Forum: Kultur
TV-Interview: Houellebecq verteidigt sich gegen Islamophobie-Vorwurf
Canal+

In einem TV-Interview hat sich Michel Houellebecq zu seinem umstrittenen Buch "Unterwerfung" geäußert. Den Vorwurf, er sei ein Feind des Islam, weist er ebenso zurück wie die Vereinnahmung durch die Rechte.

Seite 4 von 4
Untertainer 13.01.2015, 19:06
30. Aber

Zitat von altmannn
kenne ich nicht. Aber wenn es dem inhaltlich dem nahe kommt, was in den Feuilletons dargestellt wurde, wird völlig unaufgeregt der weitere politische und gesellschaftliche Weg Frankreichs beschrieben, wie er stattfinden könnte. Ein Roman wie Orwells 1984. Sonst nichts.
Aber der Spiegel will leider HASS säen und auch die vernünftigsten Menschen mit diesem Unsinnsgeschreibe provozieren. Es ist eine unglaubliche Frechheit, diesen Autor zu diffamieren. Kritik ist nicht Feindschaft und schon gar nicht Hass.
Der Meinungsterror erinnert immer mehr an die Zersetzungen in der DDR.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
am03b3 13.01.2015, 22:55
31. hach schön

...daß ich das noch erleben darf.
im spon forum wird über literatur gestritten.
von ungewohntem publikum.
herzerfrischend

Beitrag melden Antworten / Zitieren
none-of-your-business 14.01.2015, 00:32
32. Hä?

Zitat von Untertainer
Aber der Spiegel will leider HASS säen und auch die vernünftigsten Menschen mit diesem Unsinnsgeschreibe provozieren. Es ist eine unglaubliche Frechheit, diesen Autor zu diffamieren. Kritik ist nicht Feindschaft und schon gar nicht Hass. Der Meinungsterror erinnert immer mehr an die Zersetzungen in der DDR.
Wo gibt der Artikel denn das her? Wo ist denn da das Hass-Säen, die Diffamation, der Meinungsterror?
Wenn das da drin stünde, hätte ich ja auch gerne was dagegen, aber ich find's nicht. Bitte erleuchten Sie mich, Herr/Frau Untertainer!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lalale 14.01.2015, 08:20
33.

Zitat von spon-facebook-10000283853
"Islamophobie" ist ein Propaganda-Begriff, den Khomenie erfunden hat! Er wollte die berechtigte Kritik als "krank" diffamieren.
völlig egal wer, wie, wann, warum einen begriff erfunden hat, bedeutung, interpretationen ändern sich immer wieder im laufe der geschichte; und heute steht "islamophobie" nun mal für antimuslimischen rassismus. und damit ist auch nicht kritik gemeint, sondern die anwendung von (möglicherweise kritikwürdigen) stereotypen einzelner auf die gesamte gruppe;
eine handvoll muslime tötet menschen und beruft sich dabei auf allah, aber allen muslimen wird die selbe haltung unterstellt.

zurück zu der sache mit den begrifflichkeiten... früher war z.B. "schwachsinnig" ein medizinischer fachbegriff, heute würde man das als diffamierend und beleidigend auffassen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lalale 14.01.2015, 08:25
34.

Zitat von ky3
Hätte er für seinen Roman die Thesen von Scientologie weiter gedacht würde sich niemand aufregen. Denkt man die Folgen der Philosophie (die Thesen von der Ehre, das Patriarchat, die Gewaltverherrlichung, die wortwörtliche Auslegung des Korans, ...) vieler Muslime durch ist man allzu schnell ein Rassist. Schade dass man nicht mehr frei schreiben kann ohne gleich angegriffen zu werden.
achten sie bitte doch etwas auf ihre wortwahl.
die redaktion von charlie hebdo wurde "angegriffen", Houellebecq wurde kritisiert, ein kleiner unterschied.
teil der "freiheit" zu schreiben was man will ist auch die freiheit der anderen dieses kritisieren zu dürfen wenn sie es möchten.
oder hat Houellebecq jetzt in irgendeiner weise staatliche repressionen zu fürchten? soweit mir bekannt ist nicht...
also wurde auch seine "freiheit" zu schreiben was er will nicht eingeschränkt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rkinfo 22.02.2015, 15:34
35. Re:1984

Zitat von pitterw
Er hat einen Roman geschrieben. Durchaus realitätsnah und keineswegs phantastisch, aber eben einen Roman. Welche Art der Phobie hat man seinerzeit eigentlich einem George Orwell vorgeworfen ?
'1984' hatte auch freizügiges zu Sex zu beiten ...

Es gibt im Grundgesetz, in der EU und auch weltweit besondere Schutzrechte für religiöse Gemeinschaften weil sie durch ihre Unlogik in den Werken sonst zu leicht angreifbar wären.

Angesichts der real existierenden Gottesstaaten - wobei der islamische Iran ja entstand weil Khomeini dort aus dem französchen Exil die Macht übernahm - ist ein Spiel mit 'Gottesstaat Frankreich' nachvollziehbar.

Islamophob greift da wenig denn der Roman wäre ähnlich bei orthodox jüdischer oder fundamendalistisch christlicher Machtergreifung ausgefallen.

Unser Verständnis zu Religionen umfasst nicht mehr die Vorstellung dass jene faktisch die Macht im Staat haben wollen wie eben Scharia statt demokratischer Grundordnung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4