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TV-Kritik: Lammert rügt Qualitätsverlust im Fernsehen
DPA

Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.

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skell100 27.10.2013, 10:43
580. Gut gesehen

Zitat von Manfred Leiterer
..."würdigte den Journalisten als einen "der auffälligsten, der meinungsbildenden und urteilsprägenden Journalisten"" Das empfindet unser Bundespräsident also als "seriöse Information". Die KP in China ist auch" meinungsbildend und urteilsprägend" wann verleihen Sie dieser Gruppierung dann einen Preis. Seriöse Berichterstattung ist wenn genau meinungsbildende und urteilsprägende Elemente nicht aufgedrängt werden. Sie haben ihm hoffentlich die goldene Himbere verliehen.
Danke! Eine der besten und zutreffendsten Kommentare hier.

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gantenbein3 27.10.2013, 10:43
581. Problem erkannt, aber...

Zitat von sysop
Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage. (...) Lammert verwies auf ein Zitat des Moderators des "heute journals", wonach die Medien nicht nur fragen sollten, was die Leute sehen wollen: Es müsse auch darum gehen, "was sie sehen sollten". Damit sei das Problem der deutschen Medienwelt gut beschrieben, meinte der Bundestagspräsident: Diese Vorgaben an die Sender und die einstigen Standards des öffentlich-rechtlichen Rundfunks würden regelmäßig verfehlt. Claus Kleber zeige mit seiner Arbeit allerdings, "dass es auch anders geht".
...Gefahr nicht gebannt. Denn dass es gerade Leute wie Lammert oder Kleber sein könnten, die "den Leuten" sagen, was sie sehen sollten, ist eine Gänsehäute produzierende Horrorvorstellung.

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schreckgespenst 27.10.2013, 10:48
582. Blubb

Zitat von syracusa
Nein, auch Sie würden zu wenig bezahlen, als dass beispielsweise ARTE das aktuelle Programm aufrecht erhalten könnte. Und je weniger Menschen dazu bezahlen, desto weniger würden die restlichen die steigenden Anteile finanzieren können. Sie Sie sich doch einfach mal an, was TV in den USA kostet. Und dafür kriegen die auch nur ein miserables Programm!
Genau diese nicht korrekte und faktefreie Argumentationsweise wird von den ÖRR genutzt um die GEZ zu begründen.
Ohne GEZ wären die wenigen sinnvollen Programme/Programminhalte nicht möglich.
Dies ist aber nur bedingt korrekt. Ca. 40% der Einnahmen des ÖRR wird für (live) Sportübertragungen ausgegeben (hauptsächlich Fussball). Sehr teure Programminhalte sind darüber hinaus die Tatorte, Fernsehfilme und Unterhaltungsshows. Durch ein zusammenstreichen von diesen Inhalten würde die GEZ-Abgabe von knapp 18 EUR auf ca. 5-8 EUR reduzierbar sein, OHNE eine Streichung von sinnvollen Inhalten.
Ich denke die GEZ würde eine wesentlich höhere Akzeptanz haben, wenn wieder eine Konzetration auf die eigentliche Aufgabe erfolgt (Grundversorgung) und die Höhe wesentlich reduziert werden kann.

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walter_e._kurtz 27.10.2013, 10:50
583.

Zitat von spiritof81
Das ändert aber nichts daran, dass gerade "Monitor" dennoch unobjektiv ist und rote/grüne Stimmungsmache betreibt und dabei nicht vor Unwahrheiten zurückschreckt. Die Journalisten mögen parteipolitisch unabhängig sein, !
Als sog. 4. Säule der Demokratie sollen Journalisten/die Presse dies auch gar nicht. Sondern, wo notwendig, auch eine oppositionelle Haltung annehmen.
Das Ihnen, als ausgewiesenen Atomiker, diese Herangehensweise ein Dorn im Auge ist, liegt somit auch auf der Hand.

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c++ 27.10.2013, 11:09
584.

Zitat von syracusa
Gute Qualität eines Mediums zeigt sich darin, dass das Geschehen aus einer Vielzahl von Blickwinkeln durchleuchtet wird, dass die Berichterstattung konsistent ist, ohne einen Blickwinkel zu oktruieren, dass der Rezipient zum Nachdenken und Hinterfragen seines eigenen Standpunkts gebracht wird. Es gibt nichts besseres, als wenn man durch einen Zeitungsartikel oder einen Fernsehbeitrag zur Aufgabe seines Standpunkts und zur Neupositionierung gebracht wird.
Genau das gibt es im Staatsfernsehen nicht, weil dort der Grundsatz gilt: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.
Nicht dass ich glaube, das wird sich ändern. Das ist letztlich überall auf der Welt so. Mich irritiert nur die Naivität, mit der Sie argumentieren. Das Staatsfernsehen dient dem Machterhalt der Kreise, die mit den GEZ-Steuern der Bürger ihre Vertreter finanzieren, und zwar mehr als fürstlich. Oder hat man das Gehalt von Claus Kleber schon mal veröffentlicht? Da wird ganz eisern geschwiegen
Gehälter bei ARD und ZDF: Was verdienen Kleber, Jauch und Co.? - Medien - Tagesspiegel
Für diese Gehälter können die Auftraggeber absolute Treue verlangen, unabhängige Kritik geht gar nicht. Dafür wird Hofberichterstattung geliefert

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dani7830 27.10.2013, 11:20
585.

nicht jammern und meckern. handeln die herrn politiker. ich kann nichts ändern an der beitrsgsgebühr. ich bin verpflichtet sie zu zahlen laut rundfunkstaatsvertrag. ich frage mich nur immer wo die Milliarden Einnahmen immer landen. den bildungsauftrag und informstinsauftraghaben die sender schon lange aufgegeben. ich habe den sendern des öfteren geschrieben was zu tun. als antwort kommt gar nichts oder die sendungsgestaltung obliegt bei den sendern. also man hat kein mitdpracherecht. nur Zahlen und hinnehmen.

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schwarzes_lamm 27.10.2013, 11:21
587.

Zitat von syracusa
Aber natürlich habe ich das. Ich bin seit vielen Jahren medienpolitisch aktiv. Die Einschaltquoten von Fox-TV können Sie übrigens selbst ergoogeln, dann muss ich mir hinterher nämlich nicht vorwerfen lassen, ich hätte die Daten verfälscht. Sie können auch ergoogeln, wie viele Bürger der USA Pay-TV haben, und Sie können auch herausfinden, welche Sender in welcher Region der USA kostenfrei empfangbar sind, und welche Bevölkerungsschichten keinen anderen Zugang zu TV-Sendern als zu den kostenfreien haben. Und zuletzt können Sie noch herausfinden, welche Zustimmungsraten die Tea Party in der Unterschicht der USA genießt, und natürlich auch, welche politischen Präferenzen Fox-TV verfolgt.

Die angebliche Indoktrination von Unterschichten durch konservativ ausgerichtete Medien wie "USA Today" oder "Fox" hätte demnach Mitt Romney in das Weisse Haus hieven müssen.
Hat sie aber nicht.

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garfield 27.10.2013, 11:26
588.

Zitat von syracusa
... einen vom STAAT so weit wie möglich unabhängigen ÖRR, sollten Sie ergänzen.
Ja natürlich, aber doch nicht nur. Auch unabhängig von WIRTSCHAFTS-Interessen. Deswegen sind natürlich die Privatsender erst recht nicht unabhängig.
Es hätte allerdings was, wenn auf RTL und Co eine Verbraucher-Ratgebersendung über die Mogelpackungen der Hersteller (z.B. Waschmittelhersteller) berichtet - unterbrochen von Werbung für Henkel- oder Unileverprodukte.
Erst an DEM Tag (also wenn Ostern und Weihnachten zusammen fallen) werde ich das Loblied der Privatsender singen.
Deswegen ist eine Gebührenfinanzierung die beste Voraussetzung für unabhängigen ÖR, wenn sie weder von Wirtschaftsverbänden noch Politikern beschlossen werden. Die Idee mit einer KEF ist ja an sich ganz gut, nur müsste der Politikereinfluss dort minimiert werden.

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UweZ+ 27.10.2013, 11:28
589. Ich hätte da mal ne Frage...

Zitat von schreckgespenst
Genau diese nicht korrekte und faktefreie Argumentationsweise wird von den ÖRR genutzt um die GEZ zu begründen. Ohne GEZ wären die wenigen sinnvollen Programme/Programminhalte nicht möglich. Dies ist aber nur bedingt korrekt. Ca. 40% der Einnahmen des ÖRR wird für (live) Sportübertragungen ausgegeben (hauptsächlich Fussball). Sehr teure Programminhalte sind darüber hinaus die Tatorte, Fernsehfilme und Unterhaltungsshows. Durch ein zusammenstreichen von diesen Inhalten würde die GEZ-Abgabe von knapp 18 EUR auf ca. 5-8 EUR reduzierbar sein, OHNE eine Streichung von sinnvollen Inhalten. Ich denke die GEZ würde eine wesentlich höhere Akzeptanz haben, wenn wieder eine Konzetration auf die eigentliche Aufgabe erfolgt (Grundversorgung) und die Höhe wesentlich reduziert werden kann.
Wie weit könnten die Bundesbürger denn individuell jene ihrer Unkosten veringern, die auf dem Wege des Werbungskosten-Aufschlags für das Privatfernsehen (8,3 Mrd. € im Jahre 2006) an den Ladenkassen unserer schnuckligen Republik eingezogen werden...?

Möglicherweise könnte das private Trash-TV ja auch eine viel höhere Akzeptanz erreichen, wenn es nicht fortwährend diejenigen an den Ladentheken ausnehmen würde wie Weihnachtsgänse, die ureigen gar kein Privat-TV gucken KÖNNEN (ohne nach 5 Minuten dem suizidgefährdenden Gefühl zu erliegen, das Leben hätte augenscheinlich keinen überlebens-lohnenswerten Sinn mehr)...???

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