Forum: Kultur
TV-Kritik: Lammert rügt Qualitätsverlust im Fernsehen
DPA

Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.

Seite 3 von 77
James Agee 26.10.2013, 16:42
20. Chapeau!

Der Bundestagspräsident hat absolut recht! Es kann einfach nicht sein, dass der Bürger eine Rundfunkabgabe von nahezu 20,- Euro im Monat zahlt, die aber in ihrer weiteren Verteilung nur rudimentär noch etwas mit dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag zu tun hat. Bildungsauftrag, das wären die unzähligen, zumeist freiberuflich beschäftigten Fernsehjournalisten, die für einen Hungerlohn von ca. 1600,- Euro im Monat Dokumentationen und Reportagen auf eigenes Risiko produzieren; Bildungsauftrag ist aber nicht eine Star-Gage für Jauch, Gottschalk oder Anne Will. Bildungsauftrag wäre dlf oder Phoenix, aber ganz sicher nicht "Wetten dass...." oder ein Poker um die Bundesligarechte. Das ist "Brot und Spiele" aber sicher nicht "Politik und Kultur". Nichts gegen Unterhaltung; aber nicht mittels einer Zwangsabgabe, die längst das Niveau einer Zweitsteuer erreicht hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Giotti 26.10.2013, 16:42
21. wie Recht Lammert hat

und ich frage mich, wofür ich meine Rundfunkgebühr zahle. Nicht, dass ich die per se ablehne, sondern ich erwarte mehr Kultur- und Bildungsfernsehen und weniger Wetten Das oder Fernsehgarten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fmf 26.10.2013, 16:43
22. Gipfel der Heuchelei des Herrn Lammert

Was Herr Lammert beklagt, wurde bereits vor Jahrzehnen mit der Wahnsinnsidee, Privatfernsehen und Rundfunk in Deutschland einzuführen, begonnen. Damit begann das Quotenrennen. Qualität, gar Wert, einer Sendung spielte keine Rolle, solange sie in gesetzlichem Rahmen ablief. Die Politiker haben gleichzeitig und in voller Absicht, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in dasselbe Quotenrennen abdriften lassen. Und warum das Ganze? Weil eine von Privatsendern verblödete und abgelenkte Wählerschaft noch leichter zu manipulieren ist. Pures Eigeninteresse der Parteien. Dem kümmerlichen öffentlich-rechtlichen Rest den Geldhahn abdrehen, bietet der Politik in ihrem Eigennutz nur noch leichteres Spiel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GoBenn 26.10.2013, 16:43
23.

Guter Kommentar. Politmagazine haben heute 30 Minuten, Filme von Kurosawa (als Beipsiel) laufen gerade mal bei Arte oder 3sat. Das war alles mal anders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reznikoff2 26.10.2013, 16:43
24. :-)

Zitat von sysop
Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.
Sehr dezent. Man kann auch sagen: Fernsehen ist langsam was für Deppen. Besser man kauft sich ein gutes Buch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
guteronkel 26.10.2013, 16:44
25.

Oha, da wurde der Bock zum Gärtner gemacht und jetzt grast er auch noch den Rasen ab.
Welche Regierung war es, die den GEZ-Zwangsbeitrag einführte und somit das ganze Land systematisch abkassierte? War da der Herr Lammert eigentlich nicht auch mit im Boot? Jetzt Wasser predigen und selbst Wein saufen kommt nicht mehr so gut an beim deutschen Volk.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
u.loose 26.10.2013, 16:44
26. Wo er Recht hat, hat er recht...

das sogenannte "Unterschichtenfernsehen" hat die private Ecke mittlerweile verlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kone 26.10.2013, 16:44
27. Lammert hat recht ...!

Zitat von sysop
Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.
Bevor nun allerdings die übliche Prügel auf die ÖR niedergeht, muss die Frage eraubt sein, WER (!!!) denn die Einschaltquote überhaupt erst zum "Qualitätsmaßstab" macht !
Die ÖR werden gebraucht, und ein Entzug der wirtschaftlichen Basis sollte sich deshalb nur auf die Bereiche erstrecken, in denen massiv Geld verschwendet wird: Wenn z.B. Frau Lierhaus für die Ansage der Fernsehlotteriegewinner eine Jahresgage von über 400.000 Euro erhält, möchte man nicht wisssen, was dann Leute wie Beckmann oder Pflaume einstreichen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cato-der-ältere 26.10.2013, 16:45
28. Das System

Das System ist schon so tief eingefressen, es profitieren so viele Maden im Speck davon, dass es niemals geändert werden kann. Ausser nach einem Asteroiden-Einschlag nach dem alles neu aufgebaut werden muss.

Wir alle müssen zwangsweise für unsäglichen Mist wie "Sturm der Liebe", und Schlager-Trallala auf Groschenheft-Niveau zahlen, obwohl ARD und ZDF einen glasklaren Auftrag für Bildung und Information haben.
Aber im Grundgesetz steht ja auch vieles auf geduldigem Papier. Wie von sozialer Verantwortung der Besitzenden, Würde und Gleichwertigkeit des Einzelnen. Wen juckt es schon? Diejenigen die das Sagen im Lande haben jedenfalls nicht. Die Fassade unseres Pracht-Landes glänzt doch so schön und Mutti lächelt so niedlich, was da alles hinten wegbröselt im Laufe der Jahrzehnte, man sieht's doch kaum, so schlimm kann es nicht sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DieterBo 26.10.2013, 16:45
29. Wie recht er hat....

ich arbeite als freier Mitarbeiter in der PostPro des MDR. Im Tagesprogramm ist es am schlimmsten. Alle Redaktionen, allen voran die festangestellten CVDs, sind derart Quotengeil, das man sich schon fragt, was das eigentlich soll. Besonders schlimm ist da die Sendung "Brisant" der ARD. Mord und Totschlag- positive Themen: Fehlanzeige. Und es gibt partout keinem im Haus der diesem Einhalt gebieten könnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 77