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TV-Kritik: Lammert rügt Qualitätsverlust im Fernsehen
DPA

Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.

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lreitemeier 26.10.2013, 22:19
420. Mit dem Preis für Claus Kleber

feiert sich die Medienbranche, die öffentlich-rechtliche, wieder einmal selbst. Ich halte Claus Kleber auch nicht für einen guten Journalisten. Er vertritt im besten Falle tendenziösen Meinungs Journalismus. Die Befürchtung liegt nahe, dass ein qualitativ besserer öffentlicher Rundfunk noch mehr in diese Richtung tendieren würde.

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syracusa 26.10.2013, 22:21
421.

Zitat von schwarzes_lamm
Ich nehme an, Sie haben doch belastbares Zahlenmaterial oder sonstige Belege dafür, dass die Unterschicht der USA "Fox-TV-verseucht" ist und es hier präsentieren?
Aber natürlich habe ich das. Ich bin seit vielen Jahren medienpolitisch aktiv.

Die Einschaltquoten von Fox-TV können Sie übrigens selbst ergoogeln, dann muss ich mir hinterher nämlich nicht vorwerfen lassen, ich hätte die Daten verfälscht. Sie können auch ergoogeln, wie viele Bürger der USA Pay-TV haben, und Sie können auch herausfinden, welche Sender in welcher Region der USA kostenfrei empfangbar sind, und welche Bevölkerungsschichten keinen anderen Zugang zu TV-Sendern als zu den kostenfreien haben. Und zuletzt können Sie noch herausfinden, welche Zustimmungsraten die Tea Party in der Unterschicht der USA genießt, und natürlich auch, welche politischen Präferenzen Fox-TV verfolgt.

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Medienkenner 26.10.2013, 22:21
422. optional

Schöne Worte, Herr Lammert, na dann bleiben Sie mal am Ball. Was Herrn Kleber anbelangt, da kann man durchaus geteilter Meinung sein. Ich halte ihn für einen unaufrichtigen Schönschwätzer.

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larousse 26.10.2013, 22:22
423. Schnell gemerkt !

Zitat von sysop
Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.
Da hat aber wieder mal ein Politiker etwas ganz schnell gemerkt !
Ich kann mich nur noch totlachen. Das Fernsehprogramm ist seit Jahrzehnten derart grausig....und Herr Lammert stellt dies jetzt ganz überrascht fest.

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serene 26.10.2013, 22:23
424. optional

Kleber versucht, Meinung zu "machen" und verpackt das in intellektueller Scheinobjektivität. Auch ER sollte nicht entscheiden wollen, was wir sehen SOLLTEN.

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spon-facebook-1629421895 26.10.2013, 22:23
425. optional

Was ist Fernsehn? Nie einen bessesen, nie einen gebraucht. Hab einen PC. Ah ja, der Schmarrn kostet mich 17.90 im Monat.

Wollte mal den Dortmunder Tatort kucken... nicht online.

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roflem 26.10.2013, 22:24
426. ok....

Zitat von syracusa
Widerspruch! Ganz im Gegenteil sehe ich mit größtem Wohlwollen beim ZDF einen seit Jahren anhaltenden Trend zur Verbesserung des Programminhalts. Das ZDF hat das politische Kabarett ganz im Alleingang wieder zum qualitätvollen Massenprogramm gemacht, nachdem die ARD ihren "Scheibenwischer" durch den von mir nur wenig geschätzten Bruno Jonas so furchbar in den Sand gesetzt hat. Ich schätze mittlerweile das Programmangebot des ZDF deutlich wertvoller ein als das der ARD, und das gilt sowohl für die Mainstream-Sender wie auch für die Spartensender.
Wenn Sie die Heute Show und Neues aus der Anstalt meinen, das sind ab und zu sehenswerte Momente. ABER: der laufende Einkauf von RTL Figuren, wie Lanz, das Kopieren von scripted reality Formaten, übelste, schlecht recherchierte Kolportage wie in Frontal 21 und vor allem die CDU-Hörigkeit, sind nicht nur historisch belegbar, sondern immernoch prävalent. Dazu kommt eben das Schielen auf die RTL Quote und das platte Kopieren der Sendeformate von Mutti Mohn´s Massenvernichtungswaffe. Das gleiche muss ich leider auch SPON bescheinigen, wenns um ihr Kopf an Kopf Rennen mit BLÖD um den grossen Boulevard-Preis geht.
Boulevard-Lifestyle-Homestories-Modeopfer-Z-Promis....

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klauseinemaus 26.10.2013, 22:26
427. Das ZDF

Zitat von Ratzfatz030
sich auf das Niveau von RTL und SAT.1 begeben hat, wurde für alle eindrucksvoll von "Wetten dass ...", Herrn Lanz und Gästen demonstriert ... Es stellt sich auch die Frage, was billig produzierte und inflationär gesendete Kochshows mit der Erfüllung des Staatsvertrages zu tun haben. Aber heute sitzen ja auch Vertreter des sog. "Comedy" als Meinungsmacher und Repräsentanten des "Dummvolks" bei Anne Will und Beckmann :-(
und die ARD produzieren Unmengen an Serienschrott und fördern mit deren Inhalten ebenso wie die Privaten Sender Verrohung und Verdummung. Von Bildungsauftrag ist mit Ausnahme von Arte, Phoenix und 3Sat kaum was zu erkennen. Warum Fernsehprogramm vielfach für geistig Unterbemittelte und bildungsferne Schichten produziert wird, will sich mir nicht erschließen. Quote dürfte für die ÖR überhaupt kein Thema sein und Werbung sollte ihnen verboten werden. Dafür zahlen wir ja schließlich alle zwangshalber. Was Leute sehen "sollten", wird leider heute durchaus bereits gesteuert. Man schaue nur die armseeligen Nachrichtenprogramme, die unisono querbeet über alle Sender die gleichen Meldungen verkünden, ja sogar in der fast gleichen Wortwahl. Manche Meldungen bringt keiner der Sender, andere dagegen alle. Das kann nicht reiner Zufall sein. Schließlich passiert auf der Welt tagtäglich mehr als nur die sieben oder acht Meldungen, die dann rund um die Uhr von allen vorgetragen werden.

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syracusa 26.10.2013, 22:26
428.

Zitat von STORZ
Warum kann der Fernsehzuschauer seine Sender, die er ansehen möchte, nicht selbst zusammenstellen? Ich zahle gerne für Fernsehen, wenn es gut ist.
Nein, auch Sie würden zu wenig bezahlen, als dass beispielsweise ARTE das aktuelle Programm aufrecht erhalten könnte. Und je weniger Menschen dazu bezahlen, desto weniger würden die restlichen die steigenden Anteile finanzieren können. Sie Sie sich doch einfach mal an, was TV in den USA kostet. Und dafür kriegen die auch nur ein miserables Programm!

Und selbst wenn Sie das bezahlen könnten, dann wäre das Programmangebot nicht mehr das von ARTE, sondern das eines gewinnorientierten Unternehmens, das zwangsläufig auf die Produktion und Ausstrahlung von Programminhalten verzichten müsste, die nur eine kleine Minderheit interessieren, obwohl gerade diese Minderheit vielleicht unverzichtbarer Motor der kulturellen Entwicklung wäre.

Und selbst wenn das gegeben wäre, dann wären die Programminhalte nicht mehr bürgerrechtlich kontrolliert, sondern durch die Eigentümer dieses Senders.

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syracusa 26.10.2013, 22:31
429.

Zitat von walter_e._kurtz
Die Realität sieht aber anders aus: Im Bundestag sitzen so wenig Parteien wie nie.
Das ist falsch: derzeit sitzen fünf Parteien im Bundestag. Bis Anfang der 1980er Jahre saßen aber nur vier Parteien drin.

Es gibt bekanntlich Dutzende von Parteien. Aber die meisten finden halt nur eine handvoll Wähler. Dennoch existieren sie und sind grundsätzlich wählbar. Es ist kein Ausweis von fehlender Demokratie, wenn die Bürger diese Parteien nicht wählen.

Es stimmt zwar, dass - allerdings nur mit knappem Vorsprung - die größte "Partei" die der Nichtwähler ist. Aber dummerweise will keiner mit denen koalieren.

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