die Vorstellung von Germanisch Rassischer Überlegenheit hatten religiöse Züge; muss ich die nun in einen Topf mit einer 3000 Jahre alten Buddhistischer Religion werfen?

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cato. 13.01.2015, 16:40
17.

Zitat von honey_d
Wieso eigentlich immer dieses Buzzword......"islamoPHOB"? Um eine Phobie (grch. Angst) wie etwa bei Klaustrophobie geht es hier doch sowieso nicht.
Doch das ist explizit der Bezug den der Erfinder ein fundamentaler Moslem äh Islamist natürlich herstellen wollte. Kritik am Islam ist eine Geisteskrankheit. Diskussion beendet.

Und das in der westlichen Welt die Linksgrünen so dankbar diese Wortschöpfung aufgenommen haben, hat seinen Grund, denn die wenigsten von ihnen sind zu einer sachlichen Diskussion über den Islam fähig, für sie ist dies eine abstrakte Religion der Unterdrückten die es gegen rassistische Tendenzen zu verteidigen gilt und dabei übersehen sie halt, dass sie eine faschistische Ideologie in Schutz nehmen.

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vonkoesten21 13.01.2015, 16:44
18. Wie das?

Es ist wie mit so vielem, was den Menschen "unbequem" ist:
sie hauen einfach zunächst mal drauf, in diesem Fall nennen sie das Buch und/oder den Autor islamophob.

Sie können es nicht gelesen, oder hat keiner dieser - mit Verlaub - Blindgänger gemerkt, dass sich der Protagonist des Romans am Ende dem Islam zuwendet?

Deswegen hat H. ja wohl auch seine Werbetour zurückgezogen - um nicht falsch verstanden zu werden.

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Peter Lublewski 13.01.2015, 16:46
19. Stammtisch

Zitat von KlausKram
Jib, darf nur dafür verwendet. Ab an den Stammtisch, Oettinger trinken und Schweinebraten mit brauner Soße essen.
Was haben Sie gegen einen Stammtisch? Meinen Sie, da wird mehr Blödsinn erzählt als Sie hier schreiben?

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