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TV-Kritik: Lammert rügt Qualitätsverlust im Fernsehen
DPA

Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.

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syracusa 27.10.2013, 09:48
560.

Zitat von roflem
Wenn Sie die Heute Show und Neues aus der Anstalt meinen, das sind ab und zu sehenswerte Momente. ABER: der laufende Einkauf von RTL Figuren, wie Lanz, das Kopieren von scripted reality Formaten, übelste, schlecht recherchierte Kolportage wie in Frontal 21 und vor allem die CDU-Hörigkeit, sind nicht nur historisch belegbar, sondern immernoch prävalent. Dazu kommt eben das Schielen auf die RTL Quote und das platte Kopieren der Sendeformate von Mutti Mohn´s Massenvernichtungswaffe. Das gleiche muss ich leider auch SPON bescheinigen, wenns um ihr Kopf an Kopf Rennen mit BLÖD um den grossen Boulevard-Preis geht. Boulevard-Lifestyle-Homestories-Modeopfer-Z-Promis....
Ja, natürlich. Das ZDF bezieht seine Existenzberechtigung aber nun mal tatsächlich aus der Quote. Es ist ein Massenkanal für den Massengeschmack. Ich weiß nicht, wie man im Wettbewerb gegen die auf niedere Instinkte der Zuschauer setzenden Privatsender anders Quote erzielen kann.

Ich kann wegschalten. ZDF neo oder ZDF info bieten immer ein sehenswertes Angebot.

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oannad 27.10.2013, 09:50
561. TV-Kritik: Lammert rügt Qualitätsverlust im Fernsehen

Herr Lammert wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Die Politik ist schlecht. Das Fernsehprogramm ist schlecht, das ist nichts neues. Dafür gibt es die Zwangsabgabe egal ob ich nun sehe und höre oder nicht. Die Öffis brauchen jetzt auf keine Qualität mehr zu achten. Das Geld kommt ja pünktlich. Die Macher gehen davon aus, das der größte Teil der Zuschauer an Demenz leidet und deshalb gibt es eine Wiederholung nach der anderen.

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Manfred Leiterer 27.10.2013, 09:51
562. Moment mal

..."würdigte den Journalisten als einen "der auffälligsten, der meinungsbildenden und urteilsprägenden Journalisten""
Das empfindet unser Bundespräsident also als "seriöse Information".
Die KP in China ist auch" meinungsbildend und urteilsprägend" wann verleihen Sie dieser Gruppierung dann einen Preis.
Seriöse Berichterstattung ist wenn genau meinungsbildende und urteilsprägende Elemente nicht aufgedrängt werden.
Sie haben ihm hoffentlich die goldene Himbere verliehen.

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hellsfoul 27.10.2013, 09:52
563.

Tja, solange sich die Leute weiterhin auf allen Kanälen verblöden lassen, wird sich daran nicht ändern. Die Öffentlich-Rechtlichen müssen ja genauso nachweisen, dass sie Programm für die Menschen machen. Es hilft wenig, wenn man interessante Informationen bietet, aber keinen erreicht, weil es dann heißt: Ach auf dem Programm kommt eh nichts Interessantes (wobei interessant für die meisten ein Krimi, eine Unterhaltungsshow ist).
Nachdem auf den Privaten solche Schwachsinnssendungen wie "Mitten im Leben" laufen, die auch noch versuchen, dem Zuschauer weiß zu machen, es wäre eine Dokumentation, finde ich, die ÖR stehen mit ihrem Programm gut da.

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Blaumilchvor 27.10.2013, 09:55
564. Das ist der eine Teil

..der andere Teil ist, wenn ich schon für diesen Schwachsinn bezahlen muss will ich auch keine Werbung oder Werbeeinblendungen sehen. Ständig wird irgend eine Sendung gesponsert oder das Wetter...von der präsentierten Qualität der Beitrage will ich erst gar nicht sprechen...

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soppo50 27.10.2013, 09:55
565. Herr Lammert wir haben ein weit größeres Problem die Verflechtung mit der Politik

Zitat von sysop
Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.
Gelegentlich wurde und wird eine Verflechtung zwischen parteipolitischen und/oder kommerziellen Interessen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk behauptet. Einige Beispiele:
•Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass der CSU-Pressesprecher Hans Michael Strepp versuchte hatte, Druck auf TV-Redaktionen auszuüben (Näheres im Artikel über Strepp; Strepp trat zurück).
•Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sagte zum Fall Strepp einem Interview der Zeit Online, zu Beginn seiner Amtszeit (2000) sei es üblich gewesen, dass Politiker bei einfachen Redakteuren anriefen, um Druck auf die Berichterstattung auszuüben. „Ich habe damals zum Beispiel zufällig erfahren, dass der damalige CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer durch einen Anruf in der Redaktion versucht hat, einen ihm unliebsamen Bericht zu verhindern.“ „Ich habe daraufhin in den bekannterweise mit zahlreichen Politikern besetzten ZDF-Aufsichtsgremien gedroht, weitere Anrufe zu veröffentlichen. Danach war Ruhe.“ Eine Verlängerung von Brenders Vertrag wurde vom – überwiegend mit Unions-Politikern besetzten – ZDF-Verwaltungsrat abgelehnt; dies führte im Jahr 2010 zu Debatten über die politische Beeinflussbarkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
•Im März 2011 beschwerte sich die Sprecherin des damaligen bayerischen Umweltministers Markus Söder beim BR (Bayerischer Rundfunk) über einen kritischen Bericht. Der Beitrag wurde nicht mehr gesendet.[25]
In den Aufsichtsgremien sitzen Vertreter der in den Landesrundfunkgesetzen der Länder festgelegten gesellschaftlich relevanten Gruppen das sind politische Parteien CDU/CSU. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat den so genannten öffentlich-rechtlichen Programmauftrag zu erfüllen, der in den entsprechenden gesetzlichen Grundlagen verankert ist. Danach müssen die Programme den Zuschauern und Zuhörern umfassend und ausgewogen Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung anbieten. Dabei sind auch bestimmte journalistische und ethische Prinzipien einzuhalten.

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karlsiegfried 27.10.2013, 09:55
566. Applaus, Applaus

Die Fernsehmüllgebühren sind ein rein diktatorische Massnahme sogenannter demokratischer Politiker. Was hat das mit Bildung und Information zu tun? Nur Postensicherung ist das gefragt im sogenannten Rundfunkrat. Selbst die ARD und ZDF-Nachrichten sind Müll. Siehe im Vergleich dazu ZIB 2 (Austria) und 10 vor 10 (Schweiz) beide auf 3 sat zu sehen. Da wird noch informiert und diskutiert und zwar ausführlich. Ich zahle gerne für Arte, 3 Sat, Phoenix und vergleichbare. Für Rosamunde Pilcher und ähnlichen Schrott soll doch der bezahlen, der sich diesen Müll reinzieht. Ist technisch doch möglich. Aber von unseren geldgeilen Politikern ungewollt.

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edle 27.10.2013, 09:58
567. hoffentlich

ändert sich auch was>> ganz meine Meinung !! doch schon sooft wurden wir enttäuscht, das sich etwas ändert. Will sagen, wenn gute, sehr gute und vernünftige Ausstrahlungen im Fernsehen UND Rundfunk gesendet werden, sind auch die Geühren berechtigt, die dann (natürlich) auch wieder erhöht werden !!!! oder nicht :-))

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rpuryear 27.10.2013, 09:59
568. Privatfernsehen verbieten

Der Grund für die Quotenjagt ist doch, dass genau die gleichen Politiker die Gebühr in Frage stellen würden, wenn wegen hoher Qualität die Quote niedrig wäre.
Die Verblödung Leute geht vom Privatfernsehen aus, das die öffentlich-rechtlichen Anstalten unter Quotendruck setzt und selbst auch der Qualitätsskale jegliche Untergrenze entzogen hat.

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mvau 27.10.2013, 10:01
569. Schaufensterrede

Solche wohlfeilen Worte werden erst dann ein bisschen glaubwürdiger, wenn die Politik auch abseits solcher Selbstvergewisserungsveranstaltungen wie Preisverleihungen etc. versucht, Räume für Kreativität und Qualität zu schaffen. Medienpolitik in Deutschland ist aktuell aber vor allen Dingen lobbyistische Parteipolitik und von keinerlei Bemühung um nachhaltige Gestaltung geprägt. Die Einführung des Privatfernsehens, die Debatte um die Onlineaktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen und jüngst die Diskussion um den öffentlich-rechtlichen Jugendkanal sind aussagekräftige Beispiele dafür. Nirgendwo auch nur ein Hauch eines klaren Zukunftsbildes geschweige denn einer Vision, welche Medienlandschaft man in den nächsten Jahrzehnten haben möchte oder wie man auf aktuelle Entwicklungen reagieren will. Stattdessen peinliches Geschacher und Strippengeziehe im Dienste der Parteikumpel aus den Medienkonzernen. Nun könnte man vielleicht zu recht anmerken, dass jedes Publikum die Qualität bekommt, die es verdient und dass es nicht Aufgabe der Politik sein kann, eine inhaltliche Entwicklung der Medienlandschaft beeinflussen zu wollen. Dann sind aber auch solche Reden überflüssig.

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