Forum: Kultur
TV-Kritik: Lammert rügt Qualitätsverlust im Fernsehen
DPA

Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.

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Volker von Alzey 27.10.2013, 11:28
590.

Zitat von Jasro
Und wann wurde das gezeigt? Also ich jedenfalls habe heute Vormittag zufällig auf "Arte" zwei wirklich wissenschaftliche Dokumentationen gesehen: muss Fernsehen m.E. sein. Und dafür zahle ich gerne Gebühren.
Ihres Erachtens? Nein, Fernsehen muss alle Bedürfnisse der Zusschauers erfüllen, nicht nur die Bedürfnisse nach Bildung und Information sowie Fortbildung.
Fernshen muss auch gute Unterhalktung bieten, egal ob in den Sparten Fernsehspiel, Krimi oder Romanverfilmungen der Klassiker.
Als erstes sollten ARD unf ZDF die ganzen Spartenkanäle aus Kostengründen abschalten. Wir brauchen werder Neo noch Festival noch sonst etwas, sind fast alles Wiederholungen.
Dafür keine ausufernden Sportsendungen über den Wintersport oder diese inflationären Quizsendungen und vor allem nicht diese nervigen Wiederholungen von April - Oktober eines Jahres.
Schließlich zahle ich auch in diesen Monaten Gebühren.

Und Sky Film ist wichtig, denn nur bei Sky sehe ich die Spielfilme einigermaßen zeitnah und in Erstausstrahlung. Das ist mir neben der Bundesliga bei Sky sehr wichtig.

Im Übrigen werden aus welchen Gründen auch immer, 3 SAT und Arte sowie Phoenix in diesem Forum vollkommen überwertet, warum?
Man schaue sich die Programmfolge für 8 Tage an.

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c++ 27.10.2013, 11:28
591.

Zitat von rpuryear
Die Verblödung Leute geht vom Privatfernsehen aus, das die öffentlich-rechtlichen Anstalten unter Quotendruck setzt und selbst auch der Qualitätsskale jegliche Untergrenze entzogen hat.
Bei den Privaten laufen die besten Fernsehserien der Welt. Was die ÖR da bieten, ist (vom Tatort und Wilsberg mal abgesehen) einfach nur billige Massenware. Das gilt auch für die Unterhaltungsformate, die laufen international und ich vermute, die Konzepte werden gekauft.
Die Privaten zeigen mehr Hollywood, was man nun auch nicht als schlechte Qualität bezeichnen kann, Filme, die Millionen Menschen auf der ganzen Welt sehen wollen.
Und ist SpiegelTV schlechter als die Politmagazine im ÖR?

Die Fernsehlandschaft ist einfach nur demokratischer geworden, volksnäher, selbsternanntes Qualitätsfernsehen gibt es daneben bei den vielen Sendern mehr als je zuvor. Aber man kann die Zuschauer, die die Fernbedienung als demokratisches Instrument unabhängigen Fernsehkonsums besitzen, nicht in Folterkammern sperren, wo sie das selbsternannte Qualitätsfernsehen über sich ergehen lassen müssen, vielleicht noch in Verbindung mit dem selbsternannten Qualitätsjournalismus

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Volker von Alzey 27.10.2013, 11:31
592.

Zitat von Walther Kempinski
Was mich eher stört, ist die journalistische Übermacht der Grünen. Laut eigenen Aussagen und Umfragen, sind wohl 2/3 aller Schreiberlinge den Grünen zugewandt oder sonst irgendwie ideologisch mit denen verbandelt. Was folgt sind Bedenken, unnötig hohe Kritik, einseitige Beurteilung von Parteien und deren Projekten. Die Grünen kommen medial oftmals sehr gut weg (trotz Bevormundungen wie dem Veggie Day, wo es auch mal für grün eins auf die Mütze gab). Da muss man sich jedenfalls nicht wundern, wenn die Gentechnik in Deutschland tot ist und das Geschäft die USA übernommen haben. Auch Kernkraftwerke werden gebaut...von Russen, Chinesen und Franzosen. Man kann ja von der Kernenergie halten was man will, aber ein deutscher Reaktor ist mir allemal lieber als ein russischer Reaktor. Gebaut werden sie dann ja sowieso...
Das schlimme ist, heute wird fast jedes Fernsehspiel und jeder Krimi mit einem sozailen Touch untermalt. Un grundsätzlich sind alle Makler, Banker, Bauträger usw. böseste Kapitalisten. Siehe ARD heute 20.15Uhr Wohnungsnot in München im Tatort. Dabei haben nicht die Menschen versagt sondern die Mneschen in der Politik, die eine Förderung des sozialen Wohnungsbaues quasi eingestellt haben.

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citizengun 27.10.2013, 11:32
593.

Zitat von syracusa
Das ist falsch: derzeit sitzen fünf Parteien im Bundestag. Bis Anfang der 1980er Jahre saßen aber nur vier Parteien drin. Es gibt bekanntlich Dutzende von Parteien. Aber die meisten finden halt nur eine handvoll Wähler. Dennoch existieren sie und sind grundsätzlich wählbar. Es ist kein Ausweis von fehlender Demokratie, wenn die Bürger diese Parteien nicht wählen. Es stimmt zwar, dass - allerdings nur mit knappem Vorsprung - die größte "Partei" die der Nichtwähler ist. Aber dummerweise will keiner mit denen koalieren.
Das ist Quatsch. Die meisten Parteien sind gar nicht in allen Bundesländern vertreten. Haben sie eigentlich eine Vorstellung davon, wie schwierig es ist eine Partei zu gründen und zu organisieren?

Jemand der Politik ablehnt, wird sich dafür nicht die Mühe machen sich in einer Partei extra zu organisieren. Das beste Beispiel liefern sie mt dem Nichtwähler ja selbst. Die Partei der Nichtwähler war nur in NRW vertreten, sie stellt aber die zahlenmässig grösste Gruppe der Bevölkerung. (Zumindest gleich stark wie CDU+CSU zusammen.) Der Nichtwähler müsste in einer ordentlichen Demokratie immer an der Regierung beteiligt sein. Denn er wäre der einzige Garant für Bürokratiebbau und Fortbestand der Demokratie selbst.

In der freien Wirtschaft geht jedes Unternehmen beim Wachsen an seiner eigenen Inflexibiltät bzw. Starrheit irgendwann zugrunde. Im Regierungswesen (alle steuerfinanzierten Instituionen) ist das nicht der Fall und daran stirbt auch die Demokratie am Ende.

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Volker von Alzey 27.10.2013, 11:35
594.

Zitat von kugelsicher
ein Mikrofon hinhalten und nachfragen, oder wenn Journalisten irgendwo klingeln (nachdem sie wochenlang um Stellungnahmen nachgefragt haben) ist also "Terror", aber das KIK zumindest mitverantwortlich für Elend und sogar verbrannte Arbeiter ist, stört sie nicht. Nur über sowas zu berichten, das ist dann verwerflich. Alles klar.
Verantwortlich für Brandkatastrophen sind die Regierungsstellen in Bangladesk und sonst niemand, die hatten zugelassen dass der Baukörper statt 5 Stockwerke 8 Stockwerke auswies. Sie sollten sich einmal informieren. Walmart hatte sienerzeit nicht gezahlt und das war auch richtig. Es liegt in der Verantwortung der Regierunggen souveräner Staaten, dafür Sorge zu tragen, dass die Arbeitsbedingungen ihrer Bürger erträglich sind.

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Guardini 27.10.2013, 11:55
595. Wer im Glashaus sitzt

Qualitaetsverlust auch im Bundestag Herr Lammert

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spiritof81 27.10.2013, 11:58
596.

Zitat von telltaleheart
Na, selbst wenn das stimmen würde: das machen doch Leute wie Sigmund Gottlieb oder Peter Hahne mehr als wett, denen das Wort Objektivität nicht nur ein Fremdwort, sondern ein vollkommenes Pfuibäh zu sein scheint. Aber immerhin: für die rechte Stimmung sorgen sie allemal.
Richtig! Gottlieb (bei Hahne stele ich ab/um) ist alles andere als politisch neutral. Das ändert aber nichts an der poltisch nicht vorhandenen Neutralität von "Monitor" und Co.

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telltaleheart 27.10.2013, 12:05
597. Die Schuld der anderen

Zitat von Volker von Alzey
Verantwortlich für Brandkatastrophen sind die Regierungsstellen in Bangladesk und sonst niemand, die hatten zugelassen dass der Baukörper statt 5 Stockwerke 8 Stockwerke auswies. Sie sollten sich einmal informieren. Walmart hatte sienerzeit nicht gezahlt und das war auch richtig. Es liegt in der Verantwortung der Regierunggen souveräner Staaten, dafür Sorge zu tragen, dass die Arbeitsbedingungen ihrer Bürger erträglich sind.

Dennoch erlauben Euer Gnaden doch hoffentlich, dass sich Journalisten und Bürger eines souveränen, freiheitlichen, demokratischen und ethisch aufgeklärten Staates (so zumindest der offizielle Anspruch) darüber empören und ihre Konsquenzen ziehen, wenn ein Unternehmen solche Missstände aus Profitinteressen für sich nutzt. Nicht jeder muss sein Gewissen am Eingang abgeben wenn er einen Laden betritt, nicht bei uns. Da habe ich mich informiert.

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Volker von Alzey 27.10.2013, 12:05
598. Ausgewogenheit

Zitat von sysop
Es ist ein Rundumschlag: Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen, tadelte der Bundestagspräsident am Samstag in Berlin. Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.
Die Kritik von Herrn Dr. Lammert ist berechtigt aber es liegt auch in seinem Einflussbereich dies zu ändern. Er kann ja auf die Rundfunkräte seiner Partei und befreundeter Organisationen einwirken um eine Besserung zu erreichen. Heute schielen auch tatsächlich die ÖRR nach der Quote. Nur zwei Beispiele:

Borgia in die Nächte verschoben obwohl gute Arbeit
KDD, eine hervorragende Serie des ZDF mangels Zuschauerinteresse
keine weitere Staffel.

Das Fernsehen dient in meinen Augen der Unterhaltung und das in erster Linie. An zweiter Stelle steht die Dokumentation und die Information.

Was wir heute erleben ist aber in erster Linie die Indoktrination des Zuschauers durch eine in allen Bereichen des Fernsehens verbreiteter links-grüner Mehltau.

Es gibt keine Meinungsvielfalt sondern nur noch ein Rot-grün gefärbter Einheitsbrei. Selbst in den Fernsehfilmen und Krimis laufen unsere selbstgerechten Fernsehmacher mit erhobenem Zeigefinger herum.

Ein Beispiel: Notruf 110 - Neues Duo in Magdeburg -Erster Fall:
Die Kommissarin hat einen "gefallenen" Sohn, er ist in die rechte Szene abgetaucht und so spielt der Krimi halt im Neonazimilieu und ein Schwarzer wird durch Neonazis gehetzt und kommt zu Tode.
Was soll das? Schon hat Magdeburg einen Ruf weg wie seinerzeit Offenbach, deren Notrufe die Stadt tatsächlich als Frankfurts Hinterhof zeigten.

Entweder die Krimis handeln von bösen Kapitalisten oder in den Fernsehspielen sieht man nur noch Töchter die ihre Väter hassen, kaputte Familien, Alleinerziehende usw.

Die Wirklichkeit spielt sich nirgends wieder. Fast jeder Kommissar oder jede Kommissarin hat ein Manko. Nur der im wirklichen Leben normale Hintergrund der Polizisten ist ein ganz anderer, sie sind überwiegend verheiratet und leben in intakten Familien.

Stichwort intakte Familien, für das deutsche Fernsehen ein Fremdwort, die kommen weder in Fernsehspielen noch in sonstigen Produktionen vor. Absolut wirklichkeitsfremd.

Und die politischen Magazine? Schon kritisiert, früher eine Balance heute eine links-grüne Einheitssuppe.

Abschließend die großen deutschen und ausländischen Romanverfilmungen einschl. der Klassiker - in der Versenkung verschwunden.

Der letzte große Erfolg, Breloers Die Manns, das ist zuwenig.

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telltaleheart 27.10.2013, 12:13
599. Neutrum und Altrum

Zitat von spiritof81
Richtig! Gottlieb (bei Hahne stele ich ab/um) ist alles andere als politisch neutral. Das ändert aber nichts an der poltisch nicht vorhandenen Neutralität von "Monitor" und Co.
Nun ja, wer ist schon politisch neutral? Aber wenn Sie behaupten "Monitor" würde SPD und Grünen nur Blümchen streuen können Sie der Magazinreihe doch nicht allzu aufmerksam gefolgt sein.

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